RE: Wie ein wildes Tier - "Bestiola" wird verkauft
Gaulus zeigte sich äußerlich unbeeindruckt von der Ansage des Patriziers, aber innerlich kochte er vor Wut. Also übte er sich in Geduld und wartete, bis dieser sein Gespräch mit Niamh hoffentlich bald beendet hatte. Was es da wohl mit einer Sklavin zu labern gab? Aber wirklich zuhören tat der hünenhafte Gallier nicht, was die beiden da besprachen.
Gaulus wartete also ein wenig ab, bis das Gespräch der beiden vorbei war und wandte sich dann wieder direkt an den Sklavenhändler und verkündete die Kaufabsicht seiner Herrin: "Die edle Livia Diademata wünscht diese Sklavin für ihren Sohn, den Honoratioren Aulus Plautius Montanus, zu erwerben. 100 Sesterze." Das Latein des Leibwächters war nicht schlecht, aber der Akzent nicht zu überhören.
Vielleicht würde das den Sklavenhändler dazu bringen mal in die Gänge zu kommen. Oder sollten wir jetzt alle Sklaven über ihre Lebensgeschichten ausfragen? Da würden wir ja morgen noch hier stehen.
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