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[Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee - Eisu Ap Comux - 12-05-2024 Glassee, Spiegelsee* nennen die Einheimischen den kreisrunden See, der in den blauen Bergen oberhalb des Comux- Gutes liegt. Manche sagen, dass wenn man offenen Geistes in das Wasser blickt, der See einem seine Zukunft verrät. * Das Wort gweder bedeutet auf kymr. Glas. Der See selbst entspringt der Phantasie des Autors ![]() ** Abbildung erstellt mit Perchange AI Image Generator RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee - Eisu Ap Comux - 12-05-2024 Am nächsten Tag erhoben sich Herbstnebel von den nahen Hügeln, doch die Luft war rein und frisch, und es würde, wenn die Kraft der Sonne die Nebel durchbrach, noch einmal ein schöner Herbsttag werden. Nur die Berge schienen zum Greifen nahe, und Eisu Ap Comux rechnete für den nächsten Tag mit Regen. Er trug eine gewöhnliche Tunika, doch darüber einen Reno, einen ärmellosen schwarzen Pelzmantel, der Brust und Rücken bedeckte. Sein Pferd hieß Camulorix, ein schwarzbrauner Hengst wie dessen Bruder Peredur auch einer der zwei Pferde, die der keltische Gutsherr besonders liebte. Aber auch Lady Gerwina, die er hoch zu Ross erwartete, kam ja aus einem pferdeverrückten Haushalt und hatte darum gebeten, Argante, die geheimnisvolle graue Stute reiten zu dürfen. Fünf seiner Männer, ebenfalls beritten, näherten sich von den Weiden. Sie sollten Eisu und Gabinia Clara zu deren Schutz begleiten. Auch Durs und Grunja würden ihrer Herrin auf einem ihrer eigenen Pferde, einem großen starken Tier namens Sarolf, Gesellschaft leisten. Grunja hatte sich erst vor einem so langen Ritt ins Unbekannte gefürchtet, doch dann einverstanden erklärt, hinter Durs aufzusitzen und sich an ihm festzuhalten. Ganz hinten auf der Weide glänzte silbrig graues Fell, eine zierliche Stute hatte ihre Beine in den Boden gestemmt, den Schwanz erhoben und schaute zu ihnen hin. Ab und zu verschwand sie im Nebel. Es war kein Wunder, dass manche Leute behaupteten, die Ceffylau dŵr hätten sie gezeugt. Eisu Ap Comux beschattete mit seiner Hand seine Augen und hielt nach Gabinia Clara Ausschau. RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee - Gabinia Clara - 12-08-2024 Ausgeschlafen und gut gelaunt machte sich Gerwina mit Hilfe von Grunja fertig zum Ausflug. Dann kam auch Niska und begleitete beide Frauen zum Weideland. Der morgendliche Nebel verbreitete sich über die Landschaft und es war noch ziemlich kühl. Gerwina trug ihr warmes, bodenlanges Reisekleid, das Grunja sorgfältig sauber gemacht hatte und, anstatt ihres Pelzmantels, die meergrüne Paenula angezogen hat, die sie mit einer Bronzefibel unter ihrem Kinn schloss und die Haare ließ sie in dicken Locken über ihre Schultern fallen. ![]() Auf der Weide erblickte Gerwina ihren Knecht Durs, der neben einem Pferd stand und es so aussah, als ob die beiden sich leise unterhielten. Gerwina kam näher und vermutete, dass es die Argante war, die Eisu für sie bestimmt hatte, denn ihr seidiges Fell glänzte silbern in Sonnenstrahlen, die bereits versuchten, die Nebelschwaden durchzubrechen. Sie blieb zuerst entfernt stehen und betrachtete zufrieden die anmutige Stute. Sie hatte lange und dichte Mähne und der Schweif reichte fast bis zum Boden. Langsam ging Gerwina auf das Pferd zu, "Grüße dich, schöne Argante", sagte Gabinia leise mit sanfter Stimme, dann streckte sie ihre Hand zu den Nüstern des Pferdes aus und hielt sie zu schnuppern hin. Anscheinend mochte auch Argante die junge Frau, die richtete ihren Ohren auf, sah Gerwina mit ihren großen Augen neugierig an und grüßte sie mit einem leisen Wiehern. Durs flüsterte unterdessen, dass das Pferd keineswegs widerspenstig ist und die