“Ich wollte dich niemals persönlich angreifen Hausverwalter Apollinaris und dich um deine Stellung bringen.“, sprach der Jüngling mit samtweicher Stimme.
Apollinaris beugte er sich vor und fasste den Knilch genau ins Auge. Er sollte sich nur nichts einbilden, weil er ein zugegebenermaßen hübsches Antlitz und einen hübschen Hintern hatte!
"Du bist nicht in der Position, mich persönlich anzugreifen, mein Jungchen", sprach er durchaus gelassen und strich sich seinen Bart:
"Mich um meine Stellung bringen - soso. Weshalb glaubst du denn, dass du das überhaupt kannst?"
Er räusperte sich:
"Die Aufgaben als Cubicularius hast du gut beschrieben. Außer dir aber sorgt auch ein Privatsekretär für des Herren...Bequemlichkeit. Er heißt Scaevus, du wirst ihm gewiss öfter begegnen.
Nun zu den Herrschaften: Den Dominus Saturninus kennst du bereits. Die Hausherrin ist Domina Furia Serena. Sie leitet diesen Haushalt mit Strenge und gleichzeitig sanfter Hand. Es wäre besser, sie nicht zu verärgern. Sie liebt ihre Ruhe.
Ihre Kinder sind die kleine Herrin Saturnina", selbst Apollinaris konnte sich dem Charme der kleinen, wilden Furia nicht entziehen und lächelte ein wenig:
"Und der Erbsohn: Dominus Carus, der aber noch ein Kleinkind ist. Auch die Beiden und ihre Amme hast du mit Respekt zu behandeln.
Die meisten anderen Sklaven wirst du noch kennen lernen, wenn du jetzt in der Küche etwas isst und trinkst. Unsere Küchenfeen Sabi und Seang sind keine Sklavinnen; sie sind angestellte Köchinnen aus Iscalis. Sie sind sehr freundlich, und bestimmt haben sie noch etwas Leckeres für dich aufgehoben. Sie wussten ja auch, dass du kommen sollst.
Solange der Herr nicht da ist, schläfst du im allgemeinen
Sklavenquartier. Später wird er dir sagen, wo er dich haben möchte. Im
Balneum kannst du abends baden und wenn es nötig ist, bekommst du von Batrachis, unserer Wäscherin, eine frische Tunika. Die Domini sind empfindlich, was Gerüche angeht, so dass sich die Dienerschaft immer sauber halten soll.
Hast du alles verstanden, was ich dir sagte oder war das zu viel? In diesem Fall würde ich meine Worte noch einmal wiederholen"