(09-07-2023, 01:26 PM)Dunduvan Deimos schrieb: "Ich nichts", entgegnete Dunduvan: "Ciaran hat uns etwas ins Getränk gegeben. Ich war nicht misstrauisch und habe getrunken. Sie sah in mir ihren früheren Verlobten, und ich sah die Weiße Göttin, die mit Sternen umkränzt war. Es war an Beltane...", er begriff, dass Ceridwen annehmen konnte, dass er die junge Frau auf diese Weise zugerichtet hatte. Er schüttelte nur den Kopf:
"Unsere... Begegnung ist jetzt schon lange her. Ich hoffe...", dass sie kein Kind trägt, wollte er sagen, doch dann fürchtete er, dass gerade dies Brigids Humor sein könnte: Ihn zum Vater eines Beltanekind zu machen:
"...dass sie mir vergibt", beendete er den Satz. Dabei war ihm gleich, ob Niamh ihm vergeben würde. Er wollte nur keinen Keil zwischen sich und Louarn getrieben haben.
Dunduvan verzog den Mund:
"Ihre Verletzungen... dass sind ein Römerfreund und seine Schergen aus der Stadt gewesen. Aber die Betreffenden sind tot. Gute Nacht"
Einen Moment lang sah er in Ceridwens Gesicht. Sie musste einst eine Priesterin von großer Schönheit gewesen sein. Kummer und Leid hatten ihr diese Schönheit nicht nehmen können. Dunduvan wünschte sich einen Moment lang, dass sie sich zu ihm legen würde, aber dann sagte er sich, dass das eine verdammt schlechte Idee wäre - gerade weil er sie mochte. Es war besser, sein Herz an niemanden außerhalb der Bruderschaft zu hängen. Und er hoffte, dass alle seine Brüder diesem Rat, oder war es eher ein Befehl? Cathbads beherzigen würden, so wie er selbst es tat.
Noch vor Sonnenaufgang trat er hinaus und ging in den Garten. >>>
"Ciaran?" Ich überlegte einen Moment. Das musste einer der Zwillinge sein, wenn ich mich recht erinnerte. Wahrscheinlich derjenige von beiden, der zwar über ein immenses Wissen verfügte, aber damit auch sehr viel Unfug anstellte. Das, was Dunduvan mir gerade schilderte, passte gut zu Ciaran.
"Dieser kleine Idiot!" kommentierte ich seine Worte und schüttelte den Kopf dabei. Eines Tages würde Ciaran an den Falschen geraten, dachte ich. Das würde dann sein Ende sein. Aber wahrscheinlich wusste er das selbst.
"Aha, also ich vermute mal, sie ist nicht schwanger. Aber um es genau zu wissen, müsste ich sie mir genau anschauen. Morgen vielleicht, wenn sie sich ausgeschlafen hat." Im Laufe meines Lebens hatte ich viel gesehen, erlebt und gelernt. Dabei hatte ich für mich festgestellt, dass schwangere Frauen häufig von einer besonderen Aura umgeben waren, die ein normaler Mensch natürlich nicht sehen konnte. Doch ich konnte es wahrnehmen. Bei Niamh allerdings war mir diese Aura nicht aufgefallen.
Dunduvan wollte sich also bei ihr entschuldigen. Für das, was an Beltane geschehen war. Das war löblich!
"Und wer hat sie dann so zugerichtet?" war meine nächste Frage, die der Druidenschüler mir auch sofort beantworten konnte.
"Ein Römerfreund, sagst du? Etwa der, dessen Kopf draußen vor der Tür liegt?" schlussfolgerte ich. Ich würde mir Dunduvan noch einmal zur Brust nehmen müssen, bevor er morgen wieder verschwand. Doch nun sollte er erst einmal schlafen.
"Gute Nacht!"