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RE: Volksfest anlässlich des Regierungsjubiläums des Kaisers - Marcus Iulius Cato - 08-04-2023 Bei diesem lauten Bumm zuckte auch Iulius Cato der Tribun zusammen. Seine Haltung straffte sich, seine Blicke streiften Prüfend umher. Was er da hörte kam bestimmt nicht von einer natürlichen Ursache. Noch ehe er etwas sagen konnte nahm seine Angebetete ihm ab, was er sagen wollte. „Mein Augenstern, ich danke dir für deine Verständnis und deinen Weitblick. Ja ich muss los um die Ursache zu erforschen. Doch die vier hier“, dabei wies er zu den Legionären, „werden euch begleiten und mir berichten ob ihr wohlbehalten nach Hause gekommen seid. Mögen die Götter über euch wachen.“ Sorgenvoll streifte seine Augen ihr Antlitz, ehe er sich umdrehte und den Weg eilig mit langen Schritten zurückging.
RE: Volksfest anlässlich des Regierungsjubiläums des Kaisers - Marcus Iulius Cato - 08-04-2023 (07-31-2023, 01:22 PM)Titus Ovidius Decula schrieb: Der Ruf Feuer rangierte in der Kategorie "Sie kommen!" Es gab wenig, was gefährlicher war. Während in Rom das Gesetz lautete, dass zumindest das Parterre aus Holz gebaut werden musste, galt das für Britannien nicht. In Iscalis bestand sehr viel aus Holz, und wir hatten einen langen, trockenen Sommer hinter uns.<<<< Auf seinem Rückweg entdeckte der Tribun Iulius eine Gruppe Legionäre vor sich die merkwürdig gut gelaunt waren. Denen steht eher der Sinn nach feiern, als nach Ordnung schaffen und Hilfe geben, überlegte er und verfolgte sie. Er wollte wissen was sie vorhatten, auch wenn er nicht wusste was ihn im Zentrum der Unruhe erwartetet.
Bald schon sah er sie stehen bleiben, ganz so als ob sie jemanden suchten, was hatten sie vor? Wollten sie plündern? Nein sie hatten Ovidius entdeckt und sprachen diesen an.
Iulius selber sah Mettius der sich auf seinem Befehl immer in der Nähe von Tribun Ovidius aufhielt. Er rief diesen zu sich. „Eile zur Castra zurück und benachrichtige die, sechste und siebte Centurie, sie sollen sofort auf meinem Befehl hin nach Iscalis aufbrechen, die Fünfte solle verstärkt die Castra bewachen und alle anderen sollen sich in Alarmbereitschaft halten. Tribun Iunius hat dort während meiner Abwesenheit den Oberbefehl.“
Cato wollte hier vor Ort bleiben und alles genau beobachten. Um die Taberna “Zum weißen Pferd" tummelten sich zu viele Menschen, dorthin wollte er sich vorarbeiten.
