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03-11-2026, 05:58 PM,
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Furia Saturnina
Stellvertretende Hausherrin

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Beiträge: 6
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2026
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RE: Cubiculum Furia Saturnina
Das alte Kinderzimmer ist mittlerweile ein großes Cubiculum im hinteren Teil der Villa.
Bildnachweis: erstellt mit Perchance AI Image Generator
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03-11-2026, 06:12 PM,
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Furia Saturnina
Stellvertretende Hausherrin

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Beiträge: 6
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2026
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RE: Mädchenzimmer (Cubiculum) Furia Saturnina
Victor hatte mit Carus irgendwelchen idiotischen Barbarenkram gespielt, vermutlich mit Übungsschwertern. Und Carus hatte sich dabei verletzt. Saturnina hätte das voraussagen können; Carus verletzte sich ständig. Er sah aus, als würde er in einer Gladiatorenkaserne trainieren, stets voller blauer Flecken und Schürfwunden.
Aber Victor hatte Saturnina nicht gefragt, ob sie es voraussagen konnte. Er sprach ja kaum mit ihr. Und wenn, so war er furchtbar aufgeblasen.
Saturnina hatte Victor als Kind heiss und innig geliebt. Sie hatte sogar ihre Mutter damit geschockt, dass sie lieber Keltin werden und bei Deirdre leben wollte, denn da war es viel lustiger als beim ewigen Spinnen und Weben. Ab da hatten ihre Eltern den Kontakt zu den Halbgeschwistern nun, nicht direkt unterbunden, aber einschlafen lassen. Saturnina wurde von früh bis spät beschäftigt gehalten. Und als Aidan...Victor dann zu ihnen kam, war alles anders als früher.
Nun waren die Mama und Antias zur Erholung in I-ta-lia: Saturnina war nun die einzige weibliche Furierin und damit "die Domina". Wenn es um Haushaltsprobleme ging, kamen die Sklaven zu ihr, nur grosse Entscheidungen wurden nach wie vor von Saturninus getroffen.
Saturnina hatte den großen Schlüsselbund. Sie trug ihn stets am Gürtel. Er war das Zeichen ihrer neuen Macht.
" Cassi!", Saturnina lag auf ihrem Ruhebett, einen Arm abgestützt, die Sandalen achtlos in die Ecke geworfen. Sie rief nach ihrer Cubicularia.
"Bring mir mal Phaedra her! Ich will wissen, wie es Carus geht"
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03-12-2026, 09:01 PM,
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Cassia
» Feuerkünstlerin
  
