Jetzt sah sie mich schon wieder mit ihren großen Augen an. Warum konnte sie mir auch nicht antworten. Hatte sie Angst vor mir? War ihr jemand zu nahe getreten? War sie bei ihrem früheren Herrn misshandelt worden? Fragen über Fragen.
Ich würde ihr gerne helfen wenn sie vielleicht Probleme hatte. Noch drigender wollte ich wissen, ob sie mich als ihren Herrn fürchtete oder mich als Mann.
Außerdem nervte mich dieser typische Sklavenblick. Immer nach unten schauen. Ich hatte dies nie gemacht, soviel ich mitbekommen hatte, verhielten alle im Claudischen Haushalt so wie ich. Claudius Menecrates mochte es wenn man ihn anschaute. Er wollte in den Gesichtern lesen. Ich genauso.
Wieder nahm ich ihr Kinn und drehte ihr Gesicht zu mir.
„Du verstehst mich doch, magst du mich gar nicht oder hast du Angst vor Männern?“
Awartend schaute ich sie an, denn dies konnte sie mit dem Kopf bejahen oder verneinen.
„Du musst wissen ich mag dich sehr. Ich würde gerne mit dir schlafen, das mache ich aber nur wenn du es auch möchtest. Jetzt möchte ich dir gerne einen Kuss geben, aber nur wenn du einverstanden bist.“
Nun lag es bei ihr, wenn sie es gar nicht wollte, musste ich mich fügen. Vielleicht aber wollte sie auch nur abwarten. Ich würde es bestimmt gleich erfahren.