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02-26-2023, 12:00 PM,
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Private Räume des Marcus Salvius Falco
Die Einladung zur Verlobung des Furier mit einer Claudia hatte Falco sehr gefreut aber auch wieder aufgezeigt das auch er sich mal langsam nach einer passenden Ehefrau umsehen sollte.
Bein anziehen, dies besonderen Anlasses, ließ ihn auch über seinen anderen großen Wunsch nachdenken. Sicher würde er auf der Verlobungsfeier so den ein oder anderen wertvollen Gast treffen oder sogar kennenlernen.
Falco wollte unbedingt in den Ritterstand aufsteigen, vor einiger Zeit hatte er das Saturnius schon einmal erzählt und der hatte sich bereit erklärt, ihn mit den passenden Leuten bekannt zu machen.
An Messalinas Vater wollte er erstmal nicht deswegen herantreten, wie sah das den aus zuerst einmal ihn als Fürsprecher für den Ritterstand gewinnen und dann vielleicht noch als Schwiegervater? Das war dann doch vielleicht zu viel?
Außerdem hatte sich Messalina in der letzten Zeit sehr rar gemacht, um ehrlich zu sein hatte er sie schon längere Zeit gar nicht mehr gesehen.
Er würde mal sehen, wenn er den heute so alles treffen würde, dann könne er weiter darüber nachdenken.
Einer seiner Sklaven, Janus, bemühte sich gerade um den richtigen Faltenwurf der Toga und fummelte ständig an ihm rum.
Falco war eigentlich ein beherrschter Mann und es kam nur äußerst selten vor das er seine Emotionen nicht beherrschte, doch heute war er in seinem Gedanken an Ritter und richtige Frau so abgelenkt das ihn das gefummel nur nervte.
Ohne lange nachzudenken, holte er aus und schlug dem Jungen mit der Rückhand seiner rechten Hand ins Gesicht, um ihn wegzustoßen. „Das reicht jetzt, ich bin doch kein Zupfbeutel.“ Raunzte er ihn na.
Der Junge keuchte auf und aus seiner Nase lief ein Tropfen Blut.
„Wenn du jetzt auch noch die Toga versaust, wird das nicht der letzte Tropfen sein. Verschwinde“
Der Junge verbeugte sich schnell und verließ dann den Ankleideraum.
Falco griff nach dem verdünnten Wein, der auf einem kleinen Tischchen stand und trank den Becher in einem Zug aus.
Vielleicht sollte er sich heute Abend eine seiner Sklavinnen ins Bett holen, das würde ihn sicher beruhigen.
Er ging und sah nach seinen Verwandten, auch sie waren ja zu dem Fest eingeladen und so würden sie auch als eine Familie auftreten.
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10-18-2026, 12:05 PM,
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RE: Private Räume des Marcus Salvius Falco
Falcos Rückkehr
Die ersten Nächte im eigenen Bett waren seltsam gewesen. Alles war vertraut und doch irgendwie fremd. Er hatte allein geschlafen, denn ihm war weder nach Vergnügen noch nach Unterhaltung gewesen. Ab und zu träumte er noch von Feuer. Dann schreckte er schwer atmend und hustend hoch, als stünde er wieder mitten im dichten Rauch und bekäme keine Luft.
Noch war er nicht bereit, jemandem seine Schwäche einzugestehen, auch wenn er sicher war, dass keine seiner Sklavinnen es wagen würde, darüber mit irgendjemandem zu sprechen.
Doch diese Nacht war gut gewesen. Er hatte durchgeschlafen und war erholt aufgewacht.
Im Haus herrschte noch Stille.
Die Sonne war wohl gerade erst aufgegangen, und vermutlich bewegten sich alle auf Zehenspitzen, um ihn nicht zu stören. Der Herr des Hauses war zurück.
Falco schwang die Beine aus dem Bett, zog die Füße jedoch sofort wieder unter die warme Decke zurück. Der Boden war eiskalt.
