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RE: Gemach Tiberius Furius Victor Aidanus
Draußen atmete Furius auf. Das war noch einmal gut gegangen. Eigentlich war es einfach, Victor zufrieden zu stellen. Er nahm sich vor, das öfter zu tun. Oder zumindest daran zu denken. Dieses Gefühlsmäßige mochte er nach wie vor nicht, so wie es ein Mann nicht mochte, der vielleicht selbst heimlich dazu neigte. Es war so unpatrizisch. Es war so unrömisch. Victor müsste es sich wirklich abgewöhnen, dachte Saturninus. Er muss härter werden. Vielleicht sollte ich ihm die Aufgabe geben, einen nachlässigen Sklaven zu bestrafen. Mal sehen,ob mein Verwalter auf dem Landgut da etwas für uns hat.
Saturninus unterbrach seinen Gedankengang, als er seinen hübschen Maiordomus erblickte.
Der Anblick des goldenen ägyptischen Jünglings, den er so erfolgreich der Claudia Sabina weggeschnappt hatte, stimmte ihn gnädig:
" Gibt es etwas, Nefertem?", forderte er den Sklaven auf, zu sprechen.
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