<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Forum - Forum Iscalis]]></title>
		<link>https://adlerchronik.de/</link>
		<description><![CDATA[Forum - https://adlerchronik.de]]></description>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 11:08:20 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Was unverhofft geschieht]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=973</link>
			<pubDate>Tue, 15 Jul 2025 15:13:57 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=5">Flavianus Pytheas</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=973</guid>
			<description><![CDATA[Ob <a href="https://adlerchronik.de/forumdisplay.php?fid=96" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Caecilius Taurus</a> schon die Mörser aus Rätien geliefert bekommen hatte, die Pytheas so schätzte? Sie hatten einen schwarzen,glänzenden Überzug, so dass kein Stäubchen beim Mörsern verloren ging. Dennoch arbeitete der griechische Medicus auch im dritten Jahr seines Hierseins noch mit den Pflanzen und Kräutern, die er bereits aus Rom kannte. Bei den Kelten fand sich seiner Ansicht nach mehr Aberglaube als echtes Wissen - zumindest bei den Kelten, die für ihn erreichbar waren. Vielleicht vertrauten sie ihm auch nicht genug. Kelten mit weitreichenden Kenntnissen konnte man für <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Druiden</span> halten, und die Römer hatten Druiden streng verboten. Flavianus Pytheas war ein römischer Freigelassener. <br />
<br />
Pytheas schulterte seine Tasche, die er immer dabei hatte, und überquerte mit langen Sprüngen auf den dafür vorgesehenen Steinen die Straße. Hier auf dem Forum drängten sich die Leute. Sie wollten lesen, was es an Neuigkeiten gab, das wurde für gewöhnlich von den offitziellen Stellen angeschlagen. Außerdem gab es noch Klatsch und Tratsch und Stellen- und Geschäftsanzeigen <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=119" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">an einer Wand</a>, die noch mehr Unterhaltung boten als die öffentlichen Bekanntmachungen. <br />
<br />
Der Medicus wollte der Menschentraube ausweichen, als ihn jemand heftig an seiner Tunika zupfte. Er drehte sich um. Vor ihm stand ein Junge, doch Pytheas brauchte sich nicht zu bücken; der Junge war fast so groß wie er, obwohl er noch ein halbes Kind war. Sein rotes Haar leuchtete fröhlich, aber seine Augen taten es nicht. Er hatte geweint, eine Tränenspur zog sich über sein Gesicht:<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Du bist Pitias Medicus?"</span>, fragte er auf Britonisch. Flavianus Pytheas verstand mittlerweile genug von der Sprache, damit er antworten konnte:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Der bin ich!"</span></span><br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Komm bitte mit. Meinem Vater geht es ganz arg schlecht. Er ist hingefallen"</span>,bat der Junge.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Wo ist er?"</span></span><br />
Der Junge deutete vage in die Richtung des Marktes.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Führe mich bitte zu ihm!"</span>,</span> verlangte Pytheas, und er ging schnell dem Jungen hinterher...<br />
<br />
<br />
<span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">*reserviert</span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ob <a href="https://adlerchronik.de/forumdisplay.php?fid=96" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Caecilius Taurus</a> schon die Mörser aus Rätien geliefert bekommen hatte, die Pytheas so schätzte? Sie hatten einen schwarzen,glänzenden Überzug, so dass kein Stäubchen beim Mörsern verloren ging. Dennoch arbeitete der griechische Medicus auch im dritten Jahr seines Hierseins noch mit den Pflanzen und Kräutern, die er bereits aus Rom kannte. Bei den Kelten fand sich seiner Ansicht nach mehr Aberglaube als echtes Wissen - zumindest bei den Kelten, die für ihn erreichbar waren. Vielleicht vertrauten sie ihm auch nicht genug. Kelten mit weitreichenden Kenntnissen konnte man für <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Druiden</span> halten, und die Römer hatten Druiden streng verboten. Flavianus Pytheas war ein römischer Freigelassener. <br />
<br />
Pytheas schulterte seine Tasche, die er immer dabei hatte, und überquerte mit langen Sprüngen auf den dafür vorgesehenen Steinen die Straße. Hier auf dem Forum drängten sich die Leute. Sie wollten lesen, was es an Neuigkeiten gab, das wurde für gewöhnlich von den offitziellen Stellen angeschlagen. Außerdem gab es noch Klatsch und Tratsch und Stellen- und Geschäftsanzeigen <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=119" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">an einer Wand</a>, die noch mehr Unterhaltung boten als die öffentlichen Bekanntmachungen. <br />
<br />
Der Medicus wollte der Menschentraube ausweichen, als ihn jemand heftig an seiner Tunika zupfte. Er drehte sich um. Vor ihm stand ein Junge, doch Pytheas brauchte sich nicht zu bücken; der Junge war fast so groß wie er, obwohl er noch ein halbes Kind war. Sein rotes Haar leuchtete fröhlich, aber seine Augen taten es nicht. Er hatte geweint, eine Tränenspur zog sich über sein Gesicht:<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Du bist Pitias Medicus?"</span>, fragte er auf Britonisch. Flavianus Pytheas verstand mittlerweile genug von der Sprache, damit er antworten konnte:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Der bin ich!"</span></span><br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Komm bitte mit. Meinem Vater geht es ganz arg schlecht. Er ist hingefallen"</span>,bat der Junge.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Wo ist er?"</span></span><br />
Der Junge deutete vage in die Richtung des Marktes.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Führe mich bitte zu ihm!"</span>,</span> verlangte Pytheas, und er ging schnell dem Jungen hinterher...<br />
<br />
<br />
<span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">*reserviert</span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Convivium publicum zu Saturnalia]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=853</link>
			<pubDate>Tue, 17 Dec 2024 16:43:27 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=61">Chronist</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=853</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Auf dem Forum nahe des Grazienbrunnens<br />
</span></span></div>
<br />
<br />
Ein weiteres Jahr ging zu Ende und Iscalis beging die Feierlichkeiten zu Ehren Saturns. Da es ein neues Kaiserjahr war, hatten sich die Stadtverwaltung und betuchte Bürger der Stadt nicht lumpen lassen und ein ansehnliches öffentliches Festmahl wurde bereitgestellt. Schon zum ersten Hahnenschrei begannen allerlei Handwerker und Händler der kleinen Stadt damit ihre Waren zur Bewirtung der Bevölkerung zum Festplatz zu karren, Tische und Stühle wurden gestern schon aufgestellt und eine kleine Holzbühne ward zusammengezimmert worden. Kurz vor der Mittagsstunde war dank der harten Arbeit der Bevölkerung der Festplatz voll mit Tischen und Stühlen und einige der Frauen schmückten diese noch, damit alles noch festlicher aussah.<br />
<br />
Nahe der kleinen Bühne befand sich ein einfaches Gehege aus Stöcken und Seilen, in dem sich einige Tiere befanden sowie große Weidenkörbe mit allerlei Säcken, Stoffen und dergleichen, die von zwei großen Kerlen bewacht wurden, damit die reichen Gaben nicht gemopst wurden. Diese würden später am Tag verlost und Holzschilder mit eingeritzten Namen, die lose an das Gehege gehängt wurden, offenbarten die Namen der edlen Spender dieser vorzüglichen Geschenke. Am Eingang des Festplatzes standen bereits Beutel mit den Holzplättchen bereit, die mit eingeritzten Zahlen für die Verlosung versehen waren und später an die Besucher verteilt wurden.<br />
<br />
Neben dem Ausschank für Getränke und den Stationen für die Speisen, befanden sich auch noch kleinere Buden mit Süßigkeiten, Nüssen, kleinen Geschenken wie einfache Ton- und Holzstatuetten des Gottes Saturn, Beutelchen mit Würfeln, Bündel mit Herbstblumen und anderer Aufmerksamkeiten, die man für kleines Geld erwerben konnte. Auch hatte einer der Händler seine Bude mit Weihrauch bestückt, der hier in der Provinz doch sehr empfindlich teuer war, aber eine beliebte Opfergabe an die Götter. An hohen Festtagen gab es doch immer genug Leute, die ihren eigenen Geldbeutel öffneten oder ihre Gewinne vom Würfeln oder der Verlosung direkt in Weihrauch investierten, um diesen dem Gott Saturn zu opfern.<br />
<br />
Als der Mittag hereinbrach, begannen die Bürger und Einwohner von Iscalis auf den Platz zu strömen und die Feierlichkeiten konnten beginnen. Io Saturnalia!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Auf dem Forum nahe des Grazienbrunnens<br />
</span></span></div>
<br />
<br />
Ein weiteres Jahr ging zu Ende und Iscalis beging die Feierlichkeiten zu Ehren Saturns. Da es ein neues Kaiserjahr war, hatten sich die Stadtverwaltung und betuchte Bürger der Stadt nicht lumpen lassen und ein ansehnliches öffentliches Festmahl wurde bereitgestellt. Schon zum ersten Hahnenschrei begannen allerlei Handwerker und Händler der kleinen Stadt damit ihre Waren zur Bewirtung der Bevölkerung zum Festplatz zu karren, Tische und Stühle wurden gestern schon aufgestellt und eine kleine Holzbühne ward zusammengezimmert worden. Kurz vor der Mittagsstunde war dank der harten Arbeit der Bevölkerung der Festplatz voll mit Tischen und Stühlen und einige der Frauen schmückten diese noch, damit alles noch festlicher aussah.<br />
<br />
Nahe der kleinen Bühne befand sich ein einfaches Gehege aus Stöcken und Seilen, in dem sich einige Tiere befanden sowie große Weidenkörbe mit allerlei Säcken, Stoffen und dergleichen, die von zwei großen Kerlen bewacht wurden, damit die reichen Gaben nicht gemopst wurden. Diese würden später am Tag verlost und Holzschilder mit eingeritzten Namen, die lose an das Gehege gehängt wurden, offenbarten die Namen der edlen Spender dieser vorzüglichen Geschenke. Am Eingang des Festplatzes standen bereits Beutel mit den Holzplättchen bereit, die mit eingeritzten Zahlen für die Verlosung versehen waren und später an die Besucher verteilt wurden.<br />
