"
Meister Cenmonoc , der Bluthund des Rates", erwiderte Inam: " Du wirst ihn nicht erkennen, denn er ist genauso ein großer Krieger wie er Druide ist, und gerade trägt er ein Kriegergewand. Aber was spreche ich zu dir von den Sitten der Väter? .Ein zahmer , träger fetter Fuchs bist du geworden, Vetter,der sich mit seiner trächtigen Füchsin im Unrat der römischen Wölfiin suhlt...."
Nach dieser letzten Beleidigung und dem, was folgte: Gabinias Claras Fluch nämlich, jedoch erstarrte der Prinz , als hätte ihn der Blitz getroffen. Das selbstgefällige Grinsen fror auf seinem Gesicht ein, und für einen unendlichen Moment wich alle Farbe aus seinen Wangen.
Die Worte von Lady Gerwina, die schön und tödlich wie eine strafende Göttin wirkte, trafen ihn nicht wie die bloße Drohung einer Frau, sondern wie das unerbittliche Urteil der Götter selbst – das Bild des römischen Adlers, der über seinem Schicksal kreiste, fraß sich augenblicklich in seinen Verstand.
Er schluckte mühsam, wich einen Schritt zurück und suchte vergeblich nach seiner zuvor gezeigten Arroganz, doch seine Stimme versagte ihm den Dienst.
Ohne ein weiteres Wort, von plötzlicher, nackter Angst getrieben, wandte er sich um und hastete aus dem Officium, um den Hof noch vor dem Morgengrauen zu verlassen.
Die Dienerin Meonre auf dem Hof erhielt später den Befehl, sich um die Vorräte der Krieger zu kümmern. Da sie
sah, sah sie nicht nur einen hastig aufbrechenden Dobunni- Adligen, sondern eine dichte, pechschwarze Aura, die sich wie ein Leichentuch um Inams Schultern legte und nach Verderben roch. Sie spürte das Krallen des Adlers bereits in seiner Seele und wusste mit absoluter, schauderhafter Gewissheit, dass der Fluch der Herrin unumkehrbar war und Inam direkt in seinen Untergang laufen würde.
Mit mechanischer Präzision packte Meonre die Vorräte ab, während die anderen Mägde in Abstand blieben; ihr unheimlicher Ruf war Schutzschild und Isolation zugleich. Als der Proviant verstaut war, wartete die Schar nicht auf den Morgen: Inam und seine Männer zogen hinein in die anbrechende britannische Nacht. Das dumpfe Hufgeklapper ihrer Pferde verhallte im Dunkeln und ließ den Comux-Hof in einer schweren, unheilvollen Stille zurück, während das Schicksal des Prinzen besiegelt war.