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Porta
01-19-2025, 07:15 PM,
Beitrag #61
RE: Porta
>>> Die Worte des Furiers hallten noch lange in Nefertems Gedanken nach, als er zurück in der Villa Claudia war und sich in seinem Arbeitszimmer einsperrte. Die Rechnungen auf seinem Schreibtisch schrien ihm regelrecht entgegen und Nefertem schloss für einen kurzen Augenblick seine Augen. So als wollte er diesen Anblick für immer aus seinem Gedächtnis verbannen. Mit leicht bebenden Fingern schrieb Nefertem die Summen der unzähligen Rechnungen auf ein leeres Pergament und rechnete die Summe blitzschnell im Kopf zusammen. Alle Rechnungen beliefen sich auf eine Gesamtsumme von 9.535 Sesterzen. Eine Summe die Nefertem unwillkürlich schwindelte. Jenes Pergament mit dem Ergebnis beförderte der Aegypter sogleich in die Flammen des Kamins und betrachtete die Flammen, die das Pergament genüßlich verspeisten. Und Nefertem schwindelte es, so dass er rücklings taumelte und sich an seinem Schreibtisch abstützen konnte. “Oh meine arme Domina. Was tust du nur?“ Murmelte Nefertem. Während er einen Blick auf sein Stundenglas warf und ein tonloses Seufzen über seine Lippen entwich. Wenn er nicht zu spät am Treffpunkt im Haus des Roten Mondes erscheinen wollte, dann müsste er sich allmählich auf den Weg machen. So verließ Nefertem die Villa Claudia und trat auf die Straße hinaus. Den Weg zum Haus des Roten Mondes antretend. Am Haus des Roten Mondes angekommen, atmete Nefertem tief durch, als er seinen Blick an dem Gebäude empor gleiten ließ. Bevor er sich der Porta näherte und dagegen pochte.
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01-20-2025, 03:21 PM,
Beitrag #62
RE: Porta
(01-19-2025, 06:39 PM)Narcissus schrieb: Die Porta öffnete sich und Egon stand, wie immer ganz das gigantische Mannsbild, darin, auf den Besuch runterschauend.
"Furius Saturninus, sei gegrüßt", sagte er, blickte kurz über die Schulter und dann zurück. "Narcissus hat mich von deinem Kommen unterrichtet. Er ist heute nicht selbst zugegen, aber das Zimmer ist für dich und deinen Gast zurechtgemacht. Eines der Mädchen wird dich hinführen. Wünsche einen guten Aufenthalt."

Saturninus verhehlte seine Enttäuschung nicht: " Narcissus ist gar nicht hier?", wiederholte er gedehnt: "Ich wollte ihm gerne gute Reise wünschen und ein Abschiedsgeschenk übergeben. Bitte richte ihm das aus, falls er wiederkommt und ich noch hier bin, dass er unbedingt anklopft" - Egon war der einzige Sklave, bei dessen Ansprache Saturninus ab und an ein "Bitte" entfleuchte. 

Der Furius ließ seine beiden Wächter draußen vor der Tür und begab sich in das angewiesene Zimmer. 


(01-19-2025, 07:15 PM)Nefertem schrieb: Wenn er nicht zu spät am Treffpunkt im Haus des Roten Mondes erscheinen wollte, dann müsste er sich allmählich auf den Weg machen. So verließ Nefertem die Villa Claudia und trat auf die Straße hinaus. Den Weg zum Haus des Roten Mondes antretend. Am Haus des Roten Mondes angekommen, atmete Nefertem tief durch, als er seinen Blick an dem Gebäude empor gleiten ließ. Bevor er sich der Porta näherte und dagegen pochte.


[Bild: Leon-1.png]


"Salve Nefertem!", Leon hockte mit unterschlagenen Beinen an der Hauswand. Er kannte alle Welt und trotz seines martialischen Aussehens war er ein offener Charakter. Den claudischen Maiordomus kannte er vom Sehen, wenn er auch mit ihm noch nie gesprochen hatte. Mit wissendem Blick folgte er dem Blick des jungen Mannes. Das Haus des Roten Mondes war durchaus eindrucksvoll, aber ihm fehlte Kiki, und er hoffte sehr, dass er einmal wieder den Auftrag bekommen würde, über sie zu wachen:
"Du verkehrst hier? Alle Achtung, dein Peculium muss beachtlich sein!", er lachte, aber es war ihm anzumerken, dass er das nicht ganz glaubte. Eher dass Nefertem sein Taschengeld hier aufbesserte.
[Bild: 3_18_08_22_2_20_05.png]
[Bild: 3_15_08_22_9_31_55.png]