<br />
Neben dem Ausschank für Getränke und den Stationen für die Speisen, befanden sich auch noch kleinere Buden mit Süßigkeiten, Nüssen, kleinen Geschenken wie einfache Ton- und Holzstatuetten des Gottes Saturn, Beutelchen mit Würfeln, Bündel mit Herbstblumen und anderer Aufmerksamkeiten, die man für kleines Geld erwerben konnte. Auch hatte einer der Händler seine Bude mit Weihrauch bestückt, der hier in der Provinz doch sehr empfindlich teuer war, aber eine beliebte Opfergabe an die Götter. An hohen Festtagen gab es doch immer genug Leute, die ihren eigenen Geldbeutel öffneten oder ihre Gewinne vom Würfeln oder der Verlosung direkt in Weihrauch investierten, um diesen dem Gott Saturn zu opfern.<br />
<br />
Als der Mittag hereinbrach, begannen die Bürger und Einwohner von Iscalis auf den Platz zu strömen und die Feierlichkeiten konnten beginnen. Io Saturnalia!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hundert Jahre Einsamkeit: Am Rande des Brunnenfestes]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=768</link>
			<pubDate>Wed, 04 Sep 2024 14:42:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=120">Norbana Orestilla</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=768</guid>
			<description><![CDATA[Papa war schon eine ganze Weile fort. Er hatte mich einfach zurückgelassen. Ich war ganz allein!<br />
<br />
Nun ja, das stimmte nicht ganz. Denn natürlich waren da ja noch die Sklaven. Wenigstens hatte er mir Nicander gelassen, nachdem er Cassia verkauft hatte. Nun war er mit seinem Schüler schon seit Wochen, ach was, seit Monaten fort und ich hatte schon lange kein Lebenszeichen mehr von ihm erhalten. Ich wusste gar nicht, ob er noch am Leben war, oder bereits längst im Elysium weilte. Jeden Tag betete ich zu den Göttern und opferte ihnen fast wöchentlich, dass er bald wieder wohlbehalten zu mir zurückkehrte. Bisher  hatten sie mein Bitten und Flehen aber nicht erhört.<br />
Hätte ich gewusst, dass ich hier versauern würde, wäre ich niemals freiwillig mit nach Britannien gekommen! Nun saß ich in diesem öden Kaff fest, dass Massilia nicht mal ansatzweise Weise das Wasser reichen konnte. Das schlimmste aber war, ich vermisste ganz fürchterlich meine Freundinnen. Natürlich schickte ich ihnen regelmäßig Briefe. Aber bis ihre Antwortbriefe hier eintrafen, vergingen oft viele Wochen. <br />
<br />
Ich brauchte dringend ein paar neue Freundinnen! Eine gute Gelegenheit dazu erschien mir das Einweihungsfest für diesen Brunnen zu sein, den ein einheimischer Künstler - ein echter Barbar mit langen blonden Haaren – angefertigt hatte. Ich hatte mir Nicander geschnappt und ihm gesagt, dass er mich begleiten sollte. <br />
<br />
Na ja, der Brunnen sah ganz hübsch aus und auch das Essen, welches es umsonst gab, schien lecker zu sein. Zumindest roch es gut. Aber neue Freundinnen schien es hier nicht an jeder Straßenecke zu geben. Mein Blick war zwar kurzfristig auf zwei jüngere Frauen gefallen, die allerhöchstens zwei oder vielleicht auch drei Jahre älter als ich waren. Die eine glich mehr einer Bohnenstange. mit der es Mutter Natur nicht ganz so gut gemeint hatte. Bei näherem Hinsehen merkte ich auch bald, dass die beiden nicht nur schon verheiratet waren, sondern bereits schon schwanger waren. Wahrscheinlich würden sie sich mit einem 'kleinen Mädchen' wie mir gar nicht abgeben wollen. <br />
<br />
Dann hatte ich auch noch Cassia flüchtig gesehen. Sie hielt ein kleines Mädchen auf dem Arm und trug es die ganze Zeit mit sich herum. Sie schien sehr beschäftig zu sein. Offenbar war sie in einem guten Haus  gelandet, mit einer freundlichen Herrschaft. Das freute mich für sie und machte mich auch gleichzeitig traurig. Ich wagte es nicht, sie anzusprechen, um zu vermeiden, dass ich hier vor allen Leuten auch noch losheulte, wie ein Kleinkind, dem man sein Spielzeug abgenommen hatte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Ach Nicander,"</span> seufzte ich schwer zu meinem Sklaven. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"ich glaube, wir sollten wieder nach Hause gehen."</span><br />
Eigentlich hätte ich noch etwas essen können. Die leckeren gebratenen Würstchen die es am Essensstand gab, rochen wirklich verführerisch. Aber irgendwie war mir der Hunger vergangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Papa war schon eine ganze Weile fort. Er hatte mich einfach zurückgelassen. Ich war ganz allein!<br />
<br />
Nun ja, das stimmte nicht ganz. Denn natürlich waren da ja noch die Sklaven. Wenigstens hatte er mir Nicander gelassen, nachdem er Cassia verkauft hatte. Nun war er mit seinem Schüler schon seit Wochen, ach was, seit Monaten fort und ich hatte schon lange kein Lebenszeichen mehr von ihm erhalten. Ich wusste gar nicht, ob er noch am Leben war, oder bereits längst im Elysium weilte. Jeden Tag betete ich zu den Göttern und opferte ihnen fast wöchentlich, dass er bald wieder wohlbehalten zu mir zurückkehrte. Bisher  hatten sie mein Bitten und Flehen aber nicht erhört.<br />
Hätte ich gewusst, dass ich hier versauern würde, wäre ich niemals freiwillig mit nach Britannien gekommen! Nun saß ich in diesem öden Kaff fest, dass Massilia nicht mal ansatzweise Weise das Wasser reichen konnte. Das schlimmste aber war, ich vermisste ganz fürchterlich meine Freundinnen. Natürlich schickte ich ihnen regelmäßig Briefe. Aber bis ihre Antwortbriefe hier eintrafen, vergingen oft viele Wochen. <br />
<br />
Ich brauchte dringend ein paar neue Freundinnen! Eine gute Gelegenheit dazu erschien mir das Einweihungsfest für diesen Brunnen zu sein, den ein einheimischer Künstler - ein echter Barbar mit langen blonden Haaren – angefertigt hatte. Ich hatte mir Nicander geschnappt und ihm gesagt, dass er mich begleiten sollte. <br />
<br />
Na ja, der Brunnen sah ganz hübsch aus und auch das Essen, welches es umsonst gab, schien lecker zu sein. Zumindest roch es gut. Aber neue Freundinnen schien es hier nicht an jeder Straßenecke zu geben. Mein Blick war zwar kurzfristig auf zwei jüngere Frauen gefallen, die allerhöchstens zwei oder vielleicht auch drei Jahre älter als ich waren. Die eine glich mehr einer Bohnenstange. mit der es Mutter Natur nicht ganz so gut gemeint hatte. Bei näherem Hinsehen merkte ich auch bald, dass die beiden nicht nur schon verheiratet waren, sondern bereits schon schwanger waren. Wahrscheinlich würden sie sich mit einem 'kleinen Mädchen' wie mir gar nicht abgeben wollen. <br />
<br />
Dann hatte ich auch noch Cassia flüchtig gesehen. Sie hielt ein kleines Mädchen auf dem Arm und trug es die ganze Zeit mit sich herum. Sie schien sehr beschäftig zu sein. Offenbar war sie in einem guten Haus  gelandet, mit einer freundlichen Herrschaft. Das freute mich für sie und machte mich auch gleichzeitig traurig. Ich wagte es nicht, sie anzusprechen, um zu vermeiden, dass ich hier vor allen Leuten auch noch losheulte, wie ein Kleinkind, dem man sein Spielzeug abgenommen hatte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Ach Nicander,"</span> seufzte ich schwer zu meinem Sklaven. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"ich glaube, wir sollten wieder nach Hause gehen."</span><br />
Eigentlich hätte ich noch etwas essen können. Die leckeren gebratenen Würstchen die es am Essensstand gab, rochen wirklich verführerisch. Aber irgendwie war mir der Hunger vergangen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Am Brunnen vor dem Tore - Einweihung des Grazienbrunnens]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=738</link>
			<pubDate>Fri, 02 Aug 2024 13:44:52 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=3">Tiberius Furius Saturninus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=738</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/K8yyLBbC/Aglaia-Brunnen1.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Aglaia-Brunnen1.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="3" class="tborder" style="width:50%;"><tr><td  valign="top" align="center" style="background-color:#6E5A18;"> <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369B;" class="mycode_color">GESTIFTET VON AULUS FURIUS CARUS FÜR DIE EINWOHNER VON ISCALIS<br />
LICINIANUS OWEN AUS CHEDDAR HAT MICH GESTALTET</span> </span></td></tr></table>
<br />
</a></div>
Umweit des Gebäudes, in dem sich die Provinzialverwaltung befand, standen für gewöhnlich Bürger Schlange, trafen sich, beredeten etwas oder erledigten Geschäfte.<br />
Wasser spendete bisher ein schon in die Jahre gekommener Brunnen. Da Iscalis nicht allzu groß war, wurde es vom Iscafluss aus nicht durch ein steinernes Aquädukt, sondern durch mit Ziegelwerk abgedeckte Kanäle oder teilweise auch Deichelleitungen aus Holzstämmen  versorgt. Eine Dole führte Wasser bis zum Forum. Saturninus hatte den alten Brunnen abreißen, ein neues Marmorbecken errichtet und Iscalis Bronzestatuen gestiftet, <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=669&amp;pid=9970#pid9970" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">die ein einheimischer Schmied, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Licinianus Owen,</span></a> seit dem Besuch und lobenden Worten  des Legatus Augusti <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Petilius Rufus</span> nahezu ein <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Shooting Star</span> unter den lokalen Kunstschmieden, gestaltet hatte: <br />
Sie stellten drei tanzende Grazien dar. Nur Saturninus und Owen wussten, dass eine der Grazien nach einem lebenden Modell gearbeitet worden war. Sie trug die Züge der Hetäre <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Aglaia</span>, der beide Männer auf ihre Weise verfallen gewesen waren. Zumindest für den Stifter des Brunnens war Aglaia jedoch mittlerweile Geschichte, süße und bittere, doch durch die Distanz allmählich gemilderte Erinnerung.<br />
