(03-20-2024, 06:59 PM)Gabinia Clara schrieb: Gerwina hat sich etwas verspätet. Sie trug eine zartrosa bodenlange Tunika aus feinem Stoff mit grüner Borte am Saumende. Das kupferrote Haar ließ sie frei in Wellen über ihre Schultern fallen und ein Stirnreif mit einem grünen Jadestein in der Mitte, der ihre smaragdgrüne Augen betonte, hielt ihre prächtigen Haare zurück. Um die Taille trug sie einen Ledergürtel. Auf der Bronze-Schnalle waren zwei wilde Katzen abgebildet, die Chatten.
Die Gäste waren schon angekommen, als sie in den Garten kam und sie überblickte die bunte Gesellschaft. Sie kannte nur Furius Saturninus, dem sie nickte und lächelte dann alle fröhlich an: "Ich bin Gabinia Clara und heiße Euch alle Willkommen!"
(03-21-2024, 05:01 PM)Furia Stella schrieb: In einem Fliederfarbenen Gewand aus Seide, das mit Silberfäden verwoben und durch ein Band unter der Brust gebunden war und so floss die Seide leicht in Wellen nach unten und bedeckte damit meinen gewissen Zustand, erschien ich im Garten. Mein rabenschwarzes Haar, wie Friudel es so nannte, wurde von Sylvana richtig durchgekämmt, dann hochgesteckt und mit einer Perlmuttspangen befestigt. Meinen Fächer hielt ich in der Hand. Sylvana ging hinter mir her.
Die Gäste haben sich bereits im schön geschmückten Garten versammelt und ich habe etwas Mühe, die alle zu überblicken und zu identifizieren. Dann sah ich meinen Cousin Tiberius mit seiner Frau und mit seiner kleinen Tochter. Ich kam näher und sah meinen Sohn, der am Boden stand und an Serenas Kleid zupfte, anscheinend wollte er die kleine Saturnina sehen. Wo war bloß sein Vater?
Ich schüttelte den Kopf und bevor ich meine Verwandten begrüßen konnte, bat ich Sylvana ihn auf den Arm zu nehmen. Quiwon blieb, wie immer gelassen, lächelte mich an und umarmte seinen Hasen.
"Oh, liebe Serena, lieber Cousin, ich bitte mich zu entschuldigen, und möchte sie gern begrüßen und danken für ihren Besuch!" ... Dann bemerkte ich eine junge Keltin mit roten Haaren, die danebenstand. "Wen haben wir denn hier?" Ich schaute abwechselnd Serena und Tiberius an und überlegte kurz: die könnte keine Freundin von hochmütiger Patrizierin Serena sein, also könnte sie eine neue Freundin von meinem Cousin sein, der mochte ja die rothaarigen Keltinnen, mit denen er sich im furischen Balneum vergnügt. Ich öffnete meinen Fächer und lächelte sie alle an, "Sei uns auch willkommen, junge Frau und Euch allen wünsche ich ein schönes Fest!".
Clara hatte sich so
germanisch gekleidet wie es nur ging, obwohl sie doch eine römische Bürgerin war. So bekommt sie nie einen Mann, dachte Saturninus zwischen Missbilligung und Amusement hin- und hergerissen.
doch da sie alle so freundlich begrüßte, gab er den Gruß zurück:
"Danke für die Einladung, werte Gabinia Clara", betonte er ihren römischen Namen.
Stella, seine Cousine, sah wie eine römische Dame aus, das Haar elegant hochgesteckt. Ihr Blick fiel auf Niamh - bestimmt fragte sie sich, wer das denn war.
Als sich die Frauen jetzt um die Kinder kümmerten, nahm Saturninus Stella und auch Gabinius etwas zur Seite, nachdem er den Hausherren begrüßt hatte:
"Die junge Frau heißt Nivis und ist eine hibernische Fürstentochter, die in Rom Asyl erbeten hat", erklärte er leise, was nur ungefähr stimmte, aber seiner Meinung nach in die richtige Richtung ging:
"Sie hat Schweres durchgemacht. Es gibt nichts Besseres, als dass eine edle Römerin sie jetzt unter ihre Fittiche nimmt. Da danke ich Serena sehr. Nivis scheint Tiere zu mögen...", und mit einem Seitenblick:
"Nur Katzen kennt sie aus ihrer Heimat nicht"
Spiros, der kleine Sklave, der im furischen Haus großgeworden war und nun meist bei Furia Stella lebte, hatte das gehört und machte große Augen. Der Kater Primus war sein liebster Spielgefährte:
"Wer kennt keine Katzen, Dominus?", fragte er.
Saturninus hätte einen anderen Sklaven angefahren, was ihm einfiele, zu reden, wenn er nicht gefragt wurde, aber Spiros ließ er es durchgehen. Er hatte den Jungen gerne.
"Die Menschen aus dem Norden kennen keine Hauskatzen. Sie kommen ja ursprünglich aus der Provinz Aegyptus, und wir Römer haben sie im ganzen Imperium verteilt", erklärte er, dann schaute er zu Gabinius und seiner Cousine und nickte noch einmal. Jetzt wussten sie Bescheid.