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		<title><![CDATA[Forum - Marsfeld]]></title>
		<link>https://adlerchronik.de/</link>
		<description><![CDATA[Forum - https://adlerchronik.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2026 11:38:54 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Blauer Rennstall - Veneta- Dependance]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=763</link>
			<pubDate>Tue, 27 Aug 2024 09:23:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=3">Tiberius Furius Saturninus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=763</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/k4Qm9mMC/Wandschmuck-Veneta.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Wandschmuck-Veneta.jpg]" class="mycode_img" /></a><br />
</div>
<br />
Ein Teil der Provisorien, die zu den Festlichkeiten zu Ehren von Statthalter Petilius errichtet worden waren, hatten sich in feste Installationen verwandelt: Ein Versammlungsraum, dahinter das Gelände, auf dem der Übungsplatz entstehen sollte. Der ehemalige provisorische Circus sollte endlich einer festen Anlage aus Stein weichen. Saturninus dachte daran, einen Teil der Mineneinnahmen aus Dumnonia dafür zu opfern. Doch das war noch Zukunftsmusik.<br />
Gegenüber lagen das Vereinshaus und die Anlagen der <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Weißen</span>, die einfach zu prächtig waren. Ritter Montanus schien keine Mühe zu scheuen, und ja, an für sich waren Wagenrennen eine ritterliche Angelegenheit. Saturninus hatte sozusagen einen unstandesgemäße Leidenschaft dafür. Dabei war er in historischer Gesellschaft: Auch die Kaiser Caligula und Nero waren verrückt nach Wagenrennen gewesen.<br />
<br />
Der Versammlungsraum der Veneta war mit Tischen ausgestattet, die die Furiersklaven in Hufeisenform aufgestellt hatten. Es gab nur ein einziges Wandbild, welches aber hoffentlich bald durch Bilder, die die Siege der <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Venetos</span>, der blauen Wagenlenker, verherrlichten, ergänzt werden sollte.<br />
<br />
Am Kopfende des Hufeisens stand ein besonders bequemer Sessel, das war der Sitz des zukünftigen <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Dominus Factionis</span>, des Vorsitzenden der Circuspartei, welcher durch Abstimmung bestimmt werden würde. Daneben stand der Stuhl des <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Vicarius Domini Factionis</span>, seines Stellvertreters.          <br />
Beide Plätze waren noch vakant.<br />
<br />
Denn was heute stattfinden sollte, war die Neugründung sozusagen einer  <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Factio- Dependance</span> der Blauen in Iscalis.<br />
<br />
Saturninus als Initiator hatte an der Seite Platz genommen. Er würde jedoch zunächst nicht selbst reden, sondern ein gewisser Popilius, ein ehrwürdiger Angestellter der Zivilverwaltung und der Älteste hier. <br />
<br />
Mitarbeiter, Bekannte, Verwandte und Klienten, die nur einigermaßen Interesse am Rennsport hatten,  waren geladen worden und natürlich auch die Verwalter des Landgutes mit Frowin. Furianus Gadrianus würde den Blauen beitreten, das war schon beschlossene Sache.<br />
<br />
Die etwa achtzehn Männer, die gekommen waren, waren in blaue Togen gewandet oder zumindest in eine blaue Tunika oder trugen eine Armbinde in der Farbe der Veneta. Sie bewunderten das Bild, tranken Wein und erkundigten sich gegenseitig nach ihrem Befinden. Es herrschte, bis Popilius das Wort ergreifen würde, so ein bisschen die Atmosphäre eines geschäftigen Bienenstocks.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/k4Qm9mMC/Wandschmuck-Veneta.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Wandschmuck-Veneta.jpg]" class="mycode_img" /></a><br />
</div>
<br />
Ein Teil der Provisorien, die zu den Festlichkeiten zu Ehren von Statthalter Petilius errichtet worden waren, hatten sich in feste Installationen verwandelt: Ein Versammlungsraum, dahinter das Gelände, auf dem der Übungsplatz entstehen sollte. Der ehemalige provisorische Circus sollte endlich einer festen Anlage aus Stein weichen. Saturninus dachte daran, einen Teil der Mineneinnahmen aus Dumnonia dafür zu opfern. Doch das war noch Zukunftsmusik.<br />
Gegenüber lagen das Vereinshaus und die Anlagen der <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Weißen</span>, die einfach zu prächtig waren. Ritter Montanus schien keine Mühe zu scheuen, und ja, an für sich waren Wagenrennen eine ritterliche Angelegenheit. Saturninus hatte sozusagen einen unstandesgemäße Leidenschaft dafür. Dabei war er in historischer Gesellschaft: Auch die Kaiser Caligula und Nero waren verrückt nach Wagenrennen gewesen.<br />
<br />
Der Versammlungsraum der Veneta war mit Tischen ausgestattet, die die Furiersklaven in Hufeisenform aufgestellt hatten. Es gab nur ein einziges Wandbild, welches aber hoffentlich bald durch Bilder, die die Siege der <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Venetos</span>, der blauen Wagenlenker, verherrlichten, ergänzt werden sollte.<br />
<br />
Am Kopfende des Hufeisens stand ein besonders bequemer Sessel, das war der Sitz des zukünftigen <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Dominus Factionis</span>, des Vorsitzenden der Circuspartei, welcher durch Abstimmung bestimmt werden würde. Daneben stand der Stuhl des <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Vicarius Domini Factionis</span>, seines Stellvertreters.          <br />
Beide Plätze waren noch vakant.<br />
<br />
Denn was heute stattfinden sollte, war die Neugründung sozusagen einer  <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Factio- Dependance</span> der Blauen in Iscalis.<br />
<br />
Saturninus als Initiator hatte an der Seite Platz genommen. Er würde jedoch zunächst nicht selbst reden, sondern ein gewisser Popilius, ein ehrwürdiger Angestellter der Zivilverwaltung und der Älteste hier. <br />
<br />
Mitarbeiter, Bekannte, Verwandte und Klienten, die nur einigermaßen Interesse am Rennsport hatten,  waren geladen worden und natürlich auch die Verwalter des Landgutes mit Frowin. Furianus Gadrianus würde den Blauen beitreten, das war schon beschlossene Sache.<br />
<br />
Die etwa achtzehn Männer, die gekommen waren, waren in blaue Togen gewandet oder zumindest in eine blaue Tunika oder trugen eine Armbinde in der Farbe der Veneta. Sie bewunderten das Bild, tranken Wein und erkundigten sich gegenseitig nach ihrem Befinden. Es herrschte, bis Popilius das Wort ergreifen würde, so ein bisschen die Atmosphäre eines geschäftigen Bienenstocks.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Als Gladiatorenmedicus]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=612</link>
			<pubDate>Tue, 19 Dec 2023 12:47:54 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=5">Flavianus Pytheas</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=612</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/DZXb9Jng/Gladiator-jean-leon-gerome-mirmillon-a-gallic-gladiator.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Gladiator-jean-leon-gerome-mirmillon-a-g...diator.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite><span> (12-16-2023, 09:25 PM)</span>Marcus Nautius Philus schrieb:  <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?pid=8620#pid8620" class="quick_jump"></a></cite><span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Es war für Philus eine große Sache gewesen, dieses Großereignis organisieren zu dürfen und er hatte sich größte Mühe bei der Organisation gegeben. Nachdem das Wagenrennen schon nicht nach Saturninus‘ Vorstellungen gelaufen war, wurde diese Sache sogar umso wichtiger. Philus hatte zunächst mit den Behörden gesprochen, um mögliche Gladiatoren ausfindig zu machen. Dann waren da natürlich wackere Kelten, die sich einen Namen machen und Geld gewinnen wollten. Und natürlich gab es Sklaven. Diese armen Kerle hatten keine Chance und Philus fühlte sich schlecht dabei, sie hier abschlachten zu lassen, aber so funktionierten solche Sachen nun einmal. Manchmal wollten die Leute einfach nur einen Krieger durch Männer fegen sehen wie einen Bauern mit seiner Sense durch das Getreide.<br />
Die Aufstellung sah nunmehr so aus, dass es zwei römische Gefangene gab, zu Gladiatoren ausgebildet, sechs keltische Krieger und so viele Sklaven wie eben nötig war, um den Blutdurst der Leute zu befriedigen. Ein jeder hatte zuvor vor ihm aufführen müssen, was er konnte und Philus glaubte, dass die Aufstellung alle zufriedenstellen würde. Natürlich hoffte er, dass die Gladiatoren hier den Sieg davontragen würden, um die Überlegenheit der römischen Ausbildung über die keltische zu demonstrieren. ‚Selbst ihre Gefangenen kämpfen besser als unsere Krieger‘ sollte es heißen. Oh, das würde Saturninus gefallen. Und dem Legaten sicherlich auch. <br />