Herrin könnte es bedenkenlos reiten, dabei gab er ihr einen Apfel, den Gerwina dem Tier anbot. Die Stute schnaubte entspannt, nahm vorsichtig den Apfel aus Gerwinas Hand und aß es genüsslich. Danach hob Durs seine Herrin auf die Stute hoch, die keine Schwierigkeiten machte und Gerwina, die nun elegant auf dem Damensattel saß, ritt im leichten Trab durch den Nebel ihrem Fürsten entgegen, den sie auch bald erreichte und breit lächelte: "Guten Morgen, mein Fürst!" RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee - Eisu Ap Comux - 12-09-2024 Im Gegensatz zu einigen seiner eigenen Leute, die behaupteten dass Argante ein Feenpferd wäre, schien Gabinia Clara nichts von solchen Ängsten zu halten. Mit offenem Haar und einem langen Mantel als sei sie selbst eine Elfe, näherte sie sich der grauen Stute. Durs hatte Sarolf zu ihr hin gelenkt, war abgestiegen und nun sah Eisu Ap Comux, dass sich sein Gast und ihr Germane leise unterhielten. Clara reichte Argante einen Apfel, und dann schien sie mit dem Pferd Freundschaft geschlossen zu haben, denn es ließ sich ohne Schwierigkeiten besteigen. Clara ritt im Damensitz und kam nun auf den Fürsten zu. Eisu Ap Comux strahlte ihr entgegen: " Sei gegrüßt Lady Gerwina! ", sagte er: "Ich sehe, dass du meine kleine Argante schon erobert hast. Wen hier nicht an meinem Hof, sage ich nur. Wir müssen jetzt zwei Stunden bergauf reiten, doch wenn es das Wetter gut mit uns meint, so lichtet sich oben der Nebel und wir können im Sonnenschein picknicken" Er ritt nun neben ihr, und nun erzählte er Gabinia Clara, was es mit den Ceffylau dŵr auf sich hatte: " Die Ceffylau dŵr sind Wasserpferde, Feenpferde, die an Gewässern, Flüssen oder auch im Meer wohnen. Sie erscheinen in Gestalt von edlen, jedoch kleinen graufelligen Pferden, und auch wenn die Sonne scheint, sind sie immer von Nebel umgeben. Den Menschen sind sie manchmal freundlich gesinnt, dann erscheinen sie und verhelfen ihnen zur Flucht vor ihren Feinden. Aber manchmal erschrecken sie sie auch und ertränken sie im Wasser. Viele glauben, dass sie sich mit unseren Pferden paaren. Dann gibt es Pferde wie unsere Argante. Aber ich glaube nicht daran", Eisu Ap Comux verbesserte sich: " Ich glaube nicht daran, dass Argante von ihnen abstammt. Denn ich kenne Mutter und Vater der kleinen Stute. Das es die Wasserpferde gibt, weiß ich jedoch, denn ich habe sie am See Gweder schon gesehen" Er zügelte sein Pferd: "Verzeihung, ich wollte dir keine Furcht einjagen, Lady Gerwina. Wenn wir zusammen bleiben, wagen sich die Ceffylau dŵr für gewöhnlich nicht in unsere Nähe" Aufmerksam schaute er Clara an, er wollte die liebliche Gabinia keinesfalls ängstigen. Aber so wie sie auf Argante zugegangen war, schien sie ihm ohnehin keine ängstliche Frau zu sein. RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee - Gabinia Clara - 12-11-2024 Eisu Ap Comus grüßte Gerwina, als sie ihn erreichte und strahlte sie an. Er sah sehr gut aus in seinem ärmellosen schwarzen Pelzmantel, vermutlich war es einmal ein Bär, dachte sie und schmunzelte. "Deine kleine Stute hat bereits auch mein Herz erobert", dabei kraulte sie Argante zwischen den Ohren und streichelte leicht ihren anmutigen Hals. Dann legte Gerwina ihren Kopf zurück und betrachtete den Himmel: "Ich hoffe, das Wetter wird uns wohlgesonnen sein, mein Fürst, und die Sonne vertreibt den Nebel endgültig!" Während die beide nebeneinander ritten, erzählte Eisu Ap Comux diese unheimliche Geschichte über die Wasserpferde, genannt "Ceffylau dŵr", "Das ist eine schaurige, aber faszinierende Geschichte und ich bin mir ziemlich sicher, dass du es nicht glaubst, dass Argante von ihnen abstammt, sonst hättest du mir nicht so ein bösartiges Reitpferd vorgeschlagen, das mich in Gefahr