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RE: Gemach Tiberius Furius Victor Aidanus
"Es heißt Manu -faktur, von manus, die Hand und facere, herstellen, werken", erklärte Saturninus. Er wusste nicht, warum, aber immer wenn er mit Victor sprach, schlich sich nach kürzester Zeit ein Unbehagen in sein Gemüt. Es war für ihn so, als wolle Victor etwas, was der Furius nicht so recht verstand, und was er ihm nicht geben konnte, nicht weil er nicht wollte, sondern weil er nicht wusste, um was es ging. Für Saturninus war jemanden zu mögen oder gar zu lieben, in erster Linie für ihn zu sorgen. Das waren die zwei Arten von Liebe, die er kannte: Sexuell oder fürsorglich. Er sorgte für seine Begriffe gut für Victor. Söhne gehörten dem Vater. Er hatte auch für Deirdre gesorgt, sie freigelassen, ihr ein Häuschen und eine Kuh gekauft.
Was bei allen Göttern der Unterwelt wollte Tiberius Victor denn noch?
Nun warf ihm Victor vor, dass er seine Mama nicht gern hatte!
"Ich habe sie gern. Doch sie hat Licianus Owen geheiratet und mir gesagt, dass nun in ihrem Schlafzimmer kein Platz mehr für mich ist! Diesen Wunsch habe ich respektiert!", antwortete Saturninus und dachte: Warum verteidige ich mich eigentlich?
"Gut, dann keine Manufaktur. Ich zwinge dich zu nichts, ich eröffne dir Chancen und Wege. Aber du schaust mich an, als würde ich dich hier gefangen halten! Was willst du, Victor? Andere Jungen wären dankbar für die Möglichkeit, mein Sohn zu sein"
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