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Beiträge: 168
Themen: 4
Registriert seit: Oct 2023
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RE: Mädchenzimmer (Cubiculum) Furia Saturnina
Es war ein Traum. Ein ziemlich realistischer Traum. Aber eben nur ein Traum, in dem sich Cassia vorgestellt hatte, wie sie mit Bran ihre Flucht aus dem furischen Haushalt und sogar aus der Stadt Iscalis geplant und durchgezogen hatte. Wie konnte sie nur so dämlich sein, den furischen Haushalt und ihre kleine Domina, die gar nicht mehr so klein war, zu verlassen. Zum Glück war es nur ein Traum. Aus dem Cassia schweiß gebadet erwachte und im ersten Moment gar nicht wirklich wusste wo sie sich befand. Um sich zu erden streckte sie ihre Fingerspitzen vorsichtig von sich. Berührte dabei das Fell, unter welches sie sich gekuschelt hatte. Und betastete zugleich das Bett. Es war ein Bett aus Holz. Ein richtiges Bett. Kein Strohhaufen. Oder nur ein Fell auf dem Boden. Und es wehte auch kein Wind um ihr Gesicht. Was bedeutete, dass sie sich in einem gemauerten Gebäude befand. Nicht irgendwo unter freiem Himmel nächtigte. Wobei es genau dies war was den Reiz dieser Flucht ausgemacht hatte. Natürlich auch die bedrohliche Strenge ihres Dominus. Denn Cassia hatte ganz tief in sich drin Angst vor dem furischen Oberhaupt. Wenn sie aber nun hier im Bett in den Sklavenunterkünften saß, bedeutete dies, dass sie sich diese ganze Flucht wirklich nur ausgedacht hatte. Wie mochte es Bran wohl ergehen? Saß auch er in den Sklavenunterkünften der Claudier in seinem Bett und grübelte darüber nach? Hach Bran… Doch noch bevor sich Cassia in ihren Gedanken verlieren konnte, schlüpfte sie hastig aus ihrem Bett und benetzte sich ihr Gesicht mit dem Wasser aus der Waschschüssel. Dann schlüpfte sie in eine saubere Tunika und strich sich einmal durch ihre Locken, um diese wenigstens halbwegs zu bändigen. Was dennoch ein hoffnungsloses Unterfangen war. Mit hastigen Schritten verließ sie die Sklavenunterkünfte und begab sich auf den Weg in Richtung der Culina. Um dort nach etwas zu naschen für ihre junge Domina zu suchen. Denn sie wusste doch wie Furia Saturnina die kleinen Honigküchlein der Köchin mochte. Jedoch sollte Cassia die Culina des furischen Hauses nie erreichen. Denn sie wurde von ihrer jungen Domina erwartet. Hastig drehte sich die Gauklersklavin auf dem Absatz ihrer nackten Füßchen herum und huschte durch die Gänge. Bis sie vor dem moderneren Zimmer ihrer jungen Domina ankam. Um dort ihre Anweisung zu empfangen. Sie sollte nach Phaedra schicken, der Amme für den jungen Carus. “Ja kl… Domina.“ Gerade noch rechtzeitig verkniff sich Cassia das Wort ‚kleine‘. Eh‘ sie sich eilte, um nach Phaedra zu suchen. Bestimmt hielt sich diese im Kinderzimmer auf. So wie sie es immer tat. Genau dort traf Cassia die Amme an. “Phaedra? Furia Saturnina möchte, dass du den kleinen Dominus zu ihr bringst.“ Denn auch wenn die junge Römerin nun den Schlüssel am Gürtel trug, so war sie doch noch immer ein Kind. Zumindest in den Augen der lockenköpfigen Cassia. Ruhig folgte Phaedra der quirligen Gauklersklavin hin zu Furia Saturninas Cubiculum. Die Türe wurde geöffnet und Phaedra betrat mit Carus das Mädchenzimmer der jungen Furierin. Die sich nun wie die Herrin im Haus benahm. Bäh!
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03-13-2026, 08:11 PM,
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Furia Saturnina
Stellvertretende Hausherrin

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Beiträge: 6
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2026
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RE: Mädchenzimmer (Cubiculum) Furia Saturnina
Saturnina kannte ihre Cassia gut. Zwar hatte sich die Sklavin das Gesicht gewaschen und ihre Haare durchgekämmt, aber ihr Gesicht war gerötet.
Die junge Domina zwinkerte ihr zu: "Hast du gerade geschlafen undSchönes geträumt? Von Braaaani?"
Sie wusste, dass Cassia den Claudiersklaven liebte und da der Vater dagegen war, machte es Saturnina besonderen Spaß, Cassia damit aufzuziehen. Sie befahl ihr dann, Phaedra zu holen.
Phaedra kam und führte Carus, der nun still war, aber ziemlich blass, herein. Sie verbeugte sich schweigend, sie sprach nie viel. Saturninas Blick entging jedoch nicht, dass ihre Tunika mit Blut beschmiert war. Carus hatte sich vielleicht schlimmer verletzt als es den Anschein hatte, oder die Wunde war zwar nicht so schlimm, blutete jedoch stark. Beide, Sklavin und Bruder, standen ergeben in ihr Schicksal, vor der jungen Furia. Oder, wie Saturnina bei sich dachte, weder Trauerkloß noch Schwachkopf kriegen den Mund auf. Doch man erwartete eine Entscheidung.
"Ein Medicus sollte sich das besser ansehen", bestimmte Saturnina: " Cassia, geh zur Praxis von Pytheas und frag, ob er Zeit hat oder zumindest einen Gehilfen vorbeischicken kann. Er soll die Konsultation auf die Rechnung unseres Hauses schreiben"
Es fiel Saturnina gar nicht ein, zuerst den Vater zu fragen.
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03-15-2026, 04:37 PM,
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Cassia
» Feuerkünstlerin
  
