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RE: Balneum - Das Villenbad
Saturninus lächelte, und in dem feuchtwarmen Dampf des Balneums wirkten seine sonst so strengen Züge weicher, fast verletzlich. Er drehte sich langsam im tiefen Wasser des Beckens um, bis er Primus direkt gegenüberstand. Das Wasser reichte beiden bis zur Brust, und die Reflexionen der Öllampen tanzten wie flüssiges Gold auf ihren nassen Schultern.
"Ein Badesklave“, begann Saturninus mit leiser Stimme, während er einen bewussten Schritt näher trat, "tut genau das, wonach sein Herr verlangt. Er vergisst seinen Stolz und seine Herkunft. Er existiert in diesem Moment nur, um der Haut seines Herrn Kühlung oder Wärme zu schenken.“
Der Gedanke, dass ein Patrizier, der sonst über seine Klienten herrschte, sich dem Medicus hier so bedingungslos fügte, war für Saturninus sehr anregend, und er hoffte, dass er Primus auch gefiel.
"Zuerst“, flüsterte er, während sein Blick intensiv auf Primus ansehnlichen Schultern ruhte:
"...würde er seinem Dominus vielleicht eine Massage anbieten“
Er rieb seine Hände aneinander, bis sie warm waren. Dann legte er sie sanft, aber bestimmend auf Primus’ nasse Schlüsselbeine.
Er trich mit den Daumen langsam über den Ansatz von Primus’ Hals, folgte der Linie seiner Schultern und glitt hinab zu seinen Oberarmen. Jede Bewegung war bewusst verzögert.
"Er würde spüren, wie heiß die Haut seines Herrn ist“, fuhr Saturninus fort und kam dem Jüngeren so nahe, dass Primus den warmen Atem auf seiner Wange spüren musste. Er legte eine Hand sanft in Primus' Nacken, die Finger in dessen feuchtem Haar vergraben, während seine andere Hand sachte über Primus' Brust glitt – genau dorthin, wo das Herz des Medicus klopfte:
Saturninus behielt sein ergebenes Lächeln auf den Lippen, während sich ihre Körper im warmen Wasser fast schwerelos berührten. Er wartete darauf, welchen Befehl sein "Dominus“ ihm nun erteilen würde.
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