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Garten
03-31-2025, 11:57 PM,
Beitrag #81
RE: Garten
Taurus nickte bedächtig.
"Ich weiß wohl, wo ich sie finde. Allerdings gilt es nun, herauszufinden, was genau ich ihnen sagen sollte."
Denn schließlich wollte er selbst es sein, dem Nicanders Vater einen Gefallen schuldig war. Wenn seine Domina sich nun gnädigerweise einmischte und dem Jungen half, dann brachte ihm das leider überhaupt nichts.
"Möglicherweise sollte ich einfach Interesse anmelden und ihn kaufen..."
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04-03-2025, 02:13 PM,
Beitrag #82
RE: Garten
"Wenn dieser Nicander ein freier Mann ist und du das beweisen kannst, dann muss er aus dem Sklavendienst entlassen werden. Sein Herr hätte allerdings die Möglichkeit, den Kaufpreis und den Unterhalt einzuklagen. Dann würde dieser Nicander seine Arbeitsleistung in Rechnung stellen. Ich glaube offen gesagt nicht, dass die Frau des Rechtsgelehrten Plautius Leander Interesse daran hat, dass die Sache publik wird. Sie haben sich hereinlegen lassen, und der soziale Spott wäre ihnen sicher. Plautius Leander ist im Begriff, ein reicher und wohl auch einflussreicher Mann zu werden. Je diskreter du vorgehst, werter Freund Taurus, desto mehr wird er das schätzen.
Du kannst also zunächst einmal versuchen, diesen Nicander selbst zu kaufen, um ihn dann seinem Vater zu überstellen. Aber es besteht die Möglichkeit, dass Norbana Orestilla ihn gar nicht hergeben möchte. Dann kannst du immer noch die Wahrheit sagen", Saturninus schaute nun Cassia an:
"Wie weit hängst du damit drin, Cassia? Weißt du etwas darüber, dass Nicander eigentlich frei ist?", ein unangenehmer Gedanke kam ihm. Denn er hatte gerade vom Spott der Gesellschaft gesprochen, wenn man sich dermaßen linken ließ. Doch vielleicht war er, Saturninus, ja auch Opfer eines Streiches geworden:
"Und du - hast du dich etwa auch nur als Sklavin ausgegeben?" 
[Bild: 3_18_08_22_2_20_05.png]
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Honoratior von Iscalis
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04-03-2025, 02:56 PM,
Beitrag #83
RE: Garten
Am liebsten wäre Cassia nun geflohen. Hätte sich irgendwo verkrochen und wäre nicht so schnell zurück gekehrt. Denn, ihr Geheimnis war nun aufgeflogen. Die Tatsache das Nicander überhaupt kein Sklave war, sondern ein freier Mann. Wenngleich die Schauspieler nur knapp oberhalb den Sklaven angesiedelt waren. Hach Nicander. Wie war er nur auf diesen wahnwitzigen Gedanken gekommen? Und wieso hatte sie, Cassia sich nicht vehementer gegen diesen Vorschlag gesträubt? Weil sich alles so wunderbar angehört hatte, zumindest in Nicanders Welt. Und da der Dunkelhaarige ein Meister der Worte ist, hatte sich diese Idee auch für Cassia wunderbar angehört.

Schweigend lauschte die gelockte Sklavin den Worten ihres Dominus und schluckte. Der braunhaarige Römer könnte Nicander tatsächlich aus seiner jetzigen Familia heraus reißen? Und dann? Was würde dann geschehen? Die liebliche Domina Norbana Orestilla würde es ganz bestimmt nicht gut heißen. So die Überlegung des Zimtkopfs, welche ihre Stirn in sachte Runzeln gelegt hatte. Als würde sie über einem größeren Problem nachgrübeln.

Als sich ihr Dominus mit scharfen Worten an seine Sklavin wandte, zuckte Cassia zusammen und spürte wie sich ihr Herz vor Angst verkrampfte.  “Es war Nicanders Idee. Er wollte dass es mir gut geht. Wir sollten keinen Hunger mehr leiden. Da hatte er diese Idee mit der Scheinsklaverei. Ich wollte es ihm noch ausreden. Doch ich bin nur eine Sklavin und darf nichts schlechtes gegen meinen kýrios sagen.“ Antwortete Cassia mit ihrer lieblichen Stimme. Auch wenn ihr Herz vor Angst ganz zögerlich in ihrer Brust pochte. Schon wandte sich ihr Herr direkt an seine Sklavin und Cassia senkte ihren Kopf. “Nicander hat mich meinen Eltern abgekauft. Er hat mich mit Datteln jonglieren sehen. Und das hat ihn fasziniert. Nicander hat mich immer wie seine kleine Schwester behandelt, nie wie seine Sklavin. Im Tausch haben meine Eltern zwei Ziegen erhalten.“ Sprach Cassia mit ihrer angenehm weichen Stimme die Wahrheit. Auch wenn ihr Herz noch immer in diesem verkrampften Rhythmus in ihrer Brust pochte.
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