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{Herbst 832} Freundschaftsrennen: Frowin versus Eisu
03-02-2025, 06:10 PM,
Beitrag #11
RE: Freundschaftsrennen: Frowin versus Eisu
(03-02-2025, 03:25 PM)Tiberius Furius Saturninus schrieb: Gabinia Clara hatte immer etwas Spottlustiges und Unergründliches, das nach Saturninus Meinung auch der Grund war, weshalb sie trotz ihrer unzweifelhaften Schönheit noch keinen Mann abbekommen hatte. Schönheit war vergänglich, ein sanftes und verträgliches Wesen waren es nicht.

"Und du siehst, dass ich eines von Comux Pferden bekomme!", triumphierte der Furius der Gabinia gegenüber, während es ihn aber nicht mehr auf seinem Platz hielt.

"Ja, aber nicht das Silberfellige!" Gabinia lächelte verschmitzt.

Unter dem brausenden Jubel der begeisterten Zuschauer war das Freundschaftsrennen nun zu Ende und der furische Wagenlenker gewann. Saturninus konnte nicht mehr auf seinem Platz bleiben. Er lief auf die Rennbahn los und verkündete, dass er seinem Sklaven Frowin für seinen Sieg die Freiheit schenkt. Und das Publikum schrie und applaudierte! Gerwina stand auf und folgte rasch Saturninus nach unten.

Sie kam auf Eisu Ap Comux zu, lächelte ihn liebevoll an und schaute in seine blauen Augen. Dann reichte sie ihm ihr kleines rosa Tüchlein hin, "Ich liebe dich, mein Fürst", flüsterte sie und blieb vor seinem Wagen stehen, glücklich, dass er unverletzt blieb. Niemand, außer den beiden wusste, was hinter dem Hügel passierte.
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Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [Sonnmar] (NSC)
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03-04-2025, 12:41 PM,
Beitrag #12
RE: Freundschaftsrennen: Frowin versus Eisu
Eisu Ap Comux hatte Frowins Glück aus nächster Nähe mitbekommen. Und während die Römer ihn umringten, hielt er sich noch zurück, da schlicht kein Durchkommen war. Eisu hätte das Rennen gerne gewonnen, ja, aber Frowin, der während seines Aufenthaltes sein Freund geworden war, brauchte den Sieg nötiger als er selbst. Er hatte den Gallier nicht gewinnen lassen, das ging gegen die Sportlerehre, doch die Siegesgöttin  selbst hatte entschieden und Frowin den Siegeskranz zugeworfen.
Trotz der Niederlage war es Eisu Ap Comux also froh ums Herz., und er lächelte still in sich hinein. Er verkündete dann, dass es zu Ehren des Siegers des heutigen Tages ein Fest geben würde. Doch er blieb für sich. 
Eine schlanke goldhaarige Gestalt kam nun auf ihn zu und reichte ihm ihr rosa Tuch. Ich liebe dich, mein Fürst", flüsterte sie.
"Und ich liebe dich, Lady Gerwina. Du bist mir nicht böse, dass du heute nicht Blau der Sieger trägst?", fragte er leise und nahm ihren Arm. Er schaute in ihre Meeresaugen:
"Ich für meinen Teil bin zufrieden mit dem heutigen Tag!", sagte er:
"Nun brauche ich ein Bad und frische Kleidung", das sagte er,, weil er hoffte, dass die schöne Gabinia ihn ins Balneum begleiten würde. Wenn sie wollte, konnten die Bademägde auch bleiben; lieber wäre es ihm, sie fortzuschicken.
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03-05-2025, 06:47 PM,
Beitrag #13
RE: Freundschaftsrennen: Frowin versus Eisu
Der Fürst Eisu Ap Comux war gut gelaunt, obwohl er das Rennen verloren hatte. Aber es war ja nur ein Freundschaftsrennen auf einem gefährlichen Gelände mir nur einer Runde. Gerwina zuckte die Schultern und blickte ihren Fürsten sanft an.
"Und ich liebe dich, Lady Gerwina", sagte er und diese Worte gingen ihr direkt ins Herz und sie lächelte glücklich. "Warum sollte ich böse sein, mein Fürst, ich war auch schon früher in Iscalis beim Rennen gewesen und habe niemals die blauen Farben getragen, eher neutral ...". Sie hatte ihre Gründe dafür, behielt sie aber für sich.
 
