Furius war großzügig und bot uns seinen Sekretär an. Gleichzeitig wollte er aber den Sklaven Spiros zurück. Ich wollte ihn nicht hergeben, denn der Junge war glücklich bei uns, doch er gehörte mir nicht. Also mischte ich mich nicht ein.
"Danke für deine freundliche Auskunft, werter Vorsteher des Archivs. Über meinen Antrag, unter die Honoratioren aufgenommen zu werden, werde ich noch ein Weilchen nachdenken" erwiderte ich. Ich plante, mindestens ein Fohlen zu züchten und gut zu verkaufen, um einen Teil des Standesgeldes wieder hereinzubekommen.
Ich richtete meinen Blick auf Vespasianus Caesar Augustus. Ernst und streng sah der Kaiser auf uns herab. Im Gegensatz zu Kaiser Nero hatte er nichts Weiches, sondern ein Soldatengesicht. Ich legte die rechte Hand auf mein Herz und sprach Plautius Leander den Schwur nach:
"Ich schwöre beim Allerhöchsten Iuppiter und unserem großen Caesar Vespasianus Augustus, stets die Stadtverordnung von Iscalis und alle Erlasse einzuhalten sowie den Anordnungen der Stadträte Folge zu leisten"
Mir war feierlich zu Mute. Dieser Schwur verband mich mit Rom. Jeder Einzelne von uns war Teil seiner Größe und daher selbst groß. Mein Sohn Gaius Gabinius Dives war als Römer geboren worden.
Er war ganz ruhig und schaute zu dem Kaiser hin, als wüsste er, wer das wäre, obwohl er es nicht wissen konnte.