<br />
Der Stifter des Brunnens, der edle <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Euerget </span>- Wohltäter der Stadt - Carus  kannte jedoch gar keine Aglaia. Er hing nämlich an der Brust seiner Amme Phaedra, machte in die Windeln, schlief und schrie aus Leibeskräften, wenn er einmal nicht schlief.<br />
<br />
Der siebte Tag seit seiner Geburt war gekommen und vergangen. <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=475&amp;pid=10777#pid10777" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Saturninus und Serenas Sohn hatte den stolzen Namen <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Aulus Furius Carus </span>und seine goldene Bulla erhalten.</a> Sein Name war ins Familienbuch der Gens Furia eingetragen worden. Nicht nur er hatte Geschenke bekommen, sondern auch jeder Gast: Rosen, die mit Gold überzogen worden waren, Amphoren von bestem Falerner und weitere hübsche Kleinigkeiten.<br />
<br />
Heute aber sollte auch das Volk etwas haben. Für alle waren freies Essen und Trinken und Unterhaltung geplant, zudem gab es Ausrufer aus der furischen Dienerschaft, die stündlich verkündeten: <br />
<br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size">"Dankt dem edlen Aulus Furius Carus, Sohn des Furius Saturninus und Furia Serena für diesen Brunnen und dieses Fest!<br />
</span><br />
<br />
Das gemeinschaftliche Essen war bei <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=73&amp;pid=9281#pid9281" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Aulus Laenius Calvus' Taberna</a> und beim <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=73&amp;pid=8507#pid8507" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Thermopolium der der Nimue </a>bestellt worden, die beide alle Hände voll zu tun hatten. Es würde frisches Brot, es würde eingelegtes Gemüse, Eier, Kuchen und Opferfleisch von dem jungen Stier, der <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Neptun</span>, dem Gott des Meeres, doch auch aller fließenden Gewässer, Quellen und Brunnen unten am Iscafluss dargebracht worden war, serviert werden. Der Stier war gesund gewesen und ergeben in sein Schicksal getrottet, was als gutes Zeichen galt.<br />
<br />
Zur Feier des Tages würde ab den Abendstunden statt Wasser Wein aus dem Brunnenrohr laufen. Kein Falerner, sondern ein einheimischer; trotzdem fand Saturninus das einen netten Überraschungseffekt.<br />
<br />
<span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">[ Sim off:</span> </span><span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Bild erstellt mit artbreeder]</span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/K8yyLBbC/Aglaia-Brunnen1.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Aglaia-Brunnen1.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="3" class="tborder" style="width:50%;"><tr><td  valign="top" align="center" style="background-color:#6E5A18;"> <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369B;" class="mycode_color">GESTIFTET VON AULUS FURIUS CARUS FÜR DIE EINWOHNER VON ISCALIS<br />
LICINIANUS OWEN AUS CHEDDAR HAT MICH GESTALTET</span> </span></td></tr></table>
<br />
</a></div>
Umweit des Gebäudes, in dem sich die Provinzialverwaltung befand, standen für gewöhnlich Bürger Schlange, trafen sich, beredeten etwas oder erledigten Geschäfte.<br />
Wasser spendete bisher ein schon in die Jahre gekommener Brunnen. Da Iscalis nicht allzu groß war, wurde es vom Iscafluss aus nicht durch ein steinernes Aquädukt, sondern durch mit Ziegelwerk abgedeckte Kanäle oder teilweise auch Deichelleitungen aus Holzstämmen  versorgt. Eine Dole führte Wasser bis zum Forum. Saturninus hatte den alten Brunnen abreißen, ein neues Marmorbecken errichtet und Iscalis Bronzestatuen gestiftet, <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=669&amp;pid=9970#pid9970" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">die ein einheimischer Schmied, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Licinianus Owen,</span></a> seit dem Besuch und lobenden Worten  des Legatus Augusti <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Petilius Rufus</span> nahezu ein <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Shooting Star</span> unter den lokalen Kunstschmieden, gestaltet hatte: <br />
Sie stellten drei tanzende Grazien dar. Nur Saturninus und Owen wussten, dass eine der Grazien nach einem lebenden Modell gearbeitet worden war. Sie trug die Züge der Hetäre <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Aglaia</span>, der beide Männer auf ihre Weise verfallen gewesen waren. Zumindest für den Stifter des Brunnens war Aglaia jedoch mittlerweile Geschichte, süße und bittere, doch durch die Distanz allmählich gemilderte Erinnerung.<br />
<br />
Der Stifter des Brunnens, der edle <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Euerget </span>- Wohltäter der Stadt - Carus  kannte jedoch gar keine Aglaia. Er hing nämlich an der Brust seiner Amme Phaedra, machte in die Windeln, schlief und schrie aus Leibeskräften, wenn er einmal nicht schlief.<br />
<br />
Der siebte Tag seit seiner Geburt war gekommen und vergangen. <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=475&amp;pid=10777#pid10777" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Saturninus und Serenas Sohn hatte den stolzen Namen <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Aulus Furius Carus </span>und seine goldene Bulla erhalten.</a> Sein Name war ins Familienbuch der Gens Furia eingetragen worden. Nicht nur er hatte Geschenke bekommen, sondern auch jeder Gast: Rosen, die mit Gold überzogen worden waren, Amphoren von bestem Falerner und weitere hübsche Kleinigkeiten.<br />
<br />
Heute aber sollte auch das Volk etwas haben. Für alle waren freies Essen und Trinken und Unterhaltung geplant, zudem gab es Ausrufer aus der furischen Dienerschaft, die stündlich verkündeten: <br />
<br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size">"Dankt dem edlen Aulus Furius Carus, Sohn des Furius Saturninus und Furia Serena für diesen Brunnen und dieses Fest!<br />
</span><br />
<br />
Das gemeinschaftliche Essen war bei <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=73&amp;pid=9281#pid9281" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Aulus Laenius Calvus' Taberna</a> und beim <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=73&amp;pid=8507#pid8507" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Thermopolium der der Nimue </a>bestellt worden, die beide alle Hände voll zu tun hatten. Es würde frisches Brot, es würde eingelegtes Gemüse, Eier, Kuchen und Opferfleisch von dem jungen Stier, der <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Neptun</span>, dem Gott des Meeres, doch auch aller fließenden Gewässer, Quellen und Brunnen unten am Iscafluss dargebracht worden war, serviert werden. Der Stier war gesund gewesen und ergeben in sein Schicksal getrottet, was als gutes Zeichen galt.<br />
<br />
Zur Feier des Tages würde ab den Abendstunden statt Wasser Wein aus dem Brunnenrohr laufen. Kein Falerner, sondern ein einheimischer; trotzdem fand Saturninus das einen netten Überraschungseffekt.<br />
<br />
<span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">[ Sim off:</span> </span><span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Bild erstellt mit artbreeder]</span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Bergwerkskatastrophe]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=633</link>
			<pubDate>Wed, 31 Jan 2024 15:22:34 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=61">Chronist</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=633</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote class="mycode_quote"><cite><span> (01-22-2024, 06:13 PM)</span>Chronist schrieb:  <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?pid=8989#pid8989" class="quick_jump"></a></cite><span style="color: #ffc95f;" class="mycode_color">Die Erde bebte. Es war wie das Grollen aus dem Magen eines hungrigen Tieres. Erst konnte man es für ein anziehendes Gewitter halten, doch der Blick in den Himmel verriet, dass dieser völlig klar war. Eisblau wölbte er sich über Iscalis, kein Wölkchen war in Sicht.<br />
<br />
Dann stieg eine graue Wolke aus nordwestlicher Richtung auf, direkt von da, wo die Silber- und Bleiminen von Iscalis lagen. Sie schien aus Staub oder Asche zu bestehen, niemals hatte man so etwas gesehen. Den Göttern sein Dank wehte an diesem Tag der Wind aus Westen. So schlug sie nicht über der Stadt nieder, sondern wurde weiter in die Berge getrieben.<br />
<br />
Gegen Nachmittag kehrten die ersten Ochsenwagenbetreiber zurück und berichteten, dass die Zufahrtsstraße, über die Silber und Blei nach draußen und Sklaven nach drinnen getrieben wurden, ganz und gar mit Geröll und großen Steinbrocken verschüttet war. Niemand kam heraus und niemand hinein. Andere sprachen von seltsamen Schatten auf der Erde und eigentümlichen Schreien in der Luft.<br />
<br />
Ritter Decimus Balventius Varro hatte vor Einbruch dieses Herbstes die Minenpacht an seinen Standesgenossen Herius Marcius Galeo (NSC) abgegeben, um nach Rom zurückzukehren. * <br />
Galeo selbst war ein treuer Sachwalter des Kaisers, ohne jegliche Sentimentalität und ohne jegliche Phantasie.<br />
<br />
Der Ritter saß gerade bei einem frugalen Mahl in seiner Villa, als ihn die Nachricht von der Explosion erreichte. So schnell hätte man dem bereits älteren, sehnigen Mann nicht zugetraut, sich zu erheben, dabei fast den Tisch umzuwerfen und ein Pferd satteln zu lassen.<br />
<br />
Nur begleitet von seinem engsten Gefolge kam er in der Zivilverwaltung an. Um keine Zeit zu verlieren, hatte er sich unterwegs informieren lassen: <br />
Die Mine war wohl eingestürzt, die sich darin befindenden Wachen und Sklaven vom Schutt begraben. Die Zufahrtsstraße nach Iscalis war verschüttet. Das Silber verloren.  Es war nichts weniger als eine Katastrophe, die die aufstrebende Stadt Iscalis heimgesucht hatte. <br />
