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Elfengarten
03-12-2025, 08:48 PM,
Beitrag #1
Elfengarten
[Bild: Elfengarten-kleiner.jpg]*

Gerwina entschloss sich am Nachmittag spazieren zu gehen. Sie fand selbst den Weg nach draußen. Das herbstliche Wetter war herrlich. Sie ging langsam um das große Anwesen und sah hinter dem Haus eine große Eiche. Die junge Frau wollte unbedingt die Eiche, die bei den Germanen als ein heiliger Baum galt, berühren. Als sie sich dem Baum näherte, befand sie sich auf einmal in einem verwilderten Garten. Ein Gewirr aus dichten Sträuchern, Kletterpflanzen, Unkraut und dazwischen eine Menge bunten und wilden Blumen umgab sie. Das Chaos war perfekt, aber in seiner Pracht auch faszinierend und märchenhaft. Sie ließ ihre Haare herunterfallen, dann hob sie ihr Gesicht der untergehenden Sonne entgegen und genoss ihre sanften Liebkosungen. Auf einmal hörte sie, wie die wilden Gänse schnatterten und beobachtete ihre anmutige Formation. 

Der leichte Nebel legte sich bereits über dieses betörende Zauberland. Gerwina schloss die Augen, lauschte dem Gesang der Vögel zu und dachte an ihren Fürsten.



*Das Bild ist gemeinfrei
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Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [Sonnmar] (NSC)
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03-13-2025, 12:36 PM,
Beitrag #2
RE: Elfengarten
Wenige Tage nach dem Rennen erhielt Eisu einen Brief von Prinz Inam, der sein Kommen in etwa neun Tagen ankündigte. Der Kelte hatte mit diesem Brief gerechnet. Inam schien es ernst damit zu sein, seine Getreuen auf sich einzuschwören und sie zu sammeln. Bestimmt wollte er auch seine Treue, denn Comux war alt, und er, sein Sohn,  wäre der nächste Wagenlenker des Königs.
Nur dass es keinen nächsten Dobunnikönig geben würde! 
Eisu steckte den Brief ein. Dann ging er zu Lady Gerwinas Gemach, um mit ihr zu sprechen. Doch ihre Sklavin sagte, dass sie nicht dort war. Er suchte also das Gebäude ab, doch auch dort wusste niemand etwas über den Verbleib der Gabinia. Ausgeritten war sie auch nicht, ihre kleine Argante graste friedlich auf ihrer Koppel. Allerdings war auch niemand aus dem Hoftor gegangen, so dass sie irgendwo auf dem allerdings weitläufigen Grundstück sein musste. 
Fast am Ende fiel Eisu der alte Garten ein, der sich hinter dem Haus erstreckte. Er galt als Land der Fay, der Feen und Elfenwesen, weshalb man ihn für gewöhnlich in Ruhe ließ. Wer es nicht tat, dem konnte schon einmal eine Schaufel zersplittern oder eine Axt sich fast in seinen Fuß bohren oder ihm wurde unheimlich zu Mute, so dass er den Garten unverzüglich verlassen wollte. Aber einfach nur dort sein, das erlaubte er wohl.
Dieser Garten schien Eisu der rechte Ort für eine Elfenfrau, wie es Gerwina war, obgleich sie nicht von britannischer Erde stammte. 
Ein Gewirr aus dichten Sträuchern, Kletterpflanzen, Unkraut und dazwischen eine Menge bunter und wilder Blumen wuchs dort. Wild war es,  aber dennoch auf eben ganz und gar wilde Weise prachtvoll.
Er betrat also den Garten, und da er keine Eisenwerkzeuge mit sich trug, fühlte er sich von seinem Zauber willkommen.
Tatsächlich war Lady Gerwina hier zu finden. Sie stand mit offenem Haar, das Gesicht zur Sonne. Vögel riefen, goldene Sonnenstrahlen umschmeichelten ihre Gestalt.
Eisu Ap Comux lächelte, eilte auf sie zu und blieb dann stehen, um ihren Sonnentanz nicht zu stören. Er räusperte sich nur ganz leicht.
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03-14-2025, 02:20 PM,
Beitrag #3
RE: Elfengarten
Gerwina spürte, dass es ein magischer Ort war, der Duft der Blumen berauschte sie fast und es schien ihr alles irreal zu sein. Eine leichte Brise berührte sanft ihre Haare und sie träumte nur so vor sich hin. Es war alles so überwältigend, was in der letzten Zeit passierte... Sie dachte an den See Gweder und an die Weissagung und, dass die Götter hatten vielleicht alles so geplant, dass sie sich trafen, dass das Schicksal ihr diesen Mann geschickt hat, dem sie jetzt ihr Herz öffnete, um die Liebe und Glück zu empfangen. In ihren Gedanken versunken, hat Gerwina seine Schritte nicht gehört, vernahm aber ein leichtes Räuspern.