<br />
Ein jeder der Männer gab von der Masse einiges mehr her als sein Astérios, den er natürlich aus den Kämpfen heraushielt. Die Römer waren muskulöse Schränke, die als erste überhaupt die Ehre hatten, in Iscalis für Ruhm und Ehre zu streiten. <br />
Die Kelten machten allesamt einen einschüchternden Eindruck. Lediglich einer von ihnen gab sich weniger wild, trug er doch römische Kleidung und war rasiert. Vier waren bärtig, ungepflegt und hatten Kriegsbemalung aufgetragen, um ihre Feinde einzuschüchtern. Und der letzte wirkte dem ähnlich, was die Kelten als „Berserker“ bezeichneten. Einen Mann mit der Seele eines Bären, der selbst mit abgeschlagenem Kopf noch weiterkämpfen sollte, so ungezähmt sei er. Nun, dachte Philus unangenehm berührt bei dem Anblick, für eine gute Show würde er schon sorgen. <br />
Bei den Sklaven war man weniger sorgsam vorgegangen als bei den Gladiatoren. Die meisten hatte man notdürftig im Stile der Retiarier ausgestattet, wobei ein besonders großer die Ehre hatte, schwer gepanzert in den Kampf zu ziehen. Einer der Römer war nämlich ebenfalls Retiarius (wenn auch qualitativ weitaus besser ausgestattet als die Sklaven). Beim Kampf der beiden, den natürlich Philus organisiert hatte, würde es so aussehen wie in den Geschichten: Der vermeintlich unterlegene Held gegen das Monster; ein Kampf, den natürlich der Held gewinnen würde. Nichtsdestotrotz würde es ein geradezu poetisches Spektakel geben. Er bezweifelte nicht, dass der gutaussehende Mann dadurch rasch zum Publikumsliebling werden würde. Hey, man musste Legenden früh schaffen, so würde die Geburtsstunde der Spiele in Iscalis stets mit guten Geschichten im Gedächtnis der Leute verankert sein.  <br />
Der Bärenmann der Kelten würde zunächst gleich dreien der Sklaven gegenübertreten, wie ein Bär bei der Hatz. Philus zweifelte nicht daran, dass er die armen Kerle niedermachen und vermutlich auch schauerlichste Art schänden würde (sofern sie nicht durch des Legaten guten Willen errettet würden), doch immerhin war er danach vielleicht müde genug, die folgenden Kämpfe gegen seine richtigen Gegner nicht mehr derart zweifellos zu dominieren. Eigentlich, dachte Philus, wäre es gut, wenn diese Bestie vor den Augen aller ihr Ende finden würde, als Sinnbild dafür, dass die Zivilisation immer gewann. Zur Not musste man ihm Kämpfer um Kämpfer entgegenschicken, bis einer gewann.<br />
Technisch gesehen war es absolut möglich, dass Kämpfer hier überlebten. Doch es gab hier Männer, die würden, da war er sich fast sicher, sterben müssen. Der Tod des Wilden war gewissermaßen vorprogrammiert und vermutlich auch jener des gerüsteten Sklaven. Bei den übrigen kam es an, wie gut sie sich anstellten.</span> </span></blockquote><br />
Als Saturninus Scaevus losgeschickt hatte, ihn zu suchen, war Pytheas noch nicht auf dem Marsfeld gewesen. Jetzt war er als <br />
Gladiatorenarzt hier, um die Männer gesundheitlich zu überprüfen - wenn sie etwa an Sumpffieber litten, würde er sie nicht in die Arena schicken - und zu sehen, wie sie sich machten. Die beiden Römer waren Berufsverbrecher und dementsprechend gelassen. Sie hatten das Glück gehabt, wegen ihrer Statur zur Gladiatorenschule verurteilt zu werden, und dieses Leben schien ihnen gerade so gut wie ein anderes. Sie hatten auch nicht groß lernen müssen, zu töten. Sie hatten nur lernen müssen, es <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">publikumswirksam</span> zu tun. <br />
Die Kelten waren zwei Köpfe größer als Pytheas und einschüchternd. Sie hatten ihre Gesichter bemalt,so dass sie wirkten wie irgendwelche Kreaturen aus der Unterwelt. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Was so ein wenig Färberwaid doch ausmacht,</span> dachte Pytheas. Als tapfere Krieger kämpften sie mit freiem Oberkörper. Einer von ihnen wollte sogar nackt in den Kampf ziehen und spuckte vor den beiden Römern aus. Was waren das für halbe Portionen! Bevor es zum Streit kam, drohte Pytheas gestenreich damit, ihnen das Preisgeld nicht auszuzahlen. <span style="color: #44B8FF;" class="mycode_color">" Du Heiler?"</span>, fragte einer. Pytheas nickte. Dann bat er ihn, die Hose wieder anzuziehen.  Sie waren nicht in Griechenland, wo die Athleten nackt auftraten. <br />
Doch der Hosenlose war nicht einmal der Wildeste der Kelten. Pytheas registrierte, dass sie einem von ihnen ganz aus dem Weg gingen. Dieser war breitschultrig und hielt den Kopf gesenkt, lange verfilzte Zotteln fielen ihm über die Schultern. Als Pytheas ihn untersuchen wollte, entrang sich seiner Kehle ein... Knurren? Hatte er geknurrt. Die riesigen Fäuste öffneten und ballten sich.<br />
Der Kelte, der nun eine Hose trug, deutete auf ihn: <span style="color: #44B8FF;" class="mycode_color">"Der ... Bär",</span> sagte er. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Du meinst, er hat schon einmal einen Bären getötet?"</span></span>, erkundigte sich Pytheas.<br />
Der Kelte schüttelte den Kopf: <br />
<span style="color: #44B8FF;" class="mycode_color">"Ist Bär.  Ein Bärengeist. Geh nicht hin, Heiler"</span><br />
Pytheas zuckte die Schultern. Über die religiösen Vorstellungen der Kelten erlaubte er sich kein Urteil. Auch Louarn glaubte an dergleichen. Der Mann sah gesund aus, tauglich für die Arena, das genügte. <br />
<span style="color: #44b8ff;" class="mycode_color">" Er meint, dass er von einem Bärengeist besessen wurde",</span> erklärte einer der Kelten, der fast römisch aussah, das Haar kurz geschnitten:<br />
<span style="color: #44b8ff;" class="mycode_color">"Im Kampf wird er zu einem Bären. Ich heiße übrigens Bowen"</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Alles in Ordnung bei dir, Bowen?"</span></span><br />
Bowen nickte und wog sein Schwert prüfend in der Hand. Während er sich von einem Kameraden die Beinschienen festmachen ließ, nickte er:<br />
<span style="color: #44b8ff;" class="mycode_color">"Ja, schauen wir mal. Ich hoffe doch sehr, als reicher Mann heute hier rauszugehen. Ich kämpfe für Iscalis",</span> er reckte eine Hand: <span style="color: #44b8ff;" class="mycode_color">"Vivat Iscalis - das verstehen ihr Wilden natürlich nicht"</span> , freundschaftlich knuffte er einen seiner Landsleute. Gleich würde er versuchen, sie zu erschlagen. <br />
<br />
Manche der Sklaven stand Angst in ihren Gesichtern. Das waren keine Leibwächter, sondern Landarbeiter, die nur das Pech gehabt hatten, größer und kräftiger als der Durchschnitt zu sein. Pytheas gab jedem von ihen einen großen Schluck Wein, versetzt mit Indischer Malve und Nepenthes. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Sida cordifolia </span>würde sie wach und wagemutiger machen, und die Opiummischung die Schmerzen nehmen. Mehr konnte er für die Männer nicht tun. <br />
<br />
Als die Trompeten ertönten, und die Spiele begannen, richtete Pytheas sein Operationsbesteck, Verbände und Tücher. Er hoffte, er würde nicht allzu oft amputieren müssen.<br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="color: #FFFF44;" class="mycode_color">Bildnachweis: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jean_Leon_Gerome_-_Mirmillon_-_A_Gallic_Gladiator.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Jean-Léon Gérôme</a>, Public domain, via Wikimedia Commons</span></span><br />
<hr class="mycode_hr" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/DZXb9Jng/Gladiator-jean-leon-gerome-mirmillon-a-gallic-gladiator.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Gladiator-jean-leon-gerome-mirmillon-a-g...diator.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
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<blockquote class="mycode_quote"><cite><span> (12-16-2023, 09:25 PM)</span>Marcus Nautius Philus schrieb:  <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?pid=8620#pid8620" class="quick_jump"></a></cite><span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Es war für Philus eine große Sache gewesen, dieses Großereignis organisieren zu dürfen und er hatte sich größte Mühe bei der Organisation gegeben. Nachdem das Wagenrennen schon nicht nach Saturninus‘ Vorstellungen gelaufen war, wurde diese Sache sogar umso wichtiger. Philus hatte zunächst mit den Behörden gesprochen, um mögliche Gladiatoren ausfindig zu machen. Dann waren da natürlich wackere Kelten, die sich einen Namen machen und Geld gewinnen wollten. Und natürlich gab es Sklaven. Diese armen Kerle hatten keine Chance und Philus fühlte sich schlecht dabei, sie hier abschlachten zu lassen, aber so funktionierten solche Sachen nun einmal. Manchmal wollten die Leute einfach nur einen Krieger durch Männer fegen sehen wie einen Bauern mit seiner Sense durch das Getreide.<br />
