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[Biclinium] Der Patrizier und der Medicus
06-10-2026, 02:53 PM,
Beitrag #11
RE: [Biclinium] Der Patrizier und der Medicus
Saturninus hatte damit gerechnet, dass sein Preisangebot seinen Besucher verwirren würde.
Schließlich war er ein junger Mann aus einer eher armen Provinz, und gewiss hatte er nie mehr als zwei, drei Denare auf einem Haufen gesehen. Aber Primus war nicht verwirrt; er redete davon, alles kalkulieren zu wollen. Der Patrizier nickte nur, das war das gute Recht eines Vertragspartners. Doch Primus hatte damit auch zugesagt, der Hauslehrer des kleinen Carus zu werden. Es lief also so, wie es der Furius gewollt hatte, und wie meist, wenn er seinen Willen bekam, wurde er sofort noch entspannter.
Saturninus spürte, dass sich ihm Primus nicht entzog,  als er seine Hand streifte, sondern im Gegenteil: sein Körper erschauerte leicht. Also schien der Medicus männlicher Liebe nicht gänzlich abgeneigt.

"Ich habe dir für deine Großzügigkeit zu danken", erwiderte Saturninus mit Betonung auf "deine", dann konnte er nicht anders; er zog den jungen Medicus leicht zu sich hin und drückte sanft seine Lippen auf dessen Lippen. Sie waren weich und männlich zugleich und schmeckten ein wenig nach Wein. 
Der Furius gab ihnen sanfte, kleine Küsse, aber er hielt Primus nicht fest dabei; beim geringsten Zeichen von Widerwillen würde er aufhören. Er hoffte freilich sehr, dass ihn seine Erfahrung nicht getäuscht hatte und  Primus keinen Widerwillen zeigen würde.

"Nicht nur Carus braucht einen Freund, sondern auch ich", murmelte Saturninus zwischen zwei Küssen und suchte Primus Blick....
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Honoratior von Iscalis
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07-07-2026, 05:18 PM,
Beitrag #12
RE: [Biclinium] Der Patrizier und der Medicus
Natürlich würde er noch sehen müssen, wie er sich die Zeit einteilte. Einfache Schulaufgaben konnte er sicher für den Jungen erstellen und von dort aus weitermachen. Ganz genau wie der Meister bei ihm. Er war schließlich auch kein intelligenter Junge gewesen...
Er wollte sich gerade zum Gehen wenden, als sein Gastgeber jedoch eine Überraschung für ihn hatte - die größte Überraschung. Der Patrizier zog ihn an sich und... und küsste ihn! Ronan hielt den Atem an. Seine Hände lagen auf der Brust des Mannes, der ihn in die Arme schloss.
"I-Ich verstehe ni-", keuchte er zwischen zwei Küssen, nur damit seine Lippen gleich wieder versiegelt wurden. Doch die Überraschung wich alsbald etwas anderem. War es wichtig, was der Furier sich gedacht hatte?
Der junge Mann schloss die Augen. Nur das Schmatzen ihrer Lippen erfüllte den Raum, als er sich nach vorn lehnte, die Arme des Älteren um sich gelegt. Ihm war heiß und kalt, doch lösen würde er sich nicht. Auch nicht, als die fremden Hände sich daran machten, seine Tunika abzuschälen und den jungen, ansehnlichen Körper darunter zum Vorschein zu bringen.
"So... So soll es sein", keuchte er erregt.
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07-11-2026, 05:38 PM,
Beitrag #13
RE: [Biclinium] Der Patrizier und der Medicus
Der Kuss endete so leidenschaftlich, wie er begonnen hatte. Saturninus Stirn ruhte noch immer an der des jüngeren Mannes, und er spürte den schnellen, flachen Atem des Medicus auf seinen Lippen. 
In den dunklen Augen des Patriziers spiegelte sich das flackernde Licht der Öllampe wider, die auf dem kleinen Tisch  brannte. Für einen Moment schweiften Saturninus Gedanken zu Carus ab– der Junge schlief, versorgt und in Sicherheit. Er würde lernen. Alles würde gut werden. Die diffuse Angst des Vaters war verflogen, und an ihre Stelle trat eine plötzliche, überwältigende Erleichterung, und dann Hitze.