„Janus!!!“, brüllte er aus voller Lunge.
Das ging also noch. ?
Es dauerte keine Minute, bis der Gerufene im Zimmer stand.
Wie immer hatte er vor der Tür seines Herrn geschlafen, um sofort zur Stelle zu sein, sobald dieser etwas benötigte.
„Dominus, wie kann ich Euch helfen?“
Der junge Sklave sah ihn etwas verunsichert an. Er wusste nur zu gut, dass sein Herr mitunter recht unwirsch reagieren konnte, wenn ihm etwas nicht passte.
„Warum ist der Boden kalt? Soll ich mir hier den Tod holen? Ich will sofort wissen, wer für das Heizen verantwortlich ist. Und wenn du ihn nicht findest, wirst du dafür büßen. Bring mir meine Pantoffeln und einen warmen Mantel. Sorge dafür, dass mein conditum paradoxum auch wirklich heiß ist. Außerdem will ich heute Morgen Käse und Eier. Beeil dich! Was stehst du noch hier herum?“
Falco war wirklich aufgebracht. Schließlich war er der Hausherr, und es spielte keine Rolle, wie lange er fort gewesen war. Er erwartete, dass alles wie am Schnürchen lief.
Der junge Sklave eilte davon und kehrte kurz darauf mit den Pantoffeln und einem Mantel zurück, den er Falco um die Schultern legte. Dann verbeugte er sich leicht und verließ beinahe fluchtartig das Zimmer, um die übrigen Aufträge zu erledigen.
Falco zog den Mantel eng um sich. Schon jetzt bereute er, ins nasse, kalte Britannien zurückgekehrt zu sein. Warum eigentlich hatte er unbedingt wieder hierhergewollt?
Er schlurfte ins Esszimmer. Auch dort war es kalt. Zwar nicht ganz so schlimm wie in seinem Schlafzimmer, aber es war offensichtlich, dass lange nicht mehr geheizt worden war.
Die Kline fühlte sich klamm an, und die Kissen rochen leicht muffig. Wütend schleuderte Falco alles auf den Boden.
„Was für ein Saustall ist das hier? Kaum ist der Herr aus dem Haus, schon tanzen die Mäuse auf dem Tisch! Ich werde euch alle verkaufen, doch vorher werdet ihr eure gerechte Strafe erhalten. Auch wenn ich danach nichts mehr für euch bekomme! Janus, wo bleibt mein Frühstück? Und sorge endlich dafür, dass es hier warm wird! Muss man hier alles selbst erledigen?“, brüllte er in den Raum.
Der junge Sklave kehrte mit einem Tablett zurück auf dem ein dampfender Becher und ein Brett mit Käse, Brot und Salz sowie einem Schälchen Öl stand. Hinter ihm trugen zwei weitere Sklaven ein großes Feuerbecken herein.
Sie stellten es in der Nähe der Kline ihres Herrn ab: weit genug entfernt, damit er sich nicht daran verbrannte, und doch nah genug, um ihn zu wärmen.
Eine sehr junge Sklavin, beinahe noch ein Kind, brachte frische Kissen und Decken. Sie wirkte schüchtern und ängstlich und wagte kaum, den Blick vom Boden zu heben, während sie die Kline damit ausstattete.
Außer Janus kannte Falco keinen der Sklaven. Das war ihm allerdings gleichgültig. Nur das Mädchen weckte seine Aufmerksamkeit.
Sie war schlank und zierlich, hatte kurzes, blondes Haar, sodass sie beinahe wie ein Junge aussah. Unter ihrer Tunika zeichneten sich kaum die ersten Rundungen ihrer Weiblichkeit ab. Da sie den Kopf nicht hob, konnte er auch ihre Augen nicht erkennen. Er war sich jedoch sicher, dass sie blau waren.
Falco wandte sich wieder Janus zu.