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Beiträge: 168
Themen: 4
Registriert seit: Oct 2023
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RE: Mädchenzimmer (Cubiculum) Furia Saturnina
>>> Es war ein junger Mann der die Türe öffnete und ihr gegenüber trat. Ob das der Medicus war, zu dem sie geschickt worden war? Hm. Für diese Aufgabe sah der Blondschopf eigentlich etwas zu jung aus. Doch wer war Cassia schon um sich darüber ein Urteil erlauben zu können. Se hoffte nur dass sich der Medicus auch beeilte und mit ihrem Schritt halten könnte. Denn ihre Schritte würde Cassia auf dem schnellsten Weg zurück zum Haus ihrer Domina lenken. “Kannst du dich bitte ein bisschen beeilen? Der junge Dominus hatte überall Blut.“ Plapperte Cassia auf dem Weg zum Haus der Furier. Und warf dem Blonden an ihrer Seite immer mal wieder einen raschen Blick zu. Wie als wollte sie sich davon überzeugen, dass er ihr auch noch folgte. Nicht dass er irgendwo falsch abbog oder sie sonst wie im Stich ließ. Aber durfte er das überhaupt? Durfte ein Medicus einen Patienten, genauer gesagt einen Notfall einfach im Stich lassen? Wohl nicht. So die Überlegung des Lockenkopfs, welche den Blondschopf sicher durch die Straßen und Gässchen führte, bis sie an der furischen Villa ankamen. Dem Ianitor warf Cassia einen kurzen Blick zu, als sie mit schnellen Schritten die furische Villa betrat und geradewegs auf das Cubiculum ihrer jungen Domina ging. Denn dort befand sich auch der verletzte Dominus und seine Amme. “Domina Furia Saturnina? Ich habe den Medicus mitgebracht.“ Plapperte Cassia mit vor Stolz funkelnden Augen. Schließlich wollte sie zeigen, dass man sie durchaus auf die Straße schicken konnte und dass sie Anweisungen und Befehle befolgen konnte. Dann erst blickte Cassia zu dem vermeintlich jungen Medicus und winkte ihn näher. Unauffällig deutete Cassia auf den jungen Dominus, der ruhig an der Seite seiner Amme stand.
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03-15-2026, 06:12 PM,
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Furia Saturnina
Stellvertretende Hausherrin

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Beiträge: 6
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2026
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RE: Mädchenzimmer (Cubiculum) Furia Saturnina
Saturnina hatte die Abwesenheit Cassias genutzt, sich ordentlich anzuziehen, Schmuck anzulegen, sich von Sarapion frisieren und schminken zu lassen; nichts Aufwendiges, nur so, dass man nicht gleich sah,dass sie erst zwölf war.
"Gut gemacht, Cassi", sagte sie und nahm den Medicus in Augenschein. Flavianus Pytheas kannte sie, aber der blonde junge Mann, den ihre Sklavin mitgebracht hatte, war es nicht. Dieser hier war jünger (und er sah besser aus, dachte Saturnina, verbat sich aber selber diesen Gedanken)
"Ich bin Furia Saturnina", stellte sie in herablassendem Tonfall klar: "Aber du bist nicht Pytheas, nicht wahr? Ich hoffe, dass du wenigstens ein Medicus bist"
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03-16-2026, 03:04 PM,
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Ronan
"Primus"

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Beiträge: 17
Themen: 2
Registriert seit: Jul 2025
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RE: Mädchenzimmer (Cubiculum) Furia Saturnina
Wie schnell die Sklavin ihn hierher geschleift hatte, hätte man meinen können, der Dominus verblute auf dem Küchenboden. Das Mädel war völlig außer sich und sparte nicht mit Kritik, wie langsam er doch sei, obwohl er mühelos mit ihr Schritt hielt. Schließlich hatte er zurückgeschnappt und gesagt:
"Ich könnte meine ganzen Sachen einfach hier lassen und versuchen, deinen Dominus mit bloßen Händen zu verarzten."
Sicher wäre Meister Pytheas ruhiger da rangegangen. Er hatte eben noch nicht ausgelernt.
Als er der 'Domina' vorgeführt wurde, wollte Ronan zuerst fragen, ob das ein Witz war. Vor ihm stand ein kleines Mädchen! Wie alt war die? Acht? Und sie wollte die Herrin dieses Hauses sein?
"Flavianus Pytheas ist mein Lehrer", stellte er klar, "Er weilt derzeit in Rom und ist unabkömmlich. Ich fürchte, ich bin der einzige, der zur Verfügung steht. Deine Sklavin sagte, es sei sehr dringend. Darf ich den Patienten sehen?"
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