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Völlig erschöpft und müde von der Reise kehrten wir nach endlosen Tagen zu Wasser und zu Land endlich im komfortablen Heim von Fabia Tertia ein. Wenn Reisen nicht so anstrengend wäre, dann könnte man dem Unterfangen ja etwas abgewinnen, aber der allgegenwärtige Staub und das Wetter waren immer so eine Sache, denn kaum hatten wir Londinium erreicht, fing es auch schon wie aus Eimern zu schütten an. Die letzten Meter liefen wir regelrecht um die Türschwelle zu überqueren und dem Regen zu entfliehen. Auch die Kinder waren immer unleidlicher geworden, je länger sich die Reise hinzog und je näher die Wiedervereinigung mit ihrem Vater und den älteren Geschwistern rückte.
Wie von meinem Mann angewiesen, machte ich mich zügig daran, eine Nachricht zur Villa Furia in Iscalis zu schicken, damit uns eine Eskorte in Londinium einsammeln und zur Villa Furia bringen konnte. Selbst ich freute mich schon so sehr auf meinen Mann und meine älteren Kinder, hatte ich doch seinen innigen und liebevollen Brief fast jede Nacht vor dem Einschlafen gelesen. Über die Jahre in Italia war mir erst klar geworden, wie viel Liebe ich doch für meine Familie empfand über die bloße Pflicht hinaus. Es war richtig, dass wir nun alle wieder unter einem Dach leben würden und die Kinder gemeinsam aufwachsen würden.
| Ad Tib. Furius Saturninus
Villa Furia
Iscalis
Es grüßt dich deine dir treu ergebene Gattin und Dienerin, Furia Serena, aus der Villa Fabia in Londinium. Wie von dir befohlen, habe ich mich unverzüglich mit den Kindern auf den Weg gemacht und wir sind soeben vor Ort eingetroffen. Dank deiner großzügigen Opfer haben uns die Götter beschützt und haben uns optimale Winde und sichere Straßen beschert, so dass unsere wohlgeborenen Kinder wohlbehalten und gesund eingetroffen sind. Ich hoffe, dass du mit der Geschwindigkeit unserer Reise zufrieden bist, die nur deiner perfekten Planung zu verdanken ist. In Demut verharren deine Kinder und ich in der Villa Fabia, bis wir von dir hören. Unsere Herzen sehnen sich bereits danach, wieder mit dir und dem Rest unserer Familie vereint zu sein.
In Liebe,
Furia Serena |
Nachdem das erledigt war, konnte ich erst einmal gefühlt einen vollen Tag schlafen, während sich die Kinder und Sklaven in der Villa Fabia einrichteten und wir wieder einem geregelten Tagesablauf nachgehen konnten. Morgen würde ich in die Therme gehen und die Sklavinnen und Phoebe könnten meine Garderobe lüften und reinigen, so dass alles wieder frisch war. Allzu lange sollte es nun nicht mehr dauern, bis der Bote in Iscalis eintraf und die Eskorte sich mit Wagen auf den Weg machte. Bald würde ich wieder zu Hause sein.