(06-03-2024, 02:03 PM)Eisu Ap Comux schrieb: "Diese schöne Heckenrose, die Blume der Göttin Frija, ist nicht so schön wie das, was meine Augen gerade jetzt erblicken. Ich werde sie aufbewahren, edle Gerwina, für immer", sprach Eisu Ap Comux. Er blieb nicht auf seinem Pferd sitzen, sondern sprang hinab. So stand er vor der Gabinierin und nahm das zarte Blümchen entgegen:
"Ein anderes Mal zeige mir bitte deinen Garten. Heute muss ich früh aufbrechen, denn der Weg ist noch weit, und mein Vater ist nicht zuhause sondern hat immer noch bei König Catti zu tun. Ich kann das Gut nicht so lange alleine lassen"
Seine Männer hatten endgültig gepackt und saßen auf.
Auch Claras Bruder kam vor das Tor und wünschte gute Reise. Das war der Moment für Eisu Ap Comux, die Einladung für alle Bewohner der Villa Rustica auszusprechen. Aber zuvor küsste er die kleine Heckenrose und verwahrte sie sorgfältig in seinem Hüftbeutelchen:
"Das war ein schönes Fest, werter Gabinius Secundus. Ich würde mich freuen, wenn ihr diesen Sommer, bevor die Erntezeit beginnt, alle auch meine Gäste seid, du, deine Gattin und euer kleiner Sohn und deine Frau Schwester. Mein Gut liegt näher an den Bergen, dort ist es auch im Juli und August sehr angenehm. Kommt wann immer ihr wollt und seid willkommen!"
Jetzt lächelte er noch einmal: "Und die gute Fenia selbstverständlich auch! Schließlich ist sie eine alte Freundin meines Vaters, des königlichen Streitwagenlenkers. Ohne sie hätte ich euch Gabinier nie kennen gelernt"
Gerwina war sehr gerührt, als Eisu Ap Comux von seinem Pferd abstieg, um die Frijas liebliche Rose von ihr entgegen zu nehmen, er küsste die Blume und seine schönen Worte brachten ihr Herz zum Schmelzen. Gabinia lächelte verlegen,
"Danke, werter Eisu, ich werde dir beim nächsten Mal meinen Garten zeigen und hoffe es wird noch in diesem Sommer passieren...".
Da kam auch schon Sonnwin, um sich von Eisu zu verabschieden. Der Fürst hat noch mal seine Einladung für die ganze Familie, Fenia inklusive, bekräftigt und erzählte, wie angehnhem es dort im Juli und August ist. Und nachdem alle sich voneinander freundlich verabschiedet hatten, reiste Eisu Ap Comux mit seinen Leuten ab.
Die Geschwister blieben noch nebeneinanderstehen und schauten Eisu und seinen Reitern nach. Nun war es Zeit nach Hause zu gehen und sich für den Tag vorzubereiten, es gab viel Arbeit auf dem Hof. Die Knechte und Mägde sind bereits alle gegangen.
Währenddessen sagte Sonnwin, dass der Kelte sehr freundlich war und gute Manieren hatte. Gerwina nickte schweigend. Dann fügte ihr Bruder noch hinzu, dass Eisu auch sehr gut aussieht und fragte seine Schwester, ob sie auch so denkt, dabei schaute er sie etwas komisch an. Gerwina zuckte mit den Schultern,
"Ja, Bruder, ich finde ihn auch nett, wir haben uns gestern Abend, noch vor dem Schlafengehen unterhalten und er fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, seine Liebste zu sein...".
Sagte Gerwina und blickte noch einmal verträumt in die Ferne, wo im frühmorgendlichen Nebel der keltische Fürst verschwand.