>>> Es war ein junger Mann der die Türe öffnete und ihr gegenüber trat. Ob das der Medicus war, zu dem sie geschickt worden war? Hm. Für diese Aufgabe sah der Blondschopf eigentlich etwas zu jung aus. Doch wer war Cassia schon um sich darüber ein Urteil erlauben zu können. Se hoffte nur dass sich der Medicus auch beeilte und mit ihrem Schritt halten könnte. Denn ihre Schritte würde Cassia auf dem schnellsten Weg zurück zum Haus ihrer Domina lenken.
“Kannst du dich bitte ein bisschen beeilen? Der junge Dominus hatte überall Blut.“ Plapperte Cassia auf dem Weg zum Haus der Furier. Und warf dem Blonden an ihrer Seite immer mal wieder einen raschen Blick zu. Wie als wollte sie sich davon überzeugen, dass er ihr auch noch folgte. Nicht dass er irgendwo falsch abbog oder sie sonst wie im Stich ließ. Aber durfte er das überhaupt? Durfte ein Medicus einen Patienten, genauer gesagt einen Notfall einfach im Stich lassen? Wohl nicht. So die Überlegung des Lockenkopfs, welche den Blondschopf sicher durch die Straßen und Gässchen führte, bis sie an der furischen Villa ankamen. Dem Ianitor warf Cassia einen kurzen Blick zu, als sie mit schnellen Schritten die furische Villa betrat und geradewegs auf das Cubiculum ihrer jungen Domina ging. Denn dort befand sich auch der verletzte Dominus und seine Amme.
“Domina Furia Saturnina? Ich habe den Medicus mitgebracht.“ Plapperte Cassia mit vor Stolz funkelnden Augen. Schließlich wollte sie zeigen, dass man sie durchaus auf die Straße schicken konnte und dass sie Anweisungen und Befehle befolgen konnte. Dann erst blickte Cassia zu dem vermeintlich jungen Medicus und winkte ihn näher. Unauffällig deutete Cassia auf den jungen Dominus, der ruhig an der Seite seiner Amme stand.