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Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella
07-22-2026, 08:05 PM,
Beitrag #31
RE: Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella
Ich kannte nicht allzu viele Patrizier außer Furius Saturninus und Stella natürlich, und ich überlegte kurz, ob "sie vor vollendete Tatsachen stellen" die beste Taktik war. Aber meine Fridla kannte die Claudia am besten, und so nickte ich zustimmend:
"Rango und Niko sollten heiraten, bevor sie Dummheiten machen", sagte ich und lächelte meiner Frau zu: "Obgleich so ein wenig Dummheiten nicht das Schlechteste sind. Ich kannte einmal einen Mann, der hat seine Liebste mit ihrem Einverständnis hoch zu Ross entführt"
Jetzt gluckste Illiborn in seinem Wäschekorb, und ich beugte mich über ihn. Der Kleine war wach und schenkte mir ein strahlendes, zahnloses Lächeln. Er strampelte mit Ärmchen und Beinchen. Ich konnte nicht widerstehen und nahm ihn hoch. Er war leicht, kein bisschen schreckhaft und lächelte weiter. Er roch gut, wie feiner Puder - und hoppla, ich musste den Kleinen sehr gut festhalten. 
"Wenn Illiborn schon laufen könnte, würde er sofort auf Entdeckungsreise gehen", stellte ich fest:
"Doch sage mir, was hat dir deine Freundin Sergia Viola denn geschrieben? Ich habe meinen Onkel noch nie so nachdenklich und gleichzeitig so verliebt gesehen. Er ist ein Hagestolz, sagte seine Schwester Gerlinda immer, und hat früher überhaupt nie eine Frau haben wollen. Ich hoffe, dass sie ... ihn wenigstens ein bisschen mag. Er ist ein guter Mann"
[Bild: 3_15_08_22_9_36_30.png]
Honoratior der Stadt Iscalis
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07-24-2026, 02:49 PM,
Beitrag #32
RE: Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella
Sonnwin machte sich wirklich Sorgen um seinen Knecht und Niko. Die beiden sollten am schnellsten heiraten, "bevor sie Dummheiten machen", meinte er und erinnerte sich an unsere Flucht in der Wildnis.

"Ich werde niemals vergessen, wie ich von der Gartenmauer auf dein Ross heruntersprang!" Ich lachte vergnügt und umarmte meinen Friudel. "Und seit dem, mein Geliebter, ist jeder Tag mit dir ein Geschenk"...

Iliborn wurde inzwischen wach, ruderte mit seinen kleinen, runden Beinchen und Ärmchen und lächelte seinen Vater breit an, der ihn hochnahm und an ihm schnüffelte. Ich beobachtete die beiden mit einem Gefühl tiefer Wärme und Geborgenheit und lächelte glücklich.

Friudel fragte dann, was mir meine Freundin Viola geschrieben hatte, denn sein Onkel schien ihm nachdenklich, aber auch verliebt zu sein. "Dass dein Onkel ein guter Mann ist, ist uns allen bekannt. Alle mögen ihn und besonders die Kinder." Ich nahm Violas Brief und las ihn laut vor:






 

Liebe Stella,

Ich hoffe, dieser Brief erreicht dich und
die deinen wohlbehalten und in guter Stimmung.
Seit meiner Rückkehr aus Britannien
bin ich oft in Gedanken bei den unvergesslichen
Tagen auf eurem Gutshof.
Die Schönheit der Landschaft und
die herzliche Gastfreundschaft deiner Familie
haben sich tief in mein Herz eingeprägt.
Besonders ein Erlebnis hat sich tief in mein Herz
gegraben: meine Begegnung mit Gerfridu.
Neulich habe ich einen Brief von ihm bekommen,
der mich sehr beeindruckt hat.
In dem Schriftrollenbehälter findest du
meine Antwort auf sein so romantisches
Schreiben und ich bitte dich,
sie Gerfridu zu überreichen.
Ich danke dir im Voraus für deine Hilfe,
meine liebe Stella. 
Ich umarme dich und die Kinder und grüße
herzlich deinen Gemahl Publius Secundus.
Alles Liebe
Viola







Dann legte ich den Brief auf den Tisch und sah meinen Friudel mit einem sanften Lächeln an: "Frage mal aber, was Sergia deinem Onkel geschrieben hat. Auf jeden Fall, denke ich, Gerfridu sollte die Initiative ergreifen und Viola bitten, herzukommen, wenn er ihre Gefühle erwidert."
[Bild: 3_15_08_22_9_35_15.png]
Vormund (Tutor): Tib. Furius Saturninus
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