Sie machte ihre Augen auf und der Mann, an den sie gerade dachte, stand plötzlich vor ihr. Ihr Herz begann mächtig zu schlagen und sie schaute in seine blauen Augen, "Mein Fürst, ich habe gerade an dich gedacht, und nun bist du hier ...", es war Magie.
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Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [Sonnmar] (NSC)
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03-16-2025, 02:54 PM,
Beitrag #4
RE: Elfengarten
Eisu lachte leise:"Ich habe nach dir gesucht, Lady Gerwina. Sorgen habe ich mir nicht gemacht, aber das Gut ist sehr groß. Mit Argante bist du nicht ausgeritten, und da dachte ich, dass eine Fee in diesen Feengarten hier gehört", er wies um sich: 
" Niemand bestellt ihn, niemand schneidet ihn. Er gehört zu dem Land, das noch wild ist. Komm, edle Lady, lass uns ein wenig auf die Steinbank sitzen...", er wies auf eine Bank unter einer Rosenhecke, legte jedoch seinen Umhang ab und auf den Stein, damit sich sein Gast nicht verkühlte.
"...und uns unterhalten. Wenn wir nur leise sprechen, kommen auch die Vögel herbei. Sie wissen, dass ihnen hier kein Leid geschieht. Einmal saß ich hier, und da kam ein Fink, setzte sich auf meine Hand und umschloss meinen Ringfinger mit seiner Kralle....", 
Eisu Ap Comux setzte sich hin und schaute Gabinia Clara liebevoll an.
"Ab diesem Tag war ich der Schönheit dieser Welt angetraut, edle Lady Gerwina. Ich liebe sie, auch wenn es nicht immer leicht ist. Aber ein Apfelbaum im Frühling voller Blüten, ein sommerliches Feld, das nach frischem Heu duftet, ein Herbst voller goldener Früchte, und ein Winter, der kalt ist, während ich hoch zu Pferd auf die Jagd reite, denn Schneeduft in der Nase und meine Hunde mit mir, und dann ein Feuer in der Halle und Lachen und Lieder, das ist schön. Noch schöner ist allerdings eine liebende Frau, die an meiner Seite steht", die Augen des Kelten leuchteten auf:
"Wann wird dein Herr Bruder mit seiner Familie eintreffen? Ich freue mich auf sie!"
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03-18-2025, 03:00 PM,
Beitrag #5
RE: Elfengarten
Eisu Ap Comux lächelte und sagte, er hatte nach ihr gesucht, aber sich keine Sorgen machte und vermutete, dass eine Fee in diesem Feengarten zu finden ist. Gerwina lächelte verlegen und sah ihn an, während er über diesen Garten erzählte, der dem Land gehörte, das noch wild ist. Dann wies er auf eine Bank unter einer Rosenhecke, legte darauf seinen Umhang und sagte, wenn sie leise sprechen, kommen auch die Vögel vorbei und der Fürst erzählte leise von seinem Erlebnis mit einem Vogel. "Der Fink hat dich, auf seine Art, geküsst, mein Fürst", Gerwina schmunzelte und sah ihren Gastgeber lieb an. Dann setzten sich die beide auf die Bank und Eisu hat in poetischen Worten beschrieben, wie er der Schönheit dieser Welt zugetan war, wie er den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter in all seinen Facetten liebte. Aber noch schöner wäre eine liebende Frau, die an seiner Seite steht, dabei leuchteten seine schönen blauen Augen auf.

