>>>
Am nächsten Tag hatte Saturninus die Audienz beim LAPP,
die für ihn gimpflicher verlief, als er angenommen hatte. Nun war er schon an Vorbereitungen für die Rückreise.
Er hatte Geschenke für Serena und die Kinder besorgt: Für seine Frau ein kostbares
Balsamarium, ein kleines Gefäß mit Deckel, um duftende Öle, Salben und Essenzen aufzubewahren; es war aus germanischem Glas angefertigt und kunstvoll verziert. Für Saturnina hatte er ein silbernes Armband; mittlerweile durfte sie in dem Alter sein, in der ihr solche Mädchensachen gefielen, gekauft und für Carus ein buntbemaltes Holzpferd mit Rädern zu hinter-sich- herziehen. Auch an Tiberius hatte er gedacht, er bekam einen aus Lederstücken genähten und mit Rosshaar gefüllten Spielball, der rot, grün und golden angemalt war. Alle römischen Jungen spielten Ballspiele, und Saturninus wollte, dass sein Sohn das auch tat.
Bevor es im Morgengrauen auf Reisen gehen würde, erwartete Saturninus auf Damaris. Fabia Tertia war bei ihrer Tochter auf Besuch, würde aber heute Abend zurück kehren, so dass er ihr das Geschenk noch verehren wollte.