</span><br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">*  Sim off: Ist mit dem Spieler abgesprochen </span></span><br />
<hr class="mycode_hr" /></blockquote><br />
In Britannien gab es nie Erdbeben. Man konnte nicht sagen: Überhaupt nicht, aber kein Mensch erinnerte sich daran, wann je eines stattgefunden hatte. Daher hatte das unheimliche Grollen in der Ferne die Iscaler erst beunruhigt, als es kaum zu überhören war. Sie waren aus ihren Häusern gekommen und schauten angestrengt nach Nordwesten, dort wo sich eine Rauchwolke über den Wäldern erhob.<br />
In dieser Situation kam Herius Marcius Galeo auf dem Marktplatz an. Am Stadttor hatte er den Wachen Auskunft gegeben. Die Auskunft hatte sich schneller verbreitet als seine Ankunft. Als man ihn sah, umnringte man ihn und fragte schon:<br />
"Ist es wahr, dass die Mine eingestützt ist?!", <br />
"Ist es wahr, dass die Zufahrtstraße verschüttet ist?!"<br />
Ja, ja und nochmals ja erwiderte Galeo. Nach den Sklaven erkundigte sich keiner, das waren Menschen ohne Familienbande, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Wegwerfarbeiter.</span> Aber plötzlich fragte jemand:<br />
"Und die Arbeiter drinnen? Was ist mit den Arbeitern in der Mine geschehen?"<br />
Galeo zuckte die Schultern. Sein Gesicht war aschfahl und wirkte eingefallen. <br />
Was aus den freien Bergleuten, die sich meist aus Kelten aus Cheddar und Umgebung rekrutierten,  geworden war, konnte er gar nicht beantworten. Er war so schnell wie möglich gekommen, um die Zivilverwaltung und die Legio II Augusta zu alarmieren. Die Soldaten würden ihm helfen müssen, die Überlebenden der Explosion zu retten.<br />
<br />
Auf der Treppe drehte er sich noch einmal um: "Wir werden tun, was wir können, um unsere Leute da rauszuholen!", versprach er und lief mit wehender Toga weiter. Die Legionäre, die von dem Unglück gehört hatten, ließen ihn passieren <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=635&amp;pid=9164#pid9164" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="mycode_quote"><cite><span> (01-22-2024, 06:13 PM)</span>Chronist schrieb:  <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?pid=8989#pid8989" class="quick_jump"></a></cite><span style="color: #ffc95f;" class="mycode_color">Die Erde bebte. Es war wie das Grollen aus dem Magen eines hungrigen Tieres. Erst konnte man es für ein anziehendes Gewitter halten, doch der Blick in den Himmel verriet, dass dieser völlig klar war. Eisblau wölbte er sich über Iscalis, kein Wölkchen war in Sicht.<br />
<br />
Dann stieg eine graue Wolke aus nordwestlicher Richtung auf, direkt von da, wo die Silber- und Bleiminen von Iscalis lagen. Sie schien aus Staub oder Asche zu bestehen, niemals hatte man so etwas gesehen. Den Göttern sein Dank wehte an diesem Tag der Wind aus Westen. So schlug sie nicht über der Stadt nieder, sondern wurde weiter in die Berge getrieben.<br />
<br />
Gegen Nachmittag kehrten die ersten Ochsenwagenbetreiber zurück und berichteten, dass die Zufahrtsstraße, über die Silber und Blei nach draußen und Sklaven nach drinnen getrieben wurden, ganz und gar mit Geröll und großen Steinbrocken verschüttet war. Niemand kam heraus und niemand hinein. Andere sprachen von seltsamen Schatten auf der Erde und eigentümlichen Schreien in der Luft.<br />
<br />
Ritter Decimus Balventius Varro hatte vor Einbruch dieses Herbstes die Minenpacht an seinen Standesgenossen Herius Marcius Galeo (NSC) abgegeben, um nach Rom zurückzukehren. * <br />
Galeo selbst war ein treuer Sachwalter des Kaisers, ohne jegliche Sentimentalität und ohne jegliche Phantasie.<br />
<br />
Der Ritter saß gerade bei einem frugalen Mahl in seiner Villa, als ihn die Nachricht von der Explosion erreichte. So schnell hätte man dem bereits älteren, sehnigen Mann nicht zugetraut, sich zu erheben, dabei fast den Tisch umzuwerfen und ein Pferd satteln zu lassen.<br />
<br />
Nur begleitet von seinem engsten Gefolge kam er in der Zivilverwaltung an. Um keine Zeit zu verlieren, hatte er sich unterwegs informieren lassen: <br />
Die Mine war wohl eingestürzt, die sich darin befindenden Wachen und Sklaven vom Schutt begraben. Die Zufahrtsstraße nach Iscalis war verschüttet. Das Silber verloren.  Es war nichts weniger als eine Katastrophe, die die aufstrebende Stadt Iscalis heimgesucht hatte. <br />
</span><br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">*  Sim off: Ist mit dem Spieler abgesprochen </span></span><br />
<hr class="mycode_hr" /></blockquote><br />
In Britannien gab es nie Erdbeben. Man konnte nicht sagen: Überhaupt nicht, aber kein Mensch erinnerte sich daran, wann je eines stattgefunden hatte. Daher hatte das unheimliche Grollen in der Ferne die Iscaler erst beunruhigt, als es kaum zu überhören war. Sie waren aus ihren Häusern gekommen und schauten angestrengt nach Nordwesten, dort wo sich eine Rauchwolke über den Wäldern erhob.<br />
In dieser Situation kam Herius Marcius Galeo auf dem Marktplatz an. Am Stadttor hatte er den Wachen Auskunft gegeben. Die Auskunft hatte sich schneller verbreitet als seine Ankunft. Als man ihn sah, umnringte man ihn und fragte schon:<br />
"Ist es wahr, dass die Mine eingestützt ist?!", <br />
"Ist es wahr, dass die Zufahrtstraße verschüttet ist?!"<br />
Ja, ja und nochmals ja erwiderte Galeo. Nach den Sklaven erkundigte sich keiner, das waren Menschen ohne Familienbande, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Wegwerfarbeiter.</span> Aber plötzlich fragte jemand:<br />
"Und die Arbeiter drinnen? Was ist mit den Arbeitern in der Mine geschehen?"<br />
Galeo zuckte die Schultern. Sein Gesicht war aschfahl und wirkte eingefallen. <br />
Was aus den freien Bergleuten, die sich meist aus Kelten aus Cheddar und Umgebung rekrutierten,  geworden war, konnte er gar nicht beantworten. Er war so schnell wie möglich gekommen, um die Zivilverwaltung und die Legio II Augusta zu alarmieren. Die Soldaten würden ihm helfen müssen, die Überlebenden der Explosion zu retten.<br />
<br />
Auf der Treppe drehte er sich noch einmal um: "Wir werden tun, was wir können, um unsere Leute da rauszuholen!", versprach er und lief mit wehender Toga weiter. Die Legionäre, die von dem Unglück gehört hatten, ließen ihn passieren <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=635&amp;pid=9164#pid9164" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[[Vor der Tageszeitung] Das Stimmen der Instrumente]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=624</link>
			<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 11:16:08 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=3">Tiberius Furius Saturninus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=624</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">In der Politik ist es wie im Konzert: Ungeübte Ohren halten das Stimmen der Instrumente schon für Musik."   </span></span></div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Anatole France<br />
</span></span></div>
<br />
<br />
Saturninus las den<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=195&amp;pid=8919#pid8919" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"> Leserbrief,</a> den Falco geschrieben hatte. Ein wenig zuckte er zusammen bei dem Wort "Unfähig" und der Bemerkung, dass die Bauten an der Stadtmauer nicht weitergingen. Eine Aufstellung von berufsmäßigen Vigilen musste der Statthalter genehmigen. Das hatte er allerdings schon abgenickt, bevor er abgereist war.* Alles würde Geld kosten, viel Geld und die Gefahr bestand, dass die Bürger, die erst einmal "Hurra!" riefen, wenn etwas Neues getan werden sollte, sich dann weigerten, wenn es an ihren eigenen Geldbeutel ging. Der Furius war gespannt, was Philus nun dazu schreiben würde.<br />
Da entdeckte Saturninus dessen <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=195&amp;pid=8991#pid8991" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Brief</a>. Ohne es zu wollen, war er beeindruckt.  Wenn Nautius Philus genauso gut redete wie schrieb, würde er als Redner zweifellos auch auf das Wahlvolk Eindruck machen. Zudem war er in der Toga und den Purpurstreifen auch eine glänzende Erscheinung (man glaubte gar nicht, wie viele Wähler zuhause ihre Frauen fragten, wem denn sie ihre Stimme geben würden) Jeder Wähler und damit auch Saturninus hatte <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=408&amp;pid=5600#pid5600" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">drei Stimmen</a>, zwei davon  waren für diese seine Verbündeten bestimmt. <br />
<br />
Der Princeps Officii schlug schnellen Schrittes die Richtung zu seinem Officium ein. Wenn nicht viel los war, würde er schon gleich einmal eine Gegenrede entwerfen. <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=195&amp;pid=9010#pid9010" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;&gt;</a><br />
<br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Sim off:*wurde nicht ausgespielt, ist jedoch abgesprochen</span></span>  <br />
<hr class="mycode_hr" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"<span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">In der Politik ist es wie im Konzert: Ungeübte Ohren halten das Stimmen der Instrumente schon für Musik."   </span></span></div>
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Anatole France<br />
</span></span></div>
<br />
<br />
Saturninus las den<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=195&amp;pid=8919#pid8919" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"> Leserbrief,</a> den Falco geschrieben hatte. Ein wenig zuckte er zusammen bei dem Wort "Unfähig" und der Bemerkung, dass die Bauten an der Stadtmauer nicht weitergingen. Eine Aufstellung von berufsmäßigen Vigilen musste der Statthalter genehmigen. Das hatte er allerdings schon abgenickt, bevor er abgereist war.* Alles würde Geld kosten, viel Geld und die Gefahr bestand, dass die Bürger, die erst einmal "Hurra!" riefen, wenn etwas Neues getan werden sollte, sich dann weigerten, wenn es an ihren eigenen Geldbeutel ging. Der Furius war gespannt, was Philus nun dazu schreiben würde.<br />