RE: Volksfest anlässlich des Regierungsjubiläums des Kaisers - Legionär - 08-04-2023 Mettius salutierte, als er den Tribunus Prolegato erblickte. Er selbst hatte sich beim Löschen zurückgehalten. Das herumspritzende Feuer war ihm unheimlich. Sowas hatte er noch nie gesehen: "Befehl verstanden, Oberbefehlshaber", schnarrte er . Er requirierte von einem zeternden Kelten ein Pferd: "Den Gaul bekommst du wieder!", dann machte er sich eiligst auf den Weg zur Castra. >>> RE: Volksfest anlässlich des Regierungsjubiläums des Kaisers - Licinianus Owain - 08-05-2023 (08-02-2023, 08:13 PM)Liciniana Aglaia schrieb: Wir waren kaum fünf Schritte weit gegangen, als Owain anfing, sich zu entschuldigen. Ich wollte ihm eigentlich doch ein wenig meine Meinung sagen, und die wäre nicht ganz so romantisch gewesen wie unsere übliche Konversation. Aber so weit kam es nicht. Auf einmal erschallte ein ohrenbetäubend lauter Knall, der sogar das Geknutsche und Gestöhne der Umgebung übertönte, und kurz darauf sah ich weißes Feuer in den dunklen Himmel steigen. So schnell war mein Verhalten auf dem Fest zur Belanglosigkeit geworden! Zum Glück war sie unversehrt! Das war im Augenblick viel wichtiger, denn sie trug unser Kind unter dem Herzen. Wenn ihr etwas passiert wäre und ich hätte es verhindern können, hätte ich mir das nie verzeihen können. Aber nein, sie hatte nur ihren Schuh verloren. Sie wollte ihn schon suchen gehen, begriff aber dann doch den Ernst der Lage, als sie die flüchtenden und schreienden Menschen sah. Eine solche Feuersbrunst hatte ich noch nie erlebt. Und diese riesigen hellen Flammen, die den Nachhimmel beleuchteten! Als wäre es ein Wink der Götter! Nur Götter konnten ein solches Feuer entfachen. Aglaia zitterte am ganzen Körper. Sie hatte fürchterliche Angst und wollte verständlicherweise sofort nach Hause. Sie sorgte sich um ihre Familie und um die anderen Bewohner, die im Haus des roten Mondes lebten. Ich nahm sie in meine Arme, um sie zu beruhigen. Sanft küsste ich sie. "Hab keine Angst! Ich bringe dich zu ihnen. Komm, ich trage dich nach Hause!" Ich schwang sie auf meine Arme und begann loszulaufen. Mit nur einem Schuh kamen wir langsamer voran. Außerdem wollte ich nicht, dass sie sich am Fuß verletzte, falls sie in eine Scherbe trat. Ich lief und lief und versuchte irgendwie zur Casa zu kommen. Wie es schien, war das Feuer im Händlerviertel ausgebrochen. Ich hoffte, dass es sich nicht noch auf andere Teile der Stadt ausbreitete! Doch die Götter hatten Mitleid mit Aglaia und allen, die mit ihr unter einem Dach lebten. Die Casa war unversehrt geblieben! RE: Volksfest anlässlich des Regierungsjubiläums des Kaisers - Titus Ovidius Decula - 08-11-2023 (08-02-2023, 05:08 PM)Iuventia Fabata schrieb: Ich hatte mich gerade für eine Pause auf einem Hocker zwischen den Fässern hinter dem Ausschank hingesetzt, als plötzlich die Erde bebte und nur kurz darauf wilde Panik ausbrach und einige Leute "Feuer!" schrien. Einige flüchteten, andere drängten näher um das Spektakel zu beobachten. Einige nutzten allerdings die Gelegenheit und wollten die Stände plündern, während die Soldaten anderswo beschäftigt waren und allgemeines Chaos herrschte. Sowohl mein Mann als auch mein Schwager und meine Neffen waren in Richtung des Brunnens mit Eimern gelaufen, was mich mit den Kindern und meiner Cousine hier alleine ließ. Wir taten das, was wir sollten: Wir sorgten für Ordnung. Mittlerweile gab es Plünderungen. Die Zivilisten, die verängstigt waren, schickte ich zur Zivilverwaltung, wo die Frau des Princeps Officii Hilfe und Unterkunft organisierte. Die Taberna hatte man verbarrikadiert. Eine Gruppe volltrunkener Männer, die sich wie Barbaren benahmen, obwohl es Römer waren, johlten: "He Wirtin, wie alt sind deine Töchter! Lass dich mal sehen!", und sie versuchten, den schweren Tisch zu entfernen. "Gesindel!", ich zog den ersten von der Barrikade weg und verpasste ihm eine Maulschelle: "Verzieh dich!" Meine Männer wirkten bedrohlich genug, so dass die Meute sich trollte. Ich nickte höflich. Wirtinnen waren für gewöhnlich infam, doch Iuventia Fabata hatte den Ruf, eine anständige und treue Frau zu sein: "Salve Bürgerin. Hier ist es nicht sicher für dich und deine Kinder. Im Garten der Zivilverwaltung seid ihr besser aufgehoben. Kommt besser mit uns" RE: Volksfest anlässlich des Regierungsjubiläums des Kaisers - Wicho - 08-14-2023 (08-01-2023, 12:54 PM)Flavianus Pytheas schrieb: ChronistFanal Wicho war in der Casa Octavius damit beschäftigt noch einige Notizen zu den Heilkräutern zu ergänzen, als er dieses seltsam lautes Bumm hörte und gleich darauf spürte wie der Boden unter seinen Füßen leicht erbebte. Verwundert hob er seinen Kopf und lauschte. Merkwürdig man könnte meinen einer dieser feuerspeienden Berge wäre aktiv geworden, doch die gab es hier in der Gegend nicht. Später wollte er noch zu dem Stadtfest, doch zuerst wollte er noch alles fertig schreiben, denn bals war seine lehrreiche Zeit hier zu Ende und er würde zurückkehren zum Festland. Verwandten erwarteten ihn, sie brauchten seine Hilfe.