„Hast du den Schuldigen gefunden?“
„Ja, Dominus. Er ist gerade dabei, die Öfen zu heizen. Wir wussten nichts von Eurer Rückkehr und haben die großen Öfen erst gestern wieder angefeuert. Es dauert, bis alles warm wird“, erklärte Janus vorsichtig. Er ahnte, dass diese Erklärung wenig helfen würde. Irgendjemand würde bestraft werden, und er hoffte inständig, dass es nicht ihn selbst traf.
Das große Feuerbecken hatte die Kälte bereits ein wenig vertrieben. Falco streifte den Mantel ab und legte sich zum Essen auf die Kline. Der heiße Becher wärmte seine Hände, und irgendjemand hatte sogar daran gedacht, die Kissen und Decken vorzuwärmen. Das machte ihn gleich wieder etwas erträglicher.
„Wenn er damit fertig ist, will ich, dass er seine Strafe erhält. Ausreichend, aber nicht so hart, dass er anschließend nicht mehr arbeiten kann. Seine Ration wird eine Woche lang halbiert. Sollte so etwas noch einmal vorkommen, werde ich ihn eigenhändig auspeitschen. Ob er danach noch arbeiten kann, wissen dann nur die Götter.“
Mit einer herrischen Bewegung winkte er sie alle hinaus, er wollte jetzt in Ruhe Frühstücken.
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10-19-2026, 08:06 PM,
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Hasani
Forenmitglied

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Beiträge: 18
Themen: 1
Registriert seit: Oct 2022
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RE: Private Räume des Marcus Salvius Falco
Dass ihr Dominus so abrupt zurückgekehrt war, hatte im ganzen Haus für ordentlich Furore gesorgt. Hasani war von einem Gang zum Handelshaus zurückgekommen, als er es erfahren hatte. Acantus war ihm keine Rechenschaft schuldig, doch nach einer Unterhaltung waren er und Hasani darin übereingekommen, sich bis zur Rückkehr ihres Herrn oder eines berechtigten Erben auszutauschen, so gut es eben ging. Die Methode hatte gut funktioniert. Sowohl Haus als auch Hof und Handelshaus liefen immer noch wie am Schnürchen, wenngleich mit reduziertem Arbeitsaufwand. Es war Hasani gewesen, der das Heizen der Gemächer seines Herrn hatte einstellen lassen, um zu sparen. Nun jedoch fiel es ihm auf die Füße.
Es war der Morgen nach der Rückkehr des Dominus. Natürlich hatten sie augenblicklich begonnen, alles wieder zu heizen, doch das Wetter machte ihnen ihre Mühen nicht eben einfach. Und so kam es, wie es kommen musste. Stumm fluchte der Nubier, als er das Gebrüll vernahm, das ein Jahr lang fort geblieben war. Und er eilte sich, um den Herrn noch beim Frühstück zu erwischen, wo schon über Strafen und Verkauf und sonst was geredet wurde. Einen Verkauf fürchtete Hasani zwar nicht, doch war ihr Herr ein jähzorniger Mann. Da hieß es wohl, in den sauren Apfel beißen.
"Ich habe zusätzliche Decken in dein Zimmer bringen lassen, Dominus", sagte er außer Atem. "Bis heute Nachmittag sollte die Wärme zurückgekehrt sein. Dann kannst du auch ein Bad nehmen. Die Strafe für das Versagen gebührt jedoch mir, mein Dominus. Ich ordnete an, am Heizen zu sparen, da wir nicht wussten, wann du zurückkehrst. Ich möchte mich dafür entschuldigen."
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10-20-2026, 09:36 AM,
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RE: Private Räume des Marcus Salvius Falco
Falco hob den Blick und sah seinen Majordomus lange an, bevor er sich wieder seinem Tablett zuwandte. Er nahm ein Stück Käse und drehte es zwischen den Fingern, als wollte er sich vergewissern, dass sich weder Schimmel noch sonstiger Unrat daran befand. Schließlich hatte er Besseres zu tun, als sich mit verdorbenen Lebensmitteln herumzuärgern.
