>>> Die Worte des Furiers hallten noch lange in Nefertems Gedanken nach, als er zurück in der Villa Claudia war und sich in seinem Arbeitszimmer einsperrte. Die Rechnungen auf seinem Schreibtisch schrien ihm regelrecht entgegen und Nefertem schloss für einen kurzen Augenblick seine Augen. So als wollte er diesen Anblick für immer aus seinem Gedächtnis verbannen. Mit leicht bebenden Fingern schrieb Nefertem die Summen der unzähligen Rechnungen auf ein leeres Pergament und rechnete die Summe blitzschnell im Kopf zusammen. Alle Rechnungen beliefen sich auf eine Gesamtsumme von 9.535 Sesterzen. Eine Summe die Nefertem unwillkürlich schwindelte. Jenes Pergament mit dem Ergebnis beförderte der Aegypter sogleich in die Flammen des Kamins und betrachtete die Flammen, die das Pergament genüßlich verspeisten. Und Nefertem schwindelte es, so dass er rücklings taumelte und sich an seinem Schreibtisch abstützen konnte.
“Oh meine arme Domina. Was tust du nur?“ Murmelte Nefertem. Während er einen Blick auf sein Stundenglas warf und ein tonloses Seufzen über seine Lippen entwich. Wenn er nicht zu spät am Treffpunkt im Haus des Roten Mondes erscheinen wollte, dann müsste er sich allmählich auf den Weg machen. So verließ Nefertem die Villa Claudia und trat auf die Straße hinaus. Den Weg zum Haus des Roten Mondes antretend. Am Haus des Roten Mondes angekommen, atmete Nefertem tief durch, als er seinen Blick an dem Gebäude empor gleiten ließ. Bevor er sich der Porta näherte und dagegen pochte.