RE: Owains neues Zuhause
Lediglich mit einem Lächeln quittierte die Mutter der Herrin mein verlegenes "Salve". Dann verschwand sie auch schon bald, nachdem sie noch ein paar Worte mit ihrer Tochter gewechselt hatte. Als sie hinter sich die Tür schloß, konnte man mir durchaus die Erleichterung ansehem. Allerdings fand ich es auch befremdlich, dass sie nichts weiter zu dieser doch sehr eindeutigen Situaltion gesagt hatte, in der sie mich mit ihrer Tochter erwischt hatte. Aber vielleicht dachten die Römer da anders.
Die Herrin überlegte kurz, wo sie denn stehen geblieben war. Dabei schenkte sie mir wieder ein bezauberndes Lächeln, das ich so unwiderstehlich fand. Ich lächelte zurück. Was sollte ich sonst auch tun? Ich ahnte schon, was sie mit mir vor hatte und da ich nun ihr Sklave war, konnte ich wohl kaum etwas dagegen tun.
Sie nahm den vollgesogenen Schwamm und begann, mich damit zu waschen. Als sie meine Brust und die Schultern mit Wasser benetzte, schien sie dies sehr zu genießen. Dann tauchte sie vor mir ab und wusch meine Füße und Beine. Dabei papperte sie etwas von Schuhen. Inzwischen hatte ich aufgegeben, jedes einzelne Wort verstehen zu wollen. Dafür redete sie einfach zu viel. Mit rauchte eh schon der Kopf, auch aus anderen Gründen. Einer dieser Gründe war das, was sich hinter meinen Händen verbarg, die immer noch genau dort waren, wo sie die ganze Zeit über gewesen waren. Ich hatte auch nicht wirklick vor, daran etwas zu ändern.
Sie ließ sich sehr viel Zeit, sich den unteren Partien meines Körpers zu widmen. Augenscheinlich schien sie sich dabei auch immer näher an mich heran zu pirschen. Ihr Kleid war zwangsläufig von ihrer Waschaktion feucht geworden, so dass sich die Konturen ihresKörpers an einigen Stellen abzuzeichnen begannen. Ganz langsam richtete sie sich wieder auf und führte den Schwamm zu meiner rechten Schulter und dem Arm, an dem sich meine Tätovierungen befanden. Die ineinander verwobenen Linien schienen sie sehr zu beeindrucken. Ich suchte nach den richtigen Worten, wie ich ihr die Bedeutung erklären konnte. "Das ich bekommen, wenn ich Mann werde. Nichts hat Anfang und Ende." Ich hoffte, sie hatte verstanden, was ich meinte. Der Glaube, dass nach dem Tod nichts vorbei war, sondern nur von neuem begann, war Teil unserer Religion.
Dann begann sie wieder zu reden und bat um ein Versprechen. Andererseits war sie doch die Herrin. Sie konnte doch befehlen. Aber nein, sie bat mich darum. Um was bat sie mich denn? So viele Worte drangen aus ihrem Mund, dass mir beinahe schwindelig wurde. Ich brauchte eine Weile, bis ich dahinter kam, was sie meinen könnte. Hatte sie mich gerade darum gebeten, nein zu sagen, wenn ich etwas nichts wollte? Ganz gleich, wer etwas von mir wollte, ich sollte nein sagen dürfen, wenn ich etwas nicht mochte. Das war sehr verwirrend, denn ich war doch ein Sklave, der gehorchen sollte. Was noch verwirrender war, war die Tatsache, dass sie mir immer näher kam, als sie mir dieses Versprechen abrang. Dann schob sie meine Hände nach oben, so dass meine Erregung, die ich empfand, wieder offensichtlich wurde. Schließlich stellte sie sich auf ihre Zehenspitzen, um mir mit ihren süßen Lippen noch näher zu kommen. Ich hatte keine Chance gegen sie. Seit Wochen hatte ich keine Frau gehabt. Ich war wie ein ausgehungerter Wolf. So nahm ich sie vorsichtig in meine Arme und hob sie leicht an, so dass sich unsere Lippen treffen konnten. Dann küsste ich sie fordernd und heftig, und ich spürte, dass ich noch mehr wollte. Dass ich sie wollte. Jetzt, hier, sofort!
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