"Ich werde immer mit Stolz deine Farbe fragen, Eisu Ap Comux, solange du es möchtest!" Dann nahm der Fürst ihre Hand und sagte, dass er zufrieden ist und dass er ein Bad und frische Kleidung brauchte, was nach so viel Staub selbstverständlich war.
"Du hast ein sehr schönes Balneum, ich habe es vor kurzem genossen und konnte sogar ein paar Runden im großen Becken schwimmen, es war herrlich!" Sie lächelte vergnügt, "Ich werde dich bis dorthin begleiten, mein Fürst, wenn du nichts dagegen hast, dann aber werde ich mich zurückziehen, ich brauche etwas Ruhe nach diesem aufregenden Tag und viel zu viel Lärm...".

Gerwinas Magd Grunja und der Knecht Durs, der auf seine Herrin aufpassen sollte, wie sein Herr Gabinius ihm befohlen hat, standen beide hinter ihrer Herrin, bereit ihr zu folgen...
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Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [Sonnmar] (NSC)
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03-05-2025, 10:53 PM,
Beitrag #14
RE: Freundschaftsrennen: Frowin versus Eisu
Kaum war Frowin aus dem Wagen gehopst, ging alles ganz schnell. Der bärige Eisu zog ihn in eine knochenbrechende Umarmung und freute sich beinahe noch mehr als er selbst über seinen Sieg. Und das war nicht leicht: Frowin konnte das Lachen nicht sein lassen, so sehr riss ihn sein Triumph gegen den mehr als ebenbürtigen Kelten mit. Es war, als habe er ein offizielles Rennen gewonnen, so leicht und wild und ekstatisch fühlte er sich. Da war Nisca, die ihm um den Hals fiel und ihn wohl schon abzufüllen wünschte, auf den Sitzen konnte er Nautius Philus und Helios jubeln sehen und als nächstes kam auch schon sein Dominus vorbei, riss Nisca schon fast von ihm und umarmte ihn selbst, mit dem lauten Schrei nach Freiheit. Frowins Herz machte einen Hüpfer.
Sein Herr hatte ihn freigelassen. Frowin machte große Augen, hatte jedoch noch gar keine Zeit, es zu fassen, als die Jungen und Männer der Veneta herbeikamen, an ihm rissen, ihm auf die Schulter klopften und jubelten. Es war schon fast ein wenig zu viel, dachte er verdattert. Dass dies sein erster Sieg gewesen war und er sich deshalb fragte, ob er die Freiheit wirklich verdiente, ging jedoch augenblicklich unter. Zu groß war die Freude. Zu groß der Stolz. Und der Ruf nach einer Feier wurde von ihm mehr als begeistert beantwortet.
"Dann müsst ihr mich aber morgen heimtragen!", rief er mit dem Weinbecher und lachte herzhaft. Das war von Anfang an der Plan gewesen. Sich entweder vor Freude oder vor Frust betrinken, bis er am nächsten Morgen schlimme Kopfschmerzen haben würde. Sonst lohnte das doch gar nicht!
Eisu unterdessen schien einstweilen stiller zu feiern. Wie er ihn und seine Angebetete betrachtete, meinte, Frowin im Stillen, war er doch der eigentliche Sieger. So hatten sie heute beide Grund zum Feiern und Freuen.
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03-13-2025, 12:17 PM,
Beitrag #15
RE: Freundschaftsrennen: Frowin versus Eisu
Eisu Ap Comux freute sich sehr, als der Furius im Überschwang der Gefühle seinen Sklaven Frowin frei ließ. Er hatte sich ja schon bei dem freundlichen Philus erkundigt, ob er ihn selbst nicht freikaufen könnte. Es schien ihm eben nicht recht, dass ein edler Wagenlenker ein Sklave war, obwohl er die römischen Gepflogenheiten kannte, Sklaven in allen Bereichen des Lebens zu einzusetzen und sie sogar mit wichtigen Aufgaben zu betrauen.

Erst als der Trubel etwas nachließ, trat er auf Frowin zu:
"Zum Sieg habe ich schon gratuliert. Nun aber gratuliere ich zu deiner neugewonnenen Freiheit, mein lieber Frowin!", sprach er bewegt:
"Feiere so viel du kannst, ich lasse alle Vorratskammern öffnen für ein fröhliches Fest!", und damit kein eifersüchtiger Gott dem Jungen wegen seines doppelten Glücks schaden würde, fügte er fürsorglich hinzu:
"Aber gedenke, dass du nur ein Sterblicher bist!"