Da entdeckte Saturninus dessen <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=195&amp;pid=8991#pid8991" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Brief</a>. Ohne es zu wollen, war er beeindruckt.  Wenn Nautius Philus genauso gut redete wie schrieb, würde er als Redner zweifellos auch auf das Wahlvolk Eindruck machen. Zudem war er in der Toga und den Purpurstreifen auch eine glänzende Erscheinung (man glaubte gar nicht, wie viele Wähler zuhause ihre Frauen fragten, wem denn sie ihre Stimme geben würden) Jeder Wähler und damit auch Saturninus hatte <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=408&amp;pid=5600#pid5600" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">drei Stimmen</a>, zwei davon  waren für diese seine Verbündeten bestimmt. <br />
<br />
Der Princeps Officii schlug schnellen Schrittes die Richtung zu seinem Officium ein. Wenn nicht viel los war, würde er schon gleich einmal eine Gegenrede entwerfen. <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=195&amp;pid=9010#pid9010" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;&gt;</a><br />
<br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<span style="color: #ffff44;" class="mycode_color"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Sim off:*wurde nicht ausgespielt, ist jedoch abgesprochen</span></span>  <br />
<hr class="mycode_hr" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ankunft des Statthalters Lucius Petilius Rufus]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=553</link>
			<pubDate>Sun, 01 Oct 2023 15:31:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=108">Lucius Petilius Rufus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=553</guid>
			<description><![CDATA[Lucius Petilius Rufus stand in der von einem Legionär gelenkten Biga und winkte.<br />
<br />
<br />
Für seinen Einzug nach Iscalis war der Ablauf zuvor mittels Boten an die Stadtverwaltung übermittelt worden, so dass alle Stellen die notwendigen Maßnahmen ergreifen konnten. Vor der Stadt hatte sich der Zug aufgebaut, vorneweg die Musiker, die mit ihren Hörnern und Trompeten fröhliche Melodien spielten und die Bevölkerung auf die Ankunft des Stadthalters aufmerksam machten. Dann folgte ein Teil Fußsoldaten, dahinter die berittenen Equites Singulares, die dem Statthalter direkt unterstellt waren, und schließlich die Biga mit dem Legatus Augusti höchst selbst, umgeben von einigen Rutenbündel tragenden Liktoren. Danach folgten noch die Söhne einiger römischer Ritter oder Senatoren, die mit Rufus im Gefolge gereist waren, und schließlich noch mehr Militär, das mit prächtig polierten Rüstungen eindrucksvoll daran erinnerte, dass den Zug zu stören eine schlechte Idee wäre.<br />
<br />
<br />
Der Zug ging durch das südliche Tor und von da in gerader Linie bis zum Forum, wo die Stadt nun für ihr Empfangskomitee aufgestellt hatte. Winkend fuhr also Rufus den Weg entlang, angetan in eine strahlende Toga mit den breiten Purpurstreifen, da er hier in seiner zivilen Funktion primär auftrat und erst danach in seiner militärischen. Zum Schutz vor möglichen Attentaten trug er verdeckt unter der Toga ein Kettenhemd. Das Leben als Statthalter war nicht bequem.<br />
Am Forum machte nun der Zug eine kleine Biegung, so dass die ganze Pracht der Parade bestaunt werden konnte, bis Rufus schließlich vor den abgeordneten Vertretern der Stadt mit dem Wagen zum Stehen kam. Langsam stieg er vom Wagen und schritt die Treppe zu der Tribüne hinauf, um dort begrüßt zu werden und seinen Ehrenplatz einzunehmen. Auch hier galt wieder, dass der Gastgeber den Gast begrüßte und so das erste Wort demjenigen zufiel, wer auch immer von der Stadt dazu auserkoren worden war, ihn zu begrüßen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Lucius Petilius Rufus stand in der von einem Legionär gelenkten Biga und winkte.<br />
<br />
<br />
Für seinen Einzug nach Iscalis war der Ablauf zuvor mittels Boten an die Stadtverwaltung übermittelt worden, so dass alle Stellen die notwendigen Maßnahmen ergreifen konnten. Vor der Stadt hatte sich der Zug aufgebaut, vorneweg die Musiker, die mit ihren Hörnern und Trompeten fröhliche Melodien spielten und die Bevölkerung auf die Ankunft des Stadthalters aufmerksam machten. Dann folgte ein Teil Fußsoldaten, dahinter die berittenen Equites Singulares, die dem Statthalter direkt unterstellt waren, und schließlich die Biga mit dem Legatus Augusti höchst selbst, umgeben von einigen Rutenbündel tragenden Liktoren. Danach folgten noch die Söhne einiger römischer Ritter oder Senatoren, die mit Rufus im Gefolge gereist waren, und schließlich noch mehr Militär, das mit prächtig polierten Rüstungen eindrucksvoll daran erinnerte, dass den Zug zu stören eine schlechte Idee wäre.<br />
<br />
<br />
Der Zug ging durch das südliche Tor und von da in gerader Linie bis zum Forum, wo die Stadt nun für ihr Empfangskomitee aufgestellt hatte. Winkend fuhr also Rufus den Weg entlang, angetan in eine strahlende Toga mit den breiten Purpurstreifen, da er hier in seiner zivilen Funktion primär auftrat und erst danach in seiner militärischen. Zum Schutz vor möglichen Attentaten trug er verdeckt unter der Toga ein Kettenhemd. Das Leben als Statthalter war nicht bequem.<br />
Am Forum machte nun der Zug eine kleine Biegung, so dass die ganze Pracht der Parade bestaunt werden konnte, bis Rufus schließlich vor den abgeordneten Vertretern der Stadt mit dem Wagen zum Stehen kam. Langsam stieg er vom Wagen und schritt die Treppe zu der Tribüne hinauf, um dort begrüßt zu werden und seinen Ehrenplatz einzunehmen. Auch hier galt wieder, dass der Gastgeber den Gast begrüßte und so das erste Wort demjenigen zufiel, wer auch immer von der Stadt dazu auserkoren worden war, ihn zu begrüßen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[ALARM die Kelten kommen!]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=496</link>
			<pubDate>Wed, 02 Aug 2023 06:10:11 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=25">Legionär</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=496</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://www.adlerchronik.de/showthread.php?tid=481&amp;pid=6129#pid6129" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;&gt;</a><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">In der Stadt angekommen, schrie der Legionsreiter Curius immer wieder <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #c19e00;" class="mycode_color">„ALARM, die Kelten kommen! Ich hab sie gesehen, sie überfielen einen Reiter. ALARM Überfall schützt euch die Kelten kommen!“</span></span><span style="color: #c14700;" class="mycode_color"> </span>Zweimal ritt er so schreiend durch die Stadt. Von Süden nach Norden und von Westen nach Osten. </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Anschließend ritt er gemütlich zu der Kaserne zurück, versorgte seinen wallach und besuchte die Therme.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Zufrieden dachte er ich habe meinen Teil erfüllt. Tribun Ovidius werde ich später Bericht erstatten. </span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://www.adlerchronik.de/showthread.php?tid=481&amp;pid=6129#pid6129" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;&gt;</a><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">In der Stadt angekommen, schrie der Legionsreiter Curius immer wieder <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #c19e00;" class="mycode_color">„ALARM, die Kelten kommen! Ich hab sie gesehen, sie überfielen einen Reiter. ALARM Überfall schützt euch die Kelten kommen!“</span></span><span style="color: #c14700;" class="mycode_color"> </span>Zweimal ritt er so schreiend durch die Stadt. Von Süden nach Norden und von Westen nach Osten. </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Anschließend ritt er gemütlich zu der Kaserne zurück, versorgte seinen wallach und besuchte die Therme.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Zufrieden dachte er ich habe meinen Teil erfüllt. Tribun Ovidius werde ich später Bericht erstatten. </span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[[Vor der Curia] Liberta und Patron]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=495</link>
			<pubDate>Tue, 01 Aug 2023 13:14:20 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=3">Tiberius Furius Saturninus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=495</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=402&amp;pid=6373#pid6373" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a> Saturninus ging mit der frischgebackenen Freigelassenen Furiana Deirdre, die seinen Sohn Aidan trug,  zu Fuß zur Villa Furia. Auf gewisse Weise war Deirdre jedoch immer frei gewesen. Er hatte sie sogar zu den Heiligen Quellen gehen lassen - und sie war zurückgekommen, obwohl es für sie leicht gewesen wäre, in den Norden zu fliehen:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Ich bin nun dein Patron. Das heißt, dass du als Klientin diesmal weiterhin zu uns Furiern gehörst und unter unserem Schutz stehst. Deswegen ist es angemessen, dass du dich bei den Laren der Furier bedankst. Auf ihrem Altar opfern wir deine Ketten zum Zeichen dafür, dass du nun eine persönlich freie Frau bist. Wenn du noch weitere Fragen an mich hast, liebe Deirdre, so frage mich ruhig"</span></span>, sagte er zu ihr, denn so ganz sicher war er sich nicht, was sie verstanden hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=402&amp;pid=6373#pid6373" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a> Saturninus ging mit der frischgebackenen Freigelassenen Furiana Deirdre, die seinen Sohn Aidan trug,  zu Fuß zur Villa Furia. Auf gewisse Weise war Deirdre jedoch immer frei gewesen. Er hatte sie sogar zu den Heiligen Quellen gehen lassen - und sie war zurückgekommen, obwohl es für sie leicht gewesen wäre, in den Norden zu fliehen:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Ich bin nun dein Patron. Das heißt, dass du als Klientin diesmal weiterhin zu uns Furiern gehörst und unter unserem Schutz stehst. Deswegen ist es angemessen, dass du dich bei den Laren der Furier bedankst. Auf ihrem Altar opfern wir deine Ketten zum Zeichen dafür, dass du nun eine persönlich freie Frau bist. Wenn du noch weitere Fragen an mich hast, liebe Deirdre, so frage mich ruhig"</span></span>, sagte er zu ihr, denn so ganz sicher war er sich nicht, was sie verstanden hatte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[[Forum] Verschärfte Patrouille]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=445</link>
