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Charakterprofile
02-27-2025, 01:50 PM,
Beitrag #21
RE: Charakterprofile
Die Luft ist erfüllt von Aromen – süßer Myrrhe, schwerem Rosenöl, einem Hauch von Zimt und Amber. Damaris sitzt an einem massiven Holztisch, die Ärmel ihres hellen Chitons leicht hochgekrempelt, während sie eine kleine gläserne Phiole in ihren schlanken Fingern wiegt. Das flüssige Gold darin fängt das flackernde Licht der Öllampen ein und wirft tanzende Reflexe auf die hölzerne Werkbank. Ihr langes, nussbraunes Haar fällt in sanften Wellen über ihre Schultern, einzelne Strähnen sind zu feinen Zöpfen geflochten. Ihr Gesicht ist ebenmäßig, mit hohen Wangenknochen, vollen Lippen und dunklen Brauen, die ihre bernsteinfarbenen Augen betonen – Augen, die stets aufmerksam beobachten, voller Wissen und leiser Melancholie. Ihre Haut, hell mit einem warmen goldenen Unterton, trägt die Spuren der Sonne Griechenlands, doch der kühle Nebel Londiniums scheint ihr die Röte von den Wangen zu stehlen.
Hinter ihr arbeitet ihr Vater, ein angesehener Parfümhersteller aus Ephesos, an einer neuen Duftkomposition. Seine Bewegungen sind geübt, seine Miene konzentriert. Seit Jahren begleitet Damaris ihn in seiner Werkstatt, beobachtet, lernt und experimentiert selbst mit Essenzen. Hier, zwischen Fläschchen, Mörsern und Bündeln getrockneter Kräuter, fühlt sie sich zuhause.
Doch Londinium ist nicht ihr Zuhause.


Herkunft und Kindheit
Damaris wurde vor 20 Jahren in Ephesos geboren, einer Stadt voller prächtiger Tempel, marmorner Säulenstraßen und dem warmen Duft von salziger Meeresluft und exotischen Gewürzen aus fernen Ländern. Ihr Vater Menandros stammte aus einer Familie angesehener Parfümeure, ihre Mutter Hannā war eine gebildete Frau aus Syria, deren dunkle Augen stets einen melancholischen Glanz trugen. Sie brachte Damaris nicht nur ihre Muttersprache Aramäisch bei, sondern erzählte ihr auch Geschichten von fernen Wüsten, alten Göttern und den duftenden Gärten Antiochias.

Doch als Damaris noch ein Kind war, wurde ihre Mutter krank. Kein noch so wertvolles Öl, keine Kräutermixtur konnte sie retten. Ihr Tod hinterließ eine Lücke, die selbst die wunderbarsten Düfte nicht füllen konnten.
Schon als kleines Mädchen wusste Damaris, dass sie anders war. Ihr rechtes Bein war seit ihrer Geburt geschwächt, wodurch sie nicht so unbeschwert rennen und toben konnte wie andere Kinder. Während andere sich in Wettkämpfen maßen, lernte sie früh, sich durch Worte und Verstand zu behaupten. Ihr Vater ließ eine kunstvolle Gehhilfe für sie anfertigen – geschnitzt aus edlem Holz, mit filigranen Verzierungen, ein Geschenk eines syrischen Holzschnitzers, der einst mit ihrer Mutter befreundet war. Diese Gehhilfe ist nicht nur ein Mittel, um sich fortzubewegen, sondern ein Symbol ihrer Entschlossenheit.


Londinium – Ein fremdes Zuhause
Die Reise nach Londinium war nicht ihre Wahl. Doch ihr Vater sah in der wachsenden römischen Stadt eine Gelegenheit, sein Handwerk unter wohlhabenden Römern zu etablieren. Für Damaris bedeutete es Abschied – von der Wärme Griechenlands, den vertrauten Düften, den Straßen, die sie kannte. Londinium hingegen war kalt, neblig, feucht. Statt von Meereswind wurde die Stadt von Rauch, Leder und dem modrigen Geruch der Themse durchzogen.
Doch Damaris ist keine Frau, die sich von Widrigkeiten aufhalten lässt. Hier in Londinium gibt es neue Düfte zu entdecken, fremde Kräuter, andere Mischungen. Ihr Verstand ist scharf, ihre Hände geschickt – sie weiß, dass sie sich selbst einen Platz in dieser Welt schaffen muss.