bringen könnte, nicht wahr, mein Fürst... ?" Gerwina blickte direkt in seine blauen Augen, "Denn, ich bin dein Gast und stehe daher unter deinem Schutz." Auf einmal zügelte der Fürst seinen Hengst und bat sie um Verzeihung, dabei sah er sie aufmerksam an. Gerwina, etwas verlegen, sagte mit einer sanften Stimme: "Du hast mir keine Furcht eingejagt, edler Eisu Ap Comux, und solange du an meiner Seite bist, werden sich keine bösen Mächte in unsere Nähe wagen". Und dann ritten sie im gemäßigten Tempo los, immer bergauf... RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee - Eisu Ap Comux - 12-12-2024 "Ich und jeder Mann hier würden dein Leib und Leben mit seinem Leben verteidigen, Lady Gerwina", erwiderte Eisu Ap Comux ruhig und mit großer Sicherheit: "Dennoch freut es mich, dass du keine Vorbehalte gegen die kleine Argante hast", er lächelte Gabinia Clara an. Dann begang der Aufstieg und nun ritten sie langsam, um die Pferde nicht zu verausgaben. Höher und höher schraubte sich der Weg. Zwischendrin gerieten sie in eine Nebelwand, und die vielen kleinen Wassertröpfchen kräuselten Haare und Bart. Dann aber wichen die grauen Schwaden und entblößten einen blauen Himmel. Die Sonne wärmte sogar ein wenig. Und sie tat gut, die Reiter reckten und streckten sich, und Grunja, die als es nahe am Abgrund die Augen geschlossen hatte, öffnete sie nun und lächelte: "Wie schön es hier ist, Herrin", sagte sie zu Clara. Schön war es tatsächlich, denn der See Gweder lag in einer Talsenke inmitten der Berge. Da der Himmel blau war, leuchtete auch er wie ein blaues Auge. Eisu Ap Comux hob eine Hand, um seinem Gast vom Pferd zu helfen. Seine Männer machten umweit, jedoch nicht direkt beim Wasser, ein Feuer und fingen an, das Essen vorzubereiten. Dabei achteten sie aber darauf, den See nicht zu verschmutzen. Niemand trübte den Gweder, dem seltsame Kräfte zugeschrieben wurden. Der Keltenfürst begleitete Gabinia Clara bis zum Ufer. Dann blieb er aber eine Armlänge entfernt stehen und wies auf die glatte Oberfläche des Gweder. "Bitte schau hinein, Lady, denn das Wasser ist ungetrübt und wie ein Spiegel an solch schönem Tag. Mag sein, dass er dir deine Zukunft verrät" RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee - Gabinia Clara - 12-30-2024 "Daran habe ich nie gezweifelt, mein Fürst, und natürlich habe ich keine Vorbehalte gegen die Argante, die ist was Besonderes und ich habe sie schon liebgewonnen, als ich sie zum ersten Mal sah", Gerwina blickte Eisu an und schenkte ihm auch ein Lächeln. Nach einem beschwerlichen Aufstieg erreichten die Reiter den See Gweder, der so malerisch in einer Talsenke lag, von blauen Bergen umgeben. Gerwina schaute sich um und war sichtlich beeindruckt vom atemberaubenden Berglandschaft. Der Himmel war wolkenlos und spiegelte sich im Wasser, das so blau leuchtete, wie die Augen von Eisu Ap Comux, der gerade Gabinia vom Pferd half. "Es ist sehr schön hier, mein Fürst, und die ganze Umgebung ist einfach sagenhaft, sogar Grunja hat es gefallen". Eisu begleitete dann die junge Frau bis zum Ufer, denn er wollte, dass sie in diesen traumhaften See hineinschaut. Gerwina sah aber nur ihr Spiegelbild und lächelte, die widerspenstigen Locken fielen ihr ins Gesicht und sie machte die, so gut es ging, wieder in Ordnung. Eisu Ap Comux stand nicht weit von ihr und sie blickte ihn an: "Ich sehe nur mein Spiegelbild, mein Fürst, aber ich versuche es noch mal", Gerwina beugte sich vor und ließ ihren silbernen Reif, den sie gerade von ihrem Arm abnahm, auf dem Wasser gleiten, der gleich von der Oberfläche verschwand und, als die Sonnenstrahlen auf den See fielen, beugte Gerwina sich noch tiefer vor und konnte ihren Armreif, der auf dem Grund landete, umgeben von bunten funkelnden Steinchen, deutlich sehen. Für sie hieß es, dass die Herrin des Sees, ihr Opfer angenommen hatte und sie in die Tiefen ihres Reiches blicken ließ. In diesem Moment fiel die junge Frau in eine Art Trance und konnte ihre Umgebung nicht mehr wahrnehmen. Sie hörte eine sanfte Stimme in ihrem Kopf, die ihr in ihrer Sprache sagte, sie sollte ihre Mutter besuchen, denn sie ist krank. Gerwina spürte, wie ihr Herz sich zusammenzog und weinte leise, wagte aber nicht zu fragen, ob ihre Mutter diese Krankheit überleben wird, denn sie hatte Angst vor der Antwort. Stattdessen fragte sie, was sie in der Zukunft erwartet und nach einer Pause sagte die liebliche Stimme, "Deine Zukunft, Gerwina Sonnmars Tochter, musst du dir selbst gestalten, aber, weil du so traurig schaust, zeige ich dir den Vater deiner Kinder" und Gerwina sah klar und deutlich, aber nur einen Augenblick lang, Eisu Ap Comux, der sie anlächelte. Danach war nichts mehr zu sehen und als sie aus ihrem Trancezustand erwachte, sah sie nur die glatte blaue Oberfläche und ihr Spiegelbild wieder. Sie fühlte sich etwas schwach und setzte sich auf einen flachen Stein am Ufer. Ich habe das alles bestimmt geträumt, dachte Gabinia. Dann bemerkte sie, dass etwas auf dem Boden glitzerte. Sie nahm es in die Hand und erkannte ein kleines grünes Steinchen, das sie auch auf dem Grund des Sees sah. Also, es war doch kein Traum, es war ein Geschenk von der geheimnisvollen Herrscherin des Gweder Sees. Sie hielt es fest in der Hand und eine Wärme verbreitete sich in ihrem Körper. Sie schaute mit verklärtem Blick Eisu Ap Comux an, den zukünftigen Vater ihrer zukünftigen Kinder, wie die Herrin des Sees es ihr weissagte, und der immer noch an der gleichen Stelle stand. In seinem Bärenmantel sah er stark und umwerfend aus und Gerwina lächelte zufrieden in sich hinein. Dann reichte sie dem keltischen Fürsten ihre Hand, damit er ihr aufzustehen half: "Mir ist ein bisschen schwindelig, mein Fürst, und ich hätte gerne etwas zu trinken ..." RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee - Eisu Ap Comux - 01-01-2025 Wie in seiner ersten Vision stand Gabinia Clara am Rande des Sees Gweder. Ihr Haar leuchtete wie goldener Weizen, ihre Augen hatten die Farben des Meeres, das sich immer wieder veränderte. Und plötzlich griff sie nach ihrem silbernen Armreif, nahm ihn ab und warf ihn gerade in die Mitte des Sees, wo er versank. Ihr Blick war auf die glatte Oberfläche des Spiegelsees gerichtet. Sanft kräuselten sich die Wellen noch dort, wo ihre Opfergabe verschwunden war. Und dann zeichnete sich auf ihrem schönen Gesicht eine so tiefe Traurigkeit ab, dass Eisu Ap Comux erschrak. Er konnte nicht anders, er eilte zu ihr: "Was ist mit dir, Lady Gerwina?", fragte er. Sie setzte sich auf einen der großen grauen Steine am Ufer. Dann schaute sie auf. In ihrem Blick lag etwas Rätselhaftes, als würde sie eher hierhergehören, zu den Feen, obgleich sie doch fremd in diesem Land war. Es war Liebe und noch etwas anderes, was Eisu noch nicht zu lesen wusste. Er winkte Grunja: "Bitte bring deiner Herrin einen Becher Wasser", sagte er der Dienerin. Dann reichte er ihr seine Hand, doch anstatt ihr aufstehen zu helfen, nahm er ihr - ihre schmale Hand in seiner - gegenüber Platz: "Willst du mir anvertrauen, was dich hier erschreckt und was dich danach jedoch erfreut hat, edle Lady Gerwina?", sagte er schließlich, und er schaute sie forschend und dabei liebevoll aus seinen blauen Augen an. Ihre Farbe glich dem See vor ihnen, wenn über ihn das Wolkenspiel glitt. RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee - Gabinia Clara - 01-04-2025 Eisu Ap Comux näherte sich Gerwina und wollte wissen, was mit ihr los ist und schickte Grunja das Wasser zu holen. Gabinia schwieg einen Moment, denn erst jetzt hat sie realisiert, was sie eben erlebt hat und schaute sich um, um sicherzustellen, dass sie nicht mehr träumt. Es war wärmer geworden, die Sonne beleuchtete die blauen Berge und spiegelte sich im See. Die herbstlichen Bergblumen verbreiteten einen leichten, lieblichen Duft und Gerwina fühle sich nicht mehr fremd in diesem schönen Land. Sie holte tief Luft und als Eisu ihre Hand in seine nahm, setzte er sich ihr gegenüber und sah sie forschend an. Gerwina nickte, "Mein Fürst, vielleicht habe ich es alles nur geträumt, aber ich werde dir trotzdem erzählen, was ich gesehen habe", sagte sie leise und fuhr fort: "Nachdem mein Armreif im See versunken war, öffnete sich die Wasseroberfläche und ich konnte auf den Grund des Sees blicken, wo mein Reif zwischen bunten Edelsteinchen landete und hörte die sanfte Stimme in meinem Kopf, die mir in meiner Sprache sagte, dass meine Mutter krank sei und das hat mich erschreckt. Ich hatte aber Angst zu fragen, ob sie wieder gesund wird". Gerwina schwieg kurz und seufzte, "Ich habe dann gefragt, was mich in der Zukunft erwartet, aber die Herrin des Sees, die mich nun mit meinem germanischen Namen nannte, sagte, ich sollte mir meine Zukunft selbst gestalten, aber sie hatte anscheinend doch Erbarmen mit mir und zeigte mir..." hier machte die junge Frau eine Pause und schaute Eisu Ap Comux, der fragte, was sie dann jedoch erfreut hat, in die Augen, die so schön blau waren, wie der See Gweder: "... dein Antlitz, mein edler Fürst", fügte sie leise hinzu. Was die Seeherrin noch dazu sagte, behielt Gerwina für sich, wenn die Weissagung sich erfühlen wird, dann wird sie ihm dann das offenbaren. RE: [Dobunniland] Lady Gerwina am Spiegelsee - Eisu Ap Comux - 01-05-2025 Eisu Ap Comux sah Gabinia Clara mitfühlend an: "Deine Frau Mutter, lebt sie denn weit von hier?", fragte er: "Wir könnten anspannen lassen und sie besuchen, wenn du die Sorgen machst. Vermutlich ist sie jedoch gesund und guter Dinge. Der See Gweder hat nicht immer Recht. Er zeigt uns nur eine Zukunft, die sein könnte, nicht immer die, die sein wird" Er legte seine warme Hand beruhigend auf die ihre, und als sie sagte, dass sie ihn im See gesehen hatte, lächelte er und seine blauen Augen blitzten: "Auch ich habe dich schon einmal gesehen, ohne zu wissen, dass du es warst. Eine Frau mit Haaren wie ein Weizenfeld und Augen so wandelbar wie die See. Ich dachte, es sei eine Frau aus den Elfenhügeln. Ich war traurig, dass dieses Bild nie Wirklichkeit werden würde, bis ich dich auf dem Gabinierhof getroffen habe. ", sagte er: "Und nun schau nur!" Er nahm ihre Hand und beugte sich vor, hielt Gabinia Clara jedoch fest, so dass sie beim Vorrüberneigen nicht das Gleichgewicht verlieren konnte. Aus der spiegelglatten Oberfläche sahen ihnen ihrer beiden Gesichter entgegen, ein mit goldenem Haar umrahmtes weibliches, ein es mit Kupferhaar umrahmtes männliches: "Sehen ein Mann und eine Frau nämlich gemeinsam in den Gweder, bringt es großes Glück und der Segen der Herrin vom See. Sie hat sogar mit dir gesprochen. Das hat sie mit sehr wenigen Menschen getan. Ach, Lady Gerwina. Wie sehr wünschte ich mir, dass du bei mir bliebest! Wie sehr wünsche ich uns beiden das Glück, welches dieser Tag verspricht. Aber bevor wir ... uns vielleicht versprechen und ich bei deinem edlen Herr Bruder um deine Hand bitten könnte, so muss ich dir von einer anderen Vision erzählen, die ich an dieser Stelle hatte" Nun flog ein Schatten über Eisu Ap Comux Miene. Rasch fügte er hinzu: "Sie hat nichts mit dir zu tun, Lady Gerwina. Aber du musst sie kennen, bevor du vielleicht dein Leben mit dem meinen verflichst" Er war ernst geworden, fast traurig. Denn was wenn Lady Gerwina sich erschrak und abreisen wollte? |