			<pubDate>Tue, 06 Jun 2023 20:29:50 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=93">Titus Ovidius Decula</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=445</guid>
			<description><![CDATA[Ich gehorchte dem Befehl des Tribunus Laticlavius: Verschärfte Patrouillengänge in Iscalis.<br />
<br />
Ich veranlasste es nicht, aber es geschah fast über Nacht: An immer mehr Mauern tauchte unser Schriftzug auf. Nicht nur meine Männer, sondern auch Bürger von Iscalis malten unseren Namen und unser Motto auf ihre Hauswände:<br />
<br />
<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="3" class="tborder" style="width:50%;"><tr><td  valign="top" align="center" style="background: url(images/Marmor.jpg);">  <span style="color: #c10300;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">VEXILLATIO  T. <span style="text-decoration: line-through;" class="mycode_s">O</span>. D</span></span><br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #c10300;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">FÜR ROMS MACHT UND GRÖßE</span></span></span></div>
</td></tr></table>
<br />
Eigentlich fasste er gut zusammen, für was ich einstand. Bürger in Toga und Matronen in Stola behandelten wir mit gebotenem Respekt.  Bei Gesindel und Keltenpack gab es Stichproben, um zu fragen, was es in Iscalis zu suchen hatte. Falls wir einen Sklaven erwischten, gaben wir ihm die "Anregung", künftig ein Sicnaculum mit dem Namen seines Herren zu tragen. In Zeiten der Republik hätten wir einen Sklaven, der uns keine plausible Auskunft geben konnte, ausgepeitscht und seinem Herren überstellt. Aber heutzutage wäre das Geschrei der Herren wohl groß. Selbst Sklaven sollten mit Samthandschuhen angefasst werden. So aufgeblasen waren sie auch. <br />
<br />
In der Stadt blieb es ruhig. Diese Ruhe kannte ich bereits von meinem Dienst bei der Ala: Gesocks kuscht, wenn es die Peitsche spürt.<br />
<br />
Nachdem wir auf dem Forum für Ordnung gesorgt hatten, ließ ich die Vexillation auch in die übrigen Viertel ausschwärmen. <br />
<br />
"Milites Plinius und Arrius, ich unterstelle euch 30 Mann. Anordnung: Präsenz auf dem Markt, im Handels- und auch im Neubauviertel zu zeigen. Vorgehen: Der Situation angemessen", befahl ich meinen besten Männern. Auf ihre Treue und Skrupellosigkeit konnte ich mich verlassen.<br />
<br />
<br />
"Weitere dreißig kommen mit mir zum Wohnviertel. Parole? Ach ja: Friede den Palästen, Krieg den Hütten!"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich gehorchte dem Befehl des Tribunus Laticlavius: Verschärfte Patrouillengänge in Iscalis.<br />
<br />
Ich veranlasste es nicht, aber es geschah fast über Nacht: An immer mehr Mauern tauchte unser Schriftzug auf. Nicht nur meine Männer, sondern auch Bürger von Iscalis malten unseren Namen und unser Motto auf ihre Hauswände:<br />
<br />
<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="3" class="tborder" style="width:50%;"><tr><td  valign="top" align="center" style="background: url(images/Marmor.jpg);">  <span style="color: #c10300;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">VEXILLATIO  T. <span style="text-decoration: line-through;" class="mycode_s">O</span>. D</span></span><br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #c10300;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">FÜR ROMS MACHT UND GRÖßE</span></span></span></div>
</td></tr></table>
<br />
Eigentlich fasste er gut zusammen, für was ich einstand. Bürger in Toga und Matronen in Stola behandelten wir mit gebotenem Respekt.  Bei Gesindel und Keltenpack gab es Stichproben, um zu fragen, was es in Iscalis zu suchen hatte. Falls wir einen Sklaven erwischten, gaben wir ihm die "Anregung", künftig ein Sicnaculum mit dem Namen seines Herren zu tragen. In Zeiten der Republik hätten wir einen Sklaven, der uns keine plausible Auskunft geben konnte, ausgepeitscht und seinem Herren überstellt. Aber heutzutage wäre das Geschrei der Herren wohl groß. Selbst Sklaven sollten mit Samthandschuhen angefasst werden. So aufgeblasen waren sie auch. <br />
<br />
In der Stadt blieb es ruhig. Diese Ruhe kannte ich bereits von meinem Dienst bei der Ala: Gesocks kuscht, wenn es die Peitsche spürt.<br />
<br />
Nachdem wir auf dem Forum für Ordnung gesorgt hatten, ließ ich die Vexillation auch in die übrigen Viertel ausschwärmen. <br />
<br />
"Milites Plinius und Arrius, ich unterstelle euch 30 Mann. Anordnung: Präsenz auf dem Markt, im Handels- und auch im Neubauviertel zu zeigen. Vorgehen: Der Situation angemessen", befahl ich meinen besten Männern. Auf ihre Treue und Skrupellosigkeit konnte ich mich verlassen.<br />
<br />
<br />
"Weitere dreißig kommen mit mir zum Wohnviertel. Parole? Ach ja: Friede den Palästen, Krieg den Hütten!"]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[[Vor der Curia] Wir sitzen auf einem Berg von Vergangenheit und merken es nicht]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=444</link>
			<pubDate>Fri, 02 Jun 2023 19:03:01 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=7">Claudia Sabina</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=444</guid>
			<description><![CDATA[Ich hatte einmal vor längerer Zeit  in Anwesenheit des Militärtribuns Marcus Iulius Cato den Wunsch geäußert, eine waschechte Keltin kennen zu lernen. Die Siegerin des Wagenrennens schien mir dafür geeignet. Denn diese Bonni war eine Fürstentochter und hatte eine römische Bildung genossen. Sie war also durchaus eine angemessene Gesellschaft, zumal es auch zur Politik gehörte, sich mit der hiesigen Elite zu verbinden.<br />
 <br />
 Im Auftrag von Iulius Cato (meinem <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Xerxes</span>, wie ich ihn seit den Saturnalien nannte) <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=438&amp;pid=4897#pid4897" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">war sein Sklave Nefertem zu mir gekommen,</a> um mir mitzuteilen, dass am nächsten Tag zur Mittagsstunde Bonni auf mich vor dem Rathaus warten würde.<br />
<br />
Heute war es soweit. <br />
Ich trug eine einfache Tunika mit einem Gürtel, eine wollene Palla und feste Schuhe. Meine Haare hatte ich geflochten und um den Kopf gelegt. An den Füßen hatte ich geschlossene Schuhe aus rotgefärbtem Leder.  Natürlich waren Anaxarete und zwei Claudiersklaven dabei, die ein Auge auf mich haben sollten. <br />
<br />
Eine Sänfte hatte ich nicht nehmen wollen. Doch zuhause bestanden sie darauf.  Ich setzte mich aber durch, dass ich kurz vor dem Forum aussteigen und das letzte Stück zu Fuß gehen würde.<br />
<br />
Vorher hatte ich mir eine Menge Gedanken um ein Geschenk gemacht, welches ich Bonni verehren wollte. Und ich hatte etwas Passendes gefunden: Ich würde ihr das Gegenstück zu dem Armband schenken, das ich auch trug. Ein feingoldenes Armband mit einem<a href="ttps://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Knot_of_Isis_amulet?uselang=de#/media/File:Tit_(Isis_knot)_amulet_MET_23.10.62_EGDP017170.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"> Isisknoten. </a> Agamedes hatte mir erzählt, dass die Kelten Isis <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Brigitta</span> oder <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Brigit</span> nannten. Also würde das die Fürstentochter nicht beleidigen, und ich hoffte sehr, Freundschaft mit ihr zu schließen. <br />
<br />
Ich kam an und machte mich mit meinem Gefolge auf den Weg zum Rathaus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich hatte einmal vor längerer Zeit  in Anwesenheit des Militärtribuns Marcus Iulius Cato den Wunsch geäußert, eine waschechte Keltin kennen zu lernen. Die Siegerin des Wagenrennens schien mir dafür geeignet. Denn diese Bonni war eine Fürstentochter und hatte eine römische Bildung genossen. Sie war also durchaus eine angemessene Gesellschaft, zumal es auch zur Politik gehörte, sich mit der hiesigen Elite zu verbinden.<br />
 <br />
 Im Auftrag von Iulius Cato (meinem <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Xerxes</span>, wie ich ihn seit den Saturnalien nannte) <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=438&amp;pid=4897#pid4897" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">war sein Sklave Nefertem zu mir gekommen,</a> um mir mitzuteilen, dass am nächsten Tag zur Mittagsstunde Bonni auf mich vor dem Rathaus warten würde.<br />
<br />
Heute war es soweit. <br />
Ich trug eine einfache Tunika mit einem Gürtel, eine wollene Palla und feste Schuhe. Meine Haare hatte ich geflochten und um den Kopf gelegt. An den Füßen hatte ich geschlossene Schuhe aus rotgefärbtem Leder.  Natürlich waren Anaxarete und zwei Claudiersklaven dabei, die ein Auge auf mich haben sollten. <br />
<br />
Eine Sänfte hatte ich nicht nehmen wollen. Doch zuhause bestanden sie darauf.  Ich setzte mich aber durch, dass ich kurz vor dem Forum aussteigen und das letzte Stück zu Fuß gehen würde.<br />
<br />
Vorher hatte ich mir eine Menge Gedanken um ein Geschenk gemacht, welches ich Bonni verehren wollte. Und ich hatte etwas Passendes gefunden: Ich würde ihr das Gegenstück zu dem Armband schenken, das ich auch trug. Ein feingoldenes Armband mit einem<a href="ttps://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Knot_of_Isis_amulet?uselang=de#/media/File:Tit_(Isis_knot)_amulet_MET_23.10.62_EGDP017170.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"> Isisknoten. </a> Agamedes hatte mir erzählt, dass die Kelten Isis <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Brigitta</span> oder <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Brigit</span> nannten. Also würde das die Fürstentochter nicht beleidigen, und ich hoffte sehr, Freundschaft mit ihr zu schließen. <br />