"Mein lieber Fürst, du bist ein begnadeter Dichter, ich könnte dir stundenlang zuhören, deine Worte haben mich zutiefst bewegt und bereiteten mir eine große Freude". Gerwina sah ihn gefühlvoll an und berührte sanft seine Hand. "Erzähl mir noch mehr über dich...", sagte sie leise. Betrachtete dann den wilden Garten und bewunderte den Effekt, den die langsam untergehende Sonne auf seine Farbenpracht hatte.
 
"Mein Bruder mit seiner Familie sollte bald hier sein, wenn nichts dazwischenkam".
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Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [Sonnmar] (NSC)
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03-23-2025, 07:05 PM,
Beitrag #6
RE: Elfengarten
"Wenn dein Bruder kommt, werde ich ihn bitten, dass er mir hilft, bei deinem Vater um dich zu werben", sagte Eisu Ap Comux, und er lachte Gabinia Clara an: " Ich will ihn schließlich von mir und meiner Tugend überzeugen, Lady Gerwina", 
sie sagte, dass sie ihm stundenlang zuhören konnte, und er fuhr furt:
"Ich hoffe so sehr, dass auf unsere lichte Zukunft kein Schatten fallen mag. Denn der Schatten ist nahe: Prinz Inam - ich habe dir von ihm am See Gweder erzählt - hat seinen Besuch angekündigt"
Eisu Ap Comux zeigte Gerwina den Brief, in dem dieser sein Kommen schrieb. Seine Stimme wurde tonlos, als er im Elfengarten eine schreckliche Zukunft für sein Volk beschwor:
" Inam ist ein Mann des Krieges, 
ein großer Krieger möchte er sein, 
den Frieden begehrt Catis Sohn nicht.
Wenn er kommt, kommt er nicht um des Friedens willen:;
die Treue verlangt er von Eisu, Comuxsohn
dass er den Wagen lenke zum Streit gegen den Feind.
Wie soll ich das- keine Feindschaft ist
zwischen dem großen Rom und mir, 
Freund und Bürger des römischen Volkes nenne ich mich.
Ich soll mich entscheiden, 
es bricht mir das Herz.
Die Herrin des Sees schenkte mir die Vision, 
mein Volk kann gegen Rom nicht bestehen, 
erhebt es sich, 
so wird es untergehen, 
und wo die Dobunni einst geliebt und gelebt, 
da zieht nun der Reiher, da wächst nur noch Gras, 
und die Welt, die ich liebe, für immer verloren"

Eisu Ap Comux ergriff Gabinia Claras Hand. Er schaute sie liebevoll an, aber all seine Heiterkeit war von ihm gewichen. Lady Gerwina hatte ihm versprochen, an seiner Seite zu sein, aber wieder regte sich in ihm das Gefühl, dass er das, wenn es ihm nicht gelang, Inam zu stoppen, nicht verlangen durfte.
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03-26-2025, 01:04 PM,
Beitrag #7
RE: Elfengarten
Der Fürst wollte Gerwinas Bruder bitten, ihm zu helfen bei ihrem Vater, um sie zu werden. Gerwina hörte das sehr gerne und lächelte in sich hinein. "Mein Fürst, ich denke, weil mein Vater mit unserer Mutter in Portus Itius lebt, wird mein Bruder über unsere Zukunft entscheiden".

Eisu sagte dann, er hoffte, dass auf unsere Zukunft kein Schatten fallen mag, aber der Prinz Inam könnte dieser Schatten sein. Und zeigte Gerwina den Brief, der ihm Prinz geschrieben hatte und seinen baldigen Besuch ankündigte. Dann hat Eisu Ap Comux mit einer monotonen Stimme seine Vision für sein Volk deklamiert.