Noch einmal umarmte er den jungen Wagenlenker. Dann ging er zu Gabinia Clara, die ihn schon erwartete:
"Ich würde dir meinen Arm anbieten, edle Lady Gerwina, wenn ich nicht gar so verschwitzt wäre", sagte er und lächelte strahlend auf sie herab, als sie ihm sagte, dass sie in Sieg oder Niederlage seine Farben tragen würde:
"Ich werde immer wollen, dass du meine Farben trägst, solange du es aus freiem Herzen willst", sagte er dann etwas ernster:
"Das du stets zu mir stehen möchtest, bedeutet mir mehr, als ich sagen kann"

 Denn ja, die Sorgen, die ihn bewegten, waren durch diese vergnügliche Zeit der Wagenrennen nicht kleiner geworden. Einträchtig gingen der Keltenfürst und die Gabinia in Richtung des Badehauses.
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03-23-2025, 07:41 PM,
Beitrag #16
RE: Freundschaftsrennen: Frowin versus Eisu
"Ich danke dir, mein Freund!", freute sich der rothaarige Fahrer. Der rothaarige FREIE Fahrer. Er wankte, beinahe trunken vor Verzückung. Doch nicht lange, dachte er, und er würde die ganze Nacht durchfeiern können. Sofern sich nichts anderes ergab. Der Do- Saturninus hatte ihn ja gewissermaßen reserviert. Eine letzte Nacht mit Nisca wäre natürlich auch nicht zu verachten. Bloß nicht zusammen. Sie sollte nicht sehen, wie er und der Dominus... Womöglich hielt sie ihn dann noch für weniger männlich.
Andererseits, wie wahrscheinlich war es, sie wiederzusehen? Sie war süß und alles, aber doch etwas klammerhaft und eifersüchtig, sobald er sich nur mit den anderen Mädchen unterhielt. Das würde sie sicher zu einer guten Ehefrau machen, etwas, das Frowin sich nun noch gar nicht ersehnte.

Unterdessen bewegten sich die Zuschauer langsam aber sicher von ihren Plätzen auf das Haus zu, in dessen Halle heute Abend zweifelsohne ein Fest steigen würde. Und auch wenn er Eisu den Sieg vollkommen gegönnt hätte, war er doch froh, dass es ihm zu Ehren stattfinden würde.
"Und deine Lektion will ich mir merken. Die Götter sollen doch nicht denken, sie hätten Grund zur Eifersucht", sagte Frowin fromm, ehe sein Gastgeber sich mit der Angebeteten zurückzog.
An Saturninus gewandt, sagte er:
"Soll ich dir dein Zimmer zeigen? Falls du dich noch etwas ausruhen willst vor dem Fest, meine ich. Es ist ja ein doch recht langer Ritt. Du musst nämlich gleich mit mir trinken!"
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03-24-2025, 05:04 PM,
Beitrag #17
RE: Freundschaftsrennen: Frowin versus Eisu
Saturninus grinste erfreut. Um Frowins Karriere machte er sich keine Sorgen, ein Freigelassener fuhr mindestens genauso gut Rennen wie ein Sklave, und auch wenn der Junge jetzt persönlich frei war - er ließ durchblicken, dass er ganz und gar nichts dagegen hatte, mit ihm weiterhin das Bett zu teilen. Der Furius nahm das als Lob seiner eigenen Männlichkeit und reagierte entsprechend geschmeichelt:
"Der Gastgeber hat mir sein eigenes Zimmer gegeben", sagte er und schaute den Gallier mit neu erwachtem Verlangen an.
"Wenn du mir zeigst, wohin ich muss, wäre ich dir zu Dank verpflichtet"
Es hatte vielleicht schon einen Reiz, es mit einem Wafgenlenker zu treiben, der noch verschwitzt und schmutzig vom Rennen war, aber das war nicht so sehr Saturninus Fall. Er hatte seine Gespielen lieber wohlriechend:
"Wir könnten gleich gemeinsam baden, wenn du magst"  sagte er.
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Honoratior von Iscalis
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