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[Pferdeställe und Pferdekoppel]
10-10-2026, 08:00 PM,
Beitrag #11
RE: [Pferdeställe und Pferdekoppel] Zwei Sternchen
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(09-29-2026, 05:15 PM)Furia Stella schrieb: Inzwischen habe ich Kira mit Iliborn, der wieder eingeschlafen ist, nach Hause geschickt. Sie sollte das Kind baden und ich werde noch rechtzeitig kommen und ihn stillen. 

Erst jetzt bemerkte ich, dass es meinem Gemahl missfiel, wie Saturnina ihre Brüder mit spitzer Zunge kommentierte. Mir tat sie aber leid, während sie sich so abfällig über ihre Geschwister äußerte, die daheim blieben. Denn das wunderte mich nicht besonders. Einige Dinge erfährt man durch Sklaven-Tratsch-Austausch. Ihre Mutter war fort, und ihr Vater war vermutlich nur mit sich selbst und seinen Liebschaften so beschäftigt, dass er kaum bemerkte, was um ihn herum geschah. Und anscheinend konnte niemand dem Kind das richtige Benehmen und eine gepflegte Sprache beibringen. "Wir gehen jetzt zur Pferdekoppel und später kannst du mir erzählen, was du auf dem Herzen hast, liebe Saturnina, wenn du magst", sagte ich mit weicher Stimme. 

Unser Quiwon war trotz seines jungen Alters sehr clever und mit schnellem Auffassungsvermögen gesegnet. Und als Saturnina ihn fragte, warum er sie so anschaute, brauchte er nicht lange nachzudenken und sagte diplomatisch, dass er eine gewisse Ähnlichkeit zwischen mir und ihr erkannte und seine Mama eine feine Dame wäre, die reiten und rennen könnte. Ich musste laut lachen, umarmte meinen kleinen Liebling und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Stellula schaute uns alle abwechselnd an und lachte auch vergnügt. Dann setzte Friudel seine Tochter auf seine Schultern und bot mir seinen Arm an. Mit einem sanften Lächeln klammerte ich mich an ihm fest: "Ja, mein Herz, lass uns gehen!"

Stella und ich gingen Hand in Hand den Weg zu unseren Pferden, während die älteren Kinder weit vorausliefen.
Ich lachte und deutete mit einem Kopfnicken auf Quiwon und die übermütige Saturnina: "Hast du gewusst, dass er so ein Charmeur ist, unser Großer?"
Stellula ging an der Hand ihrer Mama. Wir näherten uns der eingezäunten Koppel und den Ställen, und Sionn, der ruhige, gutmütige Kelte kam uns mit einer Heugabel in der Hand entgegen. Er hatte das Fest genutzt, zwischendurch einmal schnell nach den Tieren zu sehen. Den übermütigen Kindern gegenüber legte er einen Finger auf den Mund und sagte auf Britonisch: "Wenn ihr nicht leise seid, ihr Rabauken, dann könnt ihr das Kleine nicht sehen. Es bekommt ja Angst vor euch" Quiwon übersetzte für seine Cousine, und rasch waren beide ganz still, denn das Fohlen wollten sie gerne kennen lernen. 

"Winiz ist Marix Tochter. Sie wurde uns von unserem Schwager Eisu  geschenkt und stammt aus der königlichen Zucht des Volkes der Dobunni. Und nun hat sie mit unserem Bernjan ein kleines Fohlen bekommen. Wir wollen es Sterenna nennen, denn es hat eine Stirnblesse in Form eines kleinen Sternchens"
Ich lächelte Stella zu, damit sie unserem Töchterchen ihre große Überraschung verkündete.
[Bild: 3_15_08_22_9_36_30.png]
Honoratior der Stadt Iscalis
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10-13-2026, 07:24 PM,
Beitrag #12
RE: [Pferdeställe und Pferdekoppel]
[Bild: Pferd-Klein1.jpg]*

"Hast du gewusst, dass er so ein Charmeur ist, unser Großer?" fragte mich mein Friudel nach dem kleinen Rennvorfall im Garten. Ich drückte seine Hand und gab ihm einen sanften Kuss: "Ganz nach Papa ..."

Die Sonne stieg höher am Himmel und tauchte alles in ein goldenes Licht, als wir den Pferdestall erreichten. Die Luft im Stall war erfüllt vom würzigen Duft von Heu und warmem Tierfell, und die Pferde schnaubten zufrieden und schüttelten die Mähnen, während sie auf die Besucher blickten.
Stellula konnte es kaum erwarten, was ihre Mama für sie vorbereitet hatte, und ihre Augen funkelten vor Neugier.