 Saturninus  spürte das feine Begehren, das durch Primus’ Körper glitt. Er hatte in seinem Leben schon viele Liebeleien gehabt, flüchtige Affären voller Leidenschaft. Auch seine Ehe mit Serena war harmonisch, doch sie basierte auf Pflicht und Anstand. Doch hier, in der Nähe dieses keltischen Heilers, lag etwas völlig Fremdes: eine ungeschützte, raue Echtheit. " Primus", flüsterte Saturninus.. 

Der Stoff der Tunika des Jungen glitt ein Stück herab und gab die helle Haut des Schlüsselbeins frei. Saturninus wanderte mit den Lippen von Primus Mund hinunter zu seinem Hals, setzte dort warme, sanfte Küsse an die empfindliche Stelle, an der Primus Puls schlug.
Die Welt draußen – die häuslichen Probleme– verblasste vollständig. Es gab nur noch das Rascheln von Stoffen im Dunkeln, den Duft von Heilkräutern und das süße, berauschende Gefühl, jemanden für diese Nacht oder für dieses Leben gefunden zu haben.
" Leg deine Tunika ab" , sagte Saturninus, fast war es ein Befehl. Aber Primus war keiner seiner Gespielen, war nicht gekauft,  war nicht käuflich. Er war ein Gegenüber, ein Mann.
"Bitte!", sagte er: " Ich möchte dich ansehen"
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Honoratior von Iscalis
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07-12-2026, 12:51 AM,
Beitrag #14
RE: [Biclinium] Der Patrizier und der Medicus
ROnan hingegen dachte so überhaupt nicht an Carus oder Victor oder überhaupt irgendein Kind auf dieser Welt. In seinem Kopf wirbelten die Lust und andere, unwichtigere Dinge - wie Schuldgefühle und Keltenstolz - und lehnte sich nach vorn. Seine Nackenhaare kribbelten. Der Kuss... Er machte ihn ganz schwach. Das war etwas anderes als die Kundinnen, die er schon einmal... beglückte.
Atemlos lösten sie sich voneinander, und als der Furier ihn anwies - anwies! - seine Tunika auszuziehen, schien es den inneren ehemaligen Sklaven in ihm anzusprechen. Das oder er wusste einfach nicht mehr, was oben oder unten war. Er zögerte keine Sekunde und entledigte sich seiner Kleidung. Es war sicher nicht seine Art, sich im Zimmer eines fremden Mannes - erst recht eines römischen Patriziers - zu entblößen. Doch die beeindruckende Erregung zwischen seinen Beinen, die ihm fast ein wenig peinlich war, sprach eine andere Sprache. Er holte tief Luft. Ronans Brust hob und senkte sich, gespannt wie das Urteil ausfallen würde. Er war schlank - definiert sogar. Jahre der Minenarbeit hatten sich auf seinem Körper verewigt, doch er lebte gemäß den Lehren seines Meisters gesund und trainierte auch - soweit es eben schicklich war. Er hielt die Arme etwas gespreizt und wartete, wollte nicht fragen, was sein Gegenüber darüber dachte.
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07-17-2026, 03:21 PM,
Beitrag #15
RE: [Biclinium] Der Patrizier und der Medicus
Saturninus dunklen Augen leuchten auf, als er Primus ansah; er nickte anerkennend und lächelte, und dann zog er sein eigenes Gewand aus. Saturninus  war etwas älter als sein Geliebter, nicht ganz so schlank wie dieser, sondern breiter und dunkel wie eine Olive. Schon seit Kindestagen hatte er seine sportlichen Übungen nie vernachlässigt und wie es sich für einen Römer gehörte, hatte er sich die Körperhaare zupfen lassen. Er roch nach teurem Nardenöl.
