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RE: Gartenpavillon
"Das Fohlen ist ein Mädchen, und es hat eine weiße Stirnblesse in Form eines Sternchen. Durs ist gerade bei ihr und Eleyne. Ich würde ich sie gerne nach hiesiger Sprache Sterenna nennen, falls dir nicht ein schönerer Namen einfällt, Fridila". sagte ich. Sterenna bedeutete auf Britonisch Sternchen.
"Bei so tüchtigen Eltern" - damit meinte ich Marix und Eleyne - "...wird das Fohlen auch eine tüchtige Stute werden. Stellula ist ganz begeistert, weil sie ja auch ein Sternchen ist. Sie will unbedingt, dass das neue Pferdchen ihr und Iulius gehört. Ja,auch Iulius. Unser Töchterchen ist ihrem kleinen Spielkameraden gegenüber sehr großzügig"
Das war bei Pferden zumindest so, dass sie bei guten Eltern auch wohl gerieten. Bei Menschen war das nicht immer der Fall. Doch auch unsere Kinder waren gut geraten: Sie waren brav und kümmerten sich um andere.
"Sionn hat wirklich gute Arbeit geleistet", lobte ich den furischen Baumeister und musste schmunzeln, als Stella mir gestand, dass sie nicht wisse, woher er die Säulen für den Pavillon genommen hatte:
"Ich hoffe sehr, dass er sie nicht bei Saturninus ... ähm...entwendet hat", neckte ich meine Fridila:
"Dein Cousin wird auftauchen und sie wutschnaubend zurück verlangen!", ich saß nun unter dem Dach, hatte meinen Arm um mene Frau gelegt und schaute nach oben. Es war ein ruhiger, harmonischer Ort:
"Wir sollten ein kleines Einweihungspicknick geben", sagte ich versonnen: "Nichts Großartiges, ein hübsches Gartenfest. Wir hatten schon länger keine Festlichkeiten mehr, und Irma beklagt sich schon, dass sie nur alltägliche Speisen kochen darf. Was meinst du dazu?"
Im Geiste ging ich bereits eine Gästeliste durch:
"Deine Verwandtschaft sollten wir einladen. Und Gadrianus und Senia vom Furierhof, die haben wir lange nicht mehr gesehen, mit ihrer Jungenschar", und ich dachte selbstverständlich an meinen Oheim:
"Es wäre zu schön, wenn deine Freundin Viola kommen könnte, doch sie ist gewiss wieder in Rom, nicht wahr, und die Reise ist zu weit. Aber es wäre für einen gewissen Onkel eine solche Überraschung"
Gerfridu würde vor unverhofftem Glück aus allen Wolken fallen, das wusste ich. Dennoch war ich mir noch unsicher, ob ich diese unstandesgemäße Liebe fördern oder lieber langsam versickern lassen sollte. Gerfridu und die patrizische Sergia waren beide gute Menschen, klar und rein in ihren Absichten, aber es lag eine große Verwantwortung darin, falls die Frau mit ihrer Gens brechen müsste, um ihrer Liebe zu folgen. In diesem Fall freilich würde sie zu Gerfridus Sippe gehören, und selbst meine Mutter, Gerlinda, würde sie mit dem Ger in der Hand gegen jeden Römer verteidigen, der auch nur ein beleidigendes Wort äußern würde.
Ich küsste Stellas Haar und fuhr fort: "Da wir als die Hausherren Rango und Niko verheiraten, könnten wir auch gleich an diesem Tag eine kleine Zeremonie für die Beiden abhalten. Oder besser zu einer anderen Gelegenheit. Was denkst du darüber, liebste Fridila?"
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