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Im Zimmer angekommen, verabschiedete sich Gerwina von Nisca und bat sie morgen früh zu wecken, damit sie sich für den Ausflug rechtzeitig vorbereiten konnte. Sie machte dann die Tür zu und schaute in den Nebenraum, wo ihre Magd Grunja tief schlief. Gabinia wollte sie nicht wecken, schüttelte nur den Kopf und machte dann Fenster auf. Die Sterne leuchteten sehr hell und waren zum Greifen nah, aber es wurde dann kalt im Zimmer und Gerwina machte das Fenster wieder zu und, nachdem sie die notwendigen Rituale vor dem Schlafengehen beendet hatte, legte sie sich ins Bett, das sehr bequem war und dachte an die Erlebnisse des Tages und an den schönen und aufregenden Abend mit ihrem Fürsten. Sie lächelte verträumt und sprach Frija an:
"Frija, schöne Göttin der Liebe, *
holde Herrin, mächtig des Zaubers.
Wir spürn Dich im Lächeln und zärtlicher Nähe,
in Freundschaft und Liebe von Körper und Geist.
Offen und magisch verzauberst Du Sinne,
die Sehnsucht der Seele von Dir wird geweckt.
Frei wie ein Vogel im Falkengewande
fliegst Du durch Midgard, Tochter des Njörd.
In meinem Herzen entfachst Du die Flamme,
Höre mir, Frija, schenk mir Deine Huld!"
*Michaela Macha