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[In der Nähe der Villa Furia] Abschied von Zimt umd Rosen
03-23-2025, 04:43 PM,
Beitrag #3
RE: [In der Nähe der Villa Furia] Abschied von Zimt umd Rosen
Je mehr Cassia mir Eindrücke in ihr Leben gewährte, desto niedergeschlagener wurde ich. Denn auch wenn sie schon zu einer jungen Frau herangewachsen war - sie dürfte jetzt etwa sechzehn Jahre alt sein, doch ihr genaues Alter wusste ich nicht - redete sie dennoch auf ihre kindliche, liebe Art, und ich hoffte sehr, dass ihre Domini sie gerade deshalb gerne hatten. Es schien auch so zu sein, denn sie sprach eben davon, dass sie spielte und lachte und das Kind des Hausherren lieb gewonnen hatte. Aber auch wenn es ihr gut ging - dennoch sagte sie, dass sie mich gerne täglich sehen würde und - dass sagte sie zwar nicht, doch ich hörte es heraus - die alten, wilden Tage vermisste, an denen wir Straßentheater gespielt hatten und von Viertel zu Viertel gezogen waren. 
Wie konnte ich es nur erklären, dass ich so vieles daran nicht vermisste. Die Poesie, die wohl, doch nicht den Hunger, das Schlafen draußen und Freiwild für jeden zu sein, der einem nachstellte. Wir waren ja keine respektablen Schauspieler an einem großen Theater gewesen, sondern wanderndes Volk. jetzt hatte ich eine Herrin und einen Herren, die mich beschützten. Tatsächlich musste ich als Sklave wesentlicher weniger gegen meinen Willen tun  als in Freiheit.
Ich nahm Cassias beide Hände in die meinen und suchte ihren Blick. Ich wartete darauf, dass sie aufhörte, zu erzählen.
Dann sagte ich leise: "Wie wäre es für dich, Cassia, wenn wir uns lange Zeit überhaupt nicht mehr sehen könnten?"
[Bild: 1_26_01_24_4_43_25.jpeg]
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"Scheinsklave" Norbana Orestilla
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RE: [In der Nähe der Villa Furia] Abschied von Zimt umd Rosen - von Nicander - 03-23-2025, 04:43 PM

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