Die Aufstellung sah nunmehr so aus, dass es zwei römische Gefangene gab, zu Gladiatoren ausgebildet, sechs keltische Krieger und so viele Sklaven wie eben nötig war, um den Blutdurst der Leute zu befriedigen. Ein jeder hatte zuvor vor ihm aufführen müssen, was er konnte und Philus glaubte, dass die Aufstellung alle zufriedenstellen würde. Natürlich hoffte er, dass die Gladiatoren hier den Sieg davontragen würden, um die Überlegenheit der römischen Ausbildung über die keltische zu demonstrieren. ‚Selbst ihre Gefangenen kämpfen besser als unsere Krieger‘ sollte es heißen. Oh, das würde Saturninus gefallen. Und dem Legaten sicherlich auch. <br />
<br />
Ein jeder der Männer gab von der Masse einiges mehr her als sein Astérios, den er natürlich aus den Kämpfen heraushielt. Die Römer waren muskulöse Schränke, die als erste überhaupt die Ehre hatten, in Iscalis für Ruhm und Ehre zu streiten. <br />
Die Kelten machten allesamt einen einschüchternden Eindruck. Lediglich einer von ihnen gab sich weniger wild, trug er doch römische Kleidung und war rasiert. Vier waren bärtig, ungepflegt und hatten Kriegsbemalung aufgetragen, um ihre Feinde einzuschüchtern. Und der letzte wirkte dem ähnlich, was die Kelten als „Berserker“ bezeichneten. Einen Mann mit der Seele eines Bären, der selbst mit abgeschlagenem Kopf noch weiterkämpfen sollte, so ungezähmt sei er. Nun, dachte Philus unangenehm berührt bei dem Anblick, für eine gute Show würde er schon sorgen. <br />
Bei den Sklaven war man weniger sorgsam vorgegangen als bei den Gladiatoren. Die meisten hatte man notdürftig im Stile der Retiarier ausgestattet, wobei ein besonders großer die Ehre hatte, schwer gepanzert in den Kampf zu ziehen. Einer der Römer war nämlich ebenfalls Retiarius (wenn auch qualitativ weitaus besser ausgestattet als die Sklaven). Beim Kampf der beiden, den natürlich Philus organisiert hatte, würde es so aussehen wie in den Geschichten: Der vermeintlich unterlegene Held gegen das Monster; ein Kampf, den natürlich der Held gewinnen würde. Nichtsdestotrotz würde es ein geradezu poetisches Spektakel geben. Er bezweifelte nicht, dass der gutaussehende Mann dadurch rasch zum Publikumsliebling werden würde. Hey, man musste Legenden früh schaffen, so würde die Geburtsstunde der Spiele in Iscalis stets mit guten Geschichten im Gedächtnis der Leute verankert sein.  <br />
Der Bärenmann der Kelten würde zunächst gleich dreien der Sklaven gegenübertreten, wie ein Bär bei der Hatz. Philus zweifelte nicht daran, dass er die armen Kerle niedermachen und vermutlich auch schauerlichste Art schänden würde (sofern sie nicht durch des Legaten guten Willen errettet würden), doch immerhin war er danach vielleicht müde genug, die folgenden Kämpfe gegen seine richtigen Gegner nicht mehr derart zweifellos zu dominieren. Eigentlich, dachte Philus, wäre es gut, wenn diese Bestie vor den Augen aller ihr Ende finden würde, als Sinnbild dafür, dass die Zivilisation immer gewann. Zur Not musste man ihm Kämpfer um Kämpfer entgegenschicken, bis einer gewann.<br />
Technisch gesehen war es absolut möglich, dass Kämpfer hier überlebten. Doch es gab hier Männer, die würden, da war er sich fast sicher, sterben müssen. Der Tod des Wilden war gewissermaßen vorprogrammiert und vermutlich auch jener des gerüsteten Sklaven. Bei den übrigen kam es an, wie gut sie sich anstellten.</span> </span></blockquote><br />
Als Saturninus Scaevus losgeschickt hatte, ihn zu suchen, war Pytheas noch nicht auf dem Marsfeld gewesen. Jetzt war er als <br />
Gladiatorenarzt hier, um die Männer gesundheitlich zu überprüfen - wenn sie etwa an Sumpffieber litten, würde er sie nicht in die Arena schicken - und zu sehen, wie sie sich machten. Die beiden Römer waren Berufsverbrecher und dementsprechend gelassen. Sie hatten das Glück gehabt, wegen ihrer Statur zur Gladiatorenschule verurteilt zu werden, und dieses Leben schien ihnen gerade so gut wie ein anderes. Sie hatten auch nicht groß lernen müssen, zu töten. Sie hatten nur lernen müssen, es <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">publikumswirksam</span> zu tun. <br />
Die Kelten waren zwei Köpfe größer als Pytheas und einschüchternd. Sie hatten ihre Gesichter bemalt,so dass sie wirkten wie irgendwelche Kreaturen aus der Unterwelt. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Was so ein wenig Färberwaid doch ausmacht,</span> dachte Pytheas. Als tapfere Krieger kämpften sie mit freiem Oberkörper. Einer von ihnen wollte sogar nackt in den Kampf ziehen und spuckte vor den beiden Römern aus. Was waren das für halbe Portionen! Bevor es zum Streit kam, drohte Pytheas gestenreich damit, ihnen das Preisgeld nicht auszuzahlen. <span style="color: #44B8FF;" class="mycode_color">" Du Heiler?"</span>, fragte einer. Pytheas nickte. Dann bat er ihn, die Hose wieder anzuziehen.  Sie waren nicht in Griechenland, wo die Athleten nackt auftraten. <br />
Doch der Hosenlose war nicht einmal der Wildeste der Kelten. Pytheas registrierte, dass sie einem von ihnen ganz aus dem Weg gingen. Dieser war breitschultrig und hielt den Kopf gesenkt, lange verfilzte Zotteln fielen ihm über die Schultern. Als Pytheas ihn untersuchen wollte, entrang sich seiner Kehle ein... Knurren? Hatte er geknurrt. Die riesigen Fäuste öffneten und ballten sich.<br />
Der Kelte, der nun eine Hose trug, deutete auf ihn: <span style="color: #44B8FF;" class="mycode_color">"Der ... Bär",</span> sagte er. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Du meinst, er hat schon einmal einen Bären getötet?"</span></span>, erkundigte sich Pytheas.<br />
Der Kelte schüttelte den Kopf: <br />
<span style="color: #44B8FF;" class="mycode_color">"Ist Bär.  Ein Bärengeist. Geh nicht hin, Heiler"</span><br />
Pytheas zuckte die Schultern. Über die religiösen Vorstellungen der Kelten erlaubte er sich kein Urteil. Auch Louarn glaubte an dergleichen. Der Mann sah gesund aus, tauglich für die Arena, das genügte. <br />
<span style="color: #44b8ff;" class="mycode_color">" Er meint, dass er von einem Bärengeist besessen wurde",</span> erklärte einer der Kelten, der fast römisch aussah, das Haar kurz geschnitten:<br />
<span style="color: #44b8ff;" class="mycode_color">"Im Kampf wird er zu einem Bären. Ich heiße übrigens Bowen"</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Alles in Ordnung bei dir, Bowen?"</span></span><br />
Bowen nickte und wog sein Schwert prüfend in der Hand. Während er sich von einem Kameraden die Beinschienen festmachen ließ, nickte er:<br />
<span style="color: #44b8ff;" class="mycode_color">"Ja, schauen wir mal. Ich hoffe doch sehr, als reicher Mann heute hier rauszugehen. Ich kämpfe für Iscalis",</span> er reckte eine Hand: <span style="color: #44b8ff;" class="mycode_color">"Vivat Iscalis - das verstehen ihr Wilden natürlich nicht"</span> , freundschaftlich knuffte er einen seiner Landsleute. Gleich würde er versuchen, sie zu erschlagen. <br />
<br />
Manche der Sklaven stand Angst in ihren Gesichtern. Das waren keine Leibwächter, sondern Landarbeiter, die nur das Pech gehabt hatten, größer und kräftiger als der Durchschnitt zu sein. Pytheas gab jedem von ihen einen großen Schluck Wein, versetzt mit Indischer Malve und Nepenthes. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Sida cordifolia </span>würde sie wach und wagemutiger machen, und die Opiummischung die Schmerzen nehmen. Mehr konnte er für die Männer nicht tun. <br />
<br />
Als die Trompeten ertönten, und die Spiele begannen, richtete Pytheas sein Operationsbesteck, Verbände und Tücher. Er hoffte, er würde nicht allzu oft amputieren müssen.<br />
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<hr class="mycode_hr" />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><span style="color: #FFFF44;" class="mycode_color">Bildnachweis: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jean_Leon_Gerome_-_Mirmillon_-_A_Gallic_Gladiator.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Jean-Léon Gérôme</a>, Public domain, via Wikimedia Commons</span></span><br />
<hr class="mycode_hr" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zu Ehren des Statthalters - Tod am Nachmittag]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=608</link>
			<pubDate>Sun, 10 Dec 2023 12:57:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=3">Tiberius Furius Saturninus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=608</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/T2HW5Z70/Gladiatoren2.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Gladiatoren2.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
<br />
<br />
<br />
Der Aufenthalt des Statthalters Petilius Rufus war eine Zeit vieler Aktivitäten. Für die Edlen, Reichen und Schönen war ein rauschendes Fest gegeben worden.<br />
Aber auch das Volk von Iscalis kam nicht zu kurz. Aus dem Forenbrunnen sprudelte Wein anstatt Wasser. An allen Ecken und Enden gab es freie Verköstigung. <br />
<br />
