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[In der Nähe der Villa Furia] Abschied von Zimt umd Rosen
03-31-2025, 05:12 PM,
Beitrag #11
RE: [In der Nähe der Villa Furia] Abschied von Zimt umd Rosen
Cassia nahm nur diesen einen Kuss. Sie nahm ihn als eine Art Abschiedsgeschenk. Sie schmiegte sich nicht in meine Arme und verlangte nach mehr. Hätte sie das getan, so hätte ich ihr mehr gegeben- weitere Küsse, weitere Berührungen. Aber so trat ich einen Schritt zurück:
"Ich huste gar nicht mehr, Cassia", sprach ich:
"Jetzt lebe ich unter einem festen Dach und habe immer zu essen, so wie du ja auch. Lebe wohl, bis wir uns wieder sehen. Das Schicksal war gut und seltsam mit uns, wer weiß, was es für uns noch bereit hält, mein lieber kleiner Zimtkopf"
Es war wahr, ich hustete nur ganz selten noch. Ich lächelte Cassia an:

"Was vergangen, kehrt nicht wieder,
aber ging es leuchtend nieder,
leuchtet's lange noch zurück"
*


Förster, Gedichte von Karl Förster. Erster Theil, hg. von Ludwig Tieck, 1843.

[Bild: 1_26_01_24_4_43_25.jpeg]
[Bild: 3_15_08_22_9_43_44.png]
"Scheinsklave" Norbana Orestilla
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04-01-2025, 09:59 PM,
Beitrag #12
RE: [In der Nähe der Villa Furia] Abschied von Zimt umd Rosen
Der Abschied war so endgültig und er schmerzte Cassia. Was auch nicht verwunderlich war. Und dennoch ließ sie es nicht zu, dass sie von Nicander noch einmal in seine Arme gezogen werden konnte und seine Lippen auf ihre legen konnte. Denn Cassia wich zurück. Senkte ihren Kopf und blieb mit gesenktem Kopf vor ihrem einstigen kýrios stehen. Das leise Geräusch von aufgewirbelten Sand kündete davon, dass es nun Nicander war, der einen Schritt zurück getreten war.

“Und dennoch sind wir nicht mehr zusammen Nicander. Das ist es was mich schmerzt. Und wenn du in Londinium verweilst, ist die Chance das wir uns wieder begegnen sehr gering. Ich werde nie die Möglichkeit haben nach Londinium zu gelangen. Und deine Idee ist so abstrus und obendrein sehr gefährlich Nicander.“ Erinnerte die gelockte Sklavin den Schauspieler. Wobei sie ihren Blick angehoben hatte, um dem Älteren direkt entgegen blicken zu können. Nicander sollte wissen wie ernst es dem Lockenkopf mit ihren Worten war.

“Ich sage nicht -Lebewohl-, ich sage -Auf Wiedersehen- mein lieber Nicander. Denn tief in meinem Herzen wünsche ich mir, dass wir uns wieder sehen werden.“ Jene Worte sprach Cassia mit einem wahrlich lieblichen Lächeln, welchem jedoch so viel Schmerz inne wohnte, dass man es beinahe mit einer grausamen Grimasse verwechseln könnte.
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