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RE: Gemach Tiberius Furius Victor Aidanus
"Mama hat immer gesagt, Ordnung muss sein."
Aidan verstand nicht, warum andere seine Unordnung wegmachen mussten. Die mussten doch sicher andere Sachen machen. Außerdem war es auch nur eine weitere Möglichkeit, gegen den Papa zu rebellieren. Was wollte der tun? Ihn strafen, weil er sein Zimmer aufräumte? Pah!
Und wieder sagte der Papa Dinge, die ihm nicht gefielen. Ihm fehlte die Muse, mit Carus lesen zu üben. Er klang richtig gleichgültig. Und sein armer Bruder hoffte doch bloß, dass ihr Vater ihn gern hatte. Er glaubte es noch. Aidan war nicht mehr so naiv. Immerhin versprach ihm sein Vater, sich morgen um ihn zu kümmern. Er glaubte es ja noch nicht. Und so war der Junge immer noch grummelig, als ihn der Mann nach seinen eigenen Interessen fragte.
"Ich bin nicht gut im Lernen", sagte er bloß, ein wenig hochnäsig. Er hatte seinem Vater vor langer Zeit mal gesagt, er wolle gern Zimmermann werden und Holz bearbeiten. Das würde er nicht mehr tun. Tatsächlich hatte Aidan keine Ahnung, wie umfangreich ein Auge auf ihn geworfen wurde, doch dass die blöden Sklaven seinem Vater berichteten, er sein eine Art Wunderkind, dachte er sich schon.
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