Auf dem Marsfeld hatte ein Wagenrennen stattgefunden, bei dem der Germane Oskar von den Roten <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=606" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">zum Sieger gekürt worden war</a>.<br />
Später am Nachmittag hatte die Provinzialverwaltung mit Furius Saturninus als Ausrichter im provisorisch errichtetenn Amphitheater Gladiatorenkämpfe, Tierhatzen und öffentliche Hinrichtungen organisiert.<br />
All das hatte außer Unterhaltung eine tiefere Bedeutung. Die Tierhatzen zeigten, dass selbst das wilde Getier und die Wälder den Römern unterlegen waren. Bei den Gladiatoren wollte man gute Kämpfe und Tapferkeit sehen, und die Hinrichtungen waren der greifbare Beweis für die Staatsmacht und die Gerechtigkeit, der sich jeder gesetzestreue Bürger sicher sein konnte.<br />
<br />
Wirklich gut ausgebildete Gladiatoren waren in Iscalis schwierig aufzutreiben, aber es gab zwei Römer, die in Lindinis eine <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">damnatio ad ludum gladiatorium,</span> eine Verurteilung vor Gericht  zur Gladiatorenschule und somit eine solide Ausbildung erhalten hatten. Auf Grund des Preisgeldes hatten sich auch keltische Freiwillige gemeldet. Einige Honoratioren hatten große, kräftige Sklaven geschickt, die jedoch den verurteilten Kriminellen unterlegen sein würden. <br />
<br />
Zuvor würden die gewöhnlichen Hinrichtungen durch Enthauptungen stattfinden. Dann eine Tierhatz mit einem unglücklichen britannischen Bären und nach den Kämpfen Mann gegen Mann die <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=417&amp;pid=7653#pid7653" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Hinrichtungen, die auf einer keltischen Legende basierten </a>. Die hierzu Verurteilten hatten vieles auf dem Kerbholz, waren Mörder, Totschläger und Straßenräuber und standen dazu im Verdacht auf Brandstiftung im Falle des Tuchhändlers Erwan. Die einzig weibliche Verurteilte hatte ihren unschuldigen Stiefsohn mit Gift getötet, um ihrem eigenen Sohn ein Erbe zu sichern. Die Mitspielenden waren also eine Bande unangenehmer Kreaturen und durften keineswegs auf Mitleid von Seiten des Publikums hoffen. <br />
<br />
Trompetenstöße ertönten, um das Volk herbei zu rufen, und das Spektakel nahm seinen Lauf....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/T2HW5Z70/Gladiatoren2.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Gladiatoren2.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
<br />
<br />
<br />
Der Aufenthalt des Statthalters Petilius Rufus war eine Zeit vieler Aktivitäten. Für die Edlen, Reichen und Schönen war ein rauschendes Fest gegeben worden.<br />
Aber auch das Volk von Iscalis kam nicht zu kurz. Aus dem Forenbrunnen sprudelte Wein anstatt Wasser. An allen Ecken und Enden gab es freie Verköstigung. <br />
<br />
Auf dem Marsfeld hatte ein Wagenrennen stattgefunden, bei dem der Germane Oskar von den Roten <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=606" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">zum Sieger gekürt worden war</a>.<br />
Später am Nachmittag hatte die Provinzialverwaltung mit Furius Saturninus als Ausrichter im provisorisch errichtetenn Amphitheater Gladiatorenkämpfe, Tierhatzen und öffentliche Hinrichtungen organisiert.<br />
All das hatte außer Unterhaltung eine tiefere Bedeutung. Die Tierhatzen zeigten, dass selbst das wilde Getier und die Wälder den Römern unterlegen waren. Bei den Gladiatoren wollte man gute Kämpfe und Tapferkeit sehen, und die Hinrichtungen waren der greifbare Beweis für die Staatsmacht und die Gerechtigkeit, der sich jeder gesetzestreue Bürger sicher sein konnte.<br />
<br />
Wirklich gut ausgebildete Gladiatoren waren in Iscalis schwierig aufzutreiben, aber es gab zwei Römer, die in Lindinis eine <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">damnatio ad ludum gladiatorium,</span> eine Verurteilung vor Gericht  zur Gladiatorenschule und somit eine solide Ausbildung erhalten hatten. Auf Grund des Preisgeldes hatten sich auch keltische Freiwillige gemeldet. Einige Honoratioren hatten große, kräftige Sklaven geschickt, die jedoch den verurteilten Kriminellen unterlegen sein würden. <br />
<br />
Zuvor würden die gewöhnlichen Hinrichtungen durch Enthauptungen stattfinden. Dann eine Tierhatz mit einem unglücklichen britannischen Bären und nach den Kämpfen Mann gegen Mann die <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=417&amp;pid=7653#pid7653" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Hinrichtungen, die auf einer keltischen Legende basierten </a>. Die hierzu Verurteilten hatten vieles auf dem Kerbholz, waren Mörder, Totschläger und Straßenräuber und standen dazu im Verdacht auf Brandstiftung im Falle des Tuchhändlers Erwan. Die einzig weibliche Verurteilte hatte ihren unschuldigen Stiefsohn mit Gift getötet, um ihrem eigenen Sohn ein Erbe zu sichern. Die Mitspielenden waren also eine Bande unangenehmer Kreaturen und durften keineswegs auf Mitleid von Seiten des Publikums hoffen. <br />
<br />
Trompetenstöße ertönten, um das Volk herbei zu rufen, und das Spektakel nahm seinen Lauf....]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Stallungen beim Wagenrennen]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=607</link>
			<pubDate>Sat, 09 Dec 2023 14:40:08 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=108">Lucius Petilius Rufus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=607</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=578&amp;pid=8528#pid8528" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;&lt;&lt;</a><br />
<br />
Lucius Petilius Rufus wartete.<br />
<br />
<br />
<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=606" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Nach der Siegerehrung</a> des siegreichen Wagens hatte er mit der schüchternen Nivis ausgemacht, ihr die Rennpferde noch einmal zu zeigen, wobei dieser Vorwand natürlich nur vorgeschoben war und sie alle das wohl wussten. Vielmehr wollte er in Genuss ihres hübschen, jungen Körpers kommen. Auch wenn die Stallungen dafür unbequemer waren als ein Bett in einem Haus, hatte Rufus keine Einwände gegen etwas “Landromantik“ hier in der Provinz. Außerdem war er von der Entwicklung zuvor in der Loge des Theatrums doch noch etwas genervt und wollte jetzt nicht mit dieser schlechten Laune den restlichen Tag verbringen. Was lag also näher, als die eigene Laune durch liebreizende Gesellschaft aufzubessern.<br />
<br />
<br />
Er wartete schon an den Eingängen der Stallungen, die ein paar seiner Equites auch von sämtlichen Stallburschen, Wagenlenkern und störenden weiteren Personen vorläufig geräumt hatten. Neben ihm standen zwei seiner Liktoren mit ihren Rutenbündeln, und am Eingang des Stalles noch zwei weitere Wachen. Als Statthalter war man einfach nie allein. <br />
Rufus wartete also darauf, dass zwei der Wachen der Loge nun Nivis zu ihm geleiten würden, auf dass sich seine Laune hoffentlich bald wieder bessern würde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=578&amp;pid=8528#pid8528" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;&lt;&lt;</a><br />
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Lucius Petilius Rufus wartete.<br />
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<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=606" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Nach der Siegerehrung</a> des siegreichen Wagens hatte er mit der schüchternen Nivis ausgemacht, ihr die Rennpferde noch einmal zu zeigen, wobei dieser Vorwand natürlich nur vorgeschoben war und sie alle das wohl wussten. Vielmehr wollte er in Genuss ihres hübschen, jungen Körpers kommen. Auch wenn die Stallungen dafür unbequemer waren als ein Bett in einem Haus, hatte Rufus keine Einwände gegen etwas “Landromantik“ hier in der Provinz. Außerdem war er von der Entwicklung zuvor in der Loge des Theatrums doch noch etwas genervt und wollte jetzt nicht mit dieser schlechten Laune den restlichen Tag verbringen. Was lag also näher, als die eigene Laune durch liebreizende Gesellschaft aufzubessern.<br />
<br />
<br />
Er wartete schon an den Eingängen der Stallungen, die ein paar seiner Equites auch von sämtlichen Stallburschen, Wagenlenkern und störenden weiteren Personen vorläufig geräumt hatten. Neben ihm standen zwei seiner Liktoren mit ihren Rutenbündeln, und am Eingang des Stalles noch zwei weitere Wachen. Als Statthalter war man einfach nie allein. <br />
Rufus wartete also darauf, dass zwei der Wachen der Loge nun Nivis zu ihm geleiten würden, auf dass sich seine Laune hoffentlich bald wieder bessern würde.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Siegerehrung Wagenrennen]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=606</link>