Die Bereitwilligkeit, mit der Primus seine Tunika ablegte und ungezwungen seinen Körper präsentierte, hatte etwas entschieden Sinnliches. Saturninus verlangte es danach, diesen männliçhen und schönen Leib zu erobern, und ihn und sich selbst glücklich zu machen. Diesem Verlangen ging der Furius später ausführlich nach, während er Liebesworte flüsterte, wie gut Primus doch aussah, wie biegsam er unter ihm.nachgab, wie froh er war, den jungen Medicus bei sich zu haben. 
Später umarmte er ihn und kuschelte sich an ihn, um ein Weilchen zu schlafen und sich von den Strapazen zu erholen. 
Morgen würde Primus als neuer Paedagogus den Kindern vorgestellt werden. Leuchtende Tage lagen vor beiden.... Primus würde erst einmal bleiben.
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Honoratior von Iscalis
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07-26-2026, 06:23 PM,
Beitrag #16
RE: [Biclinium] Der Patrizier und der Medicus
Als er des Morgens aufwachte, lag noch der Geruch der Nacht auf dem Bett. Das Bett des Hausherrn. Ein Bett, in dem dieser mit seiner Frau schlief. Der junge Medicus hatte schon geglaubt, geträumt zu haben. In seinem eigenen Lager aufzuwachen, der gestrige Tag nichts als Einbildung.
Doch nein. Hier war er. Allein. Die Kuhle neben ihm war noch warm. Furius war wohl ebenso gerade aufgestanden. Oh Götter, es war wirklich kein Traum gewesen. Er war wirklich hier. Nach... wieder... Nacht...
Der junge Kelte fuhr sich durch das Haar und setzte sich auf. Saubere Kleidung lag bereit. Sein Gastgeber schien daran gedacht zu haben. Sie passte ihm sogar, wenngleich es für Ronan seltsam war, fremde Kleidung zu tragen. Doch was nun? Sollte er ihn ausfindig machen oder lieber schnell verschwinden? Er selbst war verwirrt, hatte er doch nicht vermutet, je eine solche Nacht zu verbringen... Mit einem Mann wie diesem. Überhaupt mit einem Mann. Er war immer noch verwirrt. Und doch... schlecht war es nicht gewesen.
Eingekleidet verließ er das Schlafzimmer und begab sich auf die Suche nach dem Furier, der ihn auf so ungewöhnliche Weise willkommen geheißen hatte.
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08-04-2026, 08:42 PM,
Beitrag #17
RE: [Biclinium] Der Patrizier und der Medicus
[Bild: Scaevus-113.jpg]

Als der Medicus Primus den Raum verlassen wollte, lief er fast in Scaevus, den Privatsekretär des Herrn, hinein.  Dieser presste die Lippen so fest zusammen, dass sie eine schmale, blasse Linie bildeten, während er sich verbeugte. Seine Verbeugung wirkte herablassend. In Scaevus Augen brannte eine unverkennbare, Eifersucht, die jede seiner Bewegungen hölzern wirken ließ. Doch während Scaevus den jungen Medicus musterte – das unordentliche, blonde Haar, die breiten Schultern, die sich unter der feingewebten Tunika abzeichneten und die beinahe unverschämte, natürliche Attraktivität, die Primus ausstrahlte –, mischte sich ein widerwilliges Gefühl in seinen Blick. Scaevus war empfänglich für gutaussehende Männer. Er fand diesen Fremden, der so plötzlich das Bett seines Dominus erobert hatte, anziehend.
Scaevus  zeigte Primus das  schwere silberne Tablett, das er trug. Es war ein frugales, streng römisches Frühstück darauf angerichtet: ein Becher mit klarem Wasser, etwas kühler Ziegenkäse, ein paar Oliven und ein Stück trockenes, ungesäuertes Brot. Keine süßen Früchte, kein Wein. Eine subtile Erinnerung daran, wer hier der Diener und wer der Herr war Er stellte das Tablett auf ein Marmortischchen neben der Tür 
."Der Dominus hat das Gemach bereits verlassen“, betonte Scaevus das Offensichtliche:
"Er erwartet dich im Tablinum. Du solltest dich beeilen"
Scaevus wusste genau, dass Primus nicht aus einer römischen Familie stammte. Er vermutete, dass dieser Medicus aus einfachen, vielleicht sogar zwielichtigen Verhältnissen kam, auch wenn er die genaue Wahrheit  nicht ahnte. Doch alle Kelten hatten für Scaevus etwas Zwielichtiges. Ein kleines, überhebliches Lächeln stahl sich auf die Lippen des Privatsekretärs:.
