Saturninus wollte nicht gehen, weil er sich nach Nähe sehnte. Er legte den Arm um Serena:
" Du hast Recht, liebste Gemahlin. Wir ehren die Götter, und beide haben sie uns Fruchtbarkeit geschenkt.
Ich zweifle nicht daran, dass wir Söhne haben werden. Ich bin gespannt auf ihn. Weißt du, Serena, ich bin aus Rom fortgegangen, weil man mich hatte spüren lassen, dass meine Eltern damals im Bürgerkrieg vor zehn Jahren auf der falschen Seite gestanden hatten. Damit meine ich nicht den Kaiser, unser verehrter Kaiser ist großmütig und hat mir nie etwas nachgetragen. Aber es gibt wohl andere Leute, die meinten, ihm einen Gefallen zu tun.
Wenn unser erster Sohn erwachsen ist, soll er wieder die Domus Furia in Rom beziehen und den Platz im Senat einnehmen, der unserer Familie zusteht. Ich setze große Hoffnungen in ihn", er lächelte. Und dann setzte er auch alles daran, in dieser Nacht wirklich ein Kind zu zeugen. Es war schon Morgen, als er seine Frau, erhitzt von den ehelichen Pflichten, verließ.
Aber ein kaltes Bad und eine Massage von Scaevus, dann ging es wieder. Saturninus fühlte sich bester Laune. Er rechnete damit, Serenas Onkel "überzeugen" zu können, dass er tat, was eine solche edle Abkunft wie die der Lucretier gebot. Geiz passte dazu nicht.
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