Nachdem der Gehilfe des Medicus Flavianus seine Sachen weggeräumt hatte, trat er vor die Türe und da roch er es. Es brannte und dunkle Rauchwolken zogen über ihn hinweg. Kaum war aus dem Schutz des Hauses herausgetreten hörte er das lärmende Geschrei von Menschen die Angst und in Panik waren.
Es war also in Iscalis geschehen, was würde sich noch zeigen, aber eins war sicher, seine Hilfe war nötig. Pytheas sein meister war in der Stadt und brauchte ihn und alles was man für die Wund- und Brandversorgung benötigt wurde. Das Maultier konnte er nicht als Transportmittel einsetzen, es würde sich so nahe am Feuer nur fürchten und in Panik geraten, also suchte er den fast kaum gebrauchten großen Rückenkorb und füllte ihn mit allem was er für wichtig hielt. Zum Schluss packte er noch ein paar von den scharfen Messern ein.
In Gedanken ging er noch mal alles durch, packte sich anschließend den großen Korb auf den Rücken und machte sich auf.
Irgendwann inmitten des Lärms, der Panik und den Befehlen brüllenden Soldaten entdeckte Wicho dann seinen Meister. „Noch zu Hause habe ich es erst spät bemerkt was geschehen ist. So schnell wie möglich habe ich alles zusammengepackt, von dem ich glaube, dass wir es brauchen.“
Schnell packte er alles Material aus und ordnete es gleichzeitig auf zusammengehörende Haufen. Und widmete sich sofort den verwundeten die sich um den Medicus herum einfanden oder zu ihm gebracht wurden.
RE: Volksfest anlässlich des Regierungsjubiläums des Kaisers - Flavianus Pytheas - 08-18-2023 (08-14-2023, 05:19 PM)Wicho schrieb: Pytheas war froh, als er Wicho erblickte, der endlich gekommen war, ihm zu helfen. Sie beide waren die einzigen zivilen Ärzte vor Ort, die Militärärzte kümmerten sich weitgehend nur um die Verletzungen der Soldaten, die beim Feuerlöschen durch herunterfallende Holzteile verwundet worden waren. Die Brandwunden, die die Leute davon trugen, waren seltsamer Natur, verursacht durch eine ölige Substanz, die auch auf dem Wasser weiter brannte und nicht mit Wasser zu löschen war. "Gut, dass du kommst, Wicho!", rief er ihm entgegen: "Kümmere dich bitte um die Verletzten! Dieses Feuer lässt sich nur mit Sand oder Wolldecken ersticken! Nimm keinesfalls Wasser!Wolldecken habe ich hier! Ich selbst muss etwas nachsehen" Mit einer leeren kleinen Amphore und einem Spatel bewaffnet näherte er sich der Stelle, an der die Explosion ihren Ausgang gehabt hatte. Er kratzte etwas von den Brandnestern mit seinem Spatel herunter und ließ das Ganze in die Öffnung der Amphore gleiten. So etwas Merkwürdiges hatte er überhaupt noch nie gesehen. Aber er war kein Experte für Brände. Ihn interessierte, das brennende Zeug von der Haut seiner Patienten herunterzubekommen. Bei denjenigen, die viel abbekommen hatten, fraß es sich förmlich durch bis aufs Fleisch, und er bezweifelte, diese Menschen retten zu können. |