01-08-2025, 08:49 PM,
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Gabinia Clara
genannt Gerwina
  
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RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee
Grunja brachte inzwischen einen Becher Wasser, den Gerwina in einem Zug leerte. Durs stand nicht weit vom Ufer und ließ sie nicht aus den Augen. Aber es ging ihr schon besser und Eisu hat angeboten, ihre Mutter zu besuchen, aber dann meinte er, dass der See Gweder nicht immer recht hat und sagte: "Er zeigt uns nur eine Zukunft, die sein könnte, nicht immer die, die sein wird"
Das hat Gerwina etwas beruhigt, aber gleichzeitig dachte sie an die freudige Weissagung, die ihr die Herrin des Sees offenbart hatte und hoffte, dass es auch so sein wird.
"Leider können wir, mein Bruder und ich, zurzeit meine Mutter nicht besuchen, denn unsere Eltern wohnen in Portus Itius und so müssen wir warten, bis die Schifffahrt im Frühling wieder eröffnet wird", sagte sie etwas bedrückt. Dann legte der Fürst seine Hand auf ihre, als Gerwina sagte, dass sie ihn im See gesehen hatte und erzählte, dass er sie auch gesehen hatte, ohne zu wissen, dass sie es war und dachte, es sei eine Frau aus den Elfenhügeln, bis er Gerwina auf dem Gabinierhof traf. Und seine liebevollen und poetischen Worte, wie er diese Frau beschrieben hat, berührten Gerwina innerlich sehr, sie hob den Kopf und sah ihn an: "Das ist Magie", die junge Frau schwieg einen Moment, "Aber ich glaube, mein Fürst, dass unsere Begegnung vorherbestimmt war", sagte sie leise, während eine leichte Brise ihre Haare berührte.
Und dann nahm Eisu ihre Hand und sie schauten beide in den See hinein und betrachteten ihre Gesichter auf der spiegelglatten Oberfläche. Dann sagte der Fürst, dass es Glück bringt und den Segen der Herrin vom See, wenn ein Mann und eine Frau gemeinsam in den Gweder See schauen und er wünschte sich sehr, dass Gerwina bei ihm blieb. Aber bevor er bei ihrem Bruder um Gerwinas Hand bitten würde, wollte Eisu ihr von einer anderen Vision erzählen und fügte hinzu:
"Sie hat nichts mit dir zu tun, Lady Gerwina. Aber du musst sie kennen, bevor du vielleicht dein Leben mit dem meinen verflichst".
Gabinia war eigentlich eine rationale und vernünftige junge Frau, aber seit sie Eisu Ap Comux zum ersten Mal sah, veränderte es etwas in ihr und sie wollte nur mit ihm zusammen sein. Innerlich ergriffen und tief bewegt lauschte sie, während er sprach, seinen gefühlvollen Worten und betrachtete sein schönes Gesicht, das sich im Wasser spiegelte und ihr Atem beschleunigte sich, als er sagte, er würde um ihre Hand bei ihrem Bruder bitten, aber es gab noch eine Vision und sie musste sie kennen.
Gerwina drückte leicht seine Hand, "Ich wünsche auch uns beiden das Glück und werde bei dir bleiben, solange du es wünschst, mein Fürst, deine so hingebungsvollen Worte haben mein Herz mit großer Freude erfüllt und meine Seele berührt und ich werde dich niemals verlassen".
Sie sah ihren Fürsten aus ihren unergründlichen dunkelgrünen Augen an und ihr Blick war wie eine sanfte Berührung: "Aber erzähl mir bitte, was hast du gesehen, das dich so traurig gemacht hat ..."
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01-15-2025, 03:24 PM,
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Eisu Ap Comux
auch " Claudius Dobunnus Minor"
  