<br />
Ich kam an und machte mich mit meinem Gefolge auf den Weg zum Rathaus.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Überraschung!]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=351</link>
			<pubDate>Mon, 20 Mar 2023 15:31:01 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=72">Liciniana Aglaia</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=351</guid>
			<description><![CDATA[Hach, mein lieber Saturninus hatte mir geschrieben, dass er mich heute gerne sehen wollte. Natürlich hätte ich ihm auch einfach eine Antwort schicken können, dass er gerne bei mir vorbeikommen konnte, wenn er Feierabend machte. So viele Stammkunden hatte ich hier noch nicht, als dass ich schon völlig ausgebucht wäre, also hatte ich durchaus Zeit für ihn heute. Aber ich beschloss, es doch etwas <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“spontaner“</span> zu gestalten, denn so eine einfache Antwort schien mir zu uninspiriert und förmlich.<br />
<br />
<br />
Nein, stattdessen schickte ich keine Antwort, nichts. Sollte er ruhig ein wenig zappeln. Stattdessen nahm ich ein sehr ausführliches Bad, parfümierte mich nur ganz dezent und machte mich schicker, als es für dieses kleine Dorf wohl angemessen war. Und dann ging ich aufs Forum, erkundigte mich, ob der Princeps Officii noch in seinem Officium war, ging aber nicht in das große Staatsgebäude. Nein, ich suchte mir eine schöne Sitzbank in der Sonne und genoss die aufkommenden Frühlingstemperaturen.<br />
<br />
<br />
Natürlich sprach mich hier und da mal jemand an, aber ich vertröstete die Männer so charmant wie möglich – oder auch etwas direkter, wenn sie sich sowieso keinen Besuch bei uns leisten konnten – und wartete, ein Traum aus blauer Baumwolle als Kleid und weißer Seide als Palla, dass der Mann, der wohl Sehnsucht nach mir hatte, aus dem Gebäude treten würde. Denn das fand ich weitaus besser als eine schnöde Nachricht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hach, mein lieber Saturninus hatte mir geschrieben, dass er mich heute gerne sehen wollte. Natürlich hätte ich ihm auch einfach eine Antwort schicken können, dass er gerne bei mir vorbeikommen konnte, wenn er Feierabend machte. So viele Stammkunden hatte ich hier noch nicht, als dass ich schon völlig ausgebucht wäre, also hatte ich durchaus Zeit für ihn heute. Aber ich beschloss, es doch etwas <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">“spontaner“</span> zu gestalten, denn so eine einfache Antwort schien mir zu uninspiriert und förmlich.<br />
<br />
<br />
Nein, stattdessen schickte ich keine Antwort, nichts. Sollte er ruhig ein wenig zappeln. Stattdessen nahm ich ein sehr ausführliches Bad, parfümierte mich nur ganz dezent und machte mich schicker, als es für dieses kleine Dorf wohl angemessen war. Und dann ging ich aufs Forum, erkundigte mich, ob der Princeps Officii noch in seinem Officium war, ging aber nicht in das große Staatsgebäude. Nein, ich suchte mir eine schöne Sitzbank in der Sonne und genoss die aufkommenden Frühlingstemperaturen.<br />
<br />
<br />
Natürlich sprach mich hier und da mal jemand an, aber ich vertröstete die Männer so charmant wie möglich – oder auch etwas direkter, wenn sie sich sowieso keinen Besuch bei uns leisten konnten – und wartete, ein Traum aus blauer Baumwolle als Kleid und weißer Seide als Palla, dass der Mann, der wohl Sehnsucht nach mir hatte, aus dem Gebäude treten würde. Denn das fand ich weitaus besser als eine schnöde Nachricht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Best Worscht of Town ist in der Stadt]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=346</link>
			<pubDate>Thu, 16 Mar 2023 09:54:41 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=52">Petronia Susa</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=346</guid>
			<description><![CDATA[Das Geschäft an der Baustelle lief nicht so wie Susa und ihr Bruder sich das vorgestellt hatten. Die beiden waren aber nicht dumm, der Verkaufswagen war so gebaut das man ihn schnell verpacken konnte und zu einer besseren Stelle transportieren.<br />
Das hatten die beiden jetzt auch getan, an den Saturnalien hatten sie gesehen wie gut das Geschäft auf dem Forum lief und so stellten sie sich jetzt dort genau auf.<br />
Nicht wirklich mitten auf den Platz, sondern eher etwas am Rande in der Nähe des großen Warenhauses des Salvia.<br />
Noch war nicht viel los, ein paar Frühaufsteher waren auf dem Weg zur Therme und ein paar Frauen waren mit ihren Körben auf dem Weg zum Markt.<br />
Die ersten Würste lagen auf dem Feuer und ein würziger Duft breitete sich aus. Susa rieb sich über die Arme, es war heute zwar sonnig aber ein scharfer Wind kam von der Hochebene und liess sie etwas schaudern.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Ich hätte doch mein Tuch mitnehmen sollen“</span> murmelte sie vor sich hin und rieb ihre Hände über der Glut.<br />
Ihr Bruder hatte vor dem Wagen zwei große Fässer mit einem Tischbrett darüber aufgestellt und rieb das gerade sauber.<br />
<br />
<br />
<span style="color: #ff5f54;" class="mycode_color">Sim of: wer mag und Hunger hat darf bitte dazukommen.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Geschäft an der Baustelle lief nicht so wie Susa und ihr Bruder sich das vorgestellt hatten. Die beiden waren aber nicht dumm, der Verkaufswagen war so gebaut das man ihn schnell verpacken konnte und zu einer besseren Stelle transportieren.<br />
Das hatten die beiden jetzt auch getan, an den Saturnalien hatten sie gesehen wie gut das Geschäft auf dem Forum lief und so stellten sie sich jetzt dort genau auf.<br />
Nicht wirklich mitten auf den Platz, sondern eher etwas am Rande in der Nähe des großen Warenhauses des Salvia.<br />
Noch war nicht viel los, ein paar Frühaufsteher waren auf dem Weg zur Therme und ein paar Frauen waren mit ihren Körben auf dem Weg zum Markt.<br />
Die ersten Würste lagen auf dem Feuer und ein würziger Duft breitete sich aus. Susa rieb sich über die Arme, es war heute zwar sonnig aber ein scharfer Wind kam von der Hochebene und liess sie etwas schaudern.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Ich hätte doch mein Tuch mitnehmen sollen“</span> murmelte sie vor sich hin und rieb ihre Hände über der Glut.<br />
Ihr Bruder hatte vor dem Wagen zwei große Fässer mit einem Tischbrett darüber aufgestellt und rieb das gerade sauber.<br />
<br />
<br />
<span style="color: #ff5f54;" class="mycode_color">Sim of: wer mag und Hunger hat darf bitte dazukommen.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Auf dem Forum, vor den Thermen]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=266</link>
			<pubDate>Sat, 07 Jan 2023 13:42:29 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=57">Didia Corona</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=266</guid>
			<description><![CDATA[Der Vormittag war noch nicht wirklich weit vorgeschritten und normalerweise würde in Rom um diese Urzeit keine römische Matrone mit etwas Kultur im Blut um diese Urzeit nur im Traum dran denken wach zu sein. Doch hier in der Provinz gingen die Uhren etwas anders.<br />
Damit die Männer von Iscalis nicht in ihrer wertvollen Freizeit eingeschränkt wurden, waren die Badetermine der Frauen auf eine Zeit am Vormittag gelegt worden.<br />
Den beiden Frauen, die gerade auf den Eingang der Therme zugingen, war das recht egal. Ihnen war nur wichtig endlich wieder richtig sauber zu werden und sich als Mensch zu fühlen.<br />
<br />
Serafina, die Sklavin, trug einen Korb mit frischer Wäsche und alles sonstigen Dingen die man für ein richtiges Bad brauchte. Duftende Öle aus Ägypten, weiche Schwämme und vor allem weiche Handtücher, ein Strigilis, Kämme und einzelne Haarteile waren auch dabei.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #9a00b2;" class="mycode_color">„Jetzt trödle doch nicht so Serafina, ich will heute noch fertig werden.“ </span></span>Schimpfte Corona am laufenden Band. <br />
Sie war heute nicht besonders gut aufgelegt. Geschlafen hatte sie gut doch viel zu kurz. Die erste Nacht in einer neuen Umgebung machte ihr immer Probleme und sie wollte endlich etwas Erholung.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #9a00b2;" class="mycode_color">„Ich hoffe, wenn wir wieder zurück gekommen sind, hat Bo erfahren wer hier vor Ort eine sichere Unterkunft für uns hat. In einer Stadt, die noch im Aufbau ist, sollte es doch anständigen Wohnraum geben. Du musst erfahren wo wir dann am besten alles für die Einrichtung bekommen. Ich verlasse mich da auf dich.“</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Sicher Herrin, das wird alles erledigt. Du kannst dich verlassen.“</span><br />
<br />
Corona wusste das sie das konnte.<br />
Serafina war zwar eine Sklavin aber eine mit Durchsetzungsvermögen und Köpfchen. Manchmal musste man schon genau hinsehen wer hier Sklavin und wer Herrin war. Serafina konnte sehr willensstark sein, wenn es darum ging Ihre Herrin auch mal vor sich selbst zu schützen und das respektierte Corona sogar meist.<br />
<br />
Beide Frauen verschwanden in der Therme und erst zwei Stunden später tauchten sie wieder auf dem Forum auf, Corona in eine schneeweiße langärmlige Tunika, der goldene Gürtel eng um die Taille gebunden und einer dazu passenden Stola über dem kunstvoll aufgesteckten dunklen Haar.<br />
Beide gingen jetzt in gemessenem Schritt über das Forum, das sich langsam gefüllt hatte.<br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<br />
(<span style="color: #FFDC00;" class="mycode_color">sim off:</span> wer mag darf dazukommen)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Vormittag war noch nicht wirklich weit vorgeschritten und normalerweise würde in Rom um diese Urzeit keine römische Matrone mit etwas Kultur im Blut um diese Urzeit nur im Traum dran denken wach zu sein. Doch hier in der Provinz gingen die Uhren etwas anders.<br />
