RE: Hochzeit von M. Iulius Cato und Claudia Sabina
Während der Vorbereitungen und der Opferschau hatte Prisca sich noch im Hintergrund halten können. Sie mochte es gar nicht, wenn alle sie anschauten, was aber sehr häufig passierte, weil sie selbst viele Männer an Höhe überragte. Für eine Frau war sie einfach unverschämt hoch gewachsen und dabei auch noch sehr schlank und flach, was immer mitleidige oder ablehnende Blicke hervorrief. Prisca wusste nicht wirklich, welche davon schlimmer waren.
Doch dann war es so weit, und sie musste nach vorne treten und sich den Blicken der Gesellschaft aussetzen. Sie hielt den Blick vor sich auf den Boden gerichtet, so gut es eben ging, bis sie zwischen Sabina und Iulius Cato stand. Der Pontifex opferte das Schwein und rezitierte dabei gefühlt die halbe Abstammungslinie der beiden sich vermählenden, in deren Name das Opfer stattfand. Schließlich war es so weit und die Zustimmung der beiden stand an. Prisca atmete noch einmal nervös durch, um sich zu sammeln, ehe sie erst Sabinas rechte Hand ergriff, dann die rechte Hand von Iulius Cato, und beide vor ihrem Bauch dann gut sichtbar für alle Zeugen ineinander legte. Keiner von beiden wehrte sich dagegen, und damit gehörte Sabina von jetzt an Iulius Cato.
“Ihr seid verbunden“, sagte Prisca wahrscheinlich für das Publikum zu leise, aber es galt dennoch. Sie trat zurück und lächelte noch einmal ganz knapp und ein wenig mitleidig Claudia Sabina zu, ehe sie wieder einen Schritt zurücktrat. Ab jetzt gehörte die Bühne wieder dem Brautpaar, und sie, Prisca, musste sich aufmachen in die Villa Iulia, um dort das Brautgemach noch vorzubereiten. Etwas, das sie nur zu gerne jetzt tun wollte, um nicht länger im Mittelpunkt zu stehen.
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Vormund (Tutor): Aulus Carisius Primus (NSC)
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