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RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee
Der große Mann drückte leicht Gabinia Claras Hand. Ihre Worte taten ihm so wohl, und er lächelte und dann fragte er sie:
"Was weißt du über mein Volk der Dobunni, Lady Gerwina und wie wir zu Rom stehen? Nun, nichts Schlechtes nehme ich an, denn du hast wie ich auch das römische Bürgerrecht. Als der göttliche Kaiser Claudius in unser Land kam, haben wir uns den Römern ohne Kampf ergeben. Wir waren immer Roms treue Verbündete. Und zum Dank wurden wir wie Freunde behandelt. Wir waren vorher schon immer ein wohlhabendes Volk gewesen, aber nun wurden wir reich. Es gibt allerdings Nachbarstämme wie die Silurer, die uns unsere Friedensliebe nie verziehen haben. Sie sehen auf uns herab, weil wir uns nie die Köpfe einschlagen haben lassen wollen wie sie und uns auch am Aufstand der Icenerkönigin Boudicca nicht beteiligten. Doch damit konnten wir leben, und das sehr gut",
Eisu Ap Comux machte eine Pause:
"Ich hoffe, dass ich dich nicht langweile, edle Lady Gerwina. Aber die Vorgeschichte ist wichtig, damit du verstehst, was geschieht und was geschehen wird - voraussichtlich geschehen wird", nahm er dem letzten Satz etwas die Schärfe:
"Es waren die Druiden, unsere alten Priester, die Rom verboten hat, die stets jede einzelne Rebellion befeuert haben. Unser König und mein Vater haben jeden von ihnen, dem sie habhaft wurden, an die Römer ausgeliefert. Ich selbst bin persönlich nie einem dieser grausamen Männer begegnet, doch man spricht davon, dass es immer noch einen Druidenrat gibt und dass ihr Anführer, der alte Cathbad ein unversöhnlicher Feind Roms ist. Er befeuert den Ehrgeiz der jungen, unerfahrenen Leute und dass auch bei uns im Dobunniland",
Eisu Ap Comux schüttelte den Kopf und seufzte.:
"Es war immer so gewesen, dass wir Rom nur Freundschaftsdienste leisteten, aber unseren eigenen König hatten. Die Flavier in Rom lieben die Vasallenkönige jedoch nicht und wollen sie nicht länger dulden. Sie haben bisher jedesmal, wenn ein keltischer König starb, das Land ihrer Provinz eingegliedert. In vielen Fällen gab es auch keinen Erben. Aber unser König Catti hat einen leiblichen Sohn, der selbst schon ein erwachsener Krieger ist, Prinz Inam. Der Prinz ist nicht so besonnen wie sein Vater es war. Er glaubt an die Prophezeiungen Cathbads"
Eisu versenkte seinen blauen Blick in die Meeresaugen von Gabinia Clara:
"Ich habe Inams Untergang im See Gweder gesehen wie in einem fernen Spiegel! Dort im See sah ich, wie ein prächtiger Adler geflogen kam, die Sonne verdunkelte und sein Herz herausriss. Immer wieder pickte er zu, und blutüberströmt sank unser junge Prinz auf die Erde. Der Adler flog jedoch mit dem Herz im Schnabel davon, und sein Flug sprenkelte das Land mit Blutstropfen", Eisus Augen verdunkelten sich vor Schmerz:
"Es könnte Krieg geben, edle Lady Gerwina! Wenn es Krieg mit Rom gibt, wird die Welt der Dobunni jedoch für immer untergehen.
Wie könnte ich da mein Leben mit einem solch lieblichen wie dem deinen verbinden oder zulassen, dass du mit in unseren Untergang gerissen wirst?!"
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01-17-2025, 02:30 PM,
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Gabinia Clara
genannt Gerwina
  
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RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee
Eisu Ap Comux drückte Gerwinas Hand und lächelte. Aber dann hat er ihr ausführlich über das Volk der Dobunni und Römer erzählt. Das alles kannte Gerwina, aber nicht, dass der Stamm Silurer dem Volk Dobunni nicht verzeihen konnte, dass sie Roms treue Verbündete waren. Eisu machte eine Pause und sprach weiter. Es ging dann über Druiden, diese Unruhe Stifter und daher sehr gefährlich und sein Vater und König Catti haben welche den Römer ausgeliefert, denn Rom hat Druidentum verboten, aber trotzdem es gibt sie noch, wie der Fürst vermutete. Und der Sohn des Königs, der Iman heißt, ist nicht so besonnen, wie sein Vater und an die Prophezeiungen Cathbads glaubt. Wer das auch immer ist oder war, dachte die junge Frau und zuckte mit den Schultern. Dann schaute der Fürst Gerwina tief in die Augen und erzählte nun, was er in dem See gesehen hat ... Gerwina hörte ihm entsetzt zu und ihr lief ein eiskalter Schauer den Rücken herunter. Als sie dann zu ihm wieder aufblickte, erkannte sie Trauer und Schmerz in seinen schönen blauen Augen. "Das ist ja albtraumhaft, was du gesehen hast, mein Fürst. Aber du hast ja selbst gesagt, dass
"Der See Gweder hat nicht immer Recht. Er zeigt uns nur eine Zukunft, die sein könnte, nicht immer die, die sein wird".
Gabinia hat sich wieder gesammelt und versuchte jetzt ihren kühlen Kopf zu bewahren. "Es könnte aber auch eine Warnung sein; vielleicht kannst an den König schreiben und ihm erzählen, was du gesehen hast". Gerwina schwieg einen Moment, "Obwohl ich nicht glaube, dass es einen Krieg geben wird, ich denke, Dobunni und die Römer leben hier im Einklang. Ich habe auch eine Vision gehabt und ich habe dir nicht alles erzählt, aber was die Herrin des Sees mir noch weissagte, war sehr schön und machte mich glücklich", und sie wagte es, seine Hand sanft zu streicheln, um ihn zu beruhigen. "Ich bin guten Mutes, wir sollen beten und hoffen, dass es keinen Untergang geben wird", sie lächelte Eisu aufmuntern an und fügte leise hinzu: "Mein Brummbär".
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Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [ Sonnmar] (NSC)
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01-18-2025, 07:16 PM,
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Eisu Ap Comux
auch " Claudius Dobunnus Minor"
  
