Willkommen im Forum, Bitte Anmelden oder Registrieren

Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella
06-27-2025, 05:12 PM,
Beitrag #21
RE: Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella
Clara nahm sich fest vor, uns zu besuchen. Sie würde das auch tun; es sei denn, Schwangerschaften und Geburten kamen dazwischen, wie ich schon von meiner Ehefrau wusste. Dann wollte sie gehen und sich ausruhen. Ich lächelte, als sie über ihr gewünschtes Hochzeitskleid sprach:
"Wie schlau die Keltinnen sind! Viele haben ja blaue Augen, und sie wissen, dass ihnen blaue Kleider vorzüglich stehen", neckte ich Clara, die so schöne Meeresaugen besaß. Unseren beiden Völkern war die Lichtheit gemeinsam.
Ich überlegte, ob ich noch einmal über die Sorgen bezüglich des Volkes der Dobunni reden sollte, die Eisu Ap Comux mit mir geteilt hatte, aber dann ließ ich es bleiben. Die Zukunft von uns allen lage in den Händen des Schicksals, und nur in Träumen und Traumbildern konnten wir etwas davon sehen. Wenn Clara und Eisu fliehen mussten, wäre hier unser aller Zuhause, auch deshalb hatte ich meiner Schwester einen Siegelring gegeben. 

[Bild: Spiros-lter.png]

ich lächelte dem eifrigen Spiros zu, bückte mich und zeigte ihm an meiner eigenen Hose, wie er sie krempeln konnte, damit sie nicht zu lang war. Das Lob von Domina Clara hatte den Jungen erfreut, er grinste über beide Backen. 
Dann schickte ich ihn weg zu Andrippus, und er als erfahrener Bote besorgte unsere Briefe >>>
[Bild: 3_15_08_22_9_36_30.png]
Honoratior der Stadt Iscalis
Zitieren
 
03-03-2026, 04:04 PM,
Beitrag #22
RE: Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella
[Bild: Vesna4.jpg]*


Nach dem harten Winter kam endlich der Frühling.  Die ersten Blumen sprossen aus dem Boden, während die Vögel wieder fröhlich zwitscherten. Ich saß in meinem Sessel im Officium und schaute aus dem Fenster auf unseren Gutshof. Die lieblichen Schneeglöckchen und die lila Krokusse bedeckten unseren Hof wie ein bunter Teppich. Während ich die Szene betrachte, fühle ich mich mit der Natur verbunden, die nun zu neuem Leben erwachte. Inmitten dieser Veränderungen blickte ich mit Vorfreude auf die Geburt unseres Kindes, das bald kommen wird. Ich lächelte zufrieden und dachte an meinen Friudel, der mit unserem Sohn Quiwon im Stall beschäftigt war, um sich um die Pferde zu kümmern.

Aber es gab viel Arbeit auf dem Land. Es mussten zusätzliche Helfer angestellt werden, um die Felder zu bestellen, zu pflügen und zu säen. Wir alle würden alle Hände voll zu tun haben...


*Mit KI erstellt
[Bild: 3_15_08_22_9_35_15.png]
Vormund (Tutor): Tib. Furius Saturninus
Zitieren
 
Gestern, 05:50 PM,
Beitrag #23
RE: Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella
[Bild: Gerfried.png]

Unser Onkel Gerfridu war bei uns geblieben und unterrichtete die größeren Jungen und auch einige zuverlässige Arbeiter im Waffenkampf. Zwar herrschte in Iscalis und Umgebung die Pax Romana, der römische Friede, aber es gab manchmal Räuberbanden, die meinten, sich an anderer Menschen Eigentum vergreifen zu müssen. Unsere kampfgeübten jungen Leute würden abschreckend wirken.
Ich traf ihn, als ich gerade mit Quiwon aus dem Stall kam. Er schaute ernst drein, die Stirn gerunzelt.
"Oheim, welche Laus ist dir über die Leber gelaufen?", fragte ich ihn in unserer Chattensprache, und Quiwon quitschte vor Vergnügen, denn diesen Ausdruck kannte er noch nicht.
"Keine Laus, sondern eine Römerin", erwiderte Gerfridu.
Ich wusste sofort, wen er meinte. Sergia Viola und er waren nach der Hochzeit meiner Schwester einjeder wieder ihren Bestimmungen gefolgt. Sie waren erwachsene Menschen und hatten schließlich Pflichten. Gerfridu war bei uns in Britannien geblieben. Aber vergessen hatten sie sich nicht, zumindest Gerfridu sie nicht...Ich hoffte für ihn, dass Sergia Viola auch an ihn dachte. 
"Tut das nicht weh?", erkundigte sich Quiwon teilnahmsvoll.
"Was....?"
"Na wenn eine Römerin über deine Leber spaziert, Oheim Gerfridu..."
Gerfridu lachte laut auf und hob zum Spaß drohend die Hand. Quiwon flitzte davon.
Gerfridu aber sprach:
"Ich habe der edlen Sergia Viola einen Brief geschrieben. Nun brauche ich dich, damit du meinen Stil und meine Rechtschreibung verbesserst"
Mein Onkel sprach Latein, hatte allerdings nicht viel Übung im Schreiben.
"Komm mit zu Stella, wenn du einen schönen Stil  brauchst, der einer edlen Patrizierin würdig ist", sagte ich zu ihm:
"Ich habe in letzter Zeit nur Landwirtschaftskram geschrieben"

Meine Fridila saß im Officium und machte Abrechnungen, auch wenn ihre Schwangerschaft schon weit fortgeschritten war. Ich trat ein, näherte mich ihr und gab ihr einen Kuss auf ihre Stirn. Sie war zum Anbeißen schön, jede Schwangerschaft machte Stella in meinen Augen noch weiblicher und begehrenswerter.

"Liebste Fridila, hättest du Zeit, für Gerfridu einen Brief an deine Freundin Viola stilistisch durchzusehen?", fragte ich sie:
"Der Brief ist freilich lange geraten, du kennst meinen Onkel und seine blumigen Worte ja. Vier Seiten lang nur Landschaftsschilderungen"
Das hatte Gerfridu mir zwar nicht gesagt, doch so ausführlich war sein letzter Brief an die Sergia auch gewesen. In jedem Chatte steckte außer einem Krieger oder einem Bauern auch irgendwo ein Skalde, und Gerfridu war keine Ausnahme.
[Bild: 3_15_08_22_9_36_30.png]
Honoratior der Stadt Iscalis
Zitieren
 


Gehe zu: