RE: Taberna "Vinum et Panis" | „non semper, Saturnalia erunt. “
Bei den bestimmt klingenden Worten des Furiers zuckte Nefertem unwillkürlich zusammen und senkte seinen Blick auf die Oberfläche des Tisches. Zugleich sackten seine Schultern etwas nach vorne. Bevor er dann jedoch tief durchatmete und seine Körperhaltung straffte. Oh nein. Unter keinen Umständen wollte er vor dem Römer einen schwächlichen Eindruck hinterlassen. Es reichte schon, dass der Furier schlecht über seine Domina dachte. Was hatte sich Claudia Sabina nur dabei gedacht, keine Minute über ihre Finanzen nachzudenken? Oder lag dies wirklich am Einfluss dieser Hetäre, dass seine Domina ihre wertvollen Münzen mit beiden Händen regelrecht zu verschleudern? “Ich möchte meiner Domina keinerlei Schaden und Schande bereiten.“ War es dann Nefertems ruhige Stimme die erklang. Wobei er kurz gen des Furiers empor schielte, seinen Blick dann jedoch abwandte und sich dieser auf die beiden Krüge auf dem Tisch heftete. Zumindest bis zu dem Moment, als er die zarte Berührung des Römers spürte, wie dieser seine Finger durch seine dunklen Locken gleiten ließ und es Nefertem unwillkürlich einen Schauer über den Rücken jagte. Vernehmlich das schlucken des Sklaven, als ihm das Bild des Marcus Iulius Cato vor Augen erschien, so dass er sich hart auf seine Unterlippe beißen musste. “Du kannst dich auf mich verlassen Dominus.“ Erwiederte Nefertem auf die Worte des Furiers, dass er ihm eine angemessene Summe nennen würde. Unter keinen Umständen würde er dem Leiter der Zivilverwaltung fälschliche Zahlen nennen. Denn dies würde seiner Domina nicht helfen. Als der Furier erklärte, dass er nicht zur Villa Furia kommen sollte, sondern diese Transaktion diskret ablaufen sollte, nickte Nefertem und blickte kurz fragend empor. Welchen Ort würde der Princeps Officii denn dann vorschlagen? “Das Haus des Roten Mondes ist mir ein Begriff.“ Doch nicht, weil er selbst dort verkehrte. Oh nein. Sein einstiger Dominus, Marcus Iulius Cato war dort Gast gewesen. Desmeist in Begleitung des Dicken, wie er seinen anderen Sklaven immer bezeichnet hatte. “Ich werde pünktlich am Haus des Roten Mondes erscheinen Dominus.“ Erwiederte Nefertem und atmete tief ein und wieder aus. Hoffentlich tat er hier das Richtige. Doch dann erschien das liebliche Antlitz seiner Domina vor seinem inneren Auge und Nefertem wusste, dass er hier mehr als das richtige tat.
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