Persönlichkeit
Damaris ist klug, scharfsinnig und stolz. Sie hat gelernt, sich nicht auf ihre körperliche Stärke, sondern auf ihren Geist zu verlassen. Sie ist eine aufmerksame Beobachterin, bemerkt Details, die anderen entgehen – sei es in einem Duft oder in einem Menschen. Ihr Wissen über Pflanzen, Essenzen und Heilkunde ist beeindruckend, und sie versteht es, mit Worten zu überzeugen.

Stärken:
• Sprachbegabung – Sie spricht Griechisch, Latein und Aramäisch, was ihr in Londinium von großem Vorteil ist, besonders im Handel.
• Redegewandtheit – Sie kann mit Worten ebenso geschickt umgehen wie mit Düften.
• Wissen über Düfte und Kräuter – Sie erkennt jede Essenz, kann heilende Salben herstellen und einzigartige Parfüms kreieren.
• Beobachtungsgabe – Sie bemerkt kleine Veränderungen in Mimik, Verhalten und Umgebung, was sie zu einer exzellenten Menschenkennerin macht.
• Selbstbewusstsein – Trotz ihrer körperlichen Einschränkung trägt sie ihren Kopf hoch.

Schwächen:
• Physische Einschränkung – Ihr Bein erschwert ihr das schnelle Fortbewegen, sie ermüdet schneller als andere.
• Sturheit – Hat sie sich etwas in den Kopf gesetzt, lässt sie nur schwer davon ab.
• Misstrauen – Sie verlässt sich ungern auf andere, da sie gelernt hat, dass die Welt nicht immer freundlich ist.
• Melancholie & Heimweh – Der Verlust ihrer Mutter und die Sehnsucht nach ihrer Heimat lasten oft auf ihrer Seele.
• Empfindlichkeit gegenüber Kälte – Londiniums feuchte Luft setzt ihr zu, besonders in den Wintermonaten.


Vorlieben und Abneigungen

Vorlieben:
• Edle Düfte – Sie liebt exquisite Essenzen und experimentiert gerne mit neuen Kombinationen.
• Philosophie und Wissen – Sie verschlingt Schriften über Rhetorik, Heilkunst und die Lehren Platons.
• Handwerkskunst – Ob kunstvoll geschnitztes Holz oder feine Stoffe, sie bewundert alles, was mit Liebe zum Detail gefertigt wurde.
• Musik und Geschichten – Sie liebt die alten Lieder ihrer Mutter und die Geschichten reisender Händler.
• Sonniges Wetter – Die Wärme Griechenlands fehlt ihr – sie liebt es, wenn die Sonne ihre Haut wärmt.

Abneigungen:
• Unaufrichtigkeit & Lügen – Sie hasst leere Höflichkeit und Täuschung, besonders von Römern, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind.
• Feuchte Kälte – Der Nebel und die feuchte Luft Londiniums machen ihr zu schaffen.
• Aufdringliche Düfte – Billige, überladene Parfüms sind ihr ein Graus – sie hält Düfte für eine Kunst, nicht für eine Maske.
• Mitleid & Bevormundung – Sie will nicht aufgrund ihrer Behinderung bedauert oder unterschätzt werden.
• Ungerechtigkeit – Sie verabscheut es, wenn Menschen aufgrund von Herkunft oder Stand unfair behandelt werden.
[Bild: 1_26_01_24_4_42_21.jpeg]
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04-18-2025, 01:30 AM,
Beitrag #22
RE: Charakterprofile
Steckbrief

Alter: 32
Geburtsort: Roma
Wohnort: demnächst Londinium
Vorheriger Wohnort: Alexandria in Aegypten (Alexandreia ad Aegyptum)
Familienstand: verheiratet
Gens: Cloelia
Stand: Patrizierin
Aussehen: 1,68 cm groß, blondes Haar, grau-grüne Augen, schlank


Familie

Kinder: Claudia Sabina aus erster Ehe, zwei weitere Söhne aus der zweiten Ehe
Ehemann: Eques Haterius
Ex-Ehemann: Appius Claudius Sabinus (verstorben)


Hintergrund

Sie ist eine schöne Frau, mit feinen Zügen, klarem Blick und einer Eleganz, die sofort ins Auge fällt. Doch hinter dieser makellosen Fassade verbirgt sich ein skrupelloser, berechnender Geist. Sie ist habgierig, ehrgeizig und stets auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Gefühle sind für sie bestenfalls Werkzeuge, schlimmstenfalls hinderlich.