			<pubDate>Sat, 09 Dec 2023 14:30:19 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=108">Lucius Petilius Rufus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=606</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://adlerchronik.de/images/attachtypes/image.png" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=38" target="_blank" title="">Wagenrennen.jpg</a> (Größe: 168.28 KB / Downloads: 1)
<!-- end: postbit_attachments_attachment -->*</div>
<br />
Lucius Petilius Rufus betrat den Sand der Arena.<br />
<br />
In seinen Händen hielt er den Siegeskranz und die Börse, die als Siegerehrung für den ersten Platz in diesem Rennen ausgelobt worden war. Der junge Oscar im roten Rennwagen hatte letztendlich das Feld für sich entschieden und konnte sich darüber freuen, vom Statthalter persönlich nun vor den Augen der gesamten Stadt ausgezeichnet zu werden.<br />
<br />
Rufus wartete also darauf, dass der Sieger mit der ersten Ehrenrunde fertig wäre und mit seinem Gespann wieder bei ihm ankommen würde, um ausgezeichnet zu werden und dann als Sieger mit Kranz und Börse eine weitere Runde bestreiten und sich feiern lassen zu können.<br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<span style="color: #ffdc00;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">*Bild erstellt mit Bing Image Creator</span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://adlerchronik.de/images/attachtypes/image.png" title="JPG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=38" target="_blank" title="">Wagenrennen.jpg</a> (Größe: 168.28 KB / Downloads: 1)
<!-- end: postbit_attachments_attachment -->*</div>
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Lucius Petilius Rufus betrat den Sand der Arena.<br />
<br />
In seinen Händen hielt er den Siegeskranz und die Börse, die als Siegerehrung für den ersten Platz in diesem Rennen ausgelobt worden war. Der junge Oscar im roten Rennwagen hatte letztendlich das Feld für sich entschieden und konnte sich darüber freuen, vom Statthalter persönlich nun vor den Augen der gesamten Stadt ausgezeichnet zu werden.<br />
<br />
Rufus wartete also darauf, dass der Sieger mit der ersten Ehrenrunde fertig wäre und mit seinem Gespann wieder bei ihm ankommen würde, um ausgezeichnet zu werden und dann als Sieger mit Kranz und Börse eine weitere Runde bestreiten und sich feiern lassen zu können.<br />
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<hr class="mycode_hr" />
<span style="color: #ffdc00;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">*Bild erstellt mit Bing Image Creator</span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wagenrennen - zu Ehren des Statthalters]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=578</link>
			<pubDate>Sun, 12 Nov 2023 17:44:52 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=3">Tiberius Furius Saturninus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=578</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/QxPmyQ6V/Wagenlenker-arbuckle-bros.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Wagenlenker-arbuckle-bros.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
<br />
Der Aufenthalt des Statthalters Petilius Rufus war eine Zeit vieler Aktivitäten. Für die Edlen, Reichen und Schönen war ein rauschendes Fest gegeben worden. <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=195&amp;pid=7431#pid7431" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Aber auch das Volk von Iscalis kam nicht zu kurz. </a>Aus dem Forenbrunnen sprudelte Wein anstatt Wasser. An allen Ecken und Enden gab es freie Verköstigung. Außerdem würden am Tag nach dem Gerichtstag  ein Wagenrennen und noch am gleichen Tag später darauf in dem zuvor eilig aus Holz errichteten Amphitheater Gladiatorenkämpfe und <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=417&amp;pid=7653#pid7653" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Hinrichtungen mit original keltischem Hintergrund </a>stattfinden. Das Amphitheater entsprach als Holzkonstruktion, die später wieder abgerissen wurde, nicht ganz den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amphitheater#Geschichte" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">gesetzlichen Vorgaben</a>, die seit der Zeit von Kaiser Tiberius existierten, doch das würde die Begeisterung der Zuschauer nicht schmälern. Stadtrat und Provinzialverwaltung hatten ihre Geldtruhen weit geöffnet, um dem hohen Besuch etwas zu bieten. Obwohl Saturninus der Ausrichter war, war Petilius Rufus der Ehrengast. Er würde die Sieger auszeichnen und die Verlierer zu Tode verurteilen oder begnadigen. Doch wie immer bei den Spielen hatte das Volk auf den Rängen da eine ganze Menge mitzureden!<br />
<br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Bildnachweis:<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Arbuckle_Bros._(3092994469).jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"> Miami U. Libraries - Digital Collections, Public domain, via Wikimedia Commons  </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/QxPmyQ6V/Wagenlenker-arbuckle-bros.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Wagenlenker-arbuckle-bros.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
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Der Aufenthalt des Statthalters Petilius Rufus war eine Zeit vieler Aktivitäten. Für die Edlen, Reichen und Schönen war ein rauschendes Fest gegeben worden. <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=195&amp;pid=7431#pid7431" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Aber auch das Volk von Iscalis kam nicht zu kurz. </a>Aus dem Forenbrunnen sprudelte Wein anstatt Wasser. An allen Ecken und Enden gab es freie Verköstigung. Außerdem würden am Tag nach dem Gerichtstag  ein Wagenrennen und noch am gleichen Tag später darauf in dem zuvor eilig aus Holz errichteten Amphitheater Gladiatorenkämpfe und <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=417&amp;pid=7653#pid7653" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Hinrichtungen mit original keltischem Hintergrund </a>stattfinden. Das Amphitheater entsprach als Holzkonstruktion, die später wieder abgerissen wurde, nicht ganz den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amphitheater#Geschichte" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">gesetzlichen Vorgaben</a>, die seit der Zeit von Kaiser Tiberius existierten, doch das würde die Begeisterung der Zuschauer nicht schmälern. Stadtrat und Provinzialverwaltung hatten ihre Geldtruhen weit geöffnet, um dem hohen Besuch etwas zu bieten. Obwohl Saturninus der Ausrichter war, war Petilius Rufus der Ehrengast. Er würde die Sieger auszeichnen und die Verlierer zu Tode verurteilen oder begnadigen. Doch wie immer bei den Spielen hatte das Volk auf den Rängen da eine ganze Menge mitzureden!<br />
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<hr class="mycode_hr" />
<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Bildnachweis:<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Arbuckle_Bros._(3092994469).jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"> Miami U. Libraries - Digital Collections, Public domain, via Wikimedia Commons  </a></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Equirria - Pferde- und Wagenrennen zu Ehren des Mars - Zuschauerränge]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=335</link>
			<pubDate>Mon, 27 Feb 2023 13:07:40 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=61">Chronist</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=335</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="color: #fffac1;" class="mycode_color"><span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="font-family: 'Open Sans', Arial, sans-serif;" class="mycode_font"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><img src="https://i.postimg.cc/6qbZT9m4/edmund-blair-leighton-the-gladiators-wife-987178-removebg-preview-1.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: edmund-blair-leighton-the-gladiators-wif...view-1.jpg]" class="mycode_img" /></span></a></span></span></span></div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="color: #fffa1e;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><a href="https://picryl.com/de/media/edmund-blair-leighton-the-gladiators-wife-987178" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Edmund Blair Leighton - The Gladiator's Wife</a>; Bildrechte: Public Domain, bearbeitet</span></span></div>
<br />
<br />
<br />
Der Monat Martius war ganz dem namensgebenden Gott Mars geweiht. In diesem Monat wurde das Kriegsgerät wieder herausgeholt, geweiht und gezeigt, und in alter Zeit begann auch im März erst das Jahr, nach dem gezählt wurde. Nun war noch nicht ganz März, sondern die letzten Tage des Februars, sozusagen des alten Jahres, und doch kam jetzt schon das erste Fest im Zeichen des Gottes für Krieg und Ackerbau, das einem seiner wichtigsten Kriegsgeräte gewidmet war: Dem Pferd.<br />