„Decken? Du meinst also, Decken würden mich vor dem Tod retten?“, fragte er mit bemerkenswerter Ruhe und steckte sich den Käse in den Mund.
Er kaute langsam. Er erwartete keine Antwort, Erklärungen und Ausflüchte, er erwartete Ergebnisse.
Erst nachdem er den Käse hinuntergeschluckt hatte, hob er wieder den Kopf und sah seinen Majordomus an.
Kurz vor seiner Abreise nach Gallien hatte er Hasani die Stellung eines Majordomus anvertraut. Damals hatte ihm die Entscheidung richtig erschienen. Der junge Sklave war aufmerksam gewesen, wusste sich zu benehmen und besaß eine angenehme Erscheinung. Nun musste Falco sich nach seiner Rückkehr ausgerechnet mit einem kalten Boden beschäftigen. Eine Kleinigkeit, gewiss, aber eine, um die er sich eigentlich nicht selbst kümmern sollte.
Vielleicht war es ein Fehler gewesen, Hasani diese Stellung zu geben.
Als Falco ihn erworben hatte, war er noch ein Lustsklave gewesen. Möglicherweise lagen seine Fähigkeiten eher dort. Ein Majordomus musste mitdenken, Probleme lösen und dafür sorgen, dass sein Herr sich nicht mit jeder Kleinigkeit befassen musste.
Er hatte Hasani schließlich nicht ohne Grund ausgewählt. Falco verstand es, Schönheit und edle Anlagen zu erkennen – bei Menschen ebenso wie bei Pferden. Seine Tiere waren der beste Beweis dafür. Sie waren kräftig, gut gezüchtet und zuverlässig. Bei Menschen war es mitunter schwieriger, ihre Vorzüge zur Geltung zu bringen, doch mit der richtigen Führung ließ sich vieles erreichen.
Falco betrachtete Hasani einen Augenblick länger, als nötig gewesen wäre. Dann wandte er sich ab. Es würde sich zeigen, ob seine Einschätzung richtig gewesen war.
„Sorg dafür, dass der Boden warm wird. Und zwar dalli, dalli! Sonst bist du nichts weiter als ein Zuchtochse. Ich züchte Pferde von edler Rasse, keine Ochsen wie dich“, raunzte er ihn an und widmete sich wieder seinem Frühstück.
Damit hatte er vorerst genug Zeit an seinen Majordomus verschwendet.
Er hatte gut geschlafen, und sein Appetit war ebenfalls zurückgekehrt. Es wurde Zeit, dass er wieder seinen gewohnten Beschäftigungen nachging. Ein Spaziergang über das Forum wäre ein guter Anfang. Vielleicht besuchte er Saturnius oder ging in die Thermen.
Die Thermen waren eine ausgezeichnete Idee. Dort würde ihm ordentlich warm werden, und eine Runde im Gymnasium konnte nach der langen Krankheit ebenfalls nicht schaden.
Die Zeit in Gallien und Hispania hatte gereicht. Capito minor hatte alles im Griff gehabt, und Bambi war ihm zur Seite gestanden. Falco hatte sich deshalb um wenig kümmern müssen.
Er strich eine Brotkrume vom Tablett. Trotzdem würde er froh sein, wieder selbst nach dem Rechten sehen zu können.
Vielleicht sollte er auch den Heiler zu sich bestellen. Bei Gelegenheit. Es gab keinen Grund, deswegen gleich Umstände zu machen, zumal er sich bereits deutlich besser fühlte. Nur die Albträume störten noch gelegentlich seinen Schlaf. Manchmal erwachte er schwer atmend und brauchte einen Moment, bis das Zimmer wieder vertraute Konturen annahm. Das würde sich vermutlich von selbst geben.
Er hatte jedenfalls nicht vor, sich deswegen den Tag verderben zu lassen.