Gerwina hörte ihm entsetzt zu und schüttelte den Kopf. Eisu nahm dann ihre Hand und sah sie liebevoll und schwermütig an. Gabinia war eine starke Frau und bewahrte immer ihren kühlen Kopf. "Das ist ja alles furchtbar, mein Fürst, aber sei nicht so pessimistisch...",

Gerwina schwieg einen Moment und fuhr dann fort, "Er kann von dir die Treue verlangen, nur dann, wenn er ein König wird, außerdem gibt es bei euch bestimmt auch eine Ratsversammlung, wie bei uns Germanen, wo auch über einen Kriegszug entscheiden wird, also so einfach ist das alles nicht!" Gerwina sah ihn aufmuntern an.

"Schau mal, mein Brummbär, die Welt, die du liebst, wird nicht verloren gehen, solange in diesem verzaubernden Garten der Frieden herrscht und -

Im Garten, wo die Sonne ihre Licht verschenkt, 
tanzen die Elfen auf schimmerndem Tau. 
Die Blumen neigen sich, lauschend dem Lied, 
das aus meinen Lippen wie Windhauch fließt. 
Die Zeit verliert sich im ewigen Kreis, 
wo Zauber und Stille einander umarmen."

Sang Gerwina mit ihrer samtigen Stimme und kraulte dabei zärtlich sein lockiges Haar.
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Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [Sonnmar] (NSC)
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04-01-2025, 12:03 PM,
Beitrag #8
RE: Elfengarten
Eisu Ap Comux war bewegt vom Trost der schönen Gabinia Clara. Er strich ihr zärtlich  eine goldblonde Locke hinter ihr Ohr:
"Ja, ich möchte Hoffnung haben", sprach er ernst, aber mit einem kleinen Lächeln. 
Sie, seine Elfe, sang ihm ein Zauberlied. Eisu hörte zu, und ihre Stimme gab ihm Hoffnung zurück:
"Ich bitte dich, Lady Gerwina, an meiner Seite zu sein, wenn Inam hierher kommt", bat er.
"Ich will ihn davon überzeugen, dass er Frieden halten soll. Doch edle Lady, eines musst du dann wissen: Es wird viele Kelten geben, die mich dann für verräterisch und feige halten werden, für einen, der nicht den Mut hat, zu kämpfen, für einen, der sich von den Römern kaufen ließ.
Auch wenn sie es nicht aussprechen; ich kann es in ihren Augen lesen.
Bist du denn auch bereit, diese Schande mit mir zu tragen, Lady Gerwina?"
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Gestern, 01:10 PM,
Beitrag #9
RE: Elfengarten
"Mein Fürst, die Schande kommt über die, die ihr Land ohne ersichtliche Gründe in den Untergang führen wollen. Für mich ist es nicht nachvollziehbar und schwer verständlich. Aber, wenn es dein Wunsch ist, werde ich selbstverständlich an deiner Seite sein, wenn Inam kommt und hoffen, dass du ihn zur Vernunft bringen könntest". " Gerwina nickte, sie wollte auch unbedingt diesen Kriegstreibenden Prinzen sehen, dabei verfinsterte sich ihr Blick, sie schwieg einen Moment und sah sich dann um. Der wilde Garten war ein idyllischer Ort, wo das Chaos in sanften Farben blühte. Die Sonne ging langsam unter und ihre letzten Strahlen spendeten die Wärme. Alles schien zeitlos und friedlich zu sein.

"Du hast auf meine Frage nicht geantwortet, werter Eisu, ob es auch bei euch eine Ratsversammlung gibt, wie bei uns Germanen, wo auch über einen Kriegszug entscheiden wird? Ich kenne das gut, weil unsere Mutter im Rat der Chatten auch Stimme hatte und hat uns darüber viel erzählt." Gerwina sah Eisu an und drückte sanft seine Hand,

"Aber egal was passiert, ich bleibe bei dir, mein edler Fürst".
[Bild: 3_15_08_22_9_37_19.png]
Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [Sonnmar] (NSC)
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