<br />
<br />
Man sagte, Romulus – als Sohn des Gottes Mars - habe die Equirria geschaffen, um damit das Jahr abzuschließen und kurz darauf, einen Tag vor den Iden des März, erneut damit zu beginnen. Sogesehen waren es also die Reiterspiele ihm zu Ehren, die in alten Zeiten das Jahr eingerahmt hatten, und die seit jeher den Beginn der Kriegszüge einläuteten. Ab jetzt war der Boden geeignet, wieder zu reisen, zu erobern, zu kämpfen. Mit den Kriegspferden des Mars fremde Länder zu erobern.<br />
<br />
<br />
Und wo wüsste man das wohl besser, als in einer neu eingerichteten Provinz? Britannia war noch nicht lange Teil des römischen Imperiums, und noch lange nicht befriedet, die Bevölkerung noch lange nicht romanisiert. Wie also konnte man besser zeigen, dass man gedachte, hier zu bleiben, als mit der großen Feier eines militärischen Feiertages?<br />
<br />
<br />
Der Morgen hatte also mit einem großen Opfer an den Gott Mars begonnen, durchgeführt durch die Legion mit allen dazugehörigen Segnungen und Weihen. Ein weißer Stier war geschmückt und seiner rituellen Bestimmung zugeführt worden, um den Gott der Legion und am heutigen Tag insbesondere den Pferden gewogen zu machen. Erst, als dieser Teil abgeschlossen war, konnte der wesentlich spaßigere Teil des Feiertages in Angriff genommen werden.<br />
Hierfür war die Holzanlage auf dem Marsfeld wieder reaktiviert worden. Und auch jetzt strömten sowohl Römer als auch alle anderen auf die Tribünen, um sich dort niederzulassen und den Rennen beizuwohnen. Verkäufer nutzten die Gelegenheit und boten kleine Knabbereien oder auch Wein an, um die Menschen zu erfrischen, während an anderer Stelle manche Menschen mit Tafeln dafür warben, bei ihnen Wetten abzuschließen, samt dazugehöriger Quoten, die sie für die einzelnen Teilnehmer errechnet hatten.<br />
<br />
<br />
Als erstes waren die Wettrennen für die Reiter auf dem blanken Rücken des Pferdes angesetzt. Neben einigen Reitern der Legion hatten sich noch Tiberius Furius Saturninus, die Keltin Bonni und Marcus Octavius Fronto gemeldet, die sich als erstes dem Publikum in einer kleinen Ehrenrunde präsentieren durften,<br />
<hr class="mycode_hr" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="color: #fffac1;" class="mycode_color"><span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="font-family: 'Open Sans', Arial, sans-serif;" class="mycode_font"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><img src="https://i.postimg.cc/6qbZT9m4/edmund-blair-leighton-the-gladiators-wife-987178-removebg-preview-1.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: edmund-blair-leighton-the-gladiators-wif...view-1.jpg]" class="mycode_img" /></span></a></span></span></span></div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="color: #fffa1e;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><a href="https://picryl.com/de/media/edmund-blair-leighton-the-gladiators-wife-987178" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Edmund Blair Leighton - The Gladiator's Wife</a>; Bildrechte: Public Domain, bearbeitet</span></span></div>
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<br />
Der Monat Martius war ganz dem namensgebenden Gott Mars geweiht. In diesem Monat wurde das Kriegsgerät wieder herausgeholt, geweiht und gezeigt, und in alter Zeit begann auch im März erst das Jahr, nach dem gezählt wurde. Nun war noch nicht ganz März, sondern die letzten Tage des Februars, sozusagen des alten Jahres, und doch kam jetzt schon das erste Fest im Zeichen des Gottes für Krieg und Ackerbau, das einem seiner wichtigsten Kriegsgeräte gewidmet war: Dem Pferd.<br />
<br />
<br />
Man sagte, Romulus – als Sohn des Gottes Mars - habe die Equirria geschaffen, um damit das Jahr abzuschließen und kurz darauf, einen Tag vor den Iden des März, erneut damit zu beginnen. Sogesehen waren es also die Reiterspiele ihm zu Ehren, die in alten Zeiten das Jahr eingerahmt hatten, und die seit jeher den Beginn der Kriegszüge einläuteten. Ab jetzt war der Boden geeignet, wieder zu reisen, zu erobern, zu kämpfen. Mit den Kriegspferden des Mars fremde Länder zu erobern.<br />
<br />
<br />
Und wo wüsste man das wohl besser, als in einer neu eingerichteten Provinz? Britannia war noch nicht lange Teil des römischen Imperiums, und noch lange nicht befriedet, die Bevölkerung noch lange nicht romanisiert. Wie also konnte man besser zeigen, dass man gedachte, hier zu bleiben, als mit der großen Feier eines militärischen Feiertages?<br />
<br />
<br />
Der Morgen hatte also mit einem großen Opfer an den Gott Mars begonnen, durchgeführt durch die Legion mit allen dazugehörigen Segnungen und Weihen. Ein weißer Stier war geschmückt und seiner rituellen Bestimmung zugeführt worden, um den Gott der Legion und am heutigen Tag insbesondere den Pferden gewogen zu machen. Erst, als dieser Teil abgeschlossen war, konnte der wesentlich spaßigere Teil des Feiertages in Angriff genommen werden.<br />
Hierfür war die Holzanlage auf dem Marsfeld wieder reaktiviert worden. Und auch jetzt strömten sowohl Römer als auch alle anderen auf die Tribünen, um sich dort niederzulassen und den Rennen beizuwohnen. Verkäufer nutzten die Gelegenheit und boten kleine Knabbereien oder auch Wein an, um die Menschen zu erfrischen, während an anderer Stelle manche Menschen mit Tafeln dafür warben, bei ihnen Wetten abzuschließen, samt dazugehöriger Quoten, die sie für die einzelnen Teilnehmer errechnet hatten.<br />
<br />
<br />
Als erstes waren die Wettrennen für die Reiter auf dem blanken Rücken des Pferdes angesetzt. Neben einigen Reitern der Legion hatten sich noch Tiberius Furius Saturninus, die Keltin Bonni und Marcus Octavius Fronto gemeldet, die sich als erstes dem Publikum in einer kleinen Ehrenrunde präsentieren durften,<br />
<hr class="mycode_hr" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Equirria - Pferde- und Wagenrennen zu Ehren des Mars - Das Rennen]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=334</link>
			<pubDate>Mon, 27 Feb 2023 13:04:10 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=61">Chronist</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=334</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align">
<img src="https://abload.de/img/sousse_mosaic_circus_bocsw.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: sousse_mosaic_circus_bocsw.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<span style="font-family: sans-serif;" class="mycode_font"><span style="color: #ffdc00;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">© Ad Meskens / Wikimedia Commons</span></span></span></div>
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Der Monat Martius war ganz dem namensgebenden Gott Mars geweiht. In diesem Monat wurde das Kriegsgerät wieder herausgeholt, geweiht und gezeigt, und in alter Zeit begann auch im März erst das Jahr, nach dem gezählt wurde. Nun war noch nicht ganz März, sondern die letzten Tage des Februars, sozusagen des alten Jahres, und doch kam jetzt schon das erste Fest im Zeichen des Gottes für Krieg und Ackerbau, das einem seiner wichtigsten Kriegsgeräte gewidmet war: Dem Pferd.<br />
<br />
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Man sagte, Romulus – als Sohn des Gottes Mars - habe die Equirria geschaffen, um damit das Jahr abzuschließen und kurz darauf, einen Tag vor den Iden des März, erneut damit zu beginnen. Sogesehen waren es also die Reiterspiele ihm zu Ehren, die in alten Zeiten das Jahr eingerahmt hatten, und die seit jeher den Beginn der Kriegszüge einläuteten. Ab jetzt war der Boden geeignet, wieder zu reisen, zu erobern, zu kämpfen. Mit den Kriegspferden des Mars fremde Länder zu erobern.<br />
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Und wo wüsste man das wohl besser, als in einer neu eingerichteten Provinz? Britannia war noch nicht lange Teil des römischen Imperiums, und noch lange nicht befriedet, die Bevölkerung noch lange nicht romanisiert. Wie also konnte man besser zeigen, dass man gedachte, hier zu bleiben, als mit der großen Feier eines militärischen Feiertages?<br />
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Der Morgen hatte also mit einem großen Opfer an den Gott Mars begonnen, durchgeführt durch die Legion mit allen dazugehörigen Segnungen und Weihen. Ein weißer Stier war geschmückt und seiner rituellen Bestimmung zugeführt worden, um den Gott der Legion und am heutigen Tag insbesondere den Pferden gewogen zu machen. Erst, als dieser Teil abgeschlossen war, konnte der wesentlich spaßigere Teil des Feiertages in Angriff genommen werden.<br />