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RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee
Eisu Ap Comux lächelte glücklich, als ihn Lady Gerwina ihren "Brummbär" nannte, diesen Namen hatte er sich selbst auf dem Gartenfest gegeben, als er kein fröhlicher Gesellschafter gewesen war. Mahnte sie ihn nun wieder, sich keine Sorgen um noch ungelegte Eier zu machen?
"Der König kennt seinen hochmütigen Sohn gut. Es ist auch wirklich tragisch, dass solch ein Krieger kein König werden wird, da sich die Zeiten geändert haben und wir nun alle Rom gehorchen"
Eisu nahm Lady Gerwinas schmale Hand in die seinen:
" Du hast dir meine Worte gut gemerkt, edle Lady Gerwina: Der See Gweder hat nicht immer Recht. Er zeigt uns nur eine Zukunft, die sein könnte, nicht immer die, die sein wird. Ich hoffe sehr, dass bei Prinz Inam die Klugheit größer ist als sein Ehrgeiz. Du weißt, dass mein Vater Comux der Wagenlenker des Königs ist. Das ist das zweithöchste Amt bei uns, der stolze Mann, der den Streitwagen des Königs lenkt. Doch langsam wird mein Vater alt. Ich werde ihm nachfolgen auf dieser Position, bis es keinen Dobunnikönig mehr gibt", Eisu Ap Comux drückte die Hand seines Gastes und führte sie an seine Lippen:
"Ich wollte, dass du diese mögliche Zukunft kennst, damit du dich entscheiden kannst, ob du mit einem Brummbären zusammen sein möchtest oder die sicheren Mauern des Gabinierhofes vorziehst. Das die Herrin vom See dir eine schöne Zukunft weissagt hat, macht auch mich glücklich, um so mehr, dass ich darin eine kleine Rolle spielen darf.
Nun möchte ich dir etwas Heiteres erzählen, damit du siehst, dass meine Freundschaft zu den Römern ungetrübt ist: Ich habe den jungen Frowin hier, den Wagenlenker der Blauen. Wir haben trainiert, und bald wird Furius Saturninus hier eintreffen, und sein Wagenlenker und ich werden ein Freundschaftsrennen gegeneinander fahren. Würdest du mir die Ehre erweisen, dabei meine Farben zu tragen, liebste Lady Gerwina?"
Eisu Ap Comux lachte die Gabinia liebevoll an. Wenn sie in aller Welt seine Farben trug, so war das so gut wie ein Bekenntnis, dass sie zusammen gehörten.
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01-19-2025, 03:33 PM,
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Gabinia Clara
genannt Gerwina
  
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RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee
Die Sonne hatte bereits den Zenit überschritten und eine angenehme Brise wehte von dem See Gweder zu den beiden herüber. Für Gerwina war das ein gutes Zeichen, die Herrin war ihr und ihrem Fürsten wohlgesinnt und sie lächelte ihren Brummbär zärtlich an. Sie freute sich, dass Eisu Ap Comux sich an diesen Namen noch erinnerte, den er sich selbst damals auf dem Gartenfest gab, weil er Kummer hatte und Gerwina hat ihn mit einem Lied getröstet.
"Dem hochmütigen Sohn des Königs wird nichts passieren, solange er auf dem Hof lebt. Aber wenn er in irgendeinen Krieg ziehen möchte, wohin auch immer, da kann ihm keiner helfen".
Gerwina zuckte mit den Schultern, "Mach dir keine Sorgen, mein Fürst, wir leben hier alle in Frieden und ich hoffe, es wird keine neue Rebellion geben und hoffe auch, dass der kleine Prinz zur Vernunft zurückfindet".
Als Eisu Ap Comux ihre Hand drückte und zu seinen Lippen führte, spürte Gerwina die Gänsehaut am ganzen Körper und drückte auch sanft seine Hand, "Ich möchte sehr gerne deinen Vater kennenlernen, mein Fürst, und dass du ihm nachfolgen wirst, ist mir wohl bewusst und ich würde mich für den Brummbär entscheiden, wenn er das möchte. Und ja, die Herrin hat uns eine schöne Zukunft geweissagt..."
Dann erzählte Eisu, dass bald Furius Saturninus kommen wird und Eisu mit Frowin ein Freundschaftsrennen gegeneinander fahren werden. Auf den Patrizier freute sie sich besonders. Die beiden haben sich immer sehr gut unterhalten! Dabei lächelte sie in sich hinein und schaute dann Eisu ehrfürchtig an, "Es wird mir auch eine Ehre, deine Farben zu tragen, mein edler Fürst, und ich wünsche dir schon jetzt das Glück!"
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01-22-2025, 04:08 PM,
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Eisu Ap Comux
auch " Claudius Dobunnus Minor"
  
