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[In der Nähe der Villa Furia] Abschied von Zimt umd Rosen
03-29-2025, 03:07 PM,
Beitrag #8
RE: [In der Nähe der Villa Furia] Abschied von Zimt umd Rosen
Ihren Kopf hatte Cassia noch immer am Wadenbein des Dunkelhaarigen vergraben. Auch wenn ihre anfängliche Tränenflut versiegt war und sie nur noch leise schluchzte. Doch war jenes schluchzen wohl besonders schlimm, denn es zeigte doch, wie sehr sie diese Trennung schmerzte. Diesen Verlust ihres Herrn. Denn auch wenn der Furier ihr Herr war, zumindest hatte er sie vom Sklavenhändler erstanden. So sah sie in Nicander noch immer ihren wahren Herrn. Jenen Menschen dem sie ihre schlimmsten Ängste und Sorgen, sowie Nöte anvertraute. Schon atmete der Lockenkopf tief durch und konzentrierte sich auf Nicander. Schniefend das Geräusch, als sie sich über ihr gerötetes Näschen mit dem Ärmel ihrer Tunika wischte. Um dann aus großen Augen zu dem Älteren empor zu blicken. Als Nicander erklärte, dass Londinium viel kleiner als Antiochia war, neigte sich Cassias Kopf kaum merklich auf die Seite. Hatte der Ältere ihr nicht zugehört? Es war völlig egal wo sich Nicander befand. Er war nicht mehr an ihrer Seite, um sie eventuell beschützen zu können, wie er es früher immer getan hatte. Da war es vollkommen egal ob er sich nun in Londinium, in Antiochia oder sonst wo befand. Der Schauspieler würde sie verlassen. ‚Er musste seiner Herrschaft gehorchen!‘ Bäh! “Du wirst mich nicht einfach so besuchen können. Und ich werde dich nicht einfach so besuchen können. So einfach ist das Nicander.“ Stellte Cassia mit einem altklugen Glanz in ihren Augen fest und blickte dabei zu dem Älteren empor. Nicander durfte doch gewiss sein, dass sie sich, wenn er erst einmal in Londinium verweilte, schwerlich sehen würden. Sie hatten sich ja selbst hier in der Provinz nicht mehr gesehen und da wohnten sie quasi Tür an Tür. War es da etwa so verwunderlich, dass es Cassia schmerzte, wenn sich Nicander nicht mehr in der Provinz befand? Außerdem war Cassia sogar ein bisschen neidisch auf den Älteren. Schließlich würde sie selbst niemals nach Londinium gelangen. Furia Saturnina würde nie den Wunsch hegen nach Londinium reisen zu wollen und ihren Dominus würde sie auch niemals dorthin begleiten können.

Als Nicander dann wieder anfing von einer großen Gefahr zu sprechen, in der sich seine Domini begeben sollten, dass er als Held auftreten konnte. Verdrehte Cassia ihre Augen. “Nicander. So etwas wird niemals geschehen. Wieso auch? Deine Domina ist eine zu liebe Person, als dass sie sich in Gefahr begibt. Und über deinen Dominus kann ich nichts sagen.“ Erklärte Cassia und blickte Nicander zweifelnd an. Hatte der Ältere bei seiner Vorstellung etwa den Verstand verloren? Oder wieso steigerte er sich auf einmal derart in diese Szenerie hinein? “Ich möchte nicht, dass du dich in Gefahr begibst.“ Stellte Cassia noch einmal mit einem entschiedenen Klang in ihrer Stimme klar und krallte ihre Finger auch schon in die Tunika ihres einstigen Herrn, wie um Nicander daran schütteln zu können. “Oh Nicander. Du stehst aber nicht auf einer Bühne. Du stehst hier vor mir. Und später wieder vor der lieblichen Domina Norbana Orestilla.“ Erinnerte Cassia den Älteren und schüttelte dabei leicht ihren Kopf. Offensichtlich hatte sich der Schauspieler in seine Idee regelrecht hinein gesteigert, dass er diese womögliche, zukünftige Szenerie deutlich vor Augen stehen hatte. “Ich bin böse auf dich Nicander. Du hast diesen dämlichen Vorschlag gemacht. Und nun werden wir wegen dir getrennt. Hättest du diesen dämlichen Vorschlag nicht gemacht, wären wir noch immer Seite an Seite.“ Erinnerte Cassia den Älteren wieder einmal daran und senkte anschließend ihren Blick gen Boden.

“Beten tun nur diese Christianer. Das ist verboten Nicander, das weißt du doch.“ Oh man. Wieso musste sie dem Älteren denn alles erklären, hm? “Aber ich werde zuversichtlich darauf hoffen, dass wir uns eines Tages wieder sehen. Auch wenn du dich dabei in Gefahr begeben musst. So werde ich zwar mit dir schimpfen wenn wir uns wieder sehen. Mich aber dennoch glücklich strahlend in deine Arme werfen.“ Erklärte der Zimtkopf und blickte dabei mit einem sanften strahlen in den Augen zu Nicander empor.
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RE: [In der Nähe der Villa Furia] Abschied von Zimt umd Rosen - von Cassia - 03-29-2025, 03:07 PM

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