Hierfür war die Holzanlage auf dem Marsfeld wieder reaktiviert worden. Und auch jetzt strömten sowohl Römer als auch alle anderen auf die Tribünen, um sich dort niederzulassen und den Rennen beizuwohnen. Verkäufer nutzten die Gelegenheit und boten kleine Knabbereien oder auch Wein an, um die Menschen zu erfrischen, während an anderer Stelle manche Menschen mit Tafeln dafür warben, bei ihnen Wetten abzuschließen, samt dazugehöriger Quoten, die sie für die einzelnen Teilnehmer errechnet hatten.<br />
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<br />
Als erstes waren die Wettrennen für die Reiter auf dem blanken Rücken des Pferdes angesetzt. Neben einigen Reitern der Legion hatten sich noch Tiberius Furius Saturninus, die Keltin Bonni und Marcus Octavius Fronto gemeldet, die sich als erstes dem Publikum in einer kleinen Ehrenrunde präsentieren durften,]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align">
<img src="https://abload.de/img/sousse_mosaic_circus_bocsw.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: sousse_mosaic_circus_bocsw.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<span style="font-family: sans-serif;" class="mycode_font"><span style="color: #ffdc00;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">© Ad Meskens / Wikimedia Commons</span></span></span></div>
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Der Monat Martius war ganz dem namensgebenden Gott Mars geweiht. In diesem Monat wurde das Kriegsgerät wieder herausgeholt, geweiht und gezeigt, und in alter Zeit begann auch im März erst das Jahr, nach dem gezählt wurde. Nun war noch nicht ganz März, sondern die letzten Tage des Februars, sozusagen des alten Jahres, und doch kam jetzt schon das erste Fest im Zeichen des Gottes für Krieg und Ackerbau, das einem seiner wichtigsten Kriegsgeräte gewidmet war: Dem Pferd.<br />
<br />
<br />
Man sagte, Romulus – als Sohn des Gottes Mars - habe die Equirria geschaffen, um damit das Jahr abzuschließen und kurz darauf, einen Tag vor den Iden des März, erneut damit zu beginnen. Sogesehen waren es also die Reiterspiele ihm zu Ehren, die in alten Zeiten das Jahr eingerahmt hatten, und die seit jeher den Beginn der Kriegszüge einläuteten. Ab jetzt war der Boden geeignet, wieder zu reisen, zu erobern, zu kämpfen. Mit den Kriegspferden des Mars fremde Länder zu erobern.<br />
<br />
<br />
Und wo wüsste man das wohl besser, als in einer neu eingerichteten Provinz? Britannia war noch nicht lange Teil des römischen Imperiums, und noch lange nicht befriedet, die Bevölkerung noch lange nicht romanisiert. Wie also konnte man besser zeigen, dass man gedachte, hier zu bleiben, als mit der großen Feier eines militärischen Feiertages?<br />
<br />
<br />
Der Morgen hatte also mit einem großen Opfer an den Gott Mars begonnen, durchgeführt durch die Legion mit allen dazugehörigen Segnungen und Weihen. Ein weißer Stier war geschmückt und seiner rituellen Bestimmung zugeführt worden, um den Gott der Legion und am heutigen Tag insbesondere den Pferden gewogen zu machen. Erst, als dieser Teil abgeschlossen war, konnte der wesentlich spaßigere Teil des Feiertages in Angriff genommen werden.<br />
Hierfür war die Holzanlage auf dem Marsfeld wieder reaktiviert worden. Und auch jetzt strömten sowohl Römer als auch alle anderen auf die Tribünen, um sich dort niederzulassen und den Rennen beizuwohnen. Verkäufer nutzten die Gelegenheit und boten kleine Knabbereien oder auch Wein an, um die Menschen zu erfrischen, während an anderer Stelle manche Menschen mit Tafeln dafür warben, bei ihnen Wetten abzuschließen, samt dazugehöriger Quoten, die sie für die einzelnen Teilnehmer errechnet hatten.<br />
<br />
<br />
Als erstes waren die Wettrennen für die Reiter auf dem blanken Rücken des Pferdes angesetzt. Neben einigen Reitern der Legion hatten sich noch Tiberius Furius Saturninus, die Keltin Bonni und Marcus Octavius Fronto gemeldet, die sich als erstes dem Publikum in einer kleinen Ehrenrunde präsentieren durften,]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[[Nonen des Dezember]Wagenrennen - auf den Zuschauerrängen]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=253</link>
			<pubDate>Fri, 09 Dec 2022 16:08:05 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=3">Tiberius Furius Saturninus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=253</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/6qbZT9m4/edmund-blair-leighton-the-gladiators-wife-987178-removebg-preview-1.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: edmund-blair-leighton-the-gladiators-wif...view-1.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">Hier sitzen oder stehen die Zuschauer</div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">auf hölzernen Tribünen.</div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">Aber auch für das leibliche Wohl wird gesorgt; </div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">jeder, der Ess- und Trinkbares zu verkaufen hat,</div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"> ist auf den Beinen, um seine Ware an den Mann zu bringen. </div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">Das Militär sorgt für Ordnung.</div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><hr class="mycode_hr" />
<span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><a href="https://picryl.com/de/media/edmund-blair-leighton-the-gladiators-wife-987178" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Edmund Blair Leighton - The Gladiator's Wife</a>; Bildrechte: Public Domain, bearbeitet</span></span><br />
<hr class="mycode_hr" />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/6qbZT9m4/edmund-blair-leighton-the-gladiators-wife-987178-removebg-preview-1.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: edmund-blair-leighton-the-gladiators-wif...view-1.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">Hier sitzen oder stehen die Zuschauer</div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">auf hölzernen Tribünen.</div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">Aber auch für das leibliche Wohl wird gesorgt; </div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">jeder, der Ess- und Trinkbares zu verkaufen hat,</div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"> ist auf den Beinen, um seine Ware an den Mann zu bringen. </div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">Das Militär sorgt für Ordnung.</div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><hr class="mycode_hr" />
<span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size"><a href="https://picryl.com/de/media/edmund-blair-leighton-the-gladiators-wife-987178" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Edmund Blair Leighton - The Gladiator's Wife</a>; Bildrechte: Public Domain, bearbeitet</span></span><br />
<hr class="mycode_hr" />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[[Nonen des Dezembers]Wagenrennen -   Die Rennbahn]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=252</link>
			<pubDate>Fri, 09 Dec 2022 12:38:57 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=61">Chronist</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=252</guid>
			<description><![CDATA[<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="3" class="tborder" style="width:50%;"><tr><td  valign="top" align="center" style="background: url(images/Marmor.jpg);">
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #9a00b2;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">- zu Ehren der Göttin Britannia - </span></span></span><br />
<span style="color: #00369B;" class="mycode_color"><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tib. Furius Saturninus veranstaltet</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">für die Bevölkerung von Iscalis </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">auf dem Marsfeld</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">an den Nonen des Dezember<br />
ein  <br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Amateur- Wagenrennen </span><br />
Dem Sieger winkt der Lorbeerkranz, <br />
ein Preisgeld <br />
von dreihundert Sesterzen<br />
 und ein hochwertiger Umhang</span><br />
</span></div>
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">ES TRETEN AN:</span> </span></span></div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size">I. Frowin für Ti. Furius Saturninus;  <br />
 II. Agamanthes für Aulus Plautius Montanus;<br />
III. Eisu Ap Comux für sich selbst;<br />
IV. Bonni für sich selbst</span></span></span></div>
</td></tr></table>
<br />
Schon viele Tage vor dem Beginn des Wagenrennens waren Landarbeiter zu sehen, die Erde auf dem Marsfeld sorgfältig fest traten, stellenweise mit Rohren  entwässerten und  Vertiefungen mit Sand ausbesserten.<br />
<br />