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RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee
" Gut, dann sei es so, edle Lady Gerwina. Ich werde so rasch wie möglich einen befreundeten Brautwerber meiner Wahl zu deinem Bruder schicken und darum bitten, dass du meine Frau werden kannst, denn wir sind uns beide einig geworden", er lächelte selig. Er war sehr verliebt. Doch eine Heirat, bei der nicht einer mit dem anderen weggelaufen war oder die nur für Jahr und Tag sein sollte, war über die Gefühle hinaus auch eine Verbindung zweier Familien. Es mussten also Geschenke gerichtet werden, die die Wertschätzung der Comux- Familie für die Gabinier ausdrückten. Eisu glaubte, Gabinius Secundus Geschmack zu kennen. Als erstes Geschenk würde er keines der Fohlen fordern, die sein Deckhengst zeugte, die gehörten ab heute ganz und gar seinem zukünftigen Schwager. Plötzlich war dieser wohlhabend, ohne es noch zu wissen. Eisu Ap Comux verriet es aber Gabinia Clara nicht, das sollte eine Überraschung werden.
" Ich bin so glücklich, dass ich es kaum sagen kann", wieder nahm Eisu Ap Comux Claras beide Hände in die seine. Er hatte die beste, die schönste Frau errungen, und sie war gesegnet von der Herrin des Sees:
"Ich würde unser Versprechen mit einem Kuss besiegeln. Doch hier gibt es allzu viele Augen, die auf uns ruhen. ich hoffe auf eine etwas privatere Gelegenheit", sprach Eisu Ap Comux leise. Verlangend ruhte sein Blick auf Claras schöngeschwungenen Lippen. Wie gerne hätte er seine zukünftige Braut jetzt bereits geküsst.
" Ich werde dir eine Schärpe auf dein Zimmer schicken, meine Lady Gerwina", sprach er: "Es ist mir eine Ehre, dass du meine Farben tragen möchtest"
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01-24-2025, 06:08 PM,
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Gabinia Clara
genannt Gerwina
  
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RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee
Ja, Gerwina hat sich für ihren Fürsten entschieden und, da sie sich nun einig waren, wollte Eisu ihrem Bruder einen Brautwerber schicken, um ihn um ihre Hand zu bitten. Seine Worte machten sie glücklich und so wie er sie ansah und anlächelte, berührte es sie immens. Ihre smaragdgrünen Augen glänzten voller Freude und sie strahlte ihren Fürsten an.
"Ich bin auch sehr glücklich, mein Fürst", sagte sie leise, sie war sehr verliebt in diesen Mann, den ihr die Herrin des Sees gezeigt hatte. "Mein Bruder wollte später deiner Einladung folgen, also ich denke, er wird bald kommen".
Als Eisu ihre Hände in seine nahm und sagte, dass er würde ihr Versprechen mit einem Kuss besiegeln, hatte Gabinia das Gefühl wieder zu träumen. Ihr Gesicht hat angefangen zu glühen und ihr Herz machte die Sprünge, aber leider waren es viele Menschen da und es blieb nur Hoffnung auf eine private Gelegenheit. Und so saßen sie nebeneinander und lassen ihre Hände nicht mehr voneinander los. Gerwina blickte in seine wunderschönen blauen Augen und begann dann leise das Lied zu singen, das sie gedichtet hat, als sie unterwegs ins Dobunni Land war:
"Mit deinen blauen Augen
Siehst du mich lieblich an,
Da wird mir so träumend zu Sinne,
Daß ich nicht sprechen kann.
An deine blauen Augen
Gedenk ich allerwärts; -
Ein Meer von blauen Gedanken
Ergießt sich über mein Herz."*
*Heinrich Heine.
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