"Tablinum nennt man offizielle Empfangszimmer des Hauses. Es liegt direkt hinter dem Atrium. Dort bewahrt der Dominus die Tabulae auf – die Steuer- und Haushaltsbücher, die ich für ihn führe. Aber was noch wichtiger ist: Dort stehen die Ahnenbüsten aus Marmor und das Lararium. Laren sind die  Hausgötter.  Für einen römischen Patrizier ist das Tablinum das Herz seiner Würde. Wenn er dich dort hinruft, dann nicht für ein privates Gespräch. Er versammelt die gesamte Hausgemeinschaft, um dich offiziell vorzustellen.“
Scaevus reichte Primus nach einer kurzen Musterung seinen eigenen malvenfarbenen Umhang. Seine Finger berührten für den Bruchteil einer Sekunde die Haut des Medicus, und Scaevus zog die Hand fast erschrocken zurück.

"So unterscheidet du dich in deiner Kleidung von den gewöhnlichen Dienern. Doch du darfst ruhig zuvor etwas essen", fügte Scaevus leiser hinzu, während der Neid in seiner Brust wieder mit der plötzlichen Zuneigung kämpfte
. „Ich werde hier auf dich warten und dich hinbringen. Alleine würdest du dich in den Gängen der Villa nur verlaufen – und es macht keinen guten Eindruck, die Familia warten zu lassen.“
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08-05-2026, 10:16 PM,
Beitrag #18
RE: [Biclinium] Der Patrizier und der Medicus
Bevor er den Raum verlassen konnte, wurde er aufgehalten. Da war ein junger Mann, vielleicht in seinem Alter. Ein Sklave wie es aussah und ein recht dünkelhafter obendrein. Ungeniert musterte er ihn, wobei Ronan nicht zuordnen konnte, ob aus Abscheu oder etwas Anderem. Verwirrt starrte der junge Medicus den Jungen an, der etwas zu Essen vorbeigebracht hatte.
Obwohl der Junge eindeutig hübsch war - seit gestern Abend schien er dafür einen Blick zu haben - machte ihn die hochgezogene Nase und der geschürzte Mund irgendwie hässlich. Er grüßte nicht, sondern sprach blos das Offensichtliche aus: Der Hausherr war nicht mehr hier.
Ronan errötete leicht, denn so offensichtlich war es, weshalb er hier war. Doch der junge Medicus beschloss, sich seine Scham nicht anmerken zu lassen. Er hatte von seinem Meister einiges gelernt. Unter anderem, zu lächeln und trotzdem unangenehm zu sein.
"Ich weiß, was ein Tablinum ist, vielen Dank", sagte der junge Blonde also mit einer freundlichen Miene und nahm sich den Becher mit Wasser von dem Tablett, das der andere noch trug. "Als Medicus besuche ich viele Haushalte, um Menschen zu helfen."
Was ihm neu war, war jedoch eine 'offizielle' Vorstellung. Wieso brauchte es das? Auch den Umhang nahm er nur zögerlich, bemerkte die Reaktion des Jungen und spürte erneut Blut in seine Wangen fahren. Sein Mund zuckte erneut. Kurz nur.
"Muss ich diesen Umhang tragen? Schließlich trage ich meine eigene Kleidung und zum Haushalt gehöre ich auch nicht. Ich habe eine Praxis zu führen."
Sich an dem Frühstück bedienend, betrachtete er den Jungen vor sich.
"Erzähl mir von dir, wenn du schon bleibst. Bist du schon lange hier?"