Honoratior von Iscalis
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01-20-2025, 05:46 PM,
Beitrag #63
RE: Porta
(01-20-2025, 03:21 PM)Tiberius Furius Saturninus schrieb:
[Bild: Leon-1.png]


"Salve Nefertem!", Leon hockte mit unterschlagenen Beinen an der Hauswand. Er kannte alle Welt und trotz seines martialischen Aussehens war er ein offener Charakter. Den claudischen Maiordomus kannte er vom Sehen, wenn er auch mit ihm noch nie gesprochen hatte. Mit wissendem Blick folgte er dem Blick des jungen Mannes. Das Haus des Roten Mondes war durchaus eindrucksvoll, aber ihm fehlte Kiki, und er hoffte sehr, dass er einmal wieder den Auftrag bekommen würde, über sie zu wachen:
"Du verkehrst hier? Alle Achtung, dein Peculium muss beachtlich sein!", er lachte, aber es war ihm anzumerken, dass er das nicht ganz glaubte. Eher dass Nefertem sein Taschengeld hier aufbesserte.

 Als ihn Leon so mir nichts dir nichts ansprach, zuckte Nefertem unwillkürlich zusammen und versuchte seine Nervosität zu verbergen. Was ihm jedoch nicht wirklich gelang, denn seine Wangen wurden von einer leichten Röte überzuckert. “Salve ..Leon?“ Mehr als Frage denn als Aussage entwichen diese Worte den Lippen des Dunkelhaarigen, dessen Blick sich nun vorsichtig auf dem furischen Sklaven niederlegte. Den wissenden Blick Leons bemerkte Nefertem sogleich und schüttelte höchst aufgebracht seinen Kopf. Oh nein. Er sollte unter keinen Umständen denken, dass Nefertem in diesem Etablissement ein und aus ging. Dem war nämlich nicht so. Definitiv nicht. “Ähm nein. Ich verkehre hier nicht. Ich habe .. also.. ich habe hier eine Begegnung mit Dominus Furius Saturninus.“ Gelang es Nefertem dann über seine Lippen hervor dringen zu lassen. “Ich war noch nie hier. Das Haus des Roten Mondes sieht von außen wunderschön aus.“ Antwortete Nefertem mit seiner samtweichen Stimme, während sein Blick an dem Gebäude empor wanderte. Bevor er sich auch schon auf Leon konzentrierte. Denn alles andere wäre unhöflich. Allzu lange musste Nefertem jedoch nicht warten bis ihm die Porta geöffnet wurde und er in ein hübsches Zimmer geführt wurde.
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01-26-2025, 01:27 PM,
Beitrag #64
RE: Porta
Auf nach Londinium! - Narcissus und Owains Reise
Die ersten Sonnenstrahlen krochen über den Horizont, als ich meinen treuen Kubbo sattelte und mich auf den Weg machte. Die Luft war kalt und klar, der Raureif glitzerte auf den Wiesen um Cheddar. Ich hatte in der Nacht kaum geschlafen, zu sehr kreisten meine Gedanken um Aglaia. Der Gedanke an das Wiedersehen, falls ich sie tatsächlich in Londinium finden sollte, ließ mir keine Ruhe. Es kam mir vor, als wären seit unserer letzten Begegnung Jahre vergangen. Dabei war es kaum ein Jahr her, dass sie mich abserviert und mein Leben aus den Angeln gehoben hatte.