Ein Besuch im Tempel wäre vielleicht dennoch angebracht.
Welchen Göttern musste er gleich noch einmal ein Opfer bringen, damit sie ihm diese Harpyien vom Hals hielten?
Falco konnte sich nicht erinnern, wann er zuletzt ernsthaft um göttlichen Beistand gebeten hatte. Gewöhnlich verließ er sich lieber auf seine eigenen Fähigkeiten. Doch es wäre unklug, die Götter nach einer glücklichen Heimkehr völlig zu übergehen.
Auch am Hausaltar sollte er eine Opfergabe darbringen. Für seine Rückkehr und dafür, dass er wieder in seinem eigenen Haus war. Ein wenig Dankbarkeit konnte nicht schaden.
„Lass Opfergaben vorbereiten. Ich will den Göttern für meine glückliche Rückkehr und den warmen Boden danken.“
Er sagte es, als wäre die Sache damit erledigt, und erhob sich von der Kline. Seine Füße fühlten sich auf dem Boden noch immer nicht warm genug an. Er streckte sie aus, damit ihm jemand die Pantoffeln anzog, und wartete, bis sich ein Sklave seiner annahm.
„Janus! Komm her und bring warmes Wasser. Ich brauche eine Rasur!“, rief er und schlurfte zurück in sein Zimmer.
Später würde er in die Stadt gehen. Er hatte Geschäfte zu erledigen und Freunde zu besuchen. Bis dahin blieb genügend Zeit, sich fertig zu machen. Es gab keinen Grund zur Eile.
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10-21-2026, 09:02 PM,
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Hasani
Forenmitglied

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Beiträge: 18
Themen: 1
Registriert seit: Oct 2022
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RE: Private Räume des Marcus Salvius Falco
Hasani kannte ja das Geschrei seines Herrn bereits. Als er hierher gekommen war, hatte man ihn bereits gewarnt. Und so glaubte er schon nicht, dass er verkauft würde. Dennoch stach es natürlich, als 'Zuchtochse' bezeichnet zu werden. Nicht nur hieß man ihn dumm, es war auch eine unwillkommene Erinnerung an... vorige Zeiten. Auch, wenn man ihn damals wenigstens noch als Hengst bezeichnet hatte und nicht als Ochse...
Der Nubier schritt sofort zur Tat. Er ließ einige Sklaven die Opfergabe vorbereiten, obwohl er sicher war, dass Salvius diese bereits längst wieder vergessen hatte. Wichtiger - viel wichtiger - war jetzt die Wärme.
Als Hasani das Hypocaustum erreichte, war der junge Antus noch immer dabei, den Ofen anzuheißen. Der Junge war vollkommen panisch, wohl weil er bereits vom Wutausbruch Wind bekommen hatte.
"Oh je, er wird mich strafen! Oder verkaufen!", stammelte er, woraufhin Hasani ihm die Hand auf die Schulter legte. Ruhig.
"Wird er nicht. Beruhige dich. Wir verheizen so viel wie in den Ofen passt."
"Aber wird das nicht zu viel?"
"Die Wärme ist aus den Wänden gezogen, deshalb dauert es länger. Wenn wir den Raum erst wieder völlig aufgeheizt ist, können wir wieder langsamer machen. Na komm, klotz ran!"
Hasani zog sich die Oberbekleidung aus, denn die Arbeit an dem Ofen war verflucht warm. Er half seinem Kollegen sogleich, den Kraftakt zu bewältigen. Er hatte sich den Ruf erarbeitet, nicht vor Arbeit zurückzuschrecken und er war bestimmt nicht bang, sich die Hände schmutzig zu machen, wenn es erforderlich war. Dafür war er doch im besten Alter.
"Ich habe dem Dominus gesagt, dass das Haus bis zum Nachmittag warm ist, was bedeutet, dass wir Zeit bis Mittag haben. Oder er wird wirklich ungemütlich..."
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