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08-08-2026, 07:31 PM,
Beitrag #19
RE: [Biclinium] Der Patrizier und der Medicus
Scaevus ruderte sofort zurück; sein Herr konnte es bestimmt nicht leiden, wenn er seine Gäste von oben herab behandelte: 
" Ich war mir nicht sicher, wie weit Du mit den Gepflogenheiten der Römer vertraut bist, Dominus Primus", sagte er nun außerordentlich höflich: " Ich wollte nur behilflich sein. Verzeih mir bitte meine Voreiligkeit. Selbstverständlich kannst Du dich kleiden, wie es dir beliebt. Obwohl Die malvenfarbig ausgezeichnet steht, aber jede Farbe würde dir stehen", er hüstelte: " Oh Danke der Nachfrage, Herr"
Der Sekretär spürte eine kurze Skepsis in sich aufsteigen. Freundlichkeit von Freien war bei den Römern selten echt. Er setzte sich nicht hin, als Primus aß – das hätte die Grenzen seines Ranges in dieser Villa gesprengt –, aber er  lockerte seine Haltung ein wenig:
" Ich bin ein Verna, ein Haus geborener Sklave,  Dominus Primus und heiße Scaevus“, antwortete er leise: 
" Ich hatte Glück,  Lesen, Rechnen, Schrift und Kurzschrift lernen zu dürfen. Denn für die Römer bin ich kein gebildeter Grieche – ich bin auf Grund meiner.... unglücklichen Natur ein wandelndes Omen des Ruins.  Du hast es noch nicht bemerkt, Dominus? "

Scaevus, dessen Name genau das bedeutete, linkshändig, verbarg seine Linkshändigkeit für gewöhnlich vor Fremden.  Früher war diese Seite bei den Römern wie auch bei den Etruskern ein Glücksbringer gewesen, doch seit einem Jahrhundert hatte sich die griechische Idee durchgesetzt, dass Links Unglück brächte. Seine Mitsklaven sahen Scaevus an, als trüge er den Fluch der Unterwelt in sich.
 Nur der bei anderen Gelegenheiten so abergläubische Dominus Saturninus... er sah von Anfang an nicht das Omen in dem hübschen Jungen. Er sah ein bedingungsloses Werkzeug. Scaevus würde ihn lieben und  ihm loyal  dienen und niemand sonst würde dem scaevus eine Chance geben.
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Gestern, 12:09 PM,
Beitrag #20
RE: [Biclinium] Der Patrizier und der Medicus
Mhm. Natürlich, dachte sich Ronan verschmitzt. Man konnte ihn für dumm und ungebildet halten, doch was er definitiv besaß, war die Art Grips, die unterschätzte Leute besaßen. Er war es gewöhnt, noch von früher, sich um Essen zu prügeln und jede Gelegenheit wahrzunehmen. Er war schlicht zu schlau und zu misstrauisch, um eine Beleidigung nicht als solche wahrzunehmen. Doch er trug es mit Gleichmut. Scaevus bezog eine Stellung, für die er vor Jahren noch gemordet hätte. Mit Freundlichkeit entwaffnete man solche Leute besser. Das hatte er von seinem Meister gelernt, denn der alte Ronan hätte diesem frechen Kerlchen eines übergezogen.
"Können nur Griechen gebildet sein? Wenn ja, dann habe ich wohl den falschen Beruf", entgegnete er belustigt und zog sich seine Sandalen an. Gleichzeitig versuchte er, den Grund für diese Unglücksgeschichte herauszufinden, die Scaevus auf einmal ansprach.
"... Omen des Ruins...?", fragte er, nun wirklich ratlos, denn mit welcher Seite was serviert wurde, dafür hatte der junge Medicus nun wirklich keinen Blick. Stattdessen glaubte er, einen anderen Grund dafür auszumachen, der besser zu der Eifersucht passte, die er bei dem Jungen vermutete. "Ich dachte, Römer wüssten Schönheit zu schätzen? Sag nicht, sie denken, das brächte Unglück?"
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