In zweiter Ehe ist sie mit dem ritterlichen Haterius verheiratet, der über beträchtlichen Landbesitz und Vermögen verfügt. Mit ihm hat sie zwei kleine Söhne. Bestia trägt in der Ehe die Toga, wie es sich für eine ehrbare Matrona gehört, und gibt sich betont tugendhaft … zumindest in der Öffentlichkeit

Doch hinter verschlossenen Türen beginnt sie bereits, ihre Fühler auszustrecken. Ob sie nach einem eleganten Vorwand sucht, um Haterius loszuwerden, bleibt unklar. Klar ist nur: Der Nächste muss vor allem noch vermögender, einflussreich und am besten leicht zu manipulieren sein.
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03-02-2026, 06:55 PM,
Beitrag #23
RE: Charakterprofile
Aulus Caecilius Verus

Grunddaten
  • Name: Aulus Caecilius Verus
  • Stand: römischer Bürger
  • Status: Neurekrut / Frischling
  • Rolle: frisch zur Legion gemeldet, noch in der Ausbildung
  • Alter: 17 Jahre
Familie
  • Vater: Lucius Caecilius Lepidus
  • Mutter: Vipsania Serena
  • Herkunft: Aulus entstammt einem Nebenast der Gens Caecilia. Der Familienname ist angesehen, doch er gehört nicht zum führenden Zweig. Was ihm zwar gewisse Türen öffnet, ihn aber nicht vor den Prüfungen des Lagerlebens bewahrt.
Auftreten
Aulus wirkt auf den ersten Blick jung und unerfahren. Er spricht wenig, hält sich eher im Hintergrund und beobachtet aufmerksam, bevor er handelt. Trotz seiner stillen Art liegt in seinem Blick ein ernster Wille, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Charakter
  • ruhig
  • aufmerksam
  • zurückhaltend
  • diszipliniert
  • lernbereit
  • zuverlässig
Aulus ist kein Prahler und keiner, der sich mit großen Worten hervortut. Er versucht, durch Verhalten zu überzeugen – auch wenn ihm dabei seine Unsicherheit manchmal im Weg steht.

Stärken
  • diszipliniert
  • lernwillig
  • zuverlässig
  • aufmerksam im Umgang mit Befehlen und Abläufen

Schwächen
  • wenig Kampferfahrung
  • noch unsicher im militärischen Alltag
  • leicht von Veteranen einzuschüchtern
  • wirkt oft jünger und weicher, als ihm lieb ist

Motivation

Aulus hat sich zur Legion gemeldet, um sich zu beweisen und ein echter Soldat zu werden. Er will Ehre gewinnen – nicht nur für seinen Namen, sondern durch eigene Leistung, Ausdauer und Standhaftigkeit.

Besonderheit
Er spricht wenig und beobachtet viel. Zwischen lauteren Rekruten fällt er weniger durch Worte auf als durch stille Präsenz und den Versuch, alles richtig zu machen.

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Kurzbeschreibung
Aulus Caecilius Verus, Sohn des Lucius Caecilius Lepidus und der Vipsania Serena, steht als frischer Rekrut ganz am Anfang seines Weges in der Legion. Noch grün im Soldatenleben, aber ernsthaft und willensstark, versucht er, sich nicht auf seinen Familiennamen zu verlassen, sondern seinen Platz durch Disziplin und eigenes Können zu verdienen.
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03-04-2026, 07:33 AM,
Beitrag #24
RE: Charakterprofile
Steckbrief
„Sudor servat, sanguis perdit.“
Schweiß rettet, Blut vergeudet.

