RE: Die alte Schmiede am Dorfrand
Auch Aglaia spielte das Spiel der Alten mit und beantwortete ihre Frage, als hätte sie es speziell für diesen Augenblick eingeübt. Schulmeisterhaft erklärte Ceridwen weiter, was sich hinter dem Begriff Beltane verbarg. Als ob ich das nicht schon längst getan hätte.
Die Alte war ganz schön aufdringlich! Jetzt wollte sie auch noch von unserem Met trinken! Aber was war schon ein Becher Met gegen einen Fluch, den sie über mich oder Aglaia aussprechen würde, wenn sie nicht bekam, was sie wollte? Also ging ich ins Haus und kam gleich danach mit einem weiteren Becher heraus, den ich mit Met befüllte und ihn der Gwrach gab. "Bitte sehr!" Die Alte nahm ihn entgegen und nippte daran. Dann redete sie weiter und unterbreitete auch Aglaia ihr Angebot, uns beim Opfern behilflich zu sein. An ihrem verwirrten Blick wusste ich schon genau, was sie jetzt dachte, denn kurz zuvor hatte ich ihr noch erklärt, dass man einen Druiden für ein Opfer bräuchte. Ich wusste jetzt schon, ich würde ihr einiges erklären müssen. Später, wenn wir wieder unter uns waren, was hoffentlich bald wieder der Fall war!
Aglaia überließ dann mir die Entscheidung darüber, ob die Gwrach uns helfen sollte oder nicht. Ich übrlegte einen Moment und sah es dann auch von der praktischen Seite. Wenn sie uns half, würde sie vielleicht danach endlich wieder verschwinden und wir hätten wieder unsere Ruhe.
"Ja, du können uns helfen." entschied ich also und warf Aglaia nochmals einen beschwichtigenden Blick zu. Ich glaubte nicht, dass sie sich Sorgen machen musste. auch nicht wegen der Fruchtbarkeit, die in ihren Schoß übergehen würde. "Was wir brauchen für Opfer?" Im Grunde wusste ich die Antwort darauf schon selbst! Eine Opfergabe natürlich! "Aglaia, können wir Speerspitze opfern?" Dann wären wir das Ding sofort los! Ich war selbst gespannt, wo Ceridwen das Opfer vollziehen wollte, denn hier in der Nähe gab es keine Quelle oder einen See. Höchstens der Fluss oder der Brunnen, der gleich hier um die Ecke stand.
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