"Was ist denn hier los?" fragte sie mit einem breiten Grinsen. Wir lächelten geheimnisvoll und Friudel deutete auf die Ecke des Stalls. Und dann konnten alle Anwesenden es sehen: ein kleines, flauschiges Fohlen mit einem seidig schwarzen Fell, das im Licht schimmerte, und mit großen, braunen Augen. Auf seiner Stirn hatte das Pferdchen einen kleinen, weißen Stern.

Die Überraschung war gelungen. Stellula sprang begeistert in die Luft und rief: "Für mich?"
"Er ist dein, mein Sternchen", flüsterte ich und legte einen Arm um ihre Schultern. "Du wirst ihn aufziehen und ihn pflegen." Friudel lächelte mich an und verkündete mit stolzer Stimme, dass königliche Winiz und unser Bernjan die Eltern vom Fohlen sind und dass wir es "Sterenna" nennen würden wegen des hübschen Sternchens auf seiner Stirn.

Die anderen Kinder waren mittlerweile um Stellula herum versammelt und beobachteten fasziniert, wie sie vorsichtig das Fohlen streichelte. Das Fohlen schnüffelte an ihrem Kleid und unsere Tochter kicherte. "Es ist so weich!" Dann kam sie zu uns und umarmte mich und dann ihren Vater. "Mama, Papa, danke, danke euch, ich werde gut für Sterenna sorgen und im nächsten Jahr zusammen das Fallobst sammeln!"

Der Kater Primus nahm inzwischen auf der Schulter unseres Onkels Gerfridu Platz und betrachtete das Geschehen mit einer gewissen Gelassenheit....

*Mit KI erstellt
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10-18-2026, 03:42 PM,
Beitrag #13
RE: [Pferdeställe und Pferdekoppel]
Saturnina hatte als echtes Stadtmädchen  keine Ahnung von Tieren, aber das wollte sie nicht zugeben: "Kann Stellula auf Sterenna jetzt gleich reiten?", fragte sie ihre Tante aufgeregt: "Das ist nicht so schwierig, oder? Man setzt sich auf das Pferd und ruft: Via oder so ähnlich. Ich kann Stellula helfen, aufzusteigen"

(09-29-2026, 05:15 PM)Furia Stella schrieb:   Mir tat sie aber leid, während sie sich so abfällig über ihre Geschwister äußerte, die daheim blieben. Denn das wunderte mich nicht besonders. Einige Dinge erfährt man durch Sklaven-Tratsch-Austausch. Ihre Mutter war fort, und ihr Vater war vermutlich nur mit sich selbst und seinen Liebschaften so beschäftigt, dass er kaum bemerkte, was um ihn herum geschah. Und anscheinend konnte niemand dem Kind das richtige Benehmen und eine gepflegte Sprache beibringen. "Wir gehen jetzt zur Pferdekoppel und später kannst du mir erzählen, was du auf dem Herzen hast, liebe Saturnina, wenn du magst", sagte ich mit weicher Stimme. 

Sie zupfte ihre Tante Stella am Ärmel.
"Wenn du bald Zeit hast, liebe Tante, erzähle ich dir gerne, wie es bei uns Zuhause ist. Glaube mir, ich habe ein wirklich schweres Leben"  Die kleine Furia seufzte theatralisch.
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10-26-2026, 05:04 PM,
Beitrag #14
RE: [Pferdeställe und Pferdekoppel]
Unser Sternchen war begeistert und versprach, sich um das Fohlen zu kümmern. Die anderen Kinder schauten mit großen Augen auf die beiden und begannen dann zu lachen. Sie konnten die Freude von Stellula förmlich spüren. Die ganze Familie war nun glücklich und zufrieden. Dann fragte mich Saturnina, ob Stellula gleich reiten könnte, es wäre ja doch so einfach! Ich lachte vergnügt und streichelte leicht Saturninas Haar.

"Nein, so einfach ist es nicht, liebe Nichte! Das Reiten wird ihr erst im Alter von sieben oder acht Jahren von einem Lehrer beigebracht. Bis dahin sollten  Stellula und Sterenna Freunde werden und sich gegenseitig vertrauen". Dann berührte Saturnina meinen Ärmel und wollte mir von ihrem "schweren Leben" bei ihr zu Hause erzählen. Dabei seufzte sie melodramatisch...
"Wir gehen alle bald zurück, ich muss den kleinen Publius stillen. Bestimmt wartet er schon auf seine Mahlzeit. Wenn du möchtest, kannst du mit mir kommen und dann erzählen, was du auf dem Herzen hast, mein Kind". 

