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Gartenpavillon
Gestern, 04:52 PM,
Beitrag #18
RE: Gartenpavillon
"Liebe Saturnina, aus der Sicht der römischen Weltanschauung sind alle Menschen, die keine Römer sind, Barbaren. Und in dem Städtchen leben meistens Barbaren, da es ihr Heimatland ist. Aber ja, auch bei uns wohnen und arbeiten diese sogenannten Barbaren, die wir Kelten nennen", die Tante hatte mild gesprochen und ihr Kuchen und Saft hingestellt, aber Saturnina wusste doch, dass sie getadelt wurde.
" Ich werde in Zukunft auch immer Kelten oder Germanen sagen, Tante Stella" beeilte sie sich, zu versprechen. Sie wollte einen guten Eindruck machen.
Die Sklavenhochzeit begann. Man hätte fast meinen können, dass es eine richtige Hochzeit wäre. Die Braut trug sogar ein flammeum. Und... bei Juno, die Tante hatte den Sklaven sogar silberne Eheringe geschenkt! War sie großzügig! Saturninas Vater hätte niemals so viel Geld für ein contubernium ausgegeben.
Der Onkel und die Tante hielten eine Rede, und dann hob der junge Bräutigam Nikos Schleier. Die Braut war dunkel wie Bronze, und vielleicht nicht einmal sehr hübsch, fand Saturnina zumindest, aber sie strahlte vor Glück und Liebe und hatte nur Augen für den blonden Rango.
Sie küssten sich. Das fand Saturnina wiederum romantisch.
Und dann rannte ein kleines Mädchen zu ihnen hin, und Rango nahm es auf den Arm. Es war dem Kind anzusehen, dass es Rango kannte und ihm vertraute. Schon wurde es Rango aber wieder abgenommen, denn jetzt reichte  Onkel Gabinius höchstpersönlich dem frischgebackenen Paar  einen Pokal. Sie mussten die Arme ineinander verschränken und gemeinsam daraus trinken. Es gab einige Versuche, und dann klappte es:
Rango und Niko tranken, ohne etwas zu verschütten. Das würde ihnen Glück bringen, hatte Saturnina mitbekommen, und war ein barbar....germanischer Brauch.

Saturnina schaute zur Tante hoch. Der Kuchen war sehr lecker, doch etwas anderes bewegte ihr Gemüt. Hier auf dem Gabinierhof schienen sich alle gerne zu mögen. Die Paare, die es gab, ganz gleich ob Herrschaften oder Sklaven, machten einen so glücklichen Eindruck.

Bei Saturnina Zuhause war es nicht so. Einen Moment lang fühlte sich das Mädchen unter all der Schminke und dem Prunk verloren.
Sie tastete mit ihrer kleinen Hand nach Tante Stellas Hand, und in ihren dunklen Augen glitzerte plötzlich ein Tränchen.
[Bild: 3_15_08_22_9_35_15.png]
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Gartenpavillon - von Furia Stella - 06-20-2026, 04:44 PM
RE: Gartenpavillon - von Publius Gabinius Secundus - 06-23-2026, 06:23 PM
RE: Gartenpavillon - von Furia Stella - 07-04-2026, 01:57 PM
RE: Gartenpavillon - von Publius Gabinius Secundus - 07-12-2026, 03:44 PM
RE: Gartenpavillon - von Furia Stella - 07-14-2026, 03:20 PM
RE: Gartenpavillon - von Publius Gabinius Secundus - 07-22-2026, 08:56 PM
RE: Gartenpavillon - von Furia Stella - 07-25-2026, 02:43 PM
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