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Keltische und römische Religion in Britannien
Heute, 12:28 AM,
Beitrag #3
RE: Keltische Religion
Beispiele für Götter Britanniens



Andraste – Die grausame Kriegsgöttin
Sie war die Stammes- und Kriegsgöttin der Icener (im Osten Englands). Ihr Name bedeutet „Die Unbesiegbare“.
- Historische Rolle: Berühmt wurde sie durch Boudicca, die im Jahr 60/61 n. Chr. den großen Aufstand gegen die Römer anführte. Historischen Berichten zufolge opferte Boudicca der Andraste in heiligen Hainen Menschen, um ihren Beistand vor den Schlachten zu erflehen


Brigid (Brigit) Brigantia – Die dreifache Göttin
Rolle: Göttin des Feuers, der Heilung, der Dichtkunst und der Schmiedekunst.
Merkmale: Als eine der beliebtesten weiblichen Figuren stand sie für Inspiration, Fruchtbarkeit und den Frühlingsanfang (festgehalten im Fest Imbolc). Ihr Kult war so tief verwurzelt, dass sie im Zuge der Christianisierung als Heilige Brigida in den christlichen Glauben integriert wurde.
Brigantia und Brigid sind im Kern zwei regionale Ausprägungen derselben uralten, pan-keltischen Urgöttin. Während Brigantia die wehrhafte Herrscherin des britannischen Festlands war, entwickelte sich Brigid zur strahlenden, dreifachen Göttin der irischen Insel. Ihr gemeinsames Fundament ist so stark, dass ihre Namen sprachlich auf exakt dieselbe Wurzel zurückgehen.
In den alten irischen Texten (wie Cormacs Glossar) wird die dreifache Brigid als drei Schwestern beschrieben. Keine von ihnen war eine „alte Hexe“. Sie waren die Göttin der Dichtkunst, die Göttin der Heilung und die Göttin der Schmiedekunst. Es ging um Fähigkeiten und kosmische Kräfte, nicht um das biologische Alter.

Britannia
Die Römer nahmen die lokale Verehrung der Brigantia und formten daraus die eigenständige Provinzgöttin Britannia.
Sie bauten Tempel und Weihestätten für Britannia, um den rebellischen keltischen Norden symbolisch zu befrieden und den Schutz der römischen Legionen vor Ort spirituell zu untermauern.
Das Aussehen: Britannia wurde – stark inspiriert von den klassischen Göttinnen Minerva (Weisheit/Kampf) und Victoria (Sieg) – als eine ernst blickende, wehrhafte Frau in Rüstung mit Helm, Schild und Speer dargestellt.



Belatucadros & Cocidius – Die kriegerischen  Götter des Nordens
Diese beiden Götter wurden vor allem im rauen Norden Britanniens (nahe dem späteren Hadrianswall) verehrt.
Rolle: Belatucadros („Der schöne Glänzende“) und Cocidius waren Götter des Krieges, der Wälder und der Jagd. Als die römischen Soldaten dort stationiert wurden, identifizierten sie beide Götter sofort mit ihrem eigenen Kriegsgott Mars und hinterließen zahlreiche Inschriften, die beide Kultwelten miteinander verbanden


Cernunnos – Der gehörnte Gott
Rolle: Herr der Wälder, der Tiere, des Wohlstands und der Fruchtbarkeit.
Merkmale: Er wird meist im Schneidersitz dargestellt, trägt ein markantes Hirschgeweih auf dem Kopf und hält oft einen Torques (keltischen Halsring) sowie eine gehörnte Schlange. Er symbolisiert die ungezähmte Urkraft der Natur.


Epona – Weit verbreitet durch die Kavallerie
Nachweis in Britannien: Sehr stark
Rolle: Beschützerin der Pferde, Esel und Maultiere, ihrer Ställe und ihrer Reiter
Wie sie hinkam: Die Römer importierten die Verehrung der gallischen Pferdegöttin Epona direkt nach Britannien. Besonders die römische Hilfskavallerie verehrte sie in ihren Kastellen.
Sie war die einzige keltische Göttin, die in Rom einen eigenen Tempel erhielt, zu so großer Beliebtheit gelangte sie.


Lugh (Lug) – Der Gott der tausend Künste
 Rolle: Licht-, Sonnen- und Kriegsgott, Patron der Handwerker und Künstler.
Merkmale: Er war ein Meister in absolut jeder Disziplin (Schmiedekunst, Poesie, Kampf). Nach ihm ist das traditionelle Erntedankfest Lughnasadh benannt. Er führte die Götter mit seinem unfehlbaren, magischen Speer in die Schlacht


Nodens – Der Gott der Heilung und der Jagd
Rolle: Ein Gott der Heilung, des Meeres, der Jagd und der Hunde. Seine wichtigste Kultstätte befand sich im Lydney Park (Gloucestershire). Pilger reisten von weit her an, um in seinem Tempel zu schlafen und auf Heilung durch Träume zu hoffen. Archäologische Funde zeigen, dass ihm oft kleine bronzene Hunde geopfert wurden.


Sulis – Die Göttin der heißen Quellen
Bedeutung: Sie war die wohl mächtigste Heil- und Wassergöttin Britanniens. Ihre heiligen, thermalen Quellen lagen im heutigen Bath (Südwestengland).
Die Römer waren von den heißen Quellen so fasziniert, dass sie die Göttin mit ihrer eigenen Weisheits- und Kriegsgöttin zu Sulis Minerva verschmolzen. Der Tempelkomplex in Bath war eines der größten religiösen Zentren der Insel



Taranis – Der Donnergott
 Rolle: Himmels- und Donnergott.
Merkmale: Als mächtiger Herrscher über Blitz und Wetter wurde er von den Römern mit Jupiter gleichgesetzt. Sein typisches Attribut ist das Rad (Feuerrad oder Speichenrad), welches den Kosmos oder die Sonne darstellt.
 Taranis war ein sogenannter pan-keltischer Gott, der sowohl auf dem Festland als auch auf den britischen Inseln bekannt war. Das britannische (walisische) Wort für Donner lautet bis heute taran.
Funde: Nahe der Stadt Chester wurde ein römisch-britischer Altar ausgegraben, der dem Iovi Tanaro geweiht war – eine Verschmelzung des römischen Gottes Jupiter mit dem keltischen Taranis. Auch kleine symbolische Götterräder (die Räder des Taranis) wurden in Britannien als Amulette gefunden


Teutates (auch Toutatis) – Der Stammesbeschützer
 Rolle: Gott des Krieges, des Schutzes und der Gemeinschaft.
Merkmale: Sein Name bedeutet übersetzt schlicht „Vater des Volkes“ oder „Gott des Stammes“. Er wachte über das Wohlergehen, die Gesetze und die Verteidigung der Menschen
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RE: Keltische Religion - von Chronist - Gestern, 11:36 PM
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