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Der Sklave und der Patrizier - kurz vor Cheddar
05-25-2023, 06:54 PM,
Beitrag #2
RE: Der Sklave und der Patrizier - kurz vor Cheddar
Der Römer ritt mit seinem Pferd voraus, ich folgte ihm mit meinem Muli. Er hatte es wirklich eilig, nach Cheddar zu kommen. Offenbar war diese Deirdre einne seiner Sklavinnen, die ein Kind von ihm hatte. Zumindest hatte ich es so verstanden. Warum sie deshalb in Cheddar leben musste und nicht in diesem riesigen Kasten, in dem er lebte, verstand ich nicht. Aber im Grunde konnte es mir auch egal sein. Die Römer und ihre Art wie sie dachten und handelten, erschienen mir manchmal sehr eigenartig.
Ich ritt mit gemischten Gefühlen nach Cheddar. Was würden die Leute sagen, wenn ich wieder in ihrem Dorf auftauchte, nachdem sie wegen Aglaia so geschröpft worden waren? Sie hatten mir in meiner größten Not geholfen. Dafür war ich ihnen auch dankbar. Aber ich hätte es ihnen auch nicht verdenken können, wenn sie mich jetzt verfluchten, wenn sie mich sahen. Da der Römer ja nicht unsere Sprache verstand, konnte ich den Leuten von Cheddar problemlos ganz nebenbei von den Waffen erzählen, und dass sie sich von nun an nicht mehr fürchten mussten, falls diese Mistkröten noch einmal aufkreuzen sollten. Vielleicht milderte das etwas ihren Zorn.
Wir waren schon ein Stück aus der Stadt heraus, als der Römer mich plötzlich etwas fragte. Eigentlich hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass er irgendetwas zu mir sagen würde, denn für ihn waren Sklaven wie die Luft, die man atmete. Er wollte wissen, wie lange ich schon bei Aglaia war. Wahrscheinlich hatte er bereits längst vergessen, dass er damals auch auf dem Markt gewesen war. "Seit drei oder vier Woche," antwortete ich ihm knapp. Ehrlich gesagt hatte ich fast jegliches Zeitgefühl verloren, seit ich bei Aglaia war.
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RE: Der Sklave und der Patrizier - kurz vor Cheddar - von Licinianus Owain - 05-25-2023, 06:54 PM

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