Bei Mars, Cato war nervös und aufgeregt. Schlimmer als vor seiner erster Schlacht. Natürlich hatte er nicht geschlafen. Nach der Enthaarungsprozedur, dem Duftbad und der Ankleidung war er ab und an zwischen Tobsucht und Ablenkung mit seinem Dicken war er wie in seinem Tribunenhaus hin und her gerannt.
Bonni und ein teil der Sklaven hatten sich, so weit es ging, vor seinen typischen Anfällen in Sicherheit gebracht. Erst das Eintreffen des Centurio Octavius hatte einen beruhigenden Einfluss auf ihn. Dieser achtete darauf, dass Iulius von nun an nicht mehr dem Wein zusprach, dafür aber ein wenig feste Nahrung zu sich nahm. Octavius würde auch ein weiterer Trauzeuge sein.
Endlich Tribun Iulius Cato war soweit bereit. Gekleidet in weißer Toga und einer weißen Tunika mit dem breiten roten Streifen. Begleitet wurde er von der ebenso in weißen Tuniken gekleidete III Centurie, als Ehrengeleit. Der Zug setzte sich in Bewegung. Von der Castra Augusta zur Villa Claudia würde sie natürlich zu Fuß gehen.
An der Villa Claudia, dem Wohnsitz der Braut Claudia Sabina angekommen, warteten die Legionäre draußen. Ihr Centurio begleitete den Bräutigam.
Einige Sklaven wuselten noch hektisch umher während Iulius suchend umher spähte. Irgendwann entdeckte er sie, seine Herzallerliebste, als er in Richtung Peristyl ging. Mit der für sie ungewohnten Frisur ahnte er, dass sein Augenstern bestimmt genauso wenig geschlafen hatte wie er. Ob sie auch so aufgeregt war?
Der Anblick des putzmunteren grunzenden Schweinchen war es sicher der lang ersehnte Tag war gekommen. Vor zwei Tagen hatten sie beide schon Iuno geopfert.
Die Trauung würde nun mit der Eingeweideschau beginnen. Der Haruspex wartete schon. Bei seinem Anblick fiel Cato ein, er wusste nicht ob seine Liebste Blut sehen konnte. Er hatte schon davon gehört, das manche Braut in Ohnmacht fiel, beim Anblick und Geruch des Blutes. Das fehlte noch die Braut des Tribun und dann so was.
Die Vertretung der Brautmutter übernahm die Cousine Serena, die Gemahlin Saturninus.
Die Eingeweideschau war vorbei und die Pronuba Accia Prisca stand bereit und verband unsere rechte Hände. Jetzt wurden die alten Götter Tellus, Juno, Ceres, Picumnus und Pilumnus angerufen.
So wirklich bekam Cato nicht viel von der Trauung mit. Sein Augen waren in der meisten Zeit nur bei seiner Braut. Er wusste seine Stütze Octavius würde ihn vor Fehlern bewahren, auf ihn hatte er sich bisher immer verlassen können.
Was fehlte noch der Ehevertrag mit der Unterschrift der Trauzeugen, das Festmahl und dann endlich....