RE: Wie ein wildes Tier - "Bestiola" wird verkauft
Livia Diadematas Leibwächter Gaulus stand unbewegt mit verschränkten Armen direkt vor dem Sklavenhändler und hatte bisher geschwiegen, da der schmierige Lump dem Patrizier neben ihm Honig um den nicht vorhandenen Bart schmierte und dann doch die Sklavin nicht empfehlen wollte. Eine seltsame Verkaufstaktik, dachte der Gallier. Aber so waren die Leute hier halt - immer nur viel Geschwafel.
Ob das Weib nun aufmüpfig war oder nicht war allerdings seiner Herrin völlig egal, da sie ohnehin eher eine Sklavin für ein Spezialprojekt suchte, die dann unter ständiger Aufsicht stehen würde. Nachdem der Sklavenhändler also die 100 Sesterzen Anfangsgebot nebenbei gesagt hatte, fiel ihm der bullige Gallier ins Wort und sagte nur laut: "100 Sesterzen" und deutete mit dem Kinn auf Niamh.
Was der Sklavenhändler oder der schnöselige Patrizier neben ihm über diese Unhöflichkeit dachten, war dem Leibwächter herzlich egal. Für seine Domina zählten nur Resultate.
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