Ich schaute diese Niko etwas zweifelnd an; uns blieb aber auch nichts erspart. Stella wird sich mit ihr in Griechisch verständigen können, dachte ich. Dass sie ihr Kind dabei hatte, schien mir normal; ich fand es herzlos, Mütter von ihren kleinen Kindern zu trennen, was wir bei unseren eigenen Mägden nie getan hätten, und ich wusste, dass meine Frau genauso dachte.
"Bitte Fenia, bringe du Niko und die beiden Kleinen irgendwo unter, wo sie es bequem und sonnig haben", bat ich sie:
" Du weißt am besten, was eine Mutter alles benötigt. Lass sie dann ausruhen, gib Niko etwas zu essen, und danach führe sie bitte allesamt zu Stella und mir ins Officium"
Niko war so schüchtern, ich hoffte, dass sie bei der Hausherrin etwas auftauen würde.
Ich lächelte dem jungen Nefertem zu:
" Ich danke dir fürs Herbringen. Sage deiner Herrin noch einmal, dass es uns eine Freude und Ehre zugleich ist, ihren Sohn aufzunehmen. Und sie selbst ist uns jederzeit willkommen, wenn sie einmal wieder in Iscalis ist"
Ich wusste ja schon, dass die Claudia nach Londinium verheiratet wurde.
Da der Kutscher immer noch wartete, nahm ich an, dass Nefertem mit ihm zurückfahren würde:
"Gute Heimreise", wünschte ich noch.
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