Dann schaute ich meinen Friedel an: "Ich muss langsam zurück, mein Herz, um mich um Iliborn zu kümmern. Saturnina kommt mit. Ihr könnt aber noch bleiben, aber nicht zu lange...."
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10-28-2026, 03:46 PM,
Beitrag #15
RE: [Pferdeställe und Pferdekoppel]
Ich sah, dass Saturnina gerne unter vier Augen mit Stella sprechen wollte, und ich blieb deshalb im Stall zurück, um ein Auge auf mein Töchterchen zu haben. Stellula aber hatte sich ganz nahe zu ihrem Fohlen gesetzt. Mit ihrer sanften Mädchenstimme sang sie ihm leise vor, wie lieb sie es hatte. Sie blieb ganz ruhig sitzen und bedrängte weder Sterenna noch die Mutterstute. So fassten die beiden Tiere Vertrauen. Später würden wir mit den Pferden einen kleinen Spaziergang über die Weide machen. 
Quiwon hatte nun Lust, mit Onkel Gerfridu etwas den Stockkampf zu üben, und ich erlaubte es ihm. Etwas Bewegung nach dem reichlichen Essen würde ihm nur gut tun, lachte mein Oheim. Ich hörte ihre Stimmen und das Schlagen von Stock gegen Stock, die Herbstsonne drang durch die Ritzen des Holzes und malte rötliche Kringel auf das Stroh. Ich hatte auch viel gegessen und ruhte mich nun ein wenig aus.
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10-28-2026, 04:32 PM,
Beitrag #16
RE: [Pferdeställe und Pferdekoppel]
(10-26-2026, 05:04 PM)Furia Stella schrieb: Dann fragte mich Saturnina, ob Stellula gleich reiten könnte, es wäre ja doch so einfach! Ich lachte vergnügt und streichelte leicht Saturninas Haar.

"Nein, so einfach ist es nicht, liebe Nichte! Das Reiten wird ihr erst im Alter von sieben oder acht  Jahren von einem Lehrer beigebracht. Bis dahin sollten  Stellula und Sterenna Freunde werden und sich gegenseitig vertrauen". Dann berührte Saturnina meinen Ärmel und wollte mir von ihrem "schweren Leben" bei ihr zu Hause erzählen. Dabei seufzte sie melodramatisch...
"Wir gehen alle bald zurück, ich muss den kleinen Publius stillen. Bestimmt wartet er schon auf seine Mahlzeit. Wenn du möchtest, kannst du mit mir kommen und dann erzählen, was du auf dem Herzen hast, mein Kind". 

Dann schaute ich meinen Friedel an: "Ich muss langsam zurück, mein Herz, um mich um Iliborn zu kümmern. Saturnina kommt mit. Ihr könnt aber noch bleiben, aber nicht zu lange...."

Saturnina zuckte verlegen die Schultern. Sie hatte angenommen, dass Stellula gleich los reiten könnte. Aber zur Erklärung ihrer Tante, dass sie nun zu Baby Publius gingen, bekam sie große Augen:
" Du musst meinen kleinen Cousin alleine stillen? Ihr könnt euch keine Amme leisten?", fragte sie teilnahmsvoll.
Und dann erzählte sie auf dem Weg:
"  Vater hat Victor aufgenommen, den Sohn von Furiana Deirdre. Er ist so arrogant, obwohl er gar kein Patrizier ist. Und er ist so ein Barbar. Aber Vater zieht ihn mir natürlich vor, weil er ein Junge ist. Er zieht mir sogar Carus vor, obwohl ganz Iscalis weiß, dass er ein Dummkopf ist. Ich bin nicht dumm, Tante Stella, aber keiner hat mich lieb zu Hause wie ihr Stellula liebt. Alle ärgern mich immer nur. Und Vater ist ungerecht und straft immer nur mich. Und unsere Mutter ist in Italia mit den drei Kleinen, und ich vermisse sie so sehr, aber sie vermisst mich kein bisschen"
Saturnina sah trotzig drein:
" Doch sie sollen nicht glauben, dass ich mich ärgern lasse. Weißt du, Tante, ich bekomme alles ihre Geheimnisse raus, wenn ich will. Und dann werden sie sehen, was sie davon haben!"
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