RE: Kleines Bad für die Sklaven
Ein fragender Blick traf Christina, als sich Bran so merkwürdig verhielt, nachdem die beiden Sklavinnen das kleine Bad betreten hatten. Als sich Bran auf die steinerne Bank legte, erhaschte Nathaira einen Blick auf seinen geschundenen Rücken und spürten im selben Moment wie ihr Tränen in die Augen stiegen. Diese Verletzungen hatte der junge Sklave nur erdulden müssen, weil Nathaira, als man ihr das Geschenk übergeben hatte, nicht richtig aufgepasst hatte. Denn hätte sie einen genaueren Blick auf das Geschenk geworfen, dann wäre ihr von vorneherein klar geworden, dass dieses Geschenk garantiert nicht für Domina Accia Prisca bestimmt sein könnte. So war es nun die keltische Sklavin die sich auf die Unterlippe biss und es Tränen waren, die sich in ihren Augen sammelten. Als nun Bran lautstark loszuheulen begann, begannen auch bei Nathaira die Tränen zu kullern. Schluchzend blickte sie den jungen Sklaven an, wobei ihr Blick deutlich sagte, wie Leid es ihr tat.
Und dann war es Bran, der seine schluchzende Stimme erklingen ließ und dem claudischen Verwalter alles erklärte. Während Brans Stimme immer leiser wurde und er sich schließlich die Augen rieb, die vom Weinen völlig gerötet waren, war es Nathaira die ihrem Dominus einen gar flehenden Blick entgegen warf. Der claudische Verwalter sollte unter keinen Umständen mit dem Gedanken spielen, Bran auf dem Sklavenmarkt zum Verkauf anzubieten. Wenn dem so sein sollte, dann müsste auch sie selbst verkauft werden. Schließlich waren sie beide unterwegs und Nathaira hätte einen Blick in das Paket werfen können, bevor sie jenes an Domina Accia Prisca abgaben.
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