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Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella
06-23-2026, 06:01 PM,
Beitrag #29
RE: Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella
Auf dem Weg zum Officium rannte ich fast in Gerfridu hinein, der etwas Unverständliches  murmelte und rasch weiterging. Verblüfft schaute ich ihm hinerher und trat dann ein. Meine Fridila saß an ihrem Schreibtisch, hatte Schriftrollen vor sich und sah gleichermaßen anmutig wie sehr tüchtig aus.
" Hoffentlich keine schlechten Nachrichten für Onkel Gerfridu?", fragte ich etwas besorgt und wies mit einem Kopfnicken zur Tür.
Ich schaute wohlgefällig auf Spiros, der voller Eifer Briefe sortierte ( er hatte hier als kleiner Junge ja hier auf unserem Hof Lesen und Schreiben gelernt) und auf den Wäschekorb, in dem Illiborn schlief. 
Dann fiel mir wieder Rangos Anliegen ein, mit dem er zu mir gekommen war. Ich hatte ihm versprochen, mit Stella zu sprechen:
"Salve meine Fridila", sagte ich und setzte mich, als sei ich einer der Leute, die etwas von der Hausherrin wollten, ihr gegenüber.
Ich schaute zu Spiros: "Darf er sein Werk einmal unterbrechen und uns etwas Saft holen?", fragte ich meine Frau. Ich wollte nicht, dass er mithörte.
Spiros, der sehr gefällig war, nickte sofort: "Darf ich, Domina?", fragte er.
"Und du sollst dir auch einen großen Becher vollschenken", erwiderte ich. Spiros liebte Süsses.
Kaum war Spiros fort, sagte ich: "Wie schnell sie groß werden! Doch es geht gar nicht um diesen kleinen Griechen, sondern um eine gewisse junge Griechin aus Alexandria. Sag einmal, hast du noch Kontakt zu deiner Freundin, Claudia Sabina in Londinium?"
Ich glaube, dass meine Missbilligung mir anzusehen war. Für mich gehörte eine Mutter zu ihren Kindern; Claudia Sabina hatte aber ihren gerade  neugeborenen Sohn aus erster Ehe samt Amme bei uns gelassen, um in zweiter Ehe in den höchsten Adel einzuheiraten.
Rasch fuhr ich fort:
"Der liebe junge Rango ist sehr schnell erwachsen geworden und hat sich unsterblich  in die schwarze Niko verliebt. Mittlerweile hat er sie gefragt, und sie mag ihn auch leiden. Rango will sie natürlich sofort heiraten und ihr Töchterchen Nana aufnehmen, aber der Haken ist, dass Niko samt Töchterchen Eigentum deiner besagten Freundin ist. Jetzt läuft Rango umher wie ein Gespenst, seufzt und ist ganz blass und traurig. Und Niko tut zwar ihre Arbeit und kümmert sich vorbildlich um den kleinen Iulius, aber auch  sie ist traurig, weil Rango traurig ist. Ich möchte gerne etwas für den Jungen tun"
Auch Rango war ein Höriger und Knecht, aber das war etwas anderes als ein römischer Sklave. Stella wusste das, und ich wartete ab, was sie mir raten würde.
[Bild: 3_15_08_22_9_36_30.png]
Honoratior der Stadt Iscalis
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RE: Officium von Gabinius Secundus & Furia Stella - von Publius Gabinius Secundus - 06-23-2026, 06:01 PM

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