Die beabsichtigte Fläche war etwa zwei olympische Stadien<span style="color: #aaaaaa;" class="mycode_color"> (386m )</span> lang und ein halbes  Stadium <span style="color: #aaaaaa;" class="mycode_color">(96,5 m)</span> breit. An den Längsseiten waren Absperrungen und hözerne Tribünen für die Zuschauer und eine separierte für den Ausrichter des Rennens und die Familien hohen  Standes errichtet worden. <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=253&amp;pid=2007#pid2007" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;</a><br />
<br />
In der Mitte der Fläche verlief die sogenannte <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">spina</span>, das „Rückgrat“, eine Erdaufschüttung. Sie war etwa vierhundertsechs Fuß <span style="color: #aaaaaa;" class="mycode_color">(120m)</span> lang .Zu ihren Enden stand je eine mannshohe Säule aus Messing, um die Stelle deutlich sichtbar zu markieren. Um diese Endpunkte herum mussten die Wagenlenker so eng wie möglich ihre Pferde führen, und die <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">metae</span> waren gefürchtet unfallträchtig.<br />
<br />
In der Spina selbst standen eine Vorrichtung, an der sieben rote Fahnen hochgezogen werden konnten, um die jeweilige Runde anzuzeigen, und eine Statue der Göttin Britannia, zu deren Ehre das Spektakel stattfinden sollte.<br />
Die Anfangslinie und das Ziel waren mit Linien aus Kalk markiert .<br />
Die Plätze am Anfang würden ausgelost werden, und es war vorteilhaft, links zu starten, da man der Spina am nächsten war. Der Startplatz war quer mit einem Seil bespannt. <br />
Überall standen Schreiber, die die Aufgabe von Schiedsrichtern wahrnahmen.<br />
<br />
Das Rennen ging über sieben Runden und dauerte für gewöhnlich nicht länger als zehn Minuten. Auf gerader Strecke konnten Geschwindigkeiten von bis zu <span style="color: #aaaaaa;" class="mycode_color">75 km/h</span> erreicht werden. Vor den Wendemarken musste das Tempo dann auf etwa <span style="color: #aaaaaa;" class="mycode_color">25-30 km/h </span>gedrosselt werden. Das stärkste und erfahrenste Pferd eines Gespanns lief ganz gleich ob Biga oder Quadriga daher immer als Leitpferd auf der linken Seite und gab die Geschwindigkeit vor. <br />
<br />
Das Rennen begann, wenn der Ausrichter ein weißes Tuch warf und dieses den Boden berührte. Dann fiel sofort das Seil.  <br />
Es wurde erwartet, dass alle Gespanne auf ihren Bahnen starteten, um eine anfängliche Karambolage zu vermeiden, doch dann gab es kaum noch Regeln. Auch manche Finte war erlaubt, wie die Fahrbahn zu wechseln, dem Gegner den Weg abzuschneiden; nur bei technischen Manipulationen der Wagen wie dem Ausfahren von Sicheln konnte der Fahrer disqualifiziert werden. <br />
<br />
Die Wagen durchmaßen die Bahn im Gegenuhrzeigersinn bis zur hinteren Messingsäule, bogen um diese herum und fuhren auf der linken Seite die Spina wieder zurück. Dieser Doppellauf wurde siebenmal wiederholt. Damit die Zuschauer in jedem Augenblick wissen konnten, wie viele von den sieben Umläufen eines Rennens bereits gemacht waren, wurde nach dem das erste Gespann die Runde bewältigt hatte, eine Fahne hochgezogen.<br />
<br />
Der improvisierte Circus konnte sich nicht mit den prächtigen Spielstätten von Rom oder den großen Provinzstädten vergleichen, doch so lange es mutige Fahrer und ein jubelndes Publikum gab, sollte der Wagenrennsport auch in Iscalis so beliebt sein wie im übrigen Römischen Reich.<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/0NnhhCL3/Wagenrennenbunt-1.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Wagenrennenbunt-1.jpg]" class="mycode_img" /></a><br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="3" class="tborder" style="width:50%;"><tr><td  valign="top" align="center" style="background: url(images/Marmor.jpg);">
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #9a00b2;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">- zu Ehren der Göttin Britannia - </span></span></span><br />
<span style="color: #00369B;" class="mycode_color"><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tib. Furius Saturninus veranstaltet</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">für die Bevölkerung von Iscalis </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">auf dem Marsfeld</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">an den Nonen des Dezember<br />
ein  <br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Amateur- Wagenrennen </span><br />
Dem Sieger winkt der Lorbeerkranz, <br />
ein Preisgeld <br />
von dreihundert Sesterzen<br />
 und ein hochwertiger Umhang</span><br />
</span></div>
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<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">ES TRETEN AN:</span> </span></span></div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size">I. Frowin für Ti. Furius Saturninus;  <br />
 II. Agamanthes für Aulus Plautius Montanus;<br />
III. Eisu Ap Comux für sich selbst;<br />
IV. Bonni für sich selbst</span></span></span></div>
</td></tr></table>
<br />
Schon viele Tage vor dem Beginn des Wagenrennens waren Landarbeiter zu sehen, die Erde auf dem Marsfeld sorgfältig fest traten, stellenweise mit Rohren  entwässerten und  Vertiefungen mit Sand ausbesserten.<br />
<br />
Die beabsichtigte Fläche war etwa zwei olympische Stadien<span style="color: #aaaaaa;" class="mycode_color"> (386m )</span> lang und ein halbes  Stadium <span style="color: #aaaaaa;" class="mycode_color">(96,5 m)</span> breit. An den Längsseiten waren Absperrungen und hözerne Tribünen für die Zuschauer und eine separierte für den Ausrichter des Rennens und die Familien hohen  Standes errichtet worden. <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=253&amp;pid=2007#pid2007" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;</a><br />
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In der Mitte der Fläche verlief die sogenannte <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">spina</span>, das „Rückgrat“, eine Erdaufschüttung. Sie war etwa vierhundertsechs Fuß <span style="color: #aaaaaa;" class="mycode_color">(120m)</span> lang .Zu ihren Enden stand je eine mannshohe Säule aus Messing, um die Stelle deutlich sichtbar zu markieren. Um diese Endpunkte herum mussten die Wagenlenker so eng wie möglich ihre Pferde führen, und die <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">metae</span> waren gefürchtet unfallträchtig.<br />
<br />
In der Spina selbst standen eine Vorrichtung, an der sieben rote Fahnen hochgezogen werden konnten, um die jeweilige Runde anzuzeigen, und eine Statue der Göttin Britannia, zu deren Ehre das Spektakel stattfinden sollte.<br />
Die Anfangslinie und das Ziel waren mit Linien aus Kalk markiert .<br />
Die Plätze am Anfang würden ausgelost werden, und es war vorteilhaft, links zu starten, da man der Spina am nächsten war. Der Startplatz war quer mit einem Seil bespannt. <br />
Überall standen Schreiber, die die Aufgabe von Schiedsrichtern wahrnahmen.<br />
<br />
Das Rennen ging über sieben Runden und dauerte für gewöhnlich nicht länger als zehn Minuten. Auf gerader Strecke konnten Geschwindigkeiten von bis zu <span style="color: #aaaaaa;" class="mycode_color">75 km/h</span> erreicht werden. Vor den Wendemarken musste das Tempo dann auf etwa <span style="color: #aaaaaa;" class="mycode_color">25-30 km/h </span>gedrosselt werden. Das stärkste und erfahrenste Pferd eines Gespanns lief ganz gleich ob Biga oder Quadriga daher immer als Leitpferd auf der linken Seite und gab die Geschwindigkeit vor. <br />
<br />
Das Rennen begann, wenn der Ausrichter ein weißes Tuch warf und dieses den Boden berührte. Dann fiel sofort das Seil.  <br />
Es wurde erwartet, dass alle Gespanne auf ihren Bahnen starteten, um eine anfängliche Karambolage zu vermeiden, doch dann gab es kaum noch Regeln. Auch manche Finte war erlaubt, wie die Fahrbahn zu wechseln, dem Gegner den Weg abzuschneiden; nur bei technischen Manipulationen der Wagen wie dem Ausfahren von Sicheln konnte der Fahrer disqualifiziert werden. <br />
<br />
Die Wagen durchmaßen die Bahn im Gegenuhrzeigersinn bis zur hinteren Messingsäule, bogen um diese herum und fuhren auf der linken Seite die Spina wieder zurück. Dieser Doppellauf wurde siebenmal wiederholt. Damit die Zuschauer in jedem Augenblick wissen konnten, wie viele von den sieben Umläufen eines Rennens bereits gemacht waren, wurde nach dem das erste Gespann die Runde bewältigt hatte, eine Fahne hochgezogen.<br />
<br />
Der improvisierte Circus konnte sich nicht mit den prächtigen Spielstätten von Rom oder den großen Provinzstädten vergleichen, doch so lange es mutige Fahrer und ein jubelndes Publikum gab, sollte der Wagenrennsport auch in Iscalis so beliebt sein wie im übrigen Römischen Reich.<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/0NnhhCL3/Wagenrennenbunt-1.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Wagenrennenbunt-1.jpg]" class="mycode_img" /></a><br />
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