Alter: 32 Jahre

Stand: Römischer Bürger- Plebejer

Beruf: Soldat in der Legio II Augusta, III.Centurie, X.Contubernium

Rang: Optio, zuständig für Ausbildung und Disziplin

Geburtsort: Beneventum in Samnium
Eine alte samnitische Stadt in Süditalien. Lucius stammt aus einer Familie römischer Bürger. Sein Vater war Veteran einer Legion und bewirtschaftete nach seiner Entlassung ein kleines Stück Land.

Aussehen: Lucius Aurelius Bellator ist ein Mann von kräftiger, drahtiger Statur, etwa 1,78 m groß, gezeichnet von Jahren im Dienst. Sein Körper ist von regelmäßigen Märschen, Waffenübungen und harter Lagerarbeit gestählt. Sein dunkelbraunes Haar trägt er kurz geschnitten, wie es unter Legionären üblich ist. Ein kurz gehaltener Bart umrahmt ein markantes Gesicht mit klaren Linien. Seine graugrünen Augen wirken wachsam und ruhig – der Blick eines Mannes, der gelernt hat, Gefahren früh zu erkennen. Über der linken Augenbraue zieht sich eine schmale Narbe, Überbleibsel eines Gefechts mit britischen Stammeskriegern. Seine Haut ist von Wind, Regen und Sonne des nördlichen Grenzlandes gegerbt.

In Rüstung wirkt er besonders eindrucksvoll:
der rote Umhang über der lorica segmentata, das vitis (Rebstockstab) eines Ausbilders oder Optio in der Hand, Haltung aufrecht und diszipliniert. Seine Präsenz strahlt Autorität aus, ohne laut zu werden.

Stärken:
+ Disziplin
Lucius verkörpert die militärische Ordnung Roms. Regeln sind für ihn kein Zwang, sondern der Unterschied zwischen Leben und Tod.

+ Erfahrung
Nach über einem Jahrzehnt im Dienst kennt er Marsch, Lagerbau, Gefecht und Ausbildung aus erster Hand.

+ Beobachtungsgabe
Er erkennt schnell, welcher Rekrut schon Mut besitzt, wer noch Angst hat und wer sich im Ernstfall bewähren könnte.

+ Ruhe unter Druck
Während andere in Panik geraten, bleibt er besonnen und trifft klare Entscheidungen.
Führungsfähigkeit Er verlangt viel von seinen Männern – aber nie mehr, als er selbst bereit ist zu leisten.

Schwächen:
- Strenge
Lucius ist hart in seiner Disziplin. Manche Rekruten halten ihn für unerbittlich.

- Wenig Geduld mit Faulheit
Nachlässigkeit oder Ausreden machen ihn schnell zornig.

- Innerer Druck
Er glaubt, für das Leben seiner Männer verantwortlich zu sein – ein Gewicht, das ihn manchmal nachts wach hält.

- Misstrauen gegenüber Fremden
Die langen Jahre im Grenzland haben ihn vorsichtig gemacht, besonders gegenüber Einheimischen Britanniens.

Werdegang:
Er wurde als Sohn eines Veteranen geboren. Schon als Junge hörte er Geschichten über Feldzüge, Marschkolonnen und die unerschütterliche Ordnung der Legionen. Mit 18 Jahren trat er in den Dienst der Legio II Augusta ein. Nach seiner Ausbildung wurde er nach Britannia versetzt – eine raue, nebelverhangene Provinz am Rand der bekannten Welt. In den folgenden Jahren nahm er an mehreren Strafexpeditionen gegen aufständische Stämme teil, bewachte Straßen und Kastelle und lernte die harte Realität des Grenzdienstes kennen. Seine Zuverlässigkeit und seine eiserne Disziplin brachten ihm schließlich die Beförderung zum Optio ein. Seitdem unterstützt er den Centurio seiner Centurie und ist vor allem für Ausbildung und Disziplin der Rekruten verantwortlich. Lucius glaubt fest an Rom und seine Ordnung. Für ihn ist jeder neue Rekrut ein zukünftiger Legionär – vorausgesetzt, er überlebt die Ausbildung.
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