Damit die Männer von Iscalis nicht in ihrer wertvollen Freizeit eingeschränkt wurden, waren die Badetermine der Frauen auf eine Zeit am Vormittag gelegt worden.<br />
Den beiden Frauen, die gerade auf den Eingang der Therme zugingen, war das recht egal. Ihnen war nur wichtig endlich wieder richtig sauber zu werden und sich als Mensch zu fühlen.<br />
<br />
Serafina, die Sklavin, trug einen Korb mit frischer Wäsche und alles sonstigen Dingen die man für ein richtiges Bad brauchte. Duftende Öle aus Ägypten, weiche Schwämme und vor allem weiche Handtücher, ein Strigilis, Kämme und einzelne Haarteile waren auch dabei.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #9a00b2;" class="mycode_color">„Jetzt trödle doch nicht so Serafina, ich will heute noch fertig werden.“ </span></span>Schimpfte Corona am laufenden Band. <br />
Sie war heute nicht besonders gut aufgelegt. Geschlafen hatte sie gut doch viel zu kurz. Die erste Nacht in einer neuen Umgebung machte ihr immer Probleme und sie wollte endlich etwas Erholung.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #9a00b2;" class="mycode_color">„Ich hoffe, wenn wir wieder zurück gekommen sind, hat Bo erfahren wer hier vor Ort eine sichere Unterkunft für uns hat. In einer Stadt, die noch im Aufbau ist, sollte es doch anständigen Wohnraum geben. Du musst erfahren wo wir dann am besten alles für die Einrichtung bekommen. Ich verlasse mich da auf dich.“</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Sicher Herrin, das wird alles erledigt. Du kannst dich verlassen.“</span><br />
<br />
Corona wusste das sie das konnte.<br />
Serafina war zwar eine Sklavin aber eine mit Durchsetzungsvermögen und Köpfchen. Manchmal musste man schon genau hinsehen wer hier Sklavin und wer Herrin war. Serafina konnte sehr willensstark sein, wenn es darum ging Ihre Herrin auch mal vor sich selbst zu schützen und das respektierte Corona sogar meist.<br />
<br />
Beide Frauen verschwanden in der Therme und erst zwei Stunden später tauchten sie wieder auf dem Forum auf, Corona in eine schneeweiße langärmlige Tunika, der goldene Gürtel eng um die Taille gebunden und einer dazu passenden Stola über dem kunstvoll aufgesteckten dunklen Haar.<br />
Beide gingen jetzt in gemessenem Schritt über das Forum, das sich langsam gefüllt hatte.<br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<br />
(<span style="color: #FFDC00;" class="mycode_color">sim off:</span> wer mag darf dazukommen)]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Convivium publicum zu Saturnalia]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=257</link>
			<pubDate>Sat, 17 Dec 2022 08:50:10 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=23">Iuventia Fabata</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=257</guid>
			<description><![CDATA[Es war noch früh morgens und die Sonne war noch nicht einmal wirklich aufgegangen, als ich mich samt meiner wachsenden Kinderschar zum Forum begab begleitet von meinem Mann und meinen beiden Neffen und deren Mutter Paullina. Auf einem Ochsenkarren hinter uns waren Fässer voll Bier, dutzende Brote und vielerlei andere Leckereien. Ich war froh über die Anwesenheit der Männer, da ich immer noch ein wenig geschwächt von der Geburt der Zwillinge war und nicht schwer heben konnte. <br />
<br />
Als wir am Forum mit unserem Karren ankamen, war dort bereits geschäftiges Treiben. Leute zerrten Tische und Bänke und Stühle in Position und gefühlt fast jedes bewegbare Möbelstück von Iscalis, auf dem man sitzen oder essen konnte, befand sich auf dem Forum. Auch wenn der Staat das Essen und Getränke sowie einige Preise bezahlte, so war Saturnalia in Iscalis eher dörflich und alle packten mit an. Paullina und ihre Familie hatten die letzten Tage rund um die Uhr Brote und Kuchen gebacken und auch unsere Tische und Stühle befanden sich schon seit gestern Abend auf dem Forum. An Saturnalia waren ohnehin alle Geschäfte und Behörden geschlossen, also brauchten wir sie ohnehin nicht. <br />
<br />
Ich winkte Pomponia zu, die auch gerade aus dem Osten kam, wo sie ihren Stoffladen hatte. Zusammen mit ihrer Tochter trugen sie einen Korb mit einem Stoffballen darin, der in leuchtendem Rot gefärbt war. Ich selbst hatte auf dem Karren einen Korb mit Leckereien gepackt, der später als Preis gestiftet wurde für die Verlosung, die im Laufe des Nachmittags stattfinden würde. Die meisten Handwerker und Geschäftsleute von Iscalis würden den einen oder anderen Preis stiften und ich war schon gespannt, was dieses Jahr alles zusammen kommen würde. <br />
<br />
Am Rande des Forums kamen wir an einer kleinen Holzbude vorbei, in der ein keltisches Mädel kleine Ton-, Holz- und Wachsfigürchen verkaufte sowie Kerzen, Beutel mit Nüssen, kleiner Metallspangen für Gewänder und anderen Krimskrams. Es waren beliebte Mitbringsel und kleine Geschenke, die man sich traditionell zu Saturnalia schenkte und das Mädel würde bestimmt heute ein gutes Geschäft machen. Die Sonne bahnte sich endlich ihren Weg und durchbrach die Wolken, als unser Karren zum Stehen kam. Die Männer begannen das Futter und die Getränke auf die vorbereiteten Festtische zu laden und ich brachte mit Paullina, den Mädchen und Pomponia und ihrer Tochter unseren Korb mit Leckereien zum Tisch mit den Preisen. <br />
<br />
Auf dem Gabentisch für die spätere Verlosung sah ich schon ein Set fein gearbeiteter Holzspielzeuge für Kinder in Form eines Hundes, eines Pferdes und eines Soldaten, der sogar ein wenig bemalt war. Wir stellten den großen Korb voll eingelegter Oliven, Salzspeck, einem Krüglein Garum und geräucherten Würsten ab und auch Pomponia und Paullina luden ihre Gaben ab in Form von edlem, roten Stoff und einem großen Korb leckerer Kuchen und Brotspezialitäten. Hoffentlich würden die Patrizier auch noch ein paar nette Kleinigkeiten spenden. <br />
<br />
Nachdem das erledigt war, mischte ich mich unter die anderen Frauen, die eifrig herumwuselten und Becher, Geschirr und die Ausschank und Verteilung von Getränken und Essen vorbereiteten, während das Mannsvolk noch eifrig die kleine Bühne zusammenzimmerte, auf der später die Verlosung stattfinden würde und die schweren Arbeiten wie das Abladen der Fässer Wein und Bier übernahmen. Zumindest versprach es ein klarer und schöner Tag zu werden und ich freute mich bereits auf die Verlosung später.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war noch früh morgens und die Sonne war noch nicht einmal wirklich aufgegangen, als ich mich samt meiner wachsenden Kinderschar zum Forum begab begleitet von meinem Mann und meinen beiden Neffen und deren Mutter Paullina. Auf einem Ochsenkarren hinter uns waren Fässer voll Bier, dutzende Brote und vielerlei andere Leckereien. Ich war froh über die Anwesenheit der Männer, da ich immer noch ein wenig geschwächt von der Geburt der Zwillinge war und nicht schwer heben konnte. <br />
<br />
Als wir am Forum mit unserem Karren ankamen, war dort bereits geschäftiges Treiben. Leute zerrten Tische und Bänke und Stühle in Position und gefühlt fast jedes bewegbare Möbelstück von Iscalis, auf dem man sitzen oder essen konnte, befand sich auf dem Forum. Auch wenn der Staat das Essen und Getränke sowie einige Preise bezahlte, so war Saturnalia in Iscalis eher dörflich und alle packten mit an. Paullina und ihre Familie hatten die letzten Tage rund um die Uhr Brote und Kuchen gebacken und auch unsere Tische und Stühle befanden sich schon seit gestern Abend auf dem Forum. An Saturnalia waren ohnehin alle Geschäfte und Behörden geschlossen, also brauchten wir sie ohnehin nicht. <br />
<br />
Ich winkte Pomponia zu, die auch gerade aus dem Osten kam, wo sie ihren Stoffladen hatte. Zusammen mit ihrer Tochter trugen sie einen Korb mit einem Stoffballen darin, der in leuchtendem Rot gefärbt war. Ich selbst hatte auf dem Karren einen Korb mit Leckereien gepackt, der später als Preis gestiftet wurde für die Verlosung, die im Laufe des Nachmittags stattfinden würde. Die meisten Handwerker und Geschäftsleute von Iscalis würden den einen oder anderen Preis stiften und ich war schon gespannt, was dieses Jahr alles zusammen kommen würde. <br />
<br />
Am Rande des Forums kamen wir an einer kleinen Holzbude vorbei, in der ein keltisches Mädel kleine Ton-, Holz- und Wachsfigürchen verkaufte sowie Kerzen, Beutel mit Nüssen, kleiner Metallspangen für Gewänder und anderen Krimskrams. Es waren beliebte Mitbringsel und kleine Geschenke, die man sich traditionell zu Saturnalia schenkte und das Mädel würde bestimmt heute ein gutes Geschäft machen. Die Sonne bahnte sich endlich ihren Weg und durchbrach die Wolken, als unser Karren zum Stehen kam. Die Männer begannen das Futter und die Getränke auf die vorbereiteten Festtische zu laden und ich brachte mit Paullina, den Mädchen und Pomponia und ihrer Tochter unseren Korb mit Leckereien zum Tisch mit den Preisen. <br />
<br />
Auf dem Gabentisch für die spätere Verlosung sah ich schon ein Set fein gearbeiteter Holzspielzeuge für Kinder in Form eines Hundes, eines Pferdes und eines Soldaten, der sogar ein wenig bemalt war. Wir stellten den großen Korb voll eingelegter Oliven, Salzspeck, einem Krüglein Garum und geräucherten Würsten ab und auch Pomponia und Paullina luden ihre Gaben ab in Form von edlem, roten Stoff und einem großen Korb leckerer Kuchen und Brotspezialitäten. Hoffentlich würden die Patrizier auch noch ein paar nette Kleinigkeiten spenden. <br />
<br />
Nachdem das erledigt war, mischte ich mich unter die anderen Frauen, die eifrig herumwuselten und Becher, Geschirr und die Ausschank und Verteilung von Getränken und Essen vorbereiteten, während das Mannsvolk noch eifrig die kleine Bühne zusammenzimmerte, auf der später die Verlosung stattfinden würde und die schweren Arbeiten wie das Abladen der Fässer Wein und Bier übernahmen. Zumindest versprach es ein klarer und schöner Tag zu werden und ich freute mich bereits auf die Verlosung später.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>