Am Horizont tauchten die ersten Häuser von Iscalis auf. Dort würde ich Narcissus treffen. Seine Hilfe konnte ich gut gebrauchen, nicht nur, weil er Kontakte in Londinium hatte, sondern auch, weil er eine gewisse Leichtigkeit mitbrachte, die ich selbst nur selten aufbrachte. Ich hoffte nur, dass er den mehrtägigen Ritt nach Londinium gut überstehen würde. Er war es gewohnt, bequem in einem Reisewagen zu sitzen, vielleicht mit einem Krug Wein in der Hand und einer Decke über den Beinen. Aber diesmal würde er sich mit dem Sattel begnügen müssen. Und ich war mir sicher, dass ich seine Kommentare die ganze Reise über anhören durfte. Trotzdem war ich froh, ihn dabei zu haben. Seine Hilfe war wichtig, zumal er Aglaia gut kannte. Wenn sie jemand finden würde, dann er!
Die Straßen der Stadt waren fast menschenleer, als ich endlich in die Stadt ritt. Der Weg zur Casa Liciniana war mir immer noch vertraut. Dort angekommen, sprang ich vom Pferd, band es fest und klopfte an die Tür.
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01-26-2025, 10:11 PM,
Beitrag #65
RE: Porta
Narcissus war bereit. Zu seinem Verdruss hatte Owain auf die 'schnelle', also die unbequeme Art zu reisen bestanden. Ihm war klar, dass der Kelte seine Art und Weise albern fand. Er musste ja weinerlich und weibisch wirken, doch so liefen eben die Dinge für Leute wie ihn in der Stadt. Das hieß nicht, dass es für ihn immer einfach gewesen war. Oft genug hatte er gehungert, früher. Oft genug hatte er die Nacht draußen verbracht. Erst Aglaia hatte ihm dieses Leben geschenkt, weil er - den Göttern sei Dank - ansehnlich aussah. Und da wurden eben gewisse Verhaltensweisen erwartet.
Das bedeutete jedoch noch lange nicht, dass Narcissus diese Zeit vergessen hatte. Sein Freund würde schon sehen, dass er Unbill zu ertragen wusste.
Die Mädchen - die, die noch da waren - hatten ihn gutmütig ausgelacht, als er in seiner Reisekleidung und mit nichts als einem Rucksack voller notwendiger Dinge aufgekreuzt war. Nicht einmal die übliche Ersatzkleidung. Er schämte sich beinahe, so nach Londinium zu reisen. So brauchte er sich in den üblichen Kreisen jedenfalls nicht blicken zu lassen. Und genau dort hatte er sich ja davon ablenken wollen, Aglaia aufzusuchen.

Nun wartete er, mit Hummeln im Hintern im Atrium. Dort klopfte, pünktlich auf die Minute. Es war leider noch früh. Ein Frühaufsteher war er noch nie gewesen, weshalb er schlechte Laune besaß.
"Lass nur", sagte er gähnend zu ihrem Ianitor. "Ihr habt meine Anweisungen. Fackelt das Haus nicht ab, es gibt keine Gratisproben, Saturninus bekommt keine weiteren Exklusivverträge und was auch immer Olympias sagt, wird ignoriert. Ich hoffe, es dauert nicht lang."
"Was immer du sagst", schmunzelte der Angesprochene, während der trübsinnige Narcissus sich nach draußen begab, wo die kalte Morgenluft ihn umfing.
"Owain", grüßte er, so freundlich es ihm möglich war. "Ich bin soweit. Ich sehe, du hast ein Pferd dabei. Meines werden wir bei den Ställen abholen, dann bin auch ich ausgestattet. Keine Sorge. Ich habe mein Gepäck auf ein Minimum und nur das Nötigste reduziert."
Der Kelte sollte ihn bloß nicht für dumm halten. Er wusste wohl, dass man in der Wildnis nichts brauchte, als Proviant, Decken, Kleidung und eine Haarbürste.
[Bild: 1_26_01_24_4_36_43.jpeg]
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02-04-2025, 12:50 AM,
Beitrag #66
RE: Porta
Narcissus erwartete mich bereits, als ich ankam.
"Salve, Narcissus", grüßte ich ihn mit einem Lächeln, als er aus dem Haus trat. Er wirkte noch nicht ganz wach.Ich hatte mir schon gedacht, dass ihm die frühe Stunde nicht behagen würde, aber er war bereit zum Aufbruch, und das war, was zählte. Ich musterte ihn kurz. Seine Kleidung war schlichter als sonst, und sein Gepäck kleiner, als ich erwartet hatte. Er hatte lediglich einen Rücksack dabei,
"Gut, dass du nicht zu viel mitgenommen hast", sagte ich anerkennend. "Wir werden ohnehin genug Zeit im Sattel verbringen. Weniger Gepäck macht es einfacher."
Ich lenkte mein Pferd ein Stück zur Seite, damit er neben mir gehen konnte. "Dann holen wir deines und brechen auf. Je eher wir loskommen, desto besser."

Ich sah zum Himmel. Die Sonne war noch nicht lange aufgegangen, aber der Himmel war klar